DE643286C - Herstellung von Fluornatriumsalzen und Fluornatriumdoppelsalzen - Google Patents

Herstellung von Fluornatriumsalzen und Fluornatriumdoppelsalzen

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DE643286C
DE643286C DEM126485D DEM0126485D DE643286C DE 643286 C DE643286 C DE 643286C DE M126485 D DEM126485 D DE M126485D DE M0126485 D DEM0126485 D DE M0126485D DE 643286 C DE643286 C DE 643286C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/48Halides, with or without other cations besides aluminium
    • C01F7/50Fluorides
    • C01F7/54Double compounds containing both aluminium and alkali metals or alkaline-earth metals

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Description

  • Herstellung von Fluornatriumsalzen und Fluornatriumcloppelsalzen Es ist bekannt, Lösungen von Natriumphenolat mit Mineralsäuren zu Phenol und dem entsprechenden Natnonsalz zu zersetze:. Dabei ist man in erster Linie auf die Gewinnung des Phenols bedacht. Eine Verwertung des mineralsauren Natrons, z. B. von Chlornatrium, Glaubersalz oder auch Soda, spielt dabei keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Bei Nutzbarmachung der beiden letzteren Salze wirkt der Umstand ungünstig, daß erhebliche Mengen Phenol in die Salzlaugen verl.orengehen und diese gleichzeitig verunreinigen. Man muß diese Salzlaugen entphenolieren, zur Kristallisation bringen oder gar calcinieren.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren soll zur Freimachung des Phenols Flußsäure verwendet werden. Der Gedanke der Anwendung dieser Mineralsäure liegt abseits, weil man dabei ein Gemisch von freiem Phenol - als Öl -, ferner von Lauge sowie von ausgeschiedenem Fluornatrium erhält.
  • Der Praktiker scheut sich im vorherein vor der Anwendung dieser Mineralsäure, und zwar - ganz abgesehen von dem unangenehmen Hantieren mit Flußsäure - besonders wegen der weiteren Verarbeitung des Reaktionsgemisches. Es zeigt ' sich aber, daß die Trennung von Phenolöl, Lauge _ und Flu,ornatrium keine Schwierigkeiten bietet. Das Gemisch der drei Produkte läßt sich günstig filtrieren - absaugen -, wobei das Phenalöl ohne weiteres mit in das Filtrat geht. Das abgesaugte Fluornatrium gibt nach entsprechendem Auswaschen und Trocknen ein reines, verkaufsfertiges Produkt. Im Filtrat lassen sich Phenlolöl und Lauge unschwer in bekannter Art trennen. Die Lauge selbst läßt sich vorteilhaft in geeigneter Weise wieder in den Betrieb zurückführen.
  • Man wendet also nach diesem Verfahren allerdings eine relativ teure Mineralsäure an, gewinnt aber demgegenüber in einfacher Weise ein um so wertvolleres Nebenprodukt. Man hat dabei weiter den Vorteil, daß man das mineralsaure Salz, also Fluornatrium, leicht -ohne Phenolgeruch erhält; was z. B. bei Glaubersalzgewinnung nicht der Fall ist.
  • Man kann natürlich den Zusatz von Flußsäune auch in solcher Menge bewirken, daß man statt Fluiornatrium saures Fluornatrium erhält. Man kann weiter zur Zersetzung der Natriumphen@olatlauge eine Lösung von Tonerdehydrat in Flußsäure verwenden von der Zusammensetzung, daß man die Fällung statt mit Flußsäure mit saurem Aluminiumf3uorid etwa der Zusammensetzung A1 F3 # 3 H F vornimmt, wobei man das Doppelsalz Kryolith erhält. Oder man kann schließlich von einer Lösung von A1F3 # i1/2 H F für die Fällung ausgehen, um Chiolith zu erhalten.
  • Das vorstehende Verfahren ist nicht nur für Lösungen von Phenolnatron, sondern auch von Kresolnatron bzw. Gemischen anwendbar. Besonders günstig erweist !es sich aber zur 'Zersetzung des Phenolnatrons aus der Herstellung von synthetischem Phenol. Diese Natriumphenolatlauge enthält noch freies Natron sowie auch kohlensaures Natron und Natriumsulfit, so daß man den Zusatz von freier Flußsäure dementsprechend einstellen muß. Da die Phenolatlaugen, insbesondere diejenigen aus synthetischem Phenol, naco, Abtrennung des eisenhaltigen Niederschläge eisenfrei erhalten werden, «zielt man auf diese Weise gleichzeitig ein technisch eisenfreies Fluornatrium bzw. Doppelsalz.

Claims (1)

  1. hA'!'ENTANSPItUC1I: Verfahren zur Herstellung von Fluornatrium bzw. saurem Fluornatrium oder von Fluornatrium-Aluminium-Doppelsalzen aus Phenol- oder Kresolnatrium, dadurch gekennzeichnet, daß man die Phenolatlauge mit der zur gewünschten Umsetzung @pötigen Menge Flußsäure bzw. saurem :4luminiumfluorid zersetzt, das ausgeschie-'ene Fluorsalz aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch durch Filtrattori abtrennt, danach das Öl des Filtrats von der wäßrigen Salzlösung in bekannter Weise ab. scheidet und schließlich die erhaltene Salzlauge gegebenenfalls in den Betrieb zurückführt.
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