DE640562C - Verfahren zur Herstellung von Isolierkoerpern aus Hartpapier oder Hartgewebe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Isolierkoerpern aus Hartpapier oder HartgewebeInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/18—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
- H01B3/48—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances fibrous materials
- H01B3/485—Other fibrous materials fabric
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern
aus Hartpapier oder Hartgewebe und besteht darin, daß aus einem plattenförmigen
Ausgangskörp.er ein oder mehrere Stücke unter allseitiger Trennung von diesem ausgestanzt,
aber nicht vollkommen herausgestoißen, sondern nur um ein Stück vorgeschoben
werden, so daß an dem Ausgangskörper Vertiefungen und Vorsprünge entstehen. Es
hat sich gezeigt, daß die vorgeschobenen Stücke infolge der natürlichen Rauhigkeit der
Scherwandungen in dem Stammteil noch außerordentlich festsitzen, so daß 'ein
Herausfallen oder Lockerwerden der ausgestanzten Stücke für die meisten Verwendungszwecke
nicht zu befürchten ist.
Die nach der Erfindung hergestellten Isolierstoffteile
können in der mannigfaltigsten Weise, besonders in der Elektrotechnik, Verwendung
finden. In den Abbildungen sind einige einfache Beispiele dargestellt.
Abb. ι zeigt 'eine Platte 1 aus Hartgewebe
im Schnitt, bei der ein viereckiges Stück 2 erfindungsgemäß aus der Platte ausgestanzt
und um etwa die Hälfte der Plattenstärke vorgeschoben ist. Diese Hartgewebeplatte kann
beispielsweise als Sicherung gegen Verdrehung und gleichzeitig als isolierende Abdeckung
für einen an Spannung' liegenden Vierkantschraubenkopf dienen. In diesem
Fall, wo nur die Vertiefung in dem Isolierstück ausgenutzt wird/ kann die auf der
anderen Seite des Isoliermaterials entstandene Erhöhung entfernt werden, bei Hartpapier
z. B. durch einen einfachen Messerschnitt. In Abb. 2 ist eine runde Hartpapierscheibe 3
im Schnitt dargestellt, bei der ein rundes Stück 4 erfindungsgemäß vorgeschoben ist.
In der Mitte des vorgeschobenen Teiles ist ein rundes Loch 5 ausgestanzt, gegebenenfalls
im gleichen Arbeitsgang, in dem das Stück 4 vorgeschoben wurde.
Das Verfahren nach der Erfindung gestattet eine besonders einfache Herstellung - von
Wanddurchführungen, insbesondere durch _ Metallwände. Die Wanddurchführungen nach
'der Erfindung bestehen aus zwei zu beiden Seiten der Wandung angeordneten Hartpapier-
oder Hartgewebescheiben mit ausgestanzten und vorgeschobenen Mittelteilen, die in die
Wandungsöffnung hineinragen und mit konzentrischen Bohrungen für den Durchführungsbolzen
versehen sind. Eine solche Wanddurchführung zeigt Abb. 3, Es bedeutet hier 6 eine Eisenplattej durch die isoliert ein
Bolzen 7 hindurchgeführt ist. Wie man sieht, ist die Isolierung dadurch erreicht, daß an
beiden Seiten der Platte je eine Scheibe 8 aus Isoliermaterial mit vorgeschobenem Teil 9
angeordnet ist. Der vorgeschobene Teil dieser Scheiben übernimmt dabei die isolierende
Zentrierung des Bolzens in der Bohrung der Eisenplatte. Gegebenenfalls genügt zu
dem angegebenen Zweck, besonders wenn die Eisenscheibe sehr dünn ist, die Verwendung
einer Scheibe nach der Erfindung und einer glatten Scheibe aus Isoliermaterial.
In Abb. 4 ist demgegenüber die bisher,
übliche Isolationsanordnung dargestellt, die ^i aus zwei Isolierstoffplatten io und einem ein-'ij
gesetzten Isolierrohr 11 bestand. Bei Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten
Scheiben kann das besondere Isolierrohr vollkommen in Fortfall kommen. Dies bedeutet
eine wesentliche Verbilligung durch Materialersparnis und durch die Erleichterung der
Montage, besonders bei der Herstellung von Massenartikeln.
In dem in Abb. 3 dargestellten Fall ist die Erhöhung an der Isolierstoffscheibe praktisch
ausgenutzt. Falls die Vertiefung, in solchen Fällen störend ist, kann dieselbe mit
beliebiger Masse ausgefüllt werden. Das Verfahren nach der Erfindung ist nicht nur anwendbar
bei ebenen Materialien, sondern kann auch z. B. bei rohrförmigen oder beliebig anders gestalteten Teilen Anwendung finden.
Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich wesentlich von ähnlichen, bereits
früher bei Stücken aus Pappe, Preßspan o. dgl. angewandten Arbeitsweisen, bei denen
'auch Erhöhungen oder Vertiefungen durch Prägeverfahren erzeugt wurden. Bei diesen
Verfahren wurde die Dehnbarkeit oder auch die Zusammendrückbarkeit solcher Pappen
praktisch ausgenutzt, wobei vielfach auch diese beiden Eigenschaften gleichzeitig ausgewertet
wurden. Ein grundsätzlicher Unterschied gegenüber der Erfindung besteht aber darin, daß bei diesen Verfahren eine vollständige
Trennung des Materials nicht stattfand, vielmehr blieb der Zusammenhang zwischen
den durch die Prägung vorgedrückten . Matierialteilen und dem Stammteil im wesentlichen
gewahrt. Derartige Prägeverfahren sind aber bei Isoliermaterialien, welche nicht
eine solche Dehnbarkeit und Zusammendrück- -b'arkeit besitzen, insbesondere bei den bekannten,
mit Kunstharz als Bindemittel hergestellten, geschichteten Hartpapieren und Hartgeweben,
nicht anwendbar. Das erfindungsgemäße Verfahren ist geeignet, diese Lücke
auszufüllen, so daß es jetzt auch möglich ist, diese Isolierstoffe mit Erhöhungen bzw. Vertiefungen
zu versehen.
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern aus Hartpapier oder Hartgewebe, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem plattenförmigen Ausgangskörper ein oder mehrere Stücke unter allseitiger e0 Trennung von diesem ausgestanzt, aber nicht herausgestoßen, sondern nur ein Stück vorgeschoben werden, so daß an dem Ausgangskörper Vertiefungen und Vorsprünge entstehen.
- 2. Wanddurchführung, insbesondere durch eine Metallwand, bestehend aus zwei zu beiden Seiten der Wandung angeordneten Hartpapier- oder Hartgewebescheiben mit gemäß Anspruch 1 ausgestanzten und vorgeschobenen Mittelteilen, die in die Wandungsöffnung hineinragen und mit konzentrischen Bohrungen für den Durchführungsbolzen versehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ48682D DE640562C (de) | 1933-12-24 | 1933-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Isolierkoerpern aus Hartpapier oder Hartgewebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ48682D DE640562C (de) | 1933-12-24 | 1933-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Isolierkoerpern aus Hartpapier oder Hartgewebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640562C true DE640562C (de) | 1937-01-07 |
Family
ID=7206580
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ48682D Expired DE640562C (de) | 1933-12-24 | 1933-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Isolierkoerpern aus Hartpapier oder Hartgewebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640562C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2480523A (en) * | 1944-12-06 | 1949-08-30 | Ferris Instr Lab | High-frequency leakage suppressing connection |
-
1933
- 1933-12-24 DE DEJ48682D patent/DE640562C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2480523A (en) * | 1944-12-06 | 1949-08-30 | Ferris Instr Lab | High-frequency leakage suppressing connection |
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