DE634558C - Filtriereinrichtung zur Aufnahme eines pulverfoermigen oder koernigen Adsorptionsmittels - Google Patents

Filtriereinrichtung zur Aufnahme eines pulverfoermigen oder koernigen Adsorptionsmittels

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DE634558C
DE634558C DEB168767D DEB0168767D DE634558C DE 634558 C DE634558 C DE 634558C DE B168767 D DEB168767 D DE B168767D DE B0168767 D DEB0168767 D DE B0168767D DE 634558 C DE634558 C DE 634558C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M175/00Working-up used lubricants to recover useful products ; Cleaning
    • C10M175/0008Working-up used lubricants to recover useful products ; Cleaning with the use of adsorbentia

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Description

Es gibt bekanntlich zwei Möglichkeiten; ein Adsorptionsmittel auf das Öl wirken zu lassen. Die eine besteht in einem innigen Vermischen des Öls mit fein pulverisierter Erde und nachheriger Trennung des Öl-Bleicherde-Gemisches mittels Filterpressen. Das ist die sog. Mischmethode. Die andere beruht auf der Filtration des Öls über eine Filtererdeschicht von bestimmter Höhe.
to Es wird nun vielfach die Mischmethode deshalb vorgezogen, weil bei dieser angeblich das Adsorptionsmittel besser ausgenutzt wird. Auf den ersten Blick erscheint diese Behauptung nicht unberechtigt; denn bei der Mischmethode wird das Material in möglichst feiner Mahlung angewendet, während die Filtrationsmethode ein mehr oder weniger grob gekörntes Material verwendet. Die wirksame Oberfläche des Filtermaterials ist daher bei gleichem Gewicht in ersterem Falle größer. Diese Annahme beruht aber auf einem Irrtum; denn tatsächlich ist die erforderliche Materialmenge in beiden Fällen dieselbe, vorausgesetzt, daß bei der Filtration die der Viscosität des Öls angepaßte Korngröße des Filtermaterials gewählt wird.
Je dünnflüssiger ein Öl ist, desto rascher wird es durch die Filterschicht filtrieren, und nachdem die Wechselwirkung zwischen Adsorptionsmittel und Öl ebenso wie bei der Mischmethode eine gewisse Zeit hindurch anhalten muß, um den gewünschten Effekt zu erzielen, muß die Körnung des Filtermaterials derart gewählt werden, daß das Öl eine bestimmte Mindestzeit braucht, um die Filterschicht zu durchdringen. Wenn diese Bedingung eingehalten wird/ ist die Filtrations-
methode der Mischmethode schon deshalb überlegen, weil bei ihr das Gegenstromprinzip zur Anwendung kommt. Die Wirkung eines Adsorptionsmittels ist eine selektive und folgt der Freunds dien Gleichung.
Wenn also ein Öl über gekörnte Bleicherde filtriert wird, so schreitet die Erschöpfung der Erde allmählich von oben nach unten vor. Das hat den Vorteil, daß stets die am meisten verbrauchten Anteile der Erde mit den noch am wenigsten der Wirkung der Erde ausgesetzten Ölteilen in Wechselwirkung treten, wodurch die Erde allmählich go bis zur völligen Erschöpfung ausgenutzt wird. Ganz besonderen Wert hat das Gegenstromprinzip für die sowohl bei der Herstellung neuer Öle als auch bei der Regeneration gebrauchter Öle fundamental wichtige Neutralisation der niedermolekularen organischen Säuren; denn auch hier werden die stärksten Säuren im oberen Teil des Filters entfernt, während die schwächeren im unteren Teil des Filters immer mit reaktionsfähigeren Schichten der Erde in Wechselwirkung treten. Diese Erkenntnis kann aber nur dann zur vollen Auswirkung kommen, wenn dem zu filternden Gut auch ein genügend langer Filterweg dargeboten wird. Das bedeutet, daß die Höhe der Filterschicht von grundsätzlicher Bedeutung ist.
Bei der Reinigung bzw. Regeneration von Ölen, ζ. Β. gebrauchten Schmierölen, sind die Reinigungs- bzw. Regenerationsstellen im Besitz von Reinigungs- oder Regenerations- anlagen, deren Filter einen gewissen Fassungsraum, z.B. 200 oder 5001, aufweisen, um die normal anfallenden Ölmengen zu be-
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wältigen. Nun kommt es aber in manchen Fällen sowohl im allgemeinen Betrieb als besonders oft z. B. in der Lohnregeneration vor, daß Ölmengen regeneriert oder gereinigt werden sollen, die im Verhältnis zum Fassungsraum des Filters sehr gering sind. Nun ist aber sowohl für das allgemeine Reinigungsverfahren als auch für das Reinigungsverfahren, wie es einen Teil eines Regenerations-Verfahrens z. B. nach den Verfahren der Patentschriften 472 184 und 574346 bildet, aus den vorstehend bereits angeführten Gründen erforderlich, daß das Öl zur gründlichen Reinigung einen genügend langen Weg durch die Filtermasse läuft, um mit dieser Masse in innige Berührung zu kommen und so ein Adsorbieren der verschiedenen Unreinigkeiten im Öl sicherzustellen. Im allgemeinen wird dabei die Filtermasse in ihrem Mengenverhältnis zu dem zu reinigenden Öl mit 10 0/0 angenommen, wenn es sich um ein hochwertiges Filtermaterial wie das bekannte Aluminiummagnesiumhydrosilicat handelt.
Andererseits stellt es eine Verschwendung des wertvollen Adsorptionsmittels dar, wenn geringe Mengen Öl, z.B. 5öl, durch eine Filtermasse filtriert werden, die für die Filtration größerer Mengen Öl, z. B. von 5001, bestimmt ist.
Etwas Ähnliches gilt auch für die Behandlung von mineralischen, vegetabilischen und animalischen Ölen oder Fetten, mit einer Bleicherde, um solche Öle oder Fette in der Farbe heller zu machen und Flocken oder sonstige Uneinigkeiten aus ihnen zu entfernen, z. B. bei der Leinölbehandlung, beim Aufhellen von Sulfuröl, Kienöl und Terpentinöl usw. Auch bei der Behandlung dieser Öle kann es in den Raffinerien, die mit Apparaten für die Behandlung großer Ölmengen ausgerüstet sind, eintreten, daß plötzlich geringere Mengen von SpezialÖlen behandelt werden sollen.
Erfindungsgemäß sind für die Filtration kleiner Öhnengen in großen Filterbehältern unter Verwendung nur geringer Mengen des Adsorptionsmittels in dem Filter zur Erzielung eines langen Filterweges atiswechselbare Einsätze^ vorgesehen.
50 Die Erfindung ist in der anliegenden Zeichnung beispielsweise und schematisch veranschaulicht. Es stellt dar:
Fig. ι einen Filterbehälter, teilweise im Längsschnitt und teilweise in Ansicht,.
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht eines Einzelteiles in etwas anderer Ausführung.
In der Zeichnung stellt 1 einen Filterbehälter, 2 einen Heizmantel mit Dampfleitungen 3 und 4, 5 einen lösbaren Boden, 6 einen lösbaren Deckel und 7 ein Zuflußrohr für das zu reinigende Öl dar. 8 ist eine durchlochte Bodenplatte, die mit einem Filtertuch 9 bedeckt ist. Bei 10 sind Träger angedeutet, auf denen das Fütergefäß so hoch über dem Boden seines Raumes gelagert ist, daß durch einen Hahn 11 das gereinigte Öl in ein daruntergestelltes Faß o. dgl. ablaufen kann.
Erfindungsgemäß ist ein Einsatz 12 vorgesehen, der mittels eines Fußes oder mittels Füße auf der mit dem Filtertuch 9 bedeckten gelochten Bodenplatte 8 aufsteht oder sonst irgendwie in dem Fütergefäß gehalten wird. Der Fuß des Einsatzes ist, wenn er als breiter Ringflansch ausgebildet ist, entweder zum Durchtritt des Öls gelocht, oder es sind verhältnismäßig schmale Füße 13 vorgesehen, die selbst gegebenenfalls wieder gelocht sein können. Bei α ist die Masse des Adsorptionsmittels gezeigt. Durch den Einsatz 12 verbleibt vom Gefäß 1 nur ein schmaler Ringraum, der erfüllt ist mit dem Adsorptionsmittel a. -Trotz der geringen Menge an Adsorptionsmitteln wird das Öl auf einem langen Filterweg J. filtriert. Für manche Fälleist es dabei nicht erforderlich, daß der Einsatz die ganze Höhe des Filterbehälters einnimmt. Es genügt vielmehr eine Höhe, die im we- g0 sentlichen gleich der Filters chicht, z.B. 14, ist.
Der Einsatz 12' zeigt, wie durch Wahl eines größeren Durchmessers der Ringraum für das Adsorptionsmittel und damit seine Menge beliebig verkleinert wird, so daß diese Menge genau der Menge des zu reinigenden Öls angepaßt werden kann.
Bei 15 ist ein Auge an dem Einsatz angedeutet, das die rasche Herausnahme des Einsatzes erleichtert.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Filtriereinrichtung zur Aufnahme eines pulverförrnigen oder körnigen Adsorptionsmittels, z. B. Aluminiummagnesiumhydrosilicat, für die Behandlung oder Regenerierung von gebrauchten Schmierölen oder Behandlung von Rohölen oder Fetten, insbesondere SpezialÖlen, bestehend aus einem Filterbehälter mit auswechselbaren Verdrängungskörpern im Rohstoffraum.
  2. 2. Filtriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsätze zweckmäßig durchlochte Füße oder Füße ng geringer Breite aufweisen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB168767D 1935-02-23 1935-02-23 Filtriereinrichtung zur Aufnahme eines pulverfoermigen oder koernigen Adsorptionsmittels Expired DE634558C (de)

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