DE632C - Verfahren, Hölzer zu färben und mit dem Geruch anderer Hölzer oder Stoffe zu versehen - Google Patents
Verfahren, Hölzer zu färben und mit dem Geruch anderer Hölzer oder Stoffe zu versehenInfo
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Landscapes
- Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
Description
1877.
Klasse 88.
GUST. AD. ONKEN in HAMBURG. Verfahren, Hölzer zu färben und mit dem Geruch anderer Hölzer oder Stoffe zu versehen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1877 ab.
Die nach diesem Verfahren zu behandelnden Holzblöcke, Bretter oder Gegenstände aus Holz,
werden in einen Kessel verpackt, welcher einem Druck von etwa sechs Atmosphären widersteht
und vollkommen dicht verschlossen werden kann. Durch ein Verbindungsrohr steht dieser Kessel
mit einem zweiten Kessel in Verbindung, in welchem Alkohol sich befindet, welcher mittelst
eingelassenen Dampf von circa vier Atmosphären Spannung verflüchtigt wird und durch das Verbindungsrohr
in den ersten Kessel und in die Poren der darin befindlichen Hölzer gedrückt wird. Diese Dämpfe lasse ich circa eine
Stunde auf das Holz einwirken, dann wird der Dampfzulafs abgesperrt und Wasser in den
zweiten Kessel geleitet. Durch einen künstlich erzeugten Druck wird nun dieses Wasser in den
ersten Kessel gedrückt und condensirt dort die Wasser- und Alkoholdämpfe. Der Alkohol wird
dann bei dem darauf erfolgenden Ablassen der Flüssigkeit aus dem Kessel wiedergewonnen.
Die zürn Kessel 1 führenden Dampf- und Wasserröhren
werden nun verschlossen und mittelst einer Luftpumpe wird die Luft möglichst stark in
Kessel und Holz verdünnt. Nachdem das Holz derart vorbereitet ist, wird die dem Holz zu
gebende Farbe in flüssigem Zustande, mit ätherischen Oelen aus anderen Hökern oder aus
Stoffen, deren Geruch imitirt werden soll, gemischt, in den Kessel geleitet und das Holz
vollständig damit umgeben. Die Farbe dringt lebhaft in die Poren des Holzes ein und wird
nach einiger Zeit noch durch einen künstlich erzeugten Druck von mehreren Atmosphären
möglichst in das Holz hineingedrückt. Unter diesem Druck bleibt das Holz etwa zehn bis
zwölf Stunden stehen. Nachdem darauf die Farbe abgelassen ist, wird das Holz noch durch
Aussaugen der Luft aus dem Kessel trocken gepumpt.
Durch dieses Verfahren stelle ich z. B. imitirtes Cedernholz her, welches sowohl das Aussehen
als auch den Geruch von wirklichem Cedernholz hat, für Cigarrenkisten vollkommen brauchbar
ist und wesentlich billiger geliefert werden kann als natürliches Cedernholz.
Auch Schmuckgegenstände und Schnitzereien aus Holz sind durch dieses Verfahren beliebig
zu färben und mit Wohlgerüchen oder mit dem Geruch anderer Holzarten zu versehen.
Claims (2)
1. Das Auswaschen des Holzes durch Wasseründ
Alkoholdämpfe in der vorher beschriebenen Weise, und
2. das Behandeln des so vorbereiteten Holzes mittelst flüssiger Farbe, welche vorher mit
ätherischen Oelen gemischt ist, um das Holz in Blöcken, Brettern oder als fertige Waare
zu färben und mit einem Geruch von beabsichtigter Art zu versehen, in der Weise,
wie vorstehend beschrieben ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE632T | 1877-09-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE632C true DE632C (de) |
Family
ID=70975618
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000632DA Expired - Lifetime DE632C (de) | 1877-09-26 | 1877-09-26 | Verfahren, Hölzer zu färben und mit dem Geruch anderer Hölzer oder Stoffe zu versehen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE632C (de) |
-
1877
- 1877-09-26 DE DE000000000632DA patent/DE632C/de not_active Expired - Lifetime
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