DE640176C - Verfahren zum Haerten von Glasplatten und sonstigen Glasgegenstaenden in Fluessigkeitsbaedern - Google Patents

Verfahren zum Haerten von Glasplatten und sonstigen Glasgegenstaenden in Fluessigkeitsbaedern

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DE640176C
DE640176C DEH136523D DEH0136523D DE640176C DE 640176 C DE640176 C DE 640176C DE H136523 D DEH136523 D DE H136523D DE H0136523 D DEH0136523 D DE H0136523D DE 640176 C DE640176 C DE 640176C
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glass
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liquid
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hardening
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Herzogenrather Glaswerke Bicheroux & Cie GmbH
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Herzogenrather Glaswerke Bicheroux & Cie GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B27/00Tempering or quenching glass products
    • C03B27/02Tempering or quenching glass products using liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Härten von Glasplatten und sonstigen Glasgegenständen in Flüssigkeitsbädern Es ist bekannt, die Festigkeitseigenschaften von Glas dadurch zu ,erhöhen, daß man es einem Vergütungsverfahren - Härteverfahren - unterwirft, indem es bis zum Erweichen erhitzt und unmittelbar anschließend schnell. abgeschreckt wird. Das Abschrecken erfolgt bei den bekannten Verfahren in der Weise, daß man das zu härtende Glas nach dem Erhitzen in ein Flüssigkeitsbad eintaucht oder Luft o. dgl. auf das Glas ;einwirken. 1äßt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung des Härtens von Glasplatten und sonstigen Glasgegenständen, bei welchem zum Abschrecken Flüssigkeitsbäder verwandt werden, die aus Öl, flüssigem Fett, Harz, Teer, Wachs, Metallen @o-. dgl. bestehen und zur Erlangung der Abschreckung eine Temperatur haben müssen, die unter derjenigen des zu härtenden Glases liegt.
  • Bei Anwendung solcher Bäder hat es sich gezeigt, da13 die darin abgeschreckten Gegenstände an der Oberfläche Streifen, Riefen, Strähnen, Wellen o. dgl. aufweisen, durch die die optischen Eigenschaften der Gläser verlorengehen. Die Gläser sehen nach dem Abschrecken etwa wie ein schlechtes Fenster- oder Ziehglas aus und sind infolgedessen meist wertlos. Der Verlust der optischen Eigenschaften. ist besonders bei hochwertigen Glasplatten, z. B. bei Spiegelglasplatten, von großem Nachteil, da hierdurch die in der Durchsicht betrachteten Gegenstände verzerrt erscheinen und unklar wiedergegeben werden. Die so gehärteten Glasplatten sind z. B. als Schaufensterscheiben, Autoscheiben usw, überhaupt nicht oder kaum verwendbar.
  • Die Ursache der erwähnten Fehler liegt darin, daß beim Eintauchen des heißen Glases in das Bad in diesem eine Wärmeströmung entsteht, die wie fast jede Strömung an sich ungleichmäßig ist und daher zu ungleichmäßiger Abkühlung der Glasplatte führt.
  • Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, so daß die im Glase vorhandene. gute Optik erhalten bleibt und infolgedessen das im Flüssigkeitsbade behandelte Glas eine durchaus gleichmäßige Oberfläche behält und die in der Durchsicht betrachteten Gegenstände unverzerrt und klar erscheinen Mt. Erreicht wird dieses gemäß der Erfindung dadurch, daß das Flüssigkeitsbad, welches zum Abschrecken der Gläser dient, sowohl während des Eintauchens der Gläser wie auch nach dem Eintauchen, d. h. also während des ganzen Abschreckvarganges, in heftiger, wirbelnder Bewegung gehalten wird. Hierdurch wird vermieden, daß die Gläser im ganzen oder in einzelnen Teilen eine ungleichmäßige Abschreckung erfahren. Durch die Wirbelung des Bades wirkt dieses in allen Stufen des Arbeitsvorganges gleichmäßig auf die Gläser ein. Die sonst durch das Eintauchen entstehende Wärmeströmung im Bade bleibt aus, so daß alle den alten Verfahren anhaftenden Mängel vermieden werden.
  • Bei einigen Härteverfahren ist es allerdings ,auch schon bekannt, ' eine gegenseitige Bewegung zwischen den Glasgegenständen und dem Flüssigkeitsbad stattfinden zulassen, ohne damit jedoch den der Erfindung zügrunde liegenden Zweck zu verfolgen und zu erreichen. Die gegenseitige Bewegung erfolgt z. B. dadurch, daß die Gegenstände nach der Einführung in das Bad mittels eines Förderbandes durch dasselbe hindurchbewegt werden, daß die Abkühlung in fließendem Öl oder Wasser stattfindet oder daß man die Glasgegenstände nach dem Eintauchen einer Bewegung im Bade unterwirft. Bei dem erwähnten Hindurchführen der Gegenstände durch das Bad und beim Arbeiten mit fließendem Bad, welches nur den Zweck einer ständigen Erneuerung der Flüssigkeit hat, tritt die schädliche Wärmeströmung innahezu dem gleichen Maße ein wie bei einer stehenden Flüssigkeit. Sie ist mit einer heftigen, wirbelnden Bewegung der Flüssigkeit, wie solche die Erfindung vorsieht, nicht zu vergleichen. Auch durch ein. Bewegen der Glasgegenstände nach erfolgtem Eintauchen läßt sich das Auftreten der Fehler nicht vermeiden. Die Hauptabschreckung und die saädliche Wärmeströmung treten beim Eintauchen in das Bad ein.. Ist das Bad nicht schon beim Eintauchen in heftiger Bewegung, so verursacht die Wärmeströmung unbedingt die Riefen, Streifen, Wellen o. dgl. auf . der Glasoberfläche, und diese lassen sich durch eine nachträgliche Bewegung des Bades nicht mehr entfernen. Außerdem kann man Glasplatten in einem Bad nicht derart schwenken, daß dadurch eine heftige Wirbelung der. Flüssigkeit erzielt wird. Schließlich .entstehen durch Schwenken der Glasplatten stets für diese gefährliche Schwingungen, die leicht ein Zerspringen der Platten zur Folge haben, und es sind umständliche Einrichtungen erforderlich, um Schwenkbewegungen mit den Platten ausführen zu können.
  • Die Vermeidung der schädlichen Wärme-
    üngen läßt sich eben nur dadurch er-
    das das Bad sowohl während des
    ens wie nach demselben in heftige
    #ng versetzt wird.
    Die "wirbelnde Bewegung läßt sich z. B. dadurch erzeugen, daß in den das Flüssigkeitsbad enthaltenden Behälter oder Raum Quirle, Flügelräder o. dgl. eingebaut werden, die während der ganzen Dauer des Abschreckvorganges in Tätigkeit gehalten werden. Die wirbelnde. Bewegung kann auch dadurch hervorgerufen werden, daß man in das Bad Luftströme einführt, die durch innerhalb oder außerhalb des Bades angeordnete Luftgebläse o. dgl. erzeugt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Härten von Glasplatten und sonstigen Glasgegenständen in Flüssigkeitsbädern, bei welchem eine gegenseitige Bewegung zwischen den Gegenständen und dem Flüssigkeitsbad stattfindet, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von für die Glasoberfläche schädlichen Wärmeströmungen das Flüssigkeitsbad söWohI bei wie nach dem Eintauchen der Gegenstände in. heftige, wirbelnde Bewegung versetzt wird. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die wirbelnde Bewegung durch in den das Flüssigkeitsbad enthaltenden Behälter bzw. Raum eingebaute, während des Abschreckvorganges in Tätigkeit gehaltene Quirle bzw. Flügelräder erzeugt wird. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die wirbelnde Bewegung durch in das Flüssigkeitsbad eingeführte Luftströme erzeugt -wird,
DEH136523D 1933-06-13 1933-06-13 Verfahren zum Haerten von Glasplatten und sonstigen Glasgegenstaenden in Fluessigkeitsbaedern Expired DE640176C (de)

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DE (1) DE640176C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744504C (de) * 1936-12-28 1944-01-18 Corning Glass Works Verfahren zum Haerten von Glasgegenstaenden
DE887101C (de) * 1937-05-08 1953-08-20 Saint Gobain Verfahren und Vorrichtung zum gleichmaessigen Haerten von Glasplatten und anderen Glasgegenstaenden

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744504C (de) * 1936-12-28 1944-01-18 Corning Glass Works Verfahren zum Haerten von Glasgegenstaenden
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