DE644359C - Vulkanisierpresse - Google Patents

Vulkanisierpresse

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DE644359C
DE644359C DES112908D DES0112908D DE644359C DE 644359 C DE644359 C DE 644359C DE S112908 D DES112908 D DE S112908D DE S0112908 D DES0112908 D DE S0112908D DE 644359 C DE644359 C DE 644359C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D30/00Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/0601Vulcanising tyres; Vulcanising presses for tyres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Heating, Cooling, Or Curing Plastics Or The Like In General (AREA)

Description

Die Erfindung· bezieht sich auf Vulkanisierpressen mit einem ortsfesten oberen Widerlager und einem beweglichen unteren Preßtisch sowie mit einem Hebezeug und Führangen für den Preß tisch, um ihn zu drehen und in bezug· auf das Widerlager hin und her zu bewegen.
Pressen dieser Art können zum Vulkanisieren aller möglichen Gummiwaren, insbesondere Gummiluftreifen, Gummischläuche usw., verwendet werden. Zum Öffnen und Schließen derartiger Pressen, bei denen das ortsfeste obere Widerlager zur Waagerechten meist etwas schräg· steht, ist es allgemein üblich, den Preßtisch von dem festen Widerlager zunächst parallel abzuziehen und dann bei der weiteren Öffnungsbewegung aus der Schräglage in eine waagerechte Lage umzukippen.. Umgekehrt wird beim Schließen vorgegangen, indem der Preßtisch aus seiner waagerechten Lage zunächst in eine Schräglage entsprechend. der des festen Widerlagers gekippt und schließlich parallel gegen das Widerlager, bewegt wird.
Bis jetzt war es üblich, den Preßtisch auf das Hebezeug, ζ. B. auf den Kolben eines Druckzylinders, unmittelbar aufzusetzen, das Hebezeug bzw. den Druckzylinder im feststehenden Gestell der Presse drehbar aufzuhängen und die Kippbewegungen des Preßtisches durch eine Kurvenführung zu steuern.
Der Nachteil bei Anordnung des Preßtisches unmittelbar auf dem Hebezeug, also beispielsweise unmittelbar auf dem Kolben eines Druckzylinders, besteht darin, daß ein übermäßig großer Kraftaufwand bzw. bei Druckzylindern eine übermäßig· große Druckmittelzufuhr erforderlich ist, um einen jeweils bestimmten Schließ druck zu erreichen und zu unterhalten. Hier ergibt sich, besonders bei Pressen mit einem in Gestalt eines Druckzylinders gegebenen Hebezeug, noch der Nachteil, daß, wenn die Druckzylinder mehrerer Pressen einer und derselben Druckmittelzuführungsleitung angeschlossen sind, ein gleichzeitiges Schließen mehrerer Pressen wegen des erheblichen Druckmittelverbrauchs Schwierigkeiten macht, sofern es nicht gelingt, alle Druckzylinder von einer und derselben Speiseleitung· aus mit Druckmittel in den jeweils erforderlichen verhältnismäßig großen Mengen zu beliefern.
Durch die Erfindung ist erreicht, daß die Bewegungen des Preßtisches, insbesondere die Schließbewegungen, eines so großen Kraftaiufwandes wie früher nicht mehr bedürfen. Das Neue der Erfindung liegt darin, daß mit dem Hebezeug, z. B. einem Druckzylinder, auf Kniehebel, und zwar auf zwei gegenläufig bewegliche Kniehebel gewirkt und dabei das Hebezeug von den Kniehebeln selbst getragen wird. Hierbei ergibt sich als besonderer
Vorteil, daß für dieselben Bewegungen wie früher ein wesentlich geringerer Druckmittelaufwand erforderlich ist, daß beispielsweise ein Druckzylinder geringere Abmessungen als sonst erhalten kann und die Druckzylinder mehrerer nebeneinander aufgestellter Vulkanisierpressen gegebenenfalls von einer und der selben Dnickmittelleitung aus gespeist werden können, ohne Gefahr zu laufen, daß keine ίο genügend großen Enddrücke bzw. Schließdrücke zustande kommen, wenn zwei oder mehrere Pressen gleichzeitig geschlossen werden sollten.
Die Zeichnungen stellen dar: Fig. ι eine Vulkanisierpresse nach der Erfindung von der Seite gesehen. Schnittführung nach Linie i-i der Fig. 2,
Fig. 2 den Unterteil der geöffneten Presse von vorn gesehen. Darstellung zum Teil im Schnitt,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 4 eine etwas andere Ausführungsform von der Seite gesehen und teils im Schnitt, Fig. 5 eine Ausführungsform, bei der das Hebezeug zum Strecken und Knicken der Kniehebel aus einem Schraubengetriebe besteht,
Fig. 6 ein besonderes Beispiel für die Ausführung der Kurvenschlitze zum Führen des Preßtisches.
Zunächst sei auf die Fig. 1, 2 und 3 Bezug genommen. Das Gestell 10 hat einen Fuß 11 und Seitenteile 12. Zwischen den oberen Enden der Seitenteile 12 befindet sich das ortsfeste obere Widerlager 13; es nimmt in bekannter Weise, wie aus der Zeichnung ersichtlich, eine Stellung schräg zur Waagerechten ein.
Der bewegliche Preßtisch 14 ist erfindungsgemäß auf den oberen Enden gegenläufig bew-eglicher Kniehebel 21, 22, 26, 27 angeordnet. Die Hebel 21 und 26, von denen sich je einer auf jeder Seite der Maschine befindet (s. Fig. 2 und 3), sind mit ihren unteren Enden auf Querstangen 19, 20 gelagert, die zwischen den Seitenteilen 12 des Gestelles 10 verspannt und in einer Ebene parallel zur Teilungsebene der Form angeordnet sind. Die Hebel 22 und 27, von denen ebenfalls je einer auf jeder Maschinenseite vorgesehen ist, sind mit ihren unteren Enden an den oberen Enden der Hebel 21, 26 angelenkt und mit ihren oberen Enden bei 24 und 29 an dem Preßtisch 14. Durch die Kniegelenke der vorderen paarweise zusammengehörigen Hebel 21, 22 geht eine Querstange 23 hindurch. In den Kniegelenken der paarweise zusammengehörigen hinteren Hebel 26, 27 ist der Druckzylinder 30 mit zwei Zapfen 28 (Fig. 8) drehbar aufgehängt, Der Druckzylinder 30 ist ein doppelt wirkender Zylinder, dessen Kolben 31 mit seiner Stange 32 an die Querstangen 23 ungefähr I-, ,ift·. deren Mitte, vorteilhaft nachstellbar, an-'^^geschlossen ist.
r 'Zum Schließen der Presse wird eine Druckflüssigkeit oder auch irgendein anderes jeweils zur Verfugung stehendes Druckmittel in das vordere Ende des Zylinders 30 eingeführt und gleichzeitig das hintere Ende für den Auspuff freigegeben, damit der Kolben im Druckzylinder hier beispielsweise eine Bewegung von rechts nach links ausführen und die Kniehebel aus ihrer punktiert eingezeichneten geknickten Stellung in die Strecklage überführen kann. Bei weniger großen Schließdrücken der Form mag es vielleicht nicht unbedingt notwendig sein, die Kniehebel vollständig bis in ihre Strecklage hinein zu bewegen. Sofern jedoch mit hohen Gegendrücken in der Form zu rechnen ist, wird es sich immer empfehlen, die Kniehebel wenigstens bis in die Strecklage hinein oder noch etwas über die Strecklage hinaus zu bewegen (s. Fig. 1), um die Presse fest zu verriegeln, d. h. jede Möglichkeit eines selbsttätigen Öffjnens der Form auszuschließen, auch wenn der Druck im Druckzylinder 30 infolge irgendeiner Ursache plötzlich abfallen sollte.
Die Kniehebel müssen zum öffnen der Form wieder geknickt werden. Das geschieht, indem nunmehr das Druckmittel in das hintere Ende des Druckzylinders 30 eingelassen und gleichzeitig das vordere Ende dieses Zylinders für den Auspuff freigegeben wird. Um den Preßtisch 14 so zu führen, daß er während des ersten Teiles der Öffnungsbewegung bzw. während des letzten Teiles »00 der Schließbewegung von der Unterseite des ortsfesten oberen Widerlagers 13 parallel abgehoben bzw. parallel gegen die Unterseite des Widerlagers 13 hochgedrückt wird und weiterhin während des letzten Teiles der Öffnungsbewegung ein Umklappen des Preßtisches in eine waagerechte Lage (s. die punktiert eingezeichnete Stellung in Fig. 1) oder während des ersten Teiles der Schließbewegung ein Umklappen aus der waagerechten Lage in eine Schräglage entsprechend der des oberen Widerlagers 13 geschehen kann, sind an beiden Seiten des Preßtisches 14 Rollenzapfen 39 vorgesehen, die je in einem besonderen Kurvenschlitz 40 der Seitenteile 12 geführt werden. Die beiden Endabschnitte eines jeden solchen Kurvenschlitzes 40 sind, wie aus den Fig. 1 und 4 ersichtlich, zueinander versetzt, im übrigen jedoch so eingerichtet, daß sowohl der obere Endabschnitt als auch 1*0 der untere Endabschnitt der Länge nach genau senkrecht zur Teilungsebene der Form
verläuft. Die Verbindung zwischen den beiden Endabschnitten eines jeden solchen Schlitzes 40 ist durch einien kurvenförmig verlaufenden mittleren Abschnitt hergestellt.
Unter den Rollenzapfen 39 und ebenfalls fest im Zusammenhang mit dem Preßtisch 14 sind noch zwei weitere Rollenzapfen 42 je einer auf jeder Seite des Preßtisches vorgesehen. Diese Rollenzapfen sind in den Schlitzen 43 der Seitenteile 12 geführt. In der Ausführung Fig. 1 sind die Schlitze 43 keine Kurvenschlitze, sondern einfache gerade Schlitze; ihrer Länge nach liegen sie in genau einer Richtung mit den geraden oberen Längsabschnitten der Führungsschlitze 41. Die unteren Enden der Führungsschlitze 40 liegen genau senkrecht unter den unteren Enden der Führungsschlitze 41. Durch die Form und Anordnung dieser Schlitze wird dem Preßtisch 14 die gewünschte Bewegung erteilt. Infolge der Kippbewegung des Preßtisches müssen die vorderen Kniehebel 21, 22 sich in weit stärkerem Maße durchknicken als die hinteren Kniehebel 26, 27. Das ist in diesem Falle auch ohne weiteres möglich, eben weil das die Kniehebel knickende und streckende Hebezeug, in diesem Falle also der Druckzylinder 30, mitsamt seinem Kolben 31 bzw. der Kolbenstange 32 zwischen den Kniegelenken der Hebel aufgehängt ist und so den verschieden großen Verstellungen dieser gegenläufig beweglichen Kniehebel sich ohne weiteres anzupassen vermag.
Die Ausführungsform Fig. 4 ist für leichtere Arbeiten, so beispielsweise zum Formen und Vulkanisieren von Fahrradreifen, bestimmt. Die Größe der Bewegung des Preßtisches 14 kann hier etwas kurzer bemessen werden. Demgemäß brauchen die unteren Endabschnitte der Kurvenschlitze 40 zu beiden Seiten des Gestelles weniger weit nach unten ausgedehnt zu werden und um unter diesen Umständen die unteren Enden der anderen Schlitze 43 wieder genau senkrecht unter die unteren Enden der Schlitze 40 zu bekommen, sind die Schlitze 43 in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise gewinkelt. Bei dieser Presse, die nur für verhältnismäßig leichte Arbeiten, Fahrradreifen o. dgl., bestimmt ist, liegt keine unbedingte Notwendigkeit vor, die Kniehebel beim Schließen der Presse bis in eine vollständige Strecklage hinein oder noch etwas darüber hinaus zu bewegen. In der Ausführung Fig. 5 ist statt eines Druckzyiinders zum Knicken und Strecken der Kniehebel 21, 22, 26, 27 ein Schraubengetriebe vorgesehen, das eine Gewindespindel 48 hat, die mit ihrem vorderen Ende an die im Kniegelenk der vorderen Hebel 21, 22 sitzenden Querstange 23 angeschlossen ist und mit ihrem hinteren Gewindeende in einer Gewindemutter 50 sitzt, die hier in einem Gehäuse 51 wohl drehbar,- aber axial unverschiebbar gelagert ist. Das Gehäuse 51 ist zwischen den hinteren Hebeln 26, 27 in deren Kniegelenken mit Zapfen 28 (ähnlich wie der Druckzylinder 30) drehbar aufgehängt. Auf der Gewindemuttier 50 sitzt ein Zahnrad 52 und mit diesem Zahnrad 52 kämmt das auf der Welle eines elektrischen Motors 54 sitzende Ritzel 53. Der Motor 54 ist am Gehäuse 51 fest angebracht. Je nach der Drehrichtung der Motorwelle bzw. der Gewindemutter 50 wird die Gewindespindel innerhalb der Mutter 50 in der einen oder der anderen Richtung verschoben und demgemäß der Preßtisch 14 durch Knicken oder Strecken der Kniehebel entweder abwärts oder aufwärts bewegt.
Fig. 6 veranschaulicht eine Schlitzanordnung, bei der die beiden Schlitze 40 und 43 zu einem einzigen Schlitz vereinigt sind. Der obere Rollenzapfen 39 ist in diesem Falle aus der Achsebene des Preßtisches 14 seitwärts etwas herausgerückt. Der untere Rollenzapfen 42 jedoch ist in der Achsebene des Preßtisches verblieben. Der obere Schlitzabschnitt 40 ist zum unteren Schlitzabschnitt 43 selbstverständlich ebenfalls seitwärts versetzt angeordnet. Diese Schlitzanordnung hat den besonderen Vorzug, zu gewährleisten, daß das parallele Abheben des Preßtisches 14 und umgekehrt auch das parallele Bewegen des Preßtisches gegen das ortsfeste obere Widerlager 13 auf etwas längerer Wegstrecke als sonst möglich ist und die Gefahr des Einklemmens irgendwelcher Gummiteile, z. B. der Wülste eines in die Form eingelegten Reifens, beim Schließen der Presse bis auf ein Geringstmaß herabgesetzt wird.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Vulkanisierpresse für Gummiluftreifen mit einem ortsfesten oberen Widerlager und einem beweglichen unteren Preßtisch sowie mit einem Hebezeug und Führungen für den Preßtisch, um ihn zu drehen und in bezug auf das Widerlager hin und her zu bewegen, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebezeug auf zwei gegenläufig bewegliche (einem vorderen und einem hinteren) Kniehebel (21, 22 bis 26, 27) wirkt, von denen das Hebezeug (Druckzylinder 30 oder Leitspindelantrieb 49, 50, 54) getragen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES112908D 1933-10-21 1934-02-17 Vulkanisierpresse Expired DE644359C (de)

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US694606A US1976833A (en) 1933-10-21 1933-10-21 Toggle molding press

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DES112908D Expired DE644359C (de) 1933-10-21 1934-02-17 Vulkanisierpresse

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US1976833A (en) 1934-10-16
GB420123A (en) 1934-11-26

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