DE63997C - Maschine zum Zusammennähen von Teppichen an ihrer Längskante - Google Patents
Maschine zum Zusammennähen von Teppichen an ihrer LängskanteInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B23/00—Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
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- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine zum Zusammennähen von
Teppichen an ihren Längskanten. Die zusammenzunähenden Teppiche liegen dabei, eingespannt
und straffgezogen auf einem Tisch, und die eigentliche Nähmaschine ist auf einem
Wagen angeordnet, welcher sich längs dieses Tisches auf einer Schienenbahn bewegt. Es
ist nun nicht die Einrichtung dieser Nähmaschine, also die Art und Weise der Stichbildung,
welche das Neue und EigenthUmliche an der Teppichnähmaschine ausmacht, sondern .es besteht dies vielmehr in der Antriebsvorrichtung
der eigentlichen Nähmaschine, in der Vorrichtung zur Festhaltung und Führung der
Teppichstreifen während des Zusammennähens und in einer Vorrichtung zum Wenden der
schweren Teppichstreifen, wenn dieselben z. B. an beiden Längskanten zusammengenäht werden
sollen. Die Einrichtung der eigentlichen Nähmaschine ist auf diese drei neuen Vorrichtungen
ganz ohne Einflufs, diese Nähmaschine kann irgend welchen Systems sein, sie ist als bekannt
anzusehen und ihre Betrachtung entfällt daher bei der nachfolgenden Beschreibung der
Teppichnähmaschine, wobei jede dieser drei neuen Vorrichtungen für sich behandelt werden
soll.
Die Antriebsvorrichtung der eigentlichen Nähmaschine, Die Nähmaschine wird nicht durch
Menschenkraft, also durch Drehen oder Treten in Bewegung zum Nähen gesetzt, sondern von
einer Kraftquelle aus mit Hülfe des elektrischen Stromes. Dabei ist durch eine Regulirvorrichtung
die Geschwindigkeit des Antriebes beliebig einzustellen, je nachdem die zu nähenden
Stoffe dies verlangen.
Wie aus der. Vorderansicht der Teppichnähmaschine in Fig. ι ersichtlich ist, bewegt
sich auf der Schienenbahn B mit den Rädern c ein Wagen C, welcher die eigentliche Nähmaschine
D trägt und dessen nähere Einrichtung aus den in gröfserem Mafsstabe gezeichneten
Fig. 2 (Vorderansicht), Fig. 3 (Seitenansicht) und Fig. 4 (Grundrifs) hervorgeht. Der
Wagen C trägt einen Elektromotor E, von dessen Achse e aus mittelst endloser Schnur
die Hauptwelle e2 der Nähmaschine D in Drehung versetzt wird. Von und zu der Kraftquelle
wird der elektrische Strom in den beiden sich in der Länge der Schienenbahn über derselben
hinziehenden Drähten F und F1 geleitet, welche über dem Wagen C von Rollen g%,
die sich an der Wagensäule G befinden, unterstützt werden, so dafs diese Rollen und die
Schleiffedern g3 den elektrischen Strom abnehmen, welcher dann in den Drähten/und f1
nach dem Elektromotor E und von diesem zurückgeleitet wird. In die Zuleitung ist ein
veränderlicher Widerstand H (Fig. 3) eingeschaltet, dessen Schalthebel mittelst des Fufstrittes
H1 und der Zugstange h1 eingestellt
wird. Diese Einstellung besorgt die auf dem Sitzbrett c1 des Wagens C ihrenPlatz findende,
die Arbeit der Nähmaschine überwachende Person, welche also den Wagen C bei dessen
Fortschreiten begleitet. Das Fortschreiten des Wagens wird nur durch den gewöhnlichen
Stoffschieber der Nähmaschine D vermittelt, dessen Wirkung für den durch die grofsen
Räder leicht beweglichen Wagen C auch ausreicht.
Damit nun die Geschwindigkeit der Nähmaschine während des Nähens je nach Erfordernifs
geändert werden kann, wird nicht nur die Stärke des elektrischen Betriebsstromes
geändert, sondern die Achse des Elektromotors auch durch eine Bremse beherrscht. Wenn
die mitfahrende Bedienungsperson den Hebel H1 aus seiner von der Feder h erhaltenen Höchststellung
niederdrückt, so wird zuerst der Strom geschlossen und dann mit vermehrtem Niederdruck
der Stromwiderstand immer geringer, der Elektromotor läuft also zunehmend schneller,
wobei gleichzeitig die um eine Scheibe e' auf
der Elektromotorachse sich legende Bremsfeder e3 (Fig. 2) immer mehr gelöst wird.
Dies wird, wie im Besonderen aus Fig. 16 hervorgeht, durch den doppelarmigen Hebel e5
vermittelt, dessen rechter Arm an dem Fufstritt H1 angeschlossen ist und an dessen linken
Arm mittelst des senkrechten Steges e4 die Bremsfeder e3 angehängt ist. Diese Feder besteht,
wie Fig. 15 veranschaulicht, aus einem mit Gummi umhüllten Stahldraht.
Um der Bedienungsperson die erfolgte Regulirung der Geschwindigkeit in ihrer Zunahme
anzuzeigen, ist mit dem Hebel e5 die Stange H3
verbunden, welche an dem oberen, über dem Tisch der eigentlichen Nähmaschine hervorragenden
Ende gezahnt ist, so dafs eine federnde Klinke h3 in die Zahnlücken einschnappt, wodurch
die Klinke h 3 nicht nur den Grad der
Einstellung anzeigt, sondern auch die getroffene Einstellung sichert.
Wenn bei glatter Arbeit die Nähmaschine von keiner auf dem Wagen C sitzenden Person
geleitet wird, so wird zu Anfang des Nähens die Einstellung der erforderlichen Geschwindigkeit
mittelst des Handhebels hi bewirkt.
Die Vorrichtung zum Festhalten und zur Führung der Teppichstreifen. Die zusammenzunähenden
Teppichstreifen M liegen, wie aus dem Grundrifs, Fig. 4, ersichtlich ist, glatt
über einander gelegt, auf dem Tisch A an den Enden von den Klemmbacken / und K ge-'
halten und straff ausgespannt. Diese Klemmbacken, deren nähere Einrichtung aus den
Fig. 6 und 7 und 10 und 11 hervorgeht, führen
sich in schwalbenschwanzartigen Nuthen α auf der Tischplatte A, und es wird nach dem Einspannen
der Endkanten der Teppiche zwischen die unteren Nadelleisten z5 (Fig. 7) und die
entsprechend gelochten, aufklappbaren und mittelst der Wirbel ie niedergehaltenen Leisten z'4
zuerst der Backen / mittelst der Schraube / festgestellt und dann werden durch Anziehen
des Backens K die Teppiche straffgezogen. Das letztere wird mittelst der kleinen, auf der
Backe k angeordneten Seilwinde L (Fig. 10) bewerkstelligt, wozu das Seil / derselben durch
den Haken Z2 in Löchern der Nuth α festgehalten
wird.
Wenn ■ die Teppichstreifen nur kurz sind, so können mehrere hinter einander auf den
Tisch A gelegt und festgespannt werden, wozu dann zum Halten der einander zuliegenden
Kanten Zwischenklemmbacken von der in Fig. 8., und 9 ersichtlichen Einrichtung benutzt werden.
Um die Kanten der auf einander liegenden Teppichstreifen beim Zusammennähen gerade
zu erhalten, werden die Teppichstreifen vor dem Zusammennähen durch lange Nadeln zusammengeheftet,
und an der Nähmaschine ist eine besondere Einrichtung zur geraden Führung der Kanten vorhanden. Diese Einrichtung,
sowie die selbstthätig wirkende Vorrichtung zum Ausziehen der Heftnadeln während des
Nähens veranschaulichen in besonderer Darstellung die Fig. 17 bis 19. Die erstere Einrichtung
zeigen für sich dargestellt auch die Fig. 13 und 14. l
An der Tischplatte der eigentlichen Nähmaschine auf dem Wagen C ist die Platte c°
befestigt, an welcher die Platte c5 mittelst der Bügel c1 einstellbar ist. Die letztere Platte
trägt ein T- förmiges Stück, dessen waagrechter Steg c3 zwischen die zusammenzunähenden
Teppichstreifen tritt, wobei sich deren Kanten an den senkrechten Stegen c4 dieses T-Stückes
anlegen. Diese stetige Anlage beim Nähen, also die Geradführung der Teppichkanten, vermitteln
die Nadelrollen X, welche die Teppichstreifen an den waagrechten Steg c3 drücken
und etwas schräg gestellt werden können, so dafs die Nadelrollen X bei ihrer Fortbewegung
die Teppichkanten stets nach den senkrechten Stegen c4 zuschieben.
Die Nadelrollen X sitzen an den federnden Bügeln x, welche an die Scheiben X1 angehängt
sind, so dafs bei einer gleichmäfsigen Verschiebung dieser Scheiben alle Rollen X
gleichzeitig um denselben Winkel schräg eingestellt werden, wie in Fig. 13 punktirt angedeutet
ist. In ihrer Einstellung werden die Rollen X erhalten, indem die Bügel χ an den
Schlitzbügeln Y festgeklemmt werden und vermitteln die Federn w einen auf die schräge
Stellung der Rollen X hinzielenden Druck, so dafs die Schrägstellung beim leichten Nachlassen
der Klemmschrauben y von selbst vor sich geht.
Die Heftnadeln N (Fig. 17 und 18) hängen
an Nadeln, die mit Knöpfen 0 versehen und an Schnüren O aufgehängt sind. Diese Schnüre
gehen über die Rolle o1 (s. Fig. 3) und tragen
am anderen Ende kleine Gewichte o2, welche beim Herausziehen der Nadeln N dieselben
sofort in die Höhe ziehen. Beim Hochziehen kommen die Knöpfe 0 3 an den Schnüren O
gegen die Rollen o\ und dadurch werden die
Nadeln N nach dem Ausziehen in bequemer Höhe freischwebend erhalten,
Das Ausziehen der Heftnadeln N während des Nähens bewirkt der federnde, an der
Tischplatte der Nähmaschine befestigte Drahthaken ρ (Fig. 17 und 18), welcher gegen die
Nadeln mit den Knöpfen 0 trifft und, indem die Knöpfe ο daran hängen bleiben, die
Nadeln N auszieht, worauf dieselben sofort durch die Gegengewichte 03 in die Höhe gehen.
Die Vorrichtung zum Wenden der Teppichstreifen veranschaulicht die Fig. 5. Die zusammengenähten·
Kanten werden in Hakennadeln V (Fig. 5 a, 5 b und 5 c) gehängt, welche wieder an den Seilen T hängen. Die Seile T
werden nun alle gemeinschaftlich von einer Winde S ■ in die Höhe gezogen, bis die Gegenarme
ν der Nadeln V an den Träger u stofsen. Die Nadeln V nehmen dadurch eine waagrechte
Stellung an (s. Fig. 5 b) und der Teppich fällt aus den Hakennadeln herunter auf die andere
Seite. Die Gewichte r gleichen das Gewicht der Seile t aus und halten die Hakennadeln
immer in entsprechender Höhe.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zum Zusammennähen von Teppichstreifen an ihren Längskanten, wobei diese Teppichstreifen auf einem Tisch eingespannt und straffgezogen liegen und die eigentliche Nähmaschine auf einem längs der zusammenzunähenden Kanten sich bewegenden Wagen angeordnet ist, welche Maschine gekennzeichnet ist:a) durch einen elektrischen Betrieb der eigentlichen Nähmaschine mit Regulirung des Ganges derselben durch einen stellbaren Widerstand H in der elektrischen Stromzuleitung, eine auf die Elektromotorachse e ■ wirkende Bremse e3 und eine Anzeige- und Feststellvorrichtung, welche drei Einrichtungen gleichzeitig von einem Tritthebel H1 aus bewegt werden;b) durch eine Vorrichtung zur geraden Führung der zusammenzunähenden Kanten mittelst eines T-Stückes, dessen waagrechter Steg c3 zwischen die Teppichstreifen tritt und an dessen senkrechte Stege c4 die Kanten derselben sich anlegen, wobei die stete Anlage durch schräg einstellbare Nadelrollen X vermittelt wird;c) durch die Vorrichtung zum selbstthätigen Ausziehen der Heftnadeln N während des Nähens mittelst des federnden Hakens ρ und der Schnuren O und Gegengewichte o'6 ;.d) durch eine Vorrichtung zum Wenden der Teppichstreifen auf dem Auflegetisch mittelst der Hakennadeln V, welche gemeinschaftlich von einer Seilwinde 5 bedient werden.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE63997C true DE63997C (de) |
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Family Applications (1)
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