DE64344C - Transportabler Grünmalzwendeapparat mit elektrischem Antrieb - Google Patents

Transportabler Grünmalzwendeapparat mit elektrischem Antrieb

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DE64344C
DE64344C DENDAT64344D DE64344DA DE64344C DE 64344 C DE64344 C DE 64344C DE NDAT64344 D DENDAT64344 D DE NDAT64344D DE 64344D A DE64344D A DE 64344DA DE 64344 C DE64344 C DE 64344C
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turner
malt
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threshing
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DENDAT64344D
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J. sandt und H. STURM, beide in Löbau i. S
Publication of DE64344C publication Critical patent/DE64344C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/027Germinating
    • C12C1/0275Germinating on single or multi-stage floors
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/15Grain or malt turning, charging or discharging apparatus

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Wenden des Keimgutes auf Malztennen geschieht in den meisten Fällen immer noch durch Handarbeit, wenngleich mehrfach Vorschläge für mechanische Einrichtungen gemacht worden sind, mit denen das Wenden vorzunehmen sei. Der Grund hierfür wird in der Unvollkommenheit der bisher in Versuch genommenen Malzwender liegen, für deren Antrieb eine praktisch brauchbare Lösung bis jetzt nicht gefunden werden konnte. Ein Ketten-, Seil- oder Schraubenantrieb sowie überhaupt jede örtlich gebundene Antriebseinrichtung beschränkt die Benutzung^ des Malzwenders auf eine einzige Abtheilung der Malztenne und erfordert für jede der vielen Tennenabtheilungen einen besonderen Wender. Mit der vorliegenden Antriebsvorrichtung dagegen ist es möglich, mit einem einzigen Wender alle Tennenabtheilungen zu durchfahren, weil der zum Antrieb gewählte elektrische Motor auf dem Wendeapparat selbst montirt ist und sich somit überall dort hinbewegen läfst, wo der Wender thätig sein soll.
Vor der Beschreibung des Wendeapparates selbst wird es angebracht sein, den Arbeitsvorgang zu erklären, welchen dieser neue Wender auf der Malztenne ausführen soll.
Die Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt schematisch im Grundrifs die unmittelbar neben einander liegenden Abtheilungen einer 'Malztenne | welche von einander äufserlich, etwa nur durch Reihen, von die Tennendecke tragenden Säulen getrennt sind. Das Wenden des Keimgutes erfolgt gesondert auf jeder Tennenabtheilung, indem der Wender über die Abtheilung fortgeführt wird und hierbei das Malzgut umschaufelt. Ist die eine Tennenabtheilung durchfahren, so wird der Wendeapparat an einen der kleinen Wagen gehängt, die auf jedem der T-Eisen α laufen, welche quer zu den beiden Enden der Tennenabtheilungen unter der Decke des Tennenraumes fest gelagert sind. Der Apparat wird hierauf unter dem Trageeisen α so weit fortbewegt, bis er sich vor derjenigen Tennenabtheilung befindet, deren Malzgut nunmehr gewendet werden soll; er wird von dem Trageeisen gelöst und durch seinen elektrischen Antrieb über die Abtheilung fortbewegt.
Die Eintheilung der Tenne in die einzelnen Abtheilungen richtet sich nach dem Bau des Tennenraumes und anderen Zweckmäfsigkeitsgründen. Immer wird aber die Eintheilung der Tenne derart vorgenommen werden können, dafs der Malzwender mit leichter Mühe von der einen in die andere Abtheilung geführt werden kann.
Der Apparat selbst besteht im wesentlichen aus einem Laufkran, welcher den elektrischen Motor b trägt, und an welchen die Schaufelwelle c angehängt ist. Der Laufkran wird gebildet von den beiden neben einander liegenden Wellen dl d2, welche an ihren Enden vier fest auf sie gekeilte Laufräder el e1 und e2 e2 tragen, die auf seitlich zu den Tennenabtheilungen in gewisser Höhe angebrachten Schienen/ aufruhen. Die beiden Räderwellen d1 d2 sind mit einander durch zwei an ihren Enden befindliche Dreiecksverbindungen g gekuppelt, in deren Lagerungen sie sich frei drehen können. Die nach unten hängenden Ecken der beiden Verbindungsgestelle sind ebenfalls zu Lageraugen
ausgebildet, in denen eine dritte Welle dz gelagert ist. Durch einen eisernen Diagonalverband g1 sind die beiden Lagergestelle mit einander fest zu einem Ganzen verbunden und tragen den elektrischen Motor b, der mit einer stationären Dynamomaschine durch geeignet unter der Decke des Innenraumes fortgeleitete Drähte h verbunden ist.
Durch die stationäre Primärmaschine angetrieben, setzt die auf dem Laufkran befindliche Secundärmaschine eine Welle i in Umdrehung, welche unter Vermittelung von Zahnrädern il z2 die Welle d3 umtreibt. Diese ist durch Stufenscheiben k k1 und eine Gliederkette k2 mit der im Gestell g1 g1 gelagerten Welle di eines Zahnrades I verbunden, welches mit den beiden auf den Wellen dl d2 festsitzenden Zahnrädern Z1 P im Eingriff steht (Fig. 2 und 3). Ferner ist die Welle d 3 durch Kettenräder m m x und Kette m2 mit der Schaufelwelle c verbunden.
Letztere ist an den Laufkran in folgender Weise angehängt worden. Von den beiden Lagerdreiecken gi gl weist je ein Arm g2 nach unten, welche für eine Welle ds Lageraugen haben und ferner als Führungen den beiden Zahnstangen η η dienen, in deren unteren Enden die Schaufel welle c gelagert ist (Fig. 2). In die Zahnstangen greifen auf der Welle d5 festsitzende Zahnräder κ1«1, welche von dem auf dem einen Ende der Welle d5 befindlichen Vorgelege n2 ns n4 in Umdrehung gesetzt werden können. Das Zahnrad ?i3 sitzt auf der Welle d&, während das Zahnrad κ2 in dem Arm g'2 gelagert ist und durch die Handkurbel w4 gedreht werden kann (Fig. 3 und 4).
Durch diese Einrichtung ist es möglich, die Wendeschaufeln je nach Bedarf von der Tenne abzuheben, um sie mehr oder weniger oder auch gar nicht in das Malzgut eingreifen zu lassen. Letzteres geschieht, wenn der Wendeapparat von einer zur anderen Tennenabtheilung gebracht wird. In der jeweiligen Lage wird die Welle c mit ihrer Lagerungseinrichtung durch eine in das Zahnrad n3 eingreifende Zahnklinke w5 festgehalten (Fig. 4).
An der Welle d5 sitzen ferner zwei nach hinten winklig abgebogene Schienen 0 0, deren untere Enden durch eine Querschiene o1 mit einander verbunden sind. Unter dieser ist auf jedem Ende ein Schablonenbrett o2 befestigt, welche Bretter sowohl in der horizontalen, als auch in der verticalen Ebene schräg zur Schiene o1 gestellt und an der Unterfläche mit Bürsten versehen sind (Fig. 3 und 5). Zwei Laufräder o3 o3 führen diesen Apparat während der Bewegung des Wenders über die Tenne fort, und wird mit dem Apparat der gewendete Haufen seitlich wieder zusammengekehrt und in eine bestimmte Form aufgesetzt.
Die besondere Anordnung der Schaufeln kennzeichnen die Fig. 6 und 7. Auf der Welle c sitzen in mehrfacher Anordnung neben einander je zwei in eine Richtung verlaufende Doppelschaufeln p, und ist jedes Schaufelsystem zu den beiden benachbarten unter einem rechten Winkel auf der Welle versetzt. Jede Schaufel kann aus einer umgebogenen Blechplatte bestehen, wobei aus einer einzigen Blechplatte gleichzeitig zwei Schaufeln gebildet sein können, indem die Blechplatte um die Welle c im Halbkreis herumgebogen wird, wie dies Fig. 6 zeigt. Die beiden zu einer Doppelschaufel gehörigen Blechplatten können mit einander verschraubt werden und nehmen zwischen sich eine Gummi- oder Lederplatte q oder auch Bürste auf, welche gleich darauf, nachdem eine der Schaufeln über die Tenne fortbewegt worderi ist, das etwa von der Schaufel zurückgelassene Keimgut über die Tenne nach vorn zu mit gewisser Heftigkeit fortschleudert. Das Ende der Gummiplatte schleift dabei etwas über die Tennenfläche hin und wirkt somit, wenn es die Tennenfläche verläfst, vermöge der Elasticität des Materials auf das vor sich hingeschobene Malzgut derartig fortschleudernd, dafs die durchschaufelte Innenfläche ganz reingefegt wird. Jede Schaufel ist beiderseits von einer Blechplatte r begrenzt, so dafs die Schaufeln baggerartigen Eimern ähnlich sind. Die in das Keimgut einfassenden Begrenzungskanten der Blechplatten r müssen eine aus Fig. 6 ersichtliche geschweifte oder ähnliche Form haben, damit bei der Drehung der Schaufeln die Platten das Keimgut leicht und glatt durchschneiden können.
Um den bereits zu Anfang beschriebenen Arbeitsvorgang des Wendeapparates auszuführen, wird der Apparat von dem jetzt erläuterten Mechanismus wie folgt bethätigt.
Durch Umdrehung der Motorenwelle Ϊ im Sinne des in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles erhalten die Laufräder e1 e1 e2 e2 eine gleichfalls durch Pfeile angedeutete Umlaufsrichtung und bewegen den Apparat über die Tenne fort. Gleichzeitig wird die Schaufelwelle entgegengesetzt zur Umlaufsrichtung der Räder e1 e2 und der Fortbewegungsrichtung des Wenders gedreht, so dafs die Schaufeln das Keimgut von unten erfassen und um die Welle c herum "nach hinten werfen, wobei das Gut ausgezeichnet gelüftet wird. Der Schleppapparat 0 übernimmt dann das bereits beschriebene Wiederaufsetzen des gewendeten Gutes. Durch verschieden fliehe Benutzung der Stufenscheiben kkl kann die Antriebsgeschwindigkeit des Lauf krans durch den elektrischen Motor verschieden grofs gewählt werden.
Um den Malzwender von der einen Abtheilung in eine andere zu führen, wird er, wie bereits erwähnt, an kleine, auf einer Lä'ngsschiene α laufende Wagen s in geeigneter Weise angehängt und von diesen an seinen
Bestimmungsort geführt. Hierzu müssen die letzten Enden der Laufschienen f abnehmbar angeordnet sein, weil es sonst nicht möglich ist, den Apparat aus der einen Tennenabtheilung herauszuführen.
Man kann also infolge dieser Einrichtung mit einem einzigen Wender die . ganze Tenne befahren und- sogar durch Vermittelung eines Aufzuges den Wender in eine höher oder tiefer gelegene Tenne befördern, um auch hier das Malzgut mit demselben Apparat zu wenden und zu lüften. Dies wird erzielt durch die Benutzung eines elektrischen Motors, der vor einem gleichfalls transportablen Dampfmotor aufser anderen den Vorzug hat, dafs er die im Brauereibetrieb nothwendige Sauberkeit in keiner Weise beeinträchtigt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein transportabler Grünmalzwendeapparat mit elektrischem Antrieb, dadurch gekennzeichnet, dafs der Motor eine ,Betriebswelle d3 in Umdrehung setzt, welche sowohl ihre Drehung auf zwei mit vier Laufrädern e1 e1 e2 e2 versehene Wellen dl d2 überträgt und dadurch diese drei zu einem den elektrischen Bewegungsmotor mitführenden Laufkran verbundenen Wellen über die Tenne fortführt, als auch im entgegenge-. setzten Sinne die an den Laufkran gehängte nach hinten geworfen
    Schaufelwelle c umdreht, so dafs das von den Schaufeln der Welle erfafste Keimgut über die Welle fort
    und dabei gelüftet wird.
    Die Fortbewegung des im Anspruch ι. gekennzeichneten Wenders über die in einzelne Abtheilungen zergliederte Tenne in der Weise, dafs der Wender sowohl in Richtung der einzelnen Abtheilungen über Schienen f, als auch quer zu dieser Richtung, um von der einen in die andere Abtheilung zu gelangen, durch Anhängung seines Laufkranes an auf Querschienen a laufende Wagen s geführt werden kann.
    An dem Wender nach Anspruch ι. die Anordnung von Platten q aus elastischem Material oder von Bürsten unmittelbar hinter den wirksamen Schaufelflächen, um das etwa von den Schaufeln nicht mitgenommene Keimgut von diesen Platten nach vorn zu über die Tennenfläche fortzufegen.
    An dem Malzwender nach Anspruch i. ein hinter der Schaufelwelle befindlicher Schleppapparat zum Wiederaufsetzen des gewendeten Keimgutes, gekennzeichnet durch die an den Laufkran angehängte, mit zwei Laufrädern o3 versehene Schiene o1, unter welcher auf jedem Ende ein sowohl in der horizontalen, als auch verticalen Ebene schräg gestelltes Schablonenbrett o2 befestigt ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64344D Transportabler Grünmalzwendeapparat mit elektrischem Antrieb Expired - Lifetime DE64344C (de)

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