DE6368C - Gas- und Wassermesser - Google Patents

Gas- und Wassermesser

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DE6368C
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Germany
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gas
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water meters
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E. HAAS in Mainz
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/02Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F3/20Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having flexible movable walls, e.g. diaphragms, bellows
    • G01F3/22Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having flexible movable walls, e.g. diaphragms, bellows for gases
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Description

1878.
Klasse 42.
EMIL HAAS in MAINZ. Gas- und Wassermesser.
Patentiit im Deutschen Reiche vom 23. Mai 1878 ab.
1 Dieser Messer gehört zur Klasse derjenigen Gas- und Wassermesser, bei welchen eine Membran in einem- Gehäuse von bestimmter Form durch den Gas- bezw. Wasserdruck hin- und herbewegt wird..
Die in dem Gehäuse R eingeschlossenen Mefskästen A haben rautenförmige Gestalt, die indefs auch vielfach anders gewählt werden kann. Sie bestehen aus zwei Theilen mit je ringsumlaufendem Flantsch und sind mittelst Schrauben fest und dicht mit einander verbunden. Der dadurch gebildete Mefsraum besitzt eine constante Gröfse und Wände von genügender Festigkeit.
An der einen Kante, im vorliegenden Falle an der unteren Kante des rautenförmigen Behälters A, befindet sich eine Stopfbüchse B, ihr gegenüber ein Zapfenlager E, in welchem eine Welle D gelagert ist, parallel mit der unteren Kante laufend. An der Welle D ist. eine Platte oder ein Flügel F befestigt, etwa von der Länge der einen Seite der Raute und von etwa derselben Breite wie der Kasten.
Ein entsprechend geformtes Stück eines gas- und wasserdichten flexiblen Stoffes wird einestheils zwischen den vier Flantschen eingespannt und festgehalten, andererseits aber auch an den vier Seiten des Flügels F mit Deckleisten aufgeschraubt.
Wenn der Flügel, der in dem Mefskästen von einer Wand zur anderen oscillirt, eine der unteren schiefen Wände berührt, so mufs das flexible Zeug und der Flügel gerade die sämmtlichen Wände der einen Hälfte des Mefskastens bedecken und daran anliegen.
Flügel und Membran bilden in diesem Falle einen der inneren Form des Gehäuses entsprechenden Hohlkörper. Wenn in den einen Mefskästen (hier. den theilweise aufgeschnittenen) Gas oder Wasser von der linken Seite einströmt, so bewegt sich der Flügel und die mit ihm verbundene Membran nach rechts, bis zuletzt der Flügel an der unteren rechten Seite und das (in der Zeichnung in diesem Moment der Schaufelstellung aufgebauchte) Zeug oder die Membran an der oberen- rechten Seite anliegt. Gleichzeitig liegt die Membran auch zu beiden Seiten des Kastens an dem dreieckigen Zwickel von dem Flantsch bis in die Ecke dicht an.
Bei dieser Bewegung von links nach rechts wurde durch den Gas- oder Wasserdruck das vor dem Flügel und der Membran befindliche Gas oder Wasser aus der Kammer hinausgedrängt und zwar durch den Kanal J, welcher bei i ausmündet.
Das Gas oder das Wasser strömt durch diese Oeffnung in die Trommel R und von da durch das Abgangsrohr S in die Leitung zum Gebrauch.
Um die gröfste Gleichmäfsigkeit des Ausströmens zu bewirken, ist es zweckmäfsig, zwei oder selbst mehrere Mefskästen so zu combiniren, dafs die Schwingungen ihrer Flügel F, unter angemessener Versetzung der todten Punkte, auf eine gemeinschaftliche rotirende Axe mittelst Kurbelstangen L und Kurbeln K übertragen werden.
Der Eintritt des Gases oder Wassers von rechts nach links oder von links nach rechts in den Kasten wird durch die Schieber P regulirt. Diese empfangen durch Excenter oder andere Mechanismen von der Axe G aus ihre Bewegung. Der Schieberspiegel hat drei Oeffnungen. Das Gas oder Wasser tritt durch die Röhre H und die mittlere der drei Schieberspiegelöffhungen in die Höhlung des Muschelschiebers P und je nach dessen Stellung rechts oder links in die Mefskammer ein. Der Aus-' tritt findet in den Raum R statt.
Man kann indessen auch Ein- und Austritt verwechseln oder den Schieber so einrichten, dafs der gröfsere Druck auf dem Schieber lastet.
Das ä,ufsere Gehäuse hat übrigens im wesentlichen nur den Zweck, den Mefskästen und das Getriebe vor mechanischen Beschädigungen zu schützen.
Von der Axe G aus findet die Uebertragung der Bewegung auf den Zählapparat Z in der gewöhnlichen Weise statt.
Um den Mefsraum genau justiren zu können, sind die auf der Axe D sitzenden Hebelarme C in ihrer Länge veränderbar gemacht. Durch diese Einrichtung wird der wirklich messende Raum auf ganz bestimmten Inhalt gebracht, während im übrigen durch das dichte Anliegen der Membran an den festen, nicht nachgeben-
den Wänden der cubicirende Raum unveränderlich ist.
Die flexible Membran wird hergestellt, indem ein passendes Gewebe durch Imprägniren gas- und wasserdicht gemacht wird. Aus dem so präparirten Zeug wird eine solche Form herausgeschnitten, dafs dieselbe, wenn zwischen den Flantschen des Mefskastens und an den vier Seiten des Flügels befestigt, beim Anliegen des Flügels an einer der Seitenwände die Wände der einen Hälfte des Mefskastens bedeckt, wie oben beschrieben worden. Bei der gewählten Form des Mefskastens kann dies Resultat fast ohne Nähnaht erreicht werden. Nur ein ganz schmaler Streifen braucht zusammengenäht zu werden, was für die Haltbarkeit der Membran sehr wesentlich ist.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι . Die Construction des unveränderlichen Mefsraumes bezw. Mefskastens für Gas- und Wassermesser aus angemessenen festen Materialien mit Zuhülfenahme eines Flügels und einer flexiblen Membran, wie beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
  2. 2. Die oben beschriebene rautenförmige Gestalt des Mefskastens, durch eine Fuge in zwei Hälften getheilt, um die Membran dazwischen einzuspannen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT6368D Gas- und Wassermesser Active DE6368C (de)

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