DE64183C - Verfahren zur Herstellung von Bleiweifs - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bleiweifs

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DE64183C
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acetic acid
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acid
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DENDAT64183D
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E. W. DAHL in New-York
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/14Compounds of lead
    • C09C1/16White lead

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das vorliegende Verfahren besteht im wesentlichen darin, dafs man metallisches Blei nach einander der Einwirkung von Essigsäure und Luft, welche zweckmäfsig erhitzt wird, aussetzt, und hierauf nochmals mit verdünnter Essigsäure behandelt, wodurch ■ eine* gemischte Lösung von basisch-essigsaurem und neutralem essigsauren Bleioxyd entsteht, aus welcher Lösung alsdann durch Zusatz von kohlensaurem Alkalisalz basisch kohlensaures Bleioxyd niedergeschlagen wird.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt.
Das Blei wird in Streifen oder Blättern oder auch in »Federn« in einen Behälter gebracht und mit verdünnter Essigsäure übergössen oder besprengt. Sobald die Oberfläche der Streifen oder Blätter von der Säure genügend benetzt ist, wird heifses Wasser über das Blei gegossen, oder es wird kurze Zeit ein Dampfstrahl durch den Behälter geschickt. Dadurch wird die Säure erhitzt und die Einwirkung derselben beschleunigt. Der Behälter wird dann geöffnet und ein Strahl heifser Luft in denselben geleitet, damit das Blei so viel Sauerstoff als möglich aufnehmen kann. Hiermit wird so lange fortgefahren, bis die Oberfläche des Bleies vollständig mit Oxyd bedeckt ist und ein weifses Aussehen angenommen hat. Durch Uebergiefsen von verdünnter Essigsäure wird dann das Blei abgewaschen und die gebildete Haut von basisch essigsaurem Blei aufgelöst. Hierbei wird auch das Blei selbst angegriffen, so dafs neutral essigsaures Bleioxyd entsteht, welches mit dem basisch essigsauren Salz in Lösung geht. Wichtig ist, dafs bei diesem Vorgange des Verfahrens möglichst verdünnte, etwa 5 bis 10 proc. Säure verwendet wird. Die in der beschriebenen Weise gewonnene Lösung oder Mischung von basisch- und neutral essigsaurem Blei wird alsdann abgegossen. Das in dem Kessel zurückbleibende reine Blei wird nunmehr von Neuem dem heifsen Luftstrom ausgesetzt, da genügend Säure auf der Oberfläche des Bleies zurückgeblieben ist, damit dieses durch die Luft in Oxyd verwandelt werden kann. Das Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis das Blei vollständig in das essigsaure Salz umgewandelt und in die Lösung übergeführt ist. Der beschriebene Theil des Verfahrens kann ununterbrochen stattfinden, indem neues Blei von oben zugeführt wird, sobald das untere verbraucht ist, und nachdem das Verfahren einmal im Gange ist, wird nach Bedarf von Zeit zu Zeit etwas frische Säure hinzugegeben. Sobald die gemischte Salzlösung die genügende Salzmenge enthält, wird sie in einen Klärbehälter gebracht, worin sich die etwa vorhandenen Unreinigkeiten absetzen. Die klare Lösung wird dann in einen Niederschlagbehälter abgeleitet und darin lebhaft umgerührt, während ein entsprechendes kohlensaures Alkalisalz zugesetzt wird. Hierzu wird vorzugsweise wasserfreies kohlensaures Natron in fester Form angewendet. Von demselben wird so viel zugesetzt, als nothwendig ist, um die essigsauren Salze vollständig zu zersetzen und das Blei als basisch kohlensaures Bleioxyd niederzuschlagen. Der Niederschlag wird alsdann von der Flüssig-
keit getrennt und sorgfältig mit Wasser ausgewaschen , um etwa darin zurückgebliebene freie Alkalien zu entfernen.,.
Das auf diese Weise erhaltene basisch ■kohlensaure Bleioxyd wird nun in der gewöhnlichen Weise weiter behandelt und zum Gebrauch geeignet gemacht.
Anstatt das Blei mit Essigsäure zu besprengen, nachdem es in den Behälter gebracht ist, kann man dasselbe bei Herstellung von Federn in einen Behälter laufen lassen, der anstatt mit Wasser mit verdünnter Säure gefüllt ist; die so behandelten Federn werden dann in den Behälter gebracht und dem heifsen Luftstrom sofort ohne vorherige Anwendung von heifsem Wasser ausgesetzt.
Man kann die Essigsäure auch unverdünnt in den Behälter bringen, sie verdünnen und mit allen Theilen der Oberfläche des Bleies in Berührung bringen, indem darauf heifses Wasser oder Dampf zugeleitet wird, wodurch somit gleichzeitig die Säure in gehöriger Weise verdünnt wird und eine' Erhitzung und dadurch Beschleunigung des Verfahrens stattfindet.
Der Erfinder giebt der Anwendung heifser Luft zur Oxydation des Bleies den Vorzug, weil dadurch der Vorgang wesentlich beschleunigt wird; aus demselben Grunde wird auch ein möglichst heftiger Luftstrom angewendet, anstatt das Blei einfach der Luft auszusetzen.
Das nach dem beschriebenen Verfahren gewonnene Bleiweifs _ist unkrystallinisch und an Güte den nach den bisherigen Verfahren dargestellten Producten überlegen. Es ist von schöner weifser Farbe, locker und so leicht zerreiblich, dafs es sich zwischen den Fingern in ein feines Pulver verwandeln läfst; es setzt sich in Leinöl ab, ist ohne Rückstand in Essigsäure löslich, aus welcher Lösung es sich durch Oxalsäure in gleicher Weise wie das beste bisher erzeugte Bleiweifs fällen läfst, und erweist sich frei von allen fremden Beimengungen. Läfst man das Bleiweifs in Leinöl sich setzen und verdünnt es später mit Terpentin, so steht es lange Zeit darin, ohne sich abzusetzen, was besonders für die Herstellung gemischter Farben von grofser Wichtigkeit ist.
Bei Herstellung von Chromgelb und Chromgrün nach dem deutschen Verfahren erzeugt dieses Bleiweifs besonders schöne Töne, was auch bei der Herstellung von künstlichem Zinnober, von Purpurfarbe, der Fall ist, wobei es bei Mischung mit Mineralorange als Grundlage, nach und nach mit Bleieosinat gefüllt, ein besonders helles Roth ergiebt, welches bisher nur mittelst Zinkoxyds erhalten werden konnte. Das Bleiweifs ist als Malerfarbe wegen seines grofsen Grundir- und Deckvermögens besonders verwendbar, was eine Folge des darin in verhältnifsmäfsig grofser Menge enthaltenen Oxydhydrates ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von : Bleiweifs, darin bestehend, dafs metallisches Blei nach einander der Einwirkung von verdünnter Essigsäure und Luft ausgesetzt und hierauf nochmals mit verdünnter Essigsäure behandelt wird, wodurch eine gemischte Lösung von basischessigsaurem und neutral essigsaurem Bleioxyd entsteht, aus welcher Lösung alsdann durch Zusatz von kohlensaurem Alkalisalz basisch kohlensaures Bleioxyd niedergeschlagen wird.
DENDAT64183D Verfahren zur Herstellung von Bleiweifs Expired - Lifetime DE64183C (de)

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