DE640193C - Verfahren zur Verminderung des Nicotingehalts im Tabakrauch - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Nicotingehalts im Tabakrauch

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DE640193C
DE640193C DEK129580D DEK0129580D DE640193C DE 640193 C DE640193 C DE 640193C DE K129580 D DEK129580 D DE K129580D DE K0129580 D DEK0129580 D DE K0129580D DE 640193 C DE640193 C DE 640193C
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    • A24B15/241Extraction of specific substances
    • A24B15/243Nicotine
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Description

  • Verfahren zur Verminderung des Nicotingehalts im Tabakrauch Es ist bekannt, die im Tabakrauch enthaltenen schädlichen Verbrennungsbestandteile wie Nicotin, Pyridin und Ammoniak durch geeignete Absorptions- oder Adsorptionsstoffe, die entweder auf dem Tabak selbst oder auf Trägern in den Rauchstrom eingebracht sind, ihrem Gehalt nach herabzusetzen. In der Hauptsache handelt es sich dabei um Verbindungen der Elemente Kohlenstoff und Silicium, die in flüssiger oder fester Form Anwendung finden (britische Patentschrift 338 oo6 und französische Patentschrift 536 946) oder um solche des Bleis, Magnesiums, Zinks und Eisens, die mit dem Nicotid Niederschlagsreaktionen einzugehen vermögen (französische Patentschrift 327508)-Eine besondere Anwendungsform des Siliciums ist das Kieselsäuregel (Patentschrift 5i8 9o3), das gegenüber Nicotin u. a. in den Rauchgasen enthaltenen Stoffen hohe Adsorptionsfähigkeit aufweist; es wird vorzugsweise auf in den Rauchstrom eingeschalteten Trägern niedergeschlagen oder in körniger Form für sich angewendet.
  • Am einfachsten in ihrer Anwendung als Niederschlagsmittel von Nicotin und hygienisch dennoch ungefährlich erweisen sich Eisensalze, sowohl in der Ferro- als auch in der Ferristufe oder als gemischte Salze, z. B. Ferroammonsulfat (französischePatentschrift 698657); auch auf Kohle niedergeschlagene Eisenverbindungen wie Fe20s sind zur Entgiftung von Tabakrauch herangezogen worden (österreichische Patentschrift 1244r9).
  • Es wurde nun gefunden, daß neben den hier genannten Verfahren noch bessere Wirkungen auf einfachere Art in der Verminderung des Nicotingehalts im Tabakrauch erzielbar sind, wenn Tabak oder Tabakfabrikate mit Lösungen leicht hydrolysierbarer Verbindungen des Titans, Cers, Z,irkons oder Zinns für sich oder in Mischung, gegebenenfalls unter Zusatz von Netz- und Dispergiermitteln, behandelt werden.
  • Zur Verwendung als Nicotinentziehungsmittel sind Abkömmlinge der verschiedenen Wertigkeitsstufen dieser Elemente, z. B. Ti-3- oder Ti-4-verbindungen oder Sn-2-oder Sn-4-verbindungen u. dgl. in konzentrierter oder wässeriger Lösung oder gelöst in organischen Lösungsmitteln, z. B. Alkohol oder dessen Verdünnungen, geeignet; auch Elementverbindungen mit organischem Restsind anwendbar, z. B. Titanweinsäure, Orthotitansäureester, Zinnsäureester ü. dgl.
  • Um diese Stoffe immer in gebrauchsfertiger reiner Lösung anwenden zu können, empfiehlt es sich; dieselben in Form ihrer Reduktionsstufen; z. B. als Ti-3-verbindungen, Sn-2-verbindungen u.,dgl-, zu benutzen, die durch Sauerstoffaufnahme sofort in Ti-4- oder Sn-4-verb.indungen übergehen und durch Einwirkung von Feuchtigkeit aus atmosphärischer Luft und C 02 aus Rauchgasen der Hydrolyse unter Abscheidung hochadsorptiv er Titanyl- bzw. Stannyl- u. dgl., Verbindungen unterliegen.
  • Zur Erreichung einer möglichst vollköig, menen Verteilung der anzuwendenden Sta3. oder solche enthaltenden Gemische kann sie; der Zusatz sog. Netz- oder Dispergiermittel, z. B. von Abkömmlingen der Naphthalindisulfonsäure oder des Triaetanolamins, zu irgendeinem Zeitpunkt vor der Verbrennung empfehlen, z. B. bei der Fermentation des Tabaks oder der Herstellung der Fabrikate oder während des Lagerungsprozesses.
  • Sollen Tabak oder Tabakfabrikate im voraus mit nicotinbindenden Stoffen behandelt werden, so eignen sich hierfür insbesondere Verbindungen mit sauerstoffhaltigem Anion, z. B. S04, P O4, neben solchen mit organischem Rest, wie Titanweinsäure oder die in wasserfreien Lösungsmitteln beständigen Orthoester des Titans, Cers, Z.irkons und Zinns, die dem Rauchgut durch Einspritzen, Einträufeln, Aufstäuben, Tränken und ähnlichen Arbeitsweisen einverleibt werden. Solche Verbindungen sind für den Raucher völlig gefahrlos und hygienisch einwandfrei.
  • Beispiele 5 g Tabak (Zigarrenform) mit bekanntem Nicotingehalt (0,05 g) wurden mit je 3 Tropfen = je o,i ccm einer 51/oigen Lösung verschiedener Elementverbindungen eingespritzt und in einer Apparatur verraucht. Die Bestimmung des Nicotingehalts im Rauch wurde durch Fällung mit Silicowolframsäure vorgenommen und das Nicotin mittels Alkali in Freiheit gesetzt und titriert; unter Berücksichtigung des Gesamtnicotins und des Nicotingehalts im Stummel ergab sich die aus dem Rauch entnommene Nicotinmenge bei
    Ti-3-sulfat im Mittel zu 83;0%,
    Ti-4-sulfat - - - 84°/o
    Ti-3-chlorid - - - 820/0
    Ce-3-sulfat - - - 800/0
    Zr-4-sulfat - - - 7814
    Sn-2-sulfat - - - 8a 1/0
    Sn-2-chlorid - - - &11/0
    Spuren von arylierten naphthalinsulfonsauren Salzen, z. B. diisopropylnaphthalinsulfonsaures Natrium oder von Triaethanolamin, befördern das Diffusions- und Verteilungsvermögen, ohne weiter an der Herabsetzung des Nicotingehaltes beteiligt zu sein.
  • Reines Ti C14 oder Sn C14 wirken zu kräftig, um in bestimmten Mengenverhältnissen angewandt werden zu können; bei ihrer Verwendung ist es daher ratsam, von den entsprechenden Reduktionsstufen Ti C], bzw. Sn C12 auszugehen, mit denen in beliebigen Verdünnungen gearbeitet werden kann.
  • . . Eine 51/oige Lösung von Ferroammonsulgemäß französischer Patentschrift 698657 orbiert nach obiger Prüfung unter den ten Bedingungen nur etwa 6o1/, Nicotin; 'e ist als solche nicht hydrolysierbar und übt daher nur beschränkte absorbierende Wirkung aus.
  • Das Kieselsäuregel (Patentschrift 518 903) hingegen ist auf adsorptiver Grundlage wirksam; die verwendeten o,2 g Gel vermögen etwa 8o1/0 des Nicotins beim Rauchvorgang aufzunehmen; das Gel läßt aber bei mehrfachem Gebrauch in seiner Wirkung nach; außerdem vergällt es infolge Anreicherung harziger und teeriger Brenzöle den Genuß neuer Rauchstoffe.
  • Da die bei den in der vorhergehenden Tabelle angeführten wirksamen o_xydischen Mengen, z. B. bei
    bei einmaliger Anwendung betragen, so ergibt sich dennoch eine klare Überlegenheit gegenüber Kieselsäuregel bei einer Anwendungsmenge von o,2 g Si 02, selbst wenn letzteres für mehrere aufeinanderfolgende Behandlungen ausreichen soll.
  • Bei Überprüfung des Verfahrens gemäß österreichischer Patentschrift 1244i9, Beispiel 2, lieferte o,2 g Verbandwatte mit 3 1/0 Schwefelsäure und 1 1/o Mohrschem Salz bis zur Sättigung getränkt, getrocknet und verkohlt o,165 g einer wirksamen, aus Kohlen-Stoff und Eisenoxyd bestehenden Filtermasse; durch Formung des Produktes und Einschaltung in den Rauchstrdm ließ sich hier eine Nicotinverringerung bis zu 70 04, aber bei wesentlich höherem Substanzansatz im Vergleich zu den vorhergehenden Tabellenwerten, erreichen.
  • Werden bei der neuen Verfahrensweise die wirksamen Mittel, z. B. als Ester, angewandt und hydrolysiert, so können Tabake in irgendeiner Herstellungsstufe, z. B. als lose Blätter oder in Schnittform als Zigarettentabak, bespritzt werden oder als fertige Zigarren am Mundstückende getaucht oder eingespritzt werden; dadurch lassen sich für die Erfassung des Nicotins geeignete Filterschichten auf oder in der Tabakoberfläche erzeugen.
  • Wurden io g Zigarettentabak mit i ccm 11%igem Titansäureester in alkoholischer Lösung besprüht, hy droly siert, getrocknet und. geformt, so ergab sich, daß die auf dem Tabak niedergeschlagene wirksame Titansäure (0,035 g Ti02) bis zu 8o% des vorhandenen Nicotins aufzunehmen vermag..: Die verwendeten Entziehungsmittel habdie Eigenschaft, den Tabak in gesclinacklicher Hinsicht in keiner Weise zu beeinflussen; dadurch, daß sie für das Rauchgut immer nur einmalig angewandt werden, sind sie besonders wirksam und ihrem Zweck nach auch vollwertig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur, Verminderung des NicotingehaIts im Tabakrauch, dadurch gekennzeichnet, daß Tabak oder Tabakfabrikate mit Lösungen leicht hydrolysierbarer Verbindungen des Titans, Cers, Zirkons oder Zinns für sich oder in Mischung, gegebenenfalls unter Zusatz von Netz- und Dispergiermitteln, behandelt werden,
DEK129580D 1933-03-24 1933-03-24 Verfahren zur Verminderung des Nicotingehalts im Tabakrauch Expired DE640193C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1170848B (de) * 1958-04-11 1964-05-21 Sasmoco Sa Verfahren zur Behandlung von Tabak mit Metallverbindungen
US3403690A (en) * 1967-03-07 1968-10-01 Brown & Williamson Tobacco Corp Filters for tobacco smoke
EP0014105A3 (en) * 1979-01-30 1981-02-25 The Japan Tobacco & Salt Public Corporation Flavourant composition for tobacco, method for its production and tobacco product containing said composition
WO2008146173A3 (en) * 2007-05-31 2009-08-13 Philip Morris Prod Smoking articles and method for incorporating salts of lanthanide metals for reducing tpm cytotoxicity and targeted constituents in tobacco smoke

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