DE659422C - Vorrichtung zur Beeinflussung der Verstellkraefte von Landeklappen - Google Patents
Vorrichtung zur Beeinflussung der Verstellkraefte von LandeklappenInfo
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- DE659422C DE659422C DED74082D DED0074082D DE659422C DE 659422 C DE659422 C DE 659422C DE D74082 D DED74082 D DE D74082D DE D0074082 D DED0074082 D DE D0074082D DE 659422 C DE659422 C DE 659422C
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- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C9/00—Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders
- B64C9/02—Mounting or supporting thereof
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C13/00—Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Gear Transmission (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. MAI 1938
3. MAI 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62 b GRUPPE 4os
ist als Erfinder benannt worden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1936 ab
Die Erfindung bezieht sich auf die Entlastung von Landeklappen an Flugzeugflügel·!;
sie kann aber auch in anderen Fällen angewendet werden, wo es erwünscht ist, Klappen
S oder Ruder zu entlasten, ohne aerodynamische Nachteile oder Gewichtsvermehrungen in Kauf
nehmen zu müssen.
Landeklappen bedürfen, um wirksam zu sein, erheblicher Ausschläge, die bis zu 60 und
mehr Grade ausmachen. Die Betätigung derartiger Klappen erfordert daher, falls sie
nicht ausgeglichen werden, erhebliche Kräfte. Der Ausgleich von Landeklappen erfolgt gewöhnlich
in der Weise, daß die Drehachse ein beträchtliches Stück hinter die Klappenvorderkante
gelegt wird. Beim Ausschlag der hinteren Klappenhälfte nach unten schlägt der vordere Klappenteil nach oben über das
Flügelprofil hinaus. Dadurch wird aber die Luftströmung auf der Flügeloberseite gestört.
Bekannt ist auch der sog. Hinterkantenausgleich durch am Ruder hinten angelenkte
Hilfsruder. Dieser hat den Nachteil, daß der Schwerpunkt des Ruders noch weiter nach hinten verlegt wird. Bekanntlich ist es
aber erforderlich, daß aus schwingungstechnischen Gründen der Gesamtschwerpunkt des
bewegten Ruders mit der Drehachse des Ruders zusammenfällt. Da dies gewöhnlich fast
nie ganz möglich ist, werden vor der Drehachse Ausgleichgewichte angebracht. Der Ausgleich
durch Gegengewichte ist schwingungstechnisch unvorteilhaft und hat den Nachteil der Gewichtserhöhung durch die meist beträchtlichen
Gegengewichte, welche keinem anderen Zweck dienstbar gemacht werden können.
Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt. Nach dieser ist
die Landeklappe oder das Ruder zwei- oder mehrteilig, und dem Teil, welcher als eigentliches.
Ruder zu betrachten ist, ist ein anderer Teil als Entlastungsklappe zugeordnet, welcher
nicht oder nur in den seltensten Fällen aus dem Flügelprofil heraustritt. Der als Entlastungsklappe
wirkende Teil muß unmittelbar
vor dem eigentlichen Ruder angeordnet sein, so daß der durch das iVusschlagen der Klappe
oder des Ruders hervorgerufene Luftstau da: Bestreben hat, die Entlastungsklappe aus
ihrer Ruhelage zu drücken. Eigentliches' Ruder und Entlastungklappe sind miteinander:
durch ein Sperrgetriebe verbunden. Wird das Ruder ausgeschlagen, so wird dadurch
sein als Entlastungsklappe wirkender Teil ίο nicht aus seiner Ruhelage innerhalb des
Flügelprofils herausbewegt, wohl aber beaufschlagt der Luftstau, welcher der Bewegung
des Ruders Widerstand bietet, die Entlastungsklappe auf einer Seite. Das Sperrgetriebe
überträgt den auf .die Entlastungsklappe wirkenden Druck auf das eigentliche
Ruder, wodurch der Betätigungsmechanismus desselben entlastet wird. Es ist je nach der
Bauart möglich, daß die EntlastungsHappe dabei um ein geringes aus dem Flügelprofil
heraustritt. Der erwünschten Rückbewegung des Ruders in die Ruhelage darf das Sperrgetriebe
keinen Widerstand entgegensetzen. Andererseits darf aber auch das Ruder in
dem Augenblick, wenn, es zurückbewegt werden soll, nicht so plötzlich von jeder Gegenwirkung
frei sein, daß es unter dem Einfluß des Fahrwindes hemmungslos in die
Ruhelage zurückschlägt. Das Sperrgetriebe kann ein einseitig sperrendes Getriebe mit
Zahnrad und federbelasteter Klinke sein. In diesem Falle muß die Sperrklinke von- dem
Bedienungsmann ausgelöst werden, bevor das Ruder in die Ruhelage zurückbewegt wird.
Dabei ist es aber nötig, eine Bremse anzubringen, welche ein zu plötzliches Zurückschlagen
des Ruders in die Ruhelage verhindert. Besser ist es, das Sperrgetriebe mit
dem Bewegungsmechanismus des Ruders zu einem selbstsperrenden Getriebe zu vereinigen,
welches in beiden Richtungen wirkt.
Es können statt einer Entlastungsklappe deren mehrere angeordnet sein, für welche
dann ebenfalls das vorstehend Gesagte über Anordnung und Verbindung mit dem Ruder
maßgebend ist. Ferner können das eigentliche Ruder und die zugehörige Entlastungsklappe um die gleiche oder um verschiedene
Achsen drehbar sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
Die Abbildung zeigt eine Ruderanlage, bei welcher das Ruder nach beiden Seiten aus
seiner Mittellage ausgeschlagen werden kann. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere
für Seiten- oder Höhensteuer. Hinter einer Flosse 1 befindet sich ein Ruder, welches
aus den beiden um die Achse 3 drehbaren Teilen 2 und 4 besteht. An der Flosse 1 ist
ein Ausleger 5 befestigt, welcher die Lager 6 und 7 für die Antriebswelle 8 tragt. Der
Klappenteil 4 hat in seiner gewölbten Stirnfläche einen Ausschnitt, so daß der Aus-.
leger 5 in ihn hineinragen kann. Die Antriebswelle
8 trägt die Antriebsschnecke 9, welche in das mit der Welle 3 undrehbar ver-.,
.btindene Schneckenrad 10 eingreift. Mit der
"-Welle 3 ist undrehbar der das eigentliche Ruder darstellende Teil 2 verbunden. Je nachdem
die Antriebswelle 8 in dem einen oder 70'
anderen Sinne gedreht wird, wird der Teil 2 in Richtung des Pfeiles P1 oder des Pfeiles P2
geschwenkt. Mit der Welle 8 ist ferner undrehbar das Kegelrad 11 verbunden, welches
in ein Kegelrad 12 eingreift. Dieses Kegelrad 12 ist undrehbar, aber leicht verschiebbar
auf der Welle 13 befestigt, welche ein Stück mit der Schnecke 14 bildet. Zwischen
der Schnecke 14 und dem Kegelrad 12 befindet
sich eine Feder 15. Die Kegelräder 11 und 12 sind gleich groß. Die Schnecke
14 läuft daher immer mit der gleichen Drehzahl wie die Antriebswelle 8 und die Schnecke 9.
Die Schnecke 14 ist mit Hilfe eines Lagerstückes 16 an dem Teil 4 gelagert. Während
die Schnecke 9 dem Antrieb des Ruderteiles 2 dient, dient die Schnecke 14 als selbstsperrendes.
Getriebe zwischen den Ruderteilen 2 und 4. Gleichzeitig gewährleistet die Anordnung der
beiden Schnecken 9 und 14 zusammen mit dem Kegelräderpaar 11, 12 die Unverriickbarkeit
des Ruderteiles 4, wobei die Antriebswelle 8 nur auf Zug oder Druck, niemals aber
auf Biegung beansprucht wird.
Wird die Antriebswelle 8 und damit die Schnecke 9 in dem einen oder anderen Sinne
gedreht, so läuft die Schnecke 14 gleichzeitig mit derselben Drehzahl wie die Schnecke 9.
Die Folge davon ist, daß das Schneckenrad 10 sich dreht, wobei aber die Schnecke 14
an ihrer Stelle bleibt, d.h. der Ruder teil 4 wird durch die mitlaufende Schnecke 14 stets
in seiner ursprünglichen Lage gehalten, gleichgültig, ob das eigentliche Ruder 2 eine
Bewegung nach der einen oder anderen Seite macht oder in seiner Mittellage verharrt.
Wird der Ruderteil 2 nach der einen Seite, beispielsweise in die Lage 2', ausgeschlagen,
so wird durch den entstehenden Luftstau der Ruderteil 4 in Richtung des Pfeiles P3 belastet.
Der Ruderteil 4 kann, da das Schneckengetriebe 14, ι o, 9 selbsthemmend ist, nicht seine
ursprüngliche Lage verlassen, überträgt aber seine Belastung durch das Schneckengetriebe
auf den Ruderteil 2 in Richtung des Pfei-
Po, d.h. er entlastet durch Verringerung
der Flächenpressung zwischen 9 und 10 den Antriebsmechanismus des Ruders. Wenn der
Ruderteil 2 in entgegengesetztem Sinne, beispielsweise in die Stellung 2", ausgeschlagen
wird, so erfährt der Ruderteil 4 eine Belastung in Richtung des PfeilesP1, welche
sich durch das selbstsperrende Schneckengetriebe in Richtung des Pfeiles P1 auf den
Ruderteil 2 überträgt und dadurch den Antriebsmechanismus in der oben angegebenen
Weise entlastet. Bei der Belastung des Ruderteiles 4 in Richtung des Pfeiles/J 4 verhindert
die Feder 15, daß ein Teil des Drukkes sich über das Kegelrad 12 auf das Kegelrad
11 und damit auf die Antriebswelle 8 überträgt.
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Vorrichtung zur Beeinflussung derVerstellkräfte von Landeklappen, Rudern u.dgl., welche hinter festen Flügeln oder Flossen so angelenkt sind, daß sie in der Nullage mit diesen ein kontinuierliches Profil bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen oder Ruder aus zwei oder mehreren um eine gemeinsame Achse ■drehbaren Teilen bestehen, welche bei Betätigung der Klappen oder Ruder so gesteuert werden, daß der in Flugrichtung vor der Drehachse gelegene Teil stets ganz oder annähernd innerhalb der Flügelkontur bleibt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die um eine gemeinsame Achse drehbaren Teile einer Klappe oder eines Ruders durch ein in beiden Drehrichtungen selbsthemmendes Getriebe miteinander verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED74082D DE659422C (de) | 1936-12-06 | 1936-12-06 | Vorrichtung zur Beeinflussung der Verstellkraefte von Landeklappen |
| FR829063D FR829063A (fr) | 1936-12-06 | 1937-11-13 | Dispositif compensateur de couples, notamment pour volets hypersustentateurs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED74082D DE659422C (de) | 1936-12-06 | 1936-12-06 | Vorrichtung zur Beeinflussung der Verstellkraefte von Landeklappen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE659422C true DE659422C (de) | 1938-05-03 |
Family
ID=7061550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED74082D Expired DE659422C (de) | 1936-12-06 | 1936-12-06 | Vorrichtung zur Beeinflussung der Verstellkraefte von Landeklappen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE659422C (de) |
| FR (1) | FR829063A (de) |
-
1936
- 1936-12-06 DE DED74082D patent/DE659422C/de not_active Expired
-
1937
- 1937-11-13 FR FR829063D patent/FR829063A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR829063A (fr) | 1938-06-10 |
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