DE642256C - Anordnung zur Vermeidung des Durchzuendens von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsstrecken, die in Relais- oder Messeinrichtungen arbeiten, beim Anschalten der Einrichtung an die Anodenspeisegleichspannung - Google Patents

Anordnung zur Vermeidung des Durchzuendens von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsstrecken, die in Relais- oder Messeinrichtungen arbeiten, beim Anschalten der Einrichtung an die Anodenspeisegleichspannung

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DE642256C
DE642256C DEA66464D DEA0066464D DE642256C DE 642256 C DE642256 C DE 642256C DE A66464 D DEA66464 D DE A66464D DE A0066464 D DEA0066464 D DE A0066464D DE 642256 C DE642256 C DE 642256C
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voltage
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Expired
Application number
DEA66464D
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English (en)
Inventor
Paul Drewell
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AEG AG
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AEG AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/02Details
    • H01J17/04Electrodes; Screens

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  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description

Beim Anschalten von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken- an eine Gleichspannung- kann man beobachten, daß, die Entladung in den Entladungsstrecken im Augenblick des Anschaltens der Anodenspannung auch, dann einsetzt, wenn idem Gitter ein mehr oder weniger negatives Potential aufgedrückt wird, welches bei eimer stationär anliegenden Anodenspannung gleieher Höhe den Entladungseinsatz mit Bestimmtheit verhindern könnte. Die erwähnte unerwünschte und unzeitige Frühzündung der Entladungsstrecke wird offensichtlich durch den unstetigen Schaltvorgang hervorgerufen.
x5 Sie kann verhindert werden, wenn den Gittern während des Einschaltvorganges eine größere negative Vorspannung zugeführt wird, wie. es beispielsweise schon für Wechselrichter vorgeschlagen worden ist. Eine derartige Maß.-nähme ist aber unbrauchbar, wenn es sich um gittergesteuerte Dampf- oder Gasientladungsstrecken in Relaisschaltung o. dgl: handelt; denn bei der .großen Schalthäufigkeit derartiger Einrichtungien ist die jedesmalige Erhöhung'der Gitterspannung umständlich und zeitraubend und im übrigen eine Automatisierung an sich schwer bzw. nur mit besonderen zusätzlichen und weitere Störungsursachen darstellenden Mitteln möglich. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine An-Ordnung, welche den unstetigen Anschaltvorgang des Hauptstromkreises beim Anlegen an die Gleichspannung so weit mildert, daß ohne Erhöhung der Gitterspannung eine unerwünschte. Zündung· vermieden wird. Es sind zwar schon Relaiseinrichtungen bekanntgeworden, denen die gleiche Aufgabenstellung zugrunde liegt. Dort wird beispielsweise der Anodenkreis der Entladungsstrecke zunächst über einen sehr hohen Widerstand an die Spannung angeschlossen und dieser Widerstand später kurzgeschlossen. Eine derartige Einrichtung ist aber ebenso umständlich und zeitraubend wie die eingangs beschriebenie vorübergehende Erhöhung des negativen Gitterpotentials und kommt aus. diesem Grunde; für Rielaiseinrichtungen mit großer Schalt-.häufigkeit ebensowenig in Frage. Die vorliegende Erfindung benutzt daher den an sich aus anderen Anwendungen schon bekannten Zeitkonstantenkreis in einer besonders gearteten gegenseitigen Schaltung in bezug auf ' die Entladungsstrecke und den Verbraucherwiderstand. Erfindungsgiemäß. ist ein derartiger .Zeitkonstänienkreis derart geschaltet, daß. ein Element, vorzugsweise ein Ohmscher Widerstand, in Reihe mit der Entladungsstrecke, das andere Element, vorzugsweise ein
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Paul Drezvell in Berlin-Reinickendorf.
Kondensator, parallel zu dem Entladungsgefäß an die Gleichspannung angeschlossen wird; der Zeitkonstantenkreis ist mit einer geringen, aber ausreichenden Zeitkonstanten (etwa io-3 see) bemessen, derart, daß die erzielte Verzögerung im Anstieg der Anodenspannung des Entladungsgefäßes beim Anlegen der Einrichtung an 'die Gleichspiannungsquelle mit Sicherheit ausreicht, um durch Schaltwellen hervorgerufene Fehlzündungen trotz der angelegten negativen Gitterspannung zu vermeiden. Der Zeitkonstantenkreis ist dabei unmittelbar an" die Gleichspannungsquelle und der Verbraucherwiderstand zwisehen den Zeitkonstantenkreis und die Entladungsstrecke geschaltet. Der Verbraucherwiderstand muß so groß bemessen sein, daß eine Löschung der einmal mit Hilfe der Gittersteuerung gezündeten Entladungsstrecke ao unter der Einwirkung des Zeitkreiskondensators, etwa wie bei einer Kippschaltung, nicht stattfinden kann. Änderungen im Gitterkreis sind bei Anwendung· dieser Maßnahme ebensowenig mehr notwendig wie irgendwelche sonstigen nachträglichen Änderungen. Man kann vielmehr mit den üblichen Steuerbedingungen auskommen, -beispielsweise mit Wechselspannungen spitzer Wellenform steuern, und ist auch hinsichtlich der Scheinwiderstände im Gitterkreis keinen Beschränkungen unterworfen, so daß die Steuerspannungen beliebig fein eingestellt werden können. Die Anodenspannung wird in ganz normaler Weise an die Einrichtung angelegt, ohne daß. irgendein weiterer Eingriff notwendig ist.
Der Erfindungsgedanke möge an Hand des in der Abb. 1 !dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert werden. Die Gleichspannungsquelle B ist über einen Schalter und den Ohmschen Widerstand/^ des Zeitkonstantenkreises auf die Reihenschaltung von Verbraucher Z und Entladungsstrecke E geschaltet. Parallel zu der Entladungsstrecke und dem Verbraucherwiderstand liegt der Zeitkreiskondensator C. Durch diese Anordnung wird es ermöglicht, 'daß der Widerstand des Zeitkreises/? so klein gehalten werden kann, 'daß die in ihm entstehenden Verluste vernachlässigt werden, können. Die Anodenspannung der gesteuerten Entladungsstrecke E ist gleich der Spannung am Kondensator C und steigt mit der Kondensatorspannung beim Einschalten der Stromquelle B an, wobei die Anstiegsgeschwindigkeit durch die Zeitkonstante des Zeitkreises gegeben ist und entsprechend, der Wahl der Elemente C und R eingestellt werden kann. Durch die Einschaltung des Verbraucherwiderstandes Z zwischen dem Zeitkreis und der Entladungsstrecke und die Wahl eines großen Verhält-
Risses -^-werden im übrigen diskontinuierliche
Entladungen der Entladungsstrecke absolut vermieden.
Das Ausführungsbeispiel der Abb. 2 zeigt bei grundsätzlich gleichem Schaltungsaufbau einen aus einer Selbstinduktion L und einem Widerstand R aufgebauten Zeitkreis. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist im wesentlichen die gleiche wie die der An-Ordnung nach Abb. 1.
Der Erfindungsgedanke erlaubt die Anwendung äußerst empfindlicher Relais, ohne daß für ihren Betrieb besondere und umständliche Sicherungsmaßnahmen getroffen werden müssen und ohne daß die Einstellung ihrer Steuerung auf größte Empfindlichkeit bei Schaltoperationen in den Hauptstromkreisen verändert werden muß. Die Erfindung erleichtert damit das Arbeiten mit derartigen Relais bedeutend.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Anordnung zur Vermeidung des Durchzündens von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken, die in Relaisoder Meßeinrichtungen arbeiten, beim Anschalten der Einrichtung an die Anodenspeisegleichspannung, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekannter Zeitkonstanterikreis, von welchem ein Element, beispielsweise ein Ohmscher Widerstand, in Reihe mit dem Entladungsgefäß, das zweite Element, beispielsweise eine Kapazität, parallel zu dem Entladungsgefäß geschaltet ist, vorgesehen und mit einer solchen Zeitkonstante bemessen ist, daß die an das Entladungsgefäß angelegte Anodengleichspannung mit geringer, aber ausreichender Verzögerung ansteigt, um ein Durchzünden der Entladungsstrecke zu vermeiden, und daß ferner zwischen dem Zeitkreis und dem Entladungsgefäß der Verbraucherwiderstand mit einer derartigen Bemessung angeordnet ist, daß eine Löschung des Entladungsgefäßies nach Zündung durch die Gittersteuerung unter der Einwirkung des Zeitkreises verhindert ist,
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEA66464D 1932-07-02 1932-07-02 Anordnung zur Vermeidung des Durchzuendens von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsstrecken, die in Relais- oder Messeinrichtungen arbeiten, beim Anschalten der Einrichtung an die Anodenspeisegleichspannung Expired DE642256C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE920748C (de) * 1951-12-08 1954-11-29 Fkg Ag Verfahren und Einrichtung zum Betrieb eines Entladungsgefaesses
DE940180C (de) * 1951-04-19 1956-03-15 Gen Electric Gittergesteuerte elektrische Metalldampf-Entladungsroehre mit einer gewissen Menge von mit der Kolbenwand in Beruehrung befindlichem fluessigem Caesium, Rubidium oder von deren Alkalimetallegierungen zur Bildung des Metalldampfes
DE972799C (de) * 1937-11-24 1959-09-24 Siemens Ag Relaisanordnung

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