-
Vielfachzählwerk für Mehrfachtarifzähler Die Erfindung bezieht sich
auf ein Vielfachzählwerk, das zum Zusammenbau mit Meßapparaten, beispielsweise Zählern
für Elektrizität, Gas, Wasser, Dampf o. dgl. bestimmt ist. Derartige Zählwerke können
z. B. in Anlagen Anwendung finden, in denen bei Verwendung nur eines Meßgerätes
(Zählers) eine getrennte Zählung zu verschiedenen Zeiten mit Rücksicht. auf einen
Mehrfachtarif erforderlich ist.
-
Vielfachzählwerke der erwähnten Art sind an sich bereits bekannt.
Jedoch weisen diese bekannten Vielfachzählwerke noch erhebliche Mängel und Nachteile
auf. Beispielsweise ist ein Dreifachzählwerk bekanntgeworden, bei dem das Ankuppeln
der einzelnen Zählwerke an die Meßvorrichtung durch eine um zwei Punkte schwenkbare
Antriebswelle erzielt wird. Diese Anordnung weist den Nachteil auf, daß es stets
nur möglich ist, eines der Zählwerke mit der Meßeinrichtung zu kuppeln. überdies
ist die bekannte Anordnung schon bei Anwendung von drei Zählwerken verhältnismäßig
kompliziert, eine weitere Erhöhung der Anzahl der von dem Meßgerät abhängigen Zählwerke
ist so gut wie ausgeschlossen.
-
Das Vielfachzählwerk für Mehrfachtarifzähler nach der Erfindung ist
für erheblich schwierigere Betriebsbedingungen geeignet als die bisher bekannten
Vielfachzählwerke für Zähler.
-
Gemäß der Erfindung werden Vielfachzählwerke für Mehrfachtarifzähler
derart ausgebildet, daß die Zählwerke unabhängig voneinander gleichzeitig oder wechselweise
mit der Triebachse kuppelbar sind, und daß die Triebachse von einem besonderen Antriebsmptor
angetrieben wird und ihr Lauf in Abhängigkeit von der Meßgröße durch eine besondere
Regelvorrichtung überwacht wird.
-
Bei Zählern zur Überwachung der Fertigung von Maschinen ist es an
sich bekannt, Zählwerke unabhängig voneinander gleichzeitig oder wechselweise mit
einer Triebachse zu kuppeln, die von einem besonderen Motor angetrieben wird.
-
Die Regelvorrichtung wird gemäß der weiteren. Ausgestaltung der Erfindung
durch zwei gegenüber einer mit deY Triebachse verbundenen Scheibe um i8o° versetzte,
abwechselnd erregte Sperrmagnete gebildet, die in Abhängigkeit von der Meßgröße
periodisch erregt werden.
-
Die Ausbildung von Vielfachzählwerken gemäß der Erfindung weist vor
allem den Vorteil auf, daß eine größere Anzahl von Zählwerken, die gleichzeitig
oder abwechselnd eingeschaltet sind, vorgesehen werden können, ohne daß dadurch
eine erhebliche mechanische Belastung des Meßgerätes entsteht, die die Meßgenauigkeit
beeinträchtigt.
-
Iin folgenden .soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispieles
erläutert werden.
-
23 ist ein Teil des in der Zeichnung nicht enthaltenen Zählwerksantriebes
eines
elektrischen Zählers, 22 die Zählerwelle. Durch die Zählerwelle
22 werden die Getrieberäder 2 i und 25 angetrieben. Das trieberad 25 ist auf einer
weiterenrell.': befestigt, die einen Dreharm 27 trägt:- I -r-: Dreharm ist mit zwei
Anschlagstiften.'.--_ und 18 versehen, welche entsprechend der Drehung des Rades
25 und der Zählerwelle 22 zwei Kontakthebel i9 und 2o abwechselnd betätigen. Durch
entsprechende Wahl der Übersetzungen der Zahnräder kann erzielt werden, daß jeder
von dem Zählwerk 28 des Zählers angezeigten Meßeinheit eine entsprechende Anzahl
von Betätigungen der Kontakthebel i9 und 2o entspricht. Durch die wechselweise Betätigung
der Kontakthebel i 9 und 20 werden über die Kontakte 15 und 16 Stromkreise geschlossen,
durch die abwechselnd Sperrmagnete 3, q. für die üb.erwachung der Drehzahl der Scheibe
2 des Ferrarismotors i und der damit gekuppelten Triebachse 32 .entsprechend der
Drehzahl der Zählerwelle 2 erregt werden. Die Anker 3o, 3 i der Sperrmagneten sind
so- gegenüber der Ferrarisscheibe 2 angeordnet, daß ein Anschlag 5 an der Scheibe
an die Anker 30, 31
anschlägt, wenn die Magneten unerregt sind. Die Erregerwicklungen
der Sperrmagnete 3, 4. sind zweckmäßigerweise mit der Erregerwicklung des Ferrarismotors
i in Reihe geschaltet., Der Ferrarismotor kann infolge der Wirkung der Sperrmagneten
nur so viel Umdrehungen. ausführen, wie durch die von dem Zählertriebwerk gesteuerten
Kontakte 15, 16
freigegeben werden. Die Drehzahl der Triebachse 32
ist infolgedessen direkt der Drehzahl der Zählerwelle 22 proportional.
-
Durch geeignete Wahl der Übersetzungen der Getriebe kann leicht erzielt
werden, daß die gleiche Anzahl Maßeinheiten, die von, dem dem Zähler unmittelbar
zugeordneten Meßzählwerk 28 angezeigt werden, auch von den von der Triebwelle 32
des Ferrarismotors i angetriebenen Zählwerken I, . II oder III angezeigt werden,
wenn diese mit der Welle 32 gekuppelt werden.
-
Zur Kupplung .der verschiedenen Zählwerke. I, II, III mit der Triebachs.:
32 dienen Schnecken 9, zo, i i, welche in zugehörige Schneckenräder, z. B. 33, eingreifen.
Diese Schneckenräder sind auf besonderen Wellen lose drehbar, aber nicht verschiebbar
gelagert. Die Spulen 6, 7, 8 gehören zu den Kupplungen, mittels denen die Schneckenräder
mit den Zählwerken I, Il, III gekuppelt werden können. Der eigentliche Kupplungsvorgang
wird durch von den Spulen konzentrisch umschlossene Kupplungsteile 37, q.o bewirkt,
die je nachdem, welche der Spulen 6, 7 oder 8 erregt wird, eine periodische Verbindung
zwischen den Schneckenrädern einerseits und den Zählwerken I, II oder III anderseits
herstellen.
-
Im folgenden soll die Ausbildung der nicht "@,zur Erfindung gehörenden
Kupplungen, der zugehörigen Getriebe und des Kupplungsvor-@'ganges näher erläutert
werden.
-
Grundsätzlich sind die Kupplungen, die die Getriebewelle 32 mit den
Zählwerken I, II, III verbinden, gleich ausgebildet. In jedem der Spulenkörper 6,
7, 8 sind, wie aus dem Schnitt der Spule 6 ersichtlich ist, zwei zylindrische Magnetkernhälften
37 und 40 auf der horizontalen Welle 36 zentrisch gelagert. Beide Kernhälften sind
konisch ineinander gepaßt, wobei die Konusflächen 38 und 39 fein gezahnt sind. Die
eine Kernhälfte 37 ist durch die Doppelgestängeverbindung 35 mit dem Schneckenrad
I I so gekuppelt, daß sie jede Drehbewegung des letzteren mitmachen muß, in der
Achsrichtung sich aber bewegen kann. Die zweite Kernhälfte 40 ist zentrisch auf
der Welle 36 fest angeordnet und ragt bis etwa zur magnetischen, neutralen Zone
in den Spulenkörper hinein. Erfolgt nun eine Erregung der Spule 6, so wird die Kernhälfte
37 in die Spule und in den gezahnten Konus der Kernhälfte q.o hineingezogen. Dadurch
ist eine Verkupplung zwischen dem Schneckenrad 33 und dem Zählwerktizebrad i¢ über
das Doppelgestänge 35, die Kernhälfte 37, den Kupplungstei1 q.0 solide die Welle
36 gegeben.
-
Wird die Welle 32 in Drehung versetzt, so wird, solange die Spule
6 erregt wird, die Drehbewegung auf das Zählwerk I übertragen.
-
Wird der Erregerstrom der Spule 6 ausgeschaltet, so wird die Kupplung
sofort gelöst, weil die gespannte Druckfeder 3.4 die punktiert gezeichnete Scheibe
4.i abdrückt und damit der Kupplungsteil 37, der mit der Scheibe 41 durch
das Gestänge 3 5 fest verbunden ist, aus dem Kupplungsteil q.o entfernt wird.
-
Die Ein- und Ausschaltung der Kupplungen kann, wie bereits angedeutet,
durch Schaltuhren oder von Hand erfolgen. Die Einschaltung ist dabei in jeder beliebigen
Weise möglich, insbesondere ist eine wechselweise Einschaltung möglich. Gleichzeitig
kann aber auch ein Zählwerk dauernd oder während der Einschaltdauer von mehreren
abwechselnd eingeschalteten Zählwerken eingeschaltet sein. Die Einrichtung kann
insbesondere für Fernmessung verwendet werden.
-
An Stelle eines Ferrarismötors kann irgend-, ein anderer Motor treten,
unter Umständen auch .ein mechanisches Uhrwerk, dessen Gang auf elektrischem Wege,
z. B. durch Sperrmagneten durch die mit dem Zähler vereinigte Kontaktvorrichtung
gesteuert wird.
-
Auch die Kontaktvorrichtung, die von dem
Zähler angetrieben
wird, kann eine beliebige andere Ausführung erhalten.
-
An Stelle des Dreharmes 27, der die Kontakthebel i9, 2o betätigt,
könnte zur Erzielung von Momentankontakten eine Scheibe mit exzentrisch gelagerten
Fallgewichten verwendet werden, in welche die Stifte 17 und 18 in ähnlicher Weise
wie in den Dreharm eingesetzt sind.