DE643484C - Steuereinrichtung mit um eine senkrechte Achse drehbarem Hoehensteuer, insbesondere fuer Luftfahrzeuge - Google Patents

Steuereinrichtung mit um eine senkrechte Achse drehbarem Hoehensteuer, insbesondere fuer Luftfahrzeuge

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DE643484C
DE643484C DEC50274D DEC0050274D DE643484C DE 643484 C DE643484 C DE 643484C DE C50274 D DEC50274 D DE C50274D DE C0050274 D DEC0050274 D DE C0050274D DE 643484 C DE643484 C DE 643484C
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control
rudder
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aircraft
height control
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DEC50274D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C9/00Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung mit um eine senkrechte Achse drehbarem Höhensteuer.
Man hat bereits Quersteuer auf Flugzeugen sowohl um eine senkrechte Achse als auch parallel zu den Tragflächen drehbar angeordnet und sie mit dem Höhen- und Seitensteuer zwangsläufig verbunden. Es handelte sich dabei aber um die Überdeckung der durch die Bewegung des Seitensteuers im Höhensteuer entstandenen freien Fläche oder um eine Steuereinrichtung in der Form einer Flosse, die um eine waagerechte Linie senkrecht zur Flugrichtung gekippt und um eine senkrechte Achse gedreht werden konnte.
Demgegenüber betrifft die Erfindung eine .Steuereinrichtung mit um eine Achse drehbarem Höhensteuer, die sich dadurch auszeichnet, daß das Höhensteuer mit dem Seitensteuer zwangsläufig so in Verbindung steht, daß die Höhensteuerfläche beim Ausschlag des Seitensteuers eine entsprechende entgegengesetzte Drehung in der Flugebene ausführt. Zweckmäßig ist das Höhensteuer in Verbindung mit der Stabilisierungsfläche über oder unter dem Seitensteuer oder der Schwanzflosse angeordnet.
Nach einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind in parallelen Ebenen zu den Tragflächen Verwindungsklappen oder Querruder angeordnet, die zwangsläufig mit dem Höhensteuer und/oder
Seitensteuer verbunden um eine senkrechte Achse drehbar sind.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι zeigt in schematischer Weise ein Flugzeug nach der vorliegenden Erfindung in Seitenansicht.
In Fig. 2 ist das gleiche Flugzeug in Aufsicht im Geradeausflug dargestellt.
Fig. 3 zeigt das gleiche Flugzeug in Aufsicht in der Rechtskurve.
Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, besteht das Flugzeug in der bekannten Weise aus dem Rumpf und den Tragflächen, das beispielsweise vorn durch einen Propeller angetrieben werden kann und das eine Tragfläche 3 besitzt. Am Hinterteil ist beispielsweise eine Schwanzflosse 4 angebracht, zwischen der ein Seitensteuer 5 drehbar angeordnet ist. Die Schwanzflosse 4 ist nun nach der vorliegenden Erfindung nicht, wie üblich, gelenkig mit dem Höhensteuer verbunden. Das Höhensteuer ist vielmehr vermittels eines Tragwerkes 6, das vorzugsweise Stromlinienform aufweist, in einer Ebene parallel zur Schwanzflosse 4 beispielsweise darüber angebracht und besteht nach der veranschaulichten Ausführungsform aus einer Stabilisierungsfläche 7, die fest mit dem Tragwerk 6 verbunden ist und einem daran angelenkten Höhensteuer 8, das um eine in der Ruhelage
waagerechte Linie auf- und abwärts schwingbar ist.
Das Neue entsprechend der vorl legender Erfindung liegt insbesondere darin, daß dieses Höhensteuer 8 zusammen mit der Stabilisierungsfläche 7 um eine senkrechte Achse <j, in einer waagerechten oder zur Schwanzflosse 4 parallelen Ebene drehbar ist, und zwar ist das Höhensteuer mit der Stabilisierungsfläche 7 mit dem Seitensteuer 5 so verbunden, daß beim Ausschlagen des Seitensteuers gleichzeitig das Höhensteuer 8 mit der Stabilisierungsfläche 7 eine Drehung ausführt, und zwar eine solche Drehung, die entig gegengesetzt zu der des Seitensteuers verläuft. Wird also das Seitensteuer 5. wie in Fig. 3 veranschaulicht ist, in der Flugrichtung gesehen nach rechts ausgetreten, um eine Rechtskurve zu fliegen, so dreht sich gleichzeitig selbsttätig das Höhensteuer 8 mit der Stabilisierungsfläche 7 entsprechend in entgegengesetzter Richtung, so daß die Stabilisierungsfläche 7 und das Höhensteuer auch in der Kurve dem entgegentretenden Luftstrom die gleiche Fläche und den gleichen Widerstand entgegensetzen. Dadurch wird in erster Linie erreicht, daß auch in der Kurve bei gleichem Ausschlag des Höhensteuers 8 ein gleicher Steuerdruck und damit eine gleiche Steuerwirkung erzielt wird wie beim Geradeausflug, während bei den bisherigen Einrichtungen, bei denen das Höhensteuer fest an der Schwanzflosse saß, die Wirkung des Höhensteuers in der Kurve wesentlich geringer war gegenüber der im Geradeausflug.
Xach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind auch die Yerwindungsklappen oder Ouerruder nicht mehr in der Tragflächenebene an beiden Flügelenden angebracht, sondern, wie aus der Zeichnung hervorgeht, auf einem Tragwerk 10 über oder unter der Flügelebene. Die Ouerrudereinrichtung nach der vorliegenden Erfindung besteht aus einer Stabilisierungsfläche 11, mit der die eigentliche Verwindungsklappe 12 gelenkig verbunden ist. Diese Ouerrudereinrichtung nach der vorliegenden Erfindung ist nun ebenfalls, und zwar um die senkrechte Achse 13 oder 13' drehbar angeordnet und mit dem Seitensteuer 5 und dem Höhensteuer 8 so gekuppelt, daß auch die Querruder beim Ausschlag des Seitensteuers eine Drehung um die senkrechte Achse im entgegengesetzten Sinne wie das Seitensteuer aber im gleichen Sinne wie das Höhensteuer ausführen. Die Ouerruder bieten also dem Luftstrom auch in der Kurve
die gleiche Oberfläche und üben somit die gleiche Steuerwirkung aus wie beim Gerade- 60 ,.ausflug.
't'k Die vorliegende Erfindung ist nicht auf isyhf beschriebenen Ausführungsformen be- -s^nränkt.
-■' Die Form und Art der Steuerflächen können je nach dem vorliegenden Verwendungszweck \-erschieden sein. So können an Stelle einfacher Steuerflächen Kastensteuer oder andere Steuer angebracht sein; auch kann das Höhensteuer in an sich bekannter Weise vorn bei hintenliegendem Aiotor vorgesehen werden.
Die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung ist keineswegs nur für die Verwendung bei Flugzeugen bestimmt. Sie kann auch für andere Luftfahrzeuge Verwendung finden und eignet sich auch zur Verwendung bei Wasserfahrzeugen, insbesondere bei Unterseebooten.
Es hat sich gezeigt, daß durch die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung nicht nur die Wendigkeit des Fahrzeugs erheblich vergrößert, sondern beispielsweise auch beim Kunstfliegen oder im Luftkampf erreicht wird, daß ein Flugzeug beim Abtrudeln o. dgl. leicht wieder gefangen werden kann, jedenfalls erheblich leichter, als es mit den bisherigen Steuermitteln möglich

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Steuereinrichtung mit um eine senkrechte Achse drehbarem Höhensteuer, insbesondere für Luftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß das Höhensteuer (8,7) mit dem Seitensteuer (5) zwangsläufig so in Verbindung steht, daß die Höhensteuerfläche (8) beim Ausschlag des Seitensteuers (s) eine entsprechende entgegengesetzte Drehung in der Flugebene too ausführt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Höhensteuer (8) in Verbindung mit der Stabilisierungsfläche (7) in an sich bekannter Weise über oder unter dem Seitensteuer (5) oder der Schwanzflosse (4) angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in parallelen Ebenen zu den Tragflächen angeordneten Verwindungsklappen oder Ouerruder zwangsläufig mit dem Höhensteuer und/oder dem Seitensteuer verbunden um eine senkrechte Achse drehbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC50274D 1935-03-07 1935-03-07 Steuereinrichtung mit um eine senkrechte Achse drehbarem Hoehensteuer, insbesondere fuer Luftfahrzeuge Expired DE643484C (de)

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DE643484C true DE643484C (de) 1937-04-09

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