DE641638C - Verfahren zum Schlichten von Kunstseide - Google Patents

Verfahren zum Schlichten von Kunstseide

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DE641638C
DE641638C DEG75109D DEG0075109D DE641638C DE 641638 C DE641638 C DE 641638C DE G75109 D DEG75109 D DE G75109D DE G0075109 D DEG0075109 D DE G0075109D DE 641638 C DE641638 C DE 641638C
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    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/224Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic acid
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Description

Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Schlichten von Kunstseide unter Verwendung eines Gemisches, das im wesentlichen aus Pflanzentalg, wie Japan--5" oder Chinawachs, oder aus Bienenwachs oder Erdwachs, wie Ozokerit oder Geresiri, ferner etwa gleichen Teilen Talg oder Wbllscbweiß, Olivenöl und Benzin-Olein-Seife sowie geringen Mengen von Vaselin- loder Paraffinöl, Stearin oder Paraffin und Cafnäubawachs oder Dammarharz besteht und in Kohlenwasserstoffölen, vorzugsweise Benzin, gelöst ist. Die hierbei benutzte Benzinseife ist das in Benzin gelöste, durch Verseifung von Olein mittels Alkali in Alkohol entstandene Produkt. Es ist bereits bekannt, zum Schlichten von trocknenden Ölen freie Lösungen von im wesentlichen aus Wachsen, Harzen und Fetten zu verwenden. Die daraus !erhaltenen Schlichten sind jedoch' klebrig oder staubförmig. Die nach dem bekannten Verfahren mittels Harze, wie Mastix, enthaltenden Lösungen geschlichteten Fäden sind zudem durchaus nicht glatt. Versucht man die Einzelfäden, indem man sie zwischen den Fingern hält, gegeneinander gleiten zu lassen, dann kann man feststellen, daß die Fäden klebrig sind, aneinanderheften und absolut nicht gleiten, vielmehr an den Fingern haften und gegebenenfalls einen Harzgeruch zurücklassen.
Gegenüber den bekannten Schlichtemitteln besitzen die neuen Schlichtemittel gemäß der Erfindung den Vorzug einer außerordentlich schnellen Trocknung. Sie oxydieren sich auch nicht, gilben nicht, härten nicht "und lassen sich sehr leicht auch bei hohem Alter durch lauwarmes oder kaltes Benzin "ohne weiteres auswaschen, ein Vorteil, der sich bei trocknende Öle oder wasserlösliche Stoffe enthaltender Schlichte nicht erzielen läßt. Sie verleihen ferner nachhaltig der Kunstseide ■einen guten Fadenschluß, Glätte, eine gewisse Griffigkeit, Geschmeidigkeit und das Aussehen von Naturseide.
Bei gefärbter Kunstseide, insbesondere sol- 4^ eher in Strangform oder in der Kette, erhält man jeden gewünschten Grad von Mattheit und Weichheit je nach der angewendeten Menge oder Konzentration' des Bades. Wenn die Kunstseidengarne mit einem sehr konzen- 5« trierten Schlichtebad behandelt werden, behält das fertige Gewebe nach dem Waschen ein mattes Aussehen, da die Schlichte sich beim Waschen nicht vollständig entfernt.
Die neuen Schlichtemittel erleichtern ferner das Haspeln sowie Zurichten der Fäden. Die Schlichten kann man auf einer Schlichtemaschine oder unmittelbar auf dem Webstuhl zwischen dem Kettenbaum :und dem Webkamm, auf die Kettfäden aufbringen. Die
Stränge oder Ketten können auch während des Haspeins, Zurichtens oder während der Überdrehung, falls die Fäden für Kreppgewebe vorbereitet werden aollen, geschlichtet.-werden; ungefähr eine halbe Stunde .»ä der Behandlung ist bei Anwendung ^
ter Trocknungsvorrichtungen das Fasergut11 trocken.
Die Schlichten gemäß der Erfindung lassen sich bei Kunstseide a;uch dann anwenden, wenn- mit anderen Mitteln nur ungenügend oder schlecht geschlichtet wurde, und im besonderen, wenn die Kunstseide durch Verwendung von wasserlösliche Stoffe, wie Leim oder Gelatine, enthaltenden sauren Schlichten bzw. von Leinölschlichten verbrannt oder brüchig gemacht wurde. . In diesem Falle taucht man einen sehr weichen Lappen oder einen Baumwollpfropfen in die neue Schlichte-
'20 lösung ein und reibt damit vorsichtig ungefähr 50 cm vor dem Webkamm die Fäden bis zum Kettenbaum. Die Schlichte trocknet sehr rasch, und zwar bevor die Kettenfäden den Webkamm erreicht haben, was mit den üblichen Schlichtemitteln sich nicht ermöglichen läßt.
Beispiel
Zur Erzeugung der Benzinseife werden 93SOg Olein mittels eines Liters einer Am
moniaklösung von 220 Be in 161 Alkohol verseift und in 521 Benzin aufgelöst. Man .löst dann in il Benzin 250g Japanwachs, Talg, 30 g Olivenöl, 32,6 ecm Benzin-10 g Vaselin- oder Paraffinöl, 5 g
oder Paraffin, 3 g Carnaubawachs feder Dammarharz auf und verwendet die Mischung etwa in folgender Weise:
Die Kunstseidenstränge werden in ein Stück Stoff eingefaltet und in ein auf 20 bis 350 erwärmtes Bad 10 bis 15 Minuten lang eingetaucht. Hierauf läßt man die Flüssigkeit abtropfen und preßt dann das Fasergut aus. Schließlich breitet man die Stränge in einer auf 30 bis 500C erwärmten Trockenkammer aus und beläßt sie wenigstens 1Z2 Stunde darin, bis das Lösungsmittel völlig verdampft ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Schlichten von Kunstseide, dadurch gekennzeichnet, daß man im wesentlichen aus Pfianzentalg, Bienenoder Erdwachs, ferner aus etwa gleichen Teilen Talg oder Wollschweiß, Olivenöl und Benzin-Olein-Seife sowie geringen Mengen Vaselin- oder Paraffinöl, Stearin oder Paraffin und Carnaubawachs oder Dammarharz bestehende, in Kohlenwasserstoffölen gelöste Gemische verwendet.
DEG75109D 1927-12-15 1928-12-14 Verfahren zum Schlichten von Kunstseide Expired DE641638C (de)

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