DE644355C - Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung - Google Patents

Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung

Info

Publication number
DE644355C
DE644355C DER90000D DER0090000D DE644355C DE 644355 C DE644355 C DE 644355C DE R90000 D DER90000 D DE R90000D DE R0090000 D DER0090000 D DE R0090000D DE 644355 C DE644355 C DE 644355C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
core
workpiece
casting
bore
work piece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER90000D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DEUTSCHE ROEHRENWERKE AG
Original Assignee
DEUTSCHE ROEHRENWERKE AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DEUTSCHE ROEHRENWERKE AG filed Critical DEUTSCHE ROEHRENWERKE AG
Priority to DER90000D priority Critical patent/DE644355C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE644355C publication Critical patent/DE644355C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/04Casting hollow ingots

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstück für die Rohrherstellung Bei der Herstellung nahtloser Rohre durch Walzen, Ziehen oder Schmieden geht man in der Regel von gegossenen, gewalzten oder geschmiedeten vollen Vorwerkstücken aus. Das volle Vorwerkstück wird zunächst in einem Lochwalzwerk oder in einer besonderen Lochpresse gelocht und anschließend, z. B. im Pilgerschrittwalzwerk :oder auf der Stoßbank, zum fertigen Rohr weiter verformt. Der Vorgang des Lochers des vollen Vorwerkstückes verursacht seinen @erheblichen Kraft- und Arbeitsaufwand. Man hat daher bereits vorgeschlagen, bei den bekannten Rohrherstellungsverfahren von einem zylindrischen hohlen Vorwerkstück auszugehen, um das Rohrherstellungsverfahren zu vereinfachen und zu verbilligen. Sao hat man z. B. bereits vorgeschlagen, Vorwerkstücke in Gestalt zylindrischer Hohlblöcke durch Gießen herzustellen. Die Hohlblöcke hat man dabei in bekannter Weise schwach konisch ausgebildet, damit sie aus den Gußformen leichtentfernt werden können. Solche Vorwerkstücke wiesen jedoch ;eine Reihe von Mängeln auf, die sich auf die Güte des fertigen Rohres nachteilig auswirkten, so daß sie in größerem Maßstabe noch keinen Eingang fanden. Wird beim Gießen eines solchen zylindrischen Hohlblocks ein fester Kern verwendet, so besteht die Gefahr, daß die Blockwandung den Kern beim Erstarren so fest umklammert, daß Risse entstehen. Daher mußten hohe Ausschußziffern in den Kauf genommen werden. Selbst wenn äußerlich Risse nicht erkennbar sind, ist doch die Gefahr vorhanden, daß infolge der beim Erkalten auftretenden Umklammerung des Kernes feine Haarrisse entstehen, die erst bei der Herstellung des fertigen Rohres sichtbar werden und also die dafür aufgewendete Arbeit zunichte machen. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, daß solche Haarrisse auch am fertigen Stück noch nicht erkannt werden und erst bei Verwendung des fertigen Rohres in unter Umständen verhängnisvoller Weise zutage treten. Man kann diese Gefahren durch Verwendung eines elastischen Kernes zu vermeiden versuchen, der in der Riegel aus feuerfesten Werkstoffen besteht. Die Gefahr der Rissebildung wird bei Verwendung solcher Kerne jedoch auch nur dann vermieden, wenn die Elastizität des Kernes ausreichend groß ist. Dafür besteht jedoch keine Gewähr. Bei der Verwendung geformter Kerne steigen die Gestehungskosten infolge der aufzuwendenden Kernmacherarbsit und infolge des häufig unvermeidlichen Kernbruches. Bei Verwendung geformter Kerne muß ferner damit gerechnet werden, daß das gegossene Vorwerkstück in seinen Wandungen sandige Einschlüsse enthält, durch die im fertigen Rohr Fehlerstellen entstehen können. Diese Mängel treten sowohl bei der Herstellung von Vorwerkstücken in Form von gegossenen Hohlzylindern mit und ohne Boden auf.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, ein zylindrisches Gußstückunter Verwendung eines aus zahlreichen Keilformstück@n bestehenden Kernes herzustellen. Der Kern ist dabei innen hohl ausgebildet und mit inneren schrägen Gleitflächen versehen, die beim Er.:. kalten des Gußstückes infolge des auftretti den Schrumpfdruckes einen Druck auf etl', sprechende Flächen einer besonderen mittleren Kernspindel ausüben, die unter Federdruck stehen. Die Herstellung m-litldrischcr Hohlkörper auf diese Weise ist s:llr umständlich und kostspielig und birgt trotzdem noch zahlreiche Fehlerduellctl in sich. Bei der Verschiebung der Keilformstücke nach der Kernmitte hin unter der Einwirkung des Schrumpfdruckes geht die ursprünglich kreisförmige. äuliere Bcgreilzutlgslinie des Querschnitts in ein Bogenvieleck über. Die Kanten der Keilformstücke treten etwas hervor, so daß das erstrarrende Gußstück auf diese Kanten und nicht mehr auf den ursprünglich zylindrischen Mantel des Kernes drückt. Beim weiteren Schrumpfen besteht die Gefahr, daß diese Kanten von dein Gußstück festgeklemmt werdet, und daß an diesen Stellen örtlich hohe Spannungen und Risse in dem Gußstück hervorgerufen werden. Ferner ist der Kern infolge seiner Zusammensetzung aus vielen Teilen naturgem'iß empfindlich, so daß keine Gewähr dafür besteht, daß er seine Aufgabe auch tatsächlich erfüllt.
  • Schließlich hat man auch schon hohle Vorwerkstücke für die Röhrenherstellung durch Gießen unter Verwendung zylindrischer Kerne herzustellen versucht, wobei die Kerne durch auf die Gußoberfläche aufgesetzte Tastapparate unter Anwendung von Druckzylindern aus der Umklammerung des .erstarrenden, Gußstückes herausgezogen wurden. Auch diese Herstellungsweise ist sehr umständlich und teuer, so daß sie sich in großem Mal:)stabe nicht durchsetzen konnte.
  • Gemäß der Erfindung gelingt es, auf einfache und sehr vorteilhafte Weise hohle Vorwerkstücke für die Röhrenherstellung unter Verwendung eines Kernes herzustellen, indem man die Bohrung des Vorwerkstückes mit einer derart starken Verjüngung versieht, daß infolge des Schrumpfdruckes -eine selbsttätige Loslösung des Kernes aus der Umklammerung des erstarrenden Gußkörpers erfolgt. Die Bohrung wird also so stark verjüngt, daß der Kern unter der Einwirkung des Schrumpfdruckes wie ein nicht selbstsperrender Keil aus seiner ursprünglichen Lage um einen geringen Betrag herausgehoben wird, so daß eine Umklammerung durch das Gußstück nicht eintreten kann. Dadurch wird mit Sicherheit eine Umklammerung sowie Besch:idigung oder Zerstörung des Kernes bzw. ein Festschrumpfen des Vorwerkstückes auf dem Kern, ferner die Entstehung von Schrumpfspannungen und Schrumpfrissen vermieden. Die Ausbildung tincs hohlün Vorwerkstückcs mit derart stark gewählter konischer Innen-;$eilrung ist keineswegs Voraussetzung für die
    'piterverarb,eitung zum fertigen Rohr. Bei
    k allen R ohrllerstellungsv.erfahren wcrd.en
    "Aelmehr Vorwerkstücke mit zylindrischer Boh-
    rung verwendet. Die starke Verjüngung des Kernes wird ausschliel5lich gewählt, um unter der Einwirkung des Schrumpfdruckes ein Nachgeben des Kernes und damit die Herstellung cin;s rissefrei.eti Gußstücks zu erzielen. In der Regel wird durch einen weiteren Arbeitsgang das mit einür starken Verjüngung vürschct:e Vorwcrkstück in ein solches mit zylindrischer Bohrung, das erst zum fertigen Rohr lt,citervcrarbeitet wird, umgeformt w.erden müssen.
  • Eitre besonders vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgedankens ergibt sich, wenn man die Verjüngung der Bohrung des Vorwerkstückes an derjenigen Stelle am größten wählt, au der der Gußw@erkstoff zuerst erstarrt. Bei steigendem Guß wird das in der IZegcl der Kopf, bei fallendem Guß der Boden des Gußkörpürs sein.
  • Da bei den eigentlichen Rohrherstellungsverfahren in der Regel Vorwerkstücke mit zylindrischer Bohrung Anwendung finden, wird, wie gesagt, das gemäß vorliegender Erfindung mit stark verjüngter Bohrung hergestellte Vorwerkstück in ein solches mit zylindrischer Bohrung umgeformt. Das geschicht vorzugsweise durch Eintreiben eines Dornes in die Bohrung des Vorwerkstückes, das dadurch zu einem Körper von gleichmäßiger Bohrung aufgewcitet wird. Um hierbei ein holtlzvlindrischcs Vorwürkstück zu erhalten, muß die äußere Form des Vonverkstückes bzw. die Höhlung der Gießform so gewählt werden, daß das Vorwerkstück in allen Schnittebenen senkrecht zur Kernachse gleichen Flächeninhalt hat. Für die Weiterverarbeitung mittels eines Zieh- oder Stoßverfahrens, z. B. auf der Ehrhardtschen Stoßbank, wird das Vorwerkstück mit einem Boden versehen, gegen den sich die beim Rohrhürstellungsverfahren verwendete Dorn-oder Stoßstange abstützen kann.
  • In der Zeichnung sind drei Ausführungsformen düs Erfindungsgegenstandes dargestellt. In allen Abbildungen ist das gegossene Vorwerkstück mit A, der Kern mit B und die Gießform mit C bezeichnet.
  • Abb. t läßt ein V.orwürkstück A mit gleichmäßig stark verjüngter Bohrung erkennen. Die äußere Form des Vorwerkstückes bzw. die Höhlung der Gießform ist derart gewählt, daß in allen Querschnitten des Vorwerkstücks senkrecht zur Kernachse gleiche Querschnitte vorhanden sind. Abb. 2 läßt .ein Vorwerkstück erkennen, das am Bioden eine stärkere Verjüngung der Innenbohrung aufweist. Das Gußstück wird mit fallendem Guß gegossen, so daß der Werkstoff am Boden zuerst erstarren wird. Durch die stärkere Verjüngung an dieser Stelle wird erzielt, daß der Kern durch die hier zuerst auftretende Schrumpfwirkung mit Sicherheit um seinen geringen Betrag ange-, hoben und der Umklammerung durch den erstarrenden Gußkörperentzogen wird.
  • Abb. g veranschaulicht ein Vorwerkstück, das zur Weiterverarbeitung auf einer Stoß-oder Ziehpresse bestimmt ist und daher einen Boden besitzt, gegen den sich das bei der Weiterverarbeitung verwendete Werkzeug abstützen kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstück mit von ,oben nach unten sich verjüngender Bohrung für die Herstellung von nahtlosen, insbesondere großen Rohren, gekennzeichnet durcheine derart starke Verjüngung der Bohrung, daß infolge des Schrumpfdruckes eine selbsttätige Loslösung des Kernes aus der Umklammerung des erstarrenden Gußkörpers verfolgt.
  2. 2. Vorwerkstück nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verjüngung der Bohrung an derjenigen Stelle am größten gewählt ist, an der der Gußwerkstoff zuerst :erstarrt.
DER90000D 1934-02-24 1934-02-24 Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung Expired DE644355C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER90000D DE644355C (de) 1934-02-24 1934-02-24 Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER90000D DE644355C (de) 1934-02-24 1934-02-24 Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE644355C true DE644355C (de) 1937-04-29

Family

ID=7418266

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER90000D Expired DE644355C (de) 1934-02-24 1934-02-24 Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE644355C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69403297T2 (de) Verfahren zur herstellung einer auswerferhülse für formteile
DE644355C (de) Unter Verwendung eines Kernes hergestelltes Vorwerkstueck fuer die Rohrherstellung
DE2317334A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von rundstaeben mit einem kugelfoermig verdickten ende
DE250441C (de)
DE763883C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Leichtmetallkolben
DE577930C (de) Herstellung von einseitig oder beiderseitig abgefasten Schraubenmuttern, Bolzenkoepfen o. dgl.
DE521162C (de) Schmiedemaschine zur Herstellung von Vorwerkstuecken fuer Ringe u. dgl.
DE677931C (de) Verfahren zur Herstellung von Schleudergussmuffenkokillen
DE851944C (de) Verfahren zur Herstellung von lehrenhaltigen Ringen
DE2735868A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von starkwandigen hohlkoerpern aus aluminium oder aluminiumlegierungen durch warmfliesspressen
DE847562C (de) Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen keramischer Hohlkoerper nach dem Strangpressverfahren
DE408386C (de) Herstellung des Metallausgusses von Lagerschalen
DE687337C (de) Vierkantblock zum Lochen nach dem Ehrhardtschen Verfahren
DE2452846B2 (de) Werkzeug zum entfernen eines grates in oder an durchbrechungen beliebiger querschnittsform eines werkstuecks
DE679109C (de) Verfahren zur Herstellung von dickwandigen becherfoermigen Eisenkjoerpern
AT204363B (de) Verfahren zur Herstellung von geschmiedeten Achsen für Schienenfahrzeuge
DE369603C (de) Verfahren zur Herstellung der beweglichen Backe von englischen Schraubenschluesseln o. dgl.
DE613432C (de) Verfahren zur Herstellung von Bestecken aus gegossenen Rohlingen
DE740458C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Austretens von Seigerungsperlen
DE278181C (de)
DE942308C (de) Verfahren beim Herstellen von Schrauben
DE750221C (de) Verfahren zur Herstellung von Schraubenmuttern auf kaltem Wege aus zylindrischen Vorwerkstuecken
DE611527C (de) Verfahren zum Herstellen, insbesondere zum Formen des Schaftes eines Propellerfluegels aus einem vollen Metallstueck
AT96805B (de) Verfahren, Gießform und Vorrichtung zur Wiederherstellung abgebrochener Spiralbohrer od. dgl.
DE687219C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Ausflussmenge von Metallen