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Elektrische Regelvorrichtung für tilfeuerungsanlagen Die Erfindung
erstreckt sich auf eine elektrische Regelvorrichtung für Ölfeuerungsanlagen mit
parallel geschalteten Stromkreisen für den Antriebsmotor der Fördereinrichtungen
und für die Zündvorrichtung, deren Schalter über einen Transformator und über ein
in dessen Sekundärkreis liegendes thermisches Verzögerungsglied derart gesteuert
werden, daß die Zündvorrichtung vor dem Ingangsetzen der Fördereinrichtungen während
einer vorbestimmten Zeit mit Strom versorgt wird.
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Von den bekannten Einrichtungen dieser Art, bei denen sowohl die Primärspule
als auch die Sekundärspule des Transformators feststehend angeordnet sind, unterscheidet
sich die neue Regelvorrichtung dadurch, daß der Transformator eine bei seiner Erregung
frei schwebende und sekundärseitig einen gleichbleibenden Strom induzierende Primärspule
besitzt, deren Bewegungen gemeinsam mit den Bewegungen des thermischen Verzögerungsgliedes
über ein - mechanisches Schaltwerk den im Ruhezustand der Feuerungsanlage geschlossenen
Hauptschalter des Zündstromkreises und den im Ruhezustand der Anlage offenen Hauptschalter
des Motorstromkreises derart beeinflussen, daß der Motorschalter bei auftretendem
Wärmebedarf kurze Zeit nach Ingangsetzung der Zündvorrichtung in seine Schließlage
überführt und in dieser gehalten wird, während umgekehrt der Zündschalter kurze
Zeit nach Inbetriebnahme der Fördereinrichtungen in seine Offenlage umgelegt wird.
Dabei wird die Regelvorrichtung zweckmäßig so durchgebildet, daß die Primärspule
in stromlosem Zustand unter dem Einfluß ihres Eigengewichtes in die Ruhelage zurückkehrt
und die Schalter bei fehlendem Wärmebedarf derart beeinflußt, daß die Anlage wieder
stillgesetzt wird. Das gleiche Ergebnis wird durch zusätzliche Einrichtungen am
mechanischen Schaltwerk erreicht, wenn die Brennerflamme erlischt oder nicht zustande
kommt. In diesem Fall ist die Anordnung außerdem so getroffen, daß keine selbsttätige
Wiedereinschaltung erfolgt, vielmehr die Teile erst von Hand wieder in ihre Ursprungslage
zurückgeführt werden müssen Für den Fall, daß die Stromzufuhr fehlt oder durch den
Raumthermostaten bei Überschreitung der geforderten Raumtemperatur abgeschaltet
wird, wird dagegen die Anlage wieder selbsttätig eingeschaltet, sobald die Stromzufuhr
wieder einsetzt. Die Einrichtung ist hierbei jedoch so ausgebildet, daß bei kurzfristiger
Unterbrechung der Stromzufuhr die Inbetriebsetzung der Anlage so lange verzögert
wird, daß die unverbrannten Gase zuvor aus der Verbrennungskammer entweichen können.
Es wird dadurch ein sehr hoher Sicherheitsgrad bei gleichzeitiger einfacher Bedienungsweise
der Anlage erreicht, die sie besonders zur Anwendung für die Beheizung von Wohnräumen,
wo kein geschultes Personal zur Verfügung steht, geeignet macht.
Durch
die Verwendung eines für gleichbleibenden sekundären Stromdurchgang eingerichteten
Transformators wird im übrigen erreicht, daß dieser Transformator stets den,
| gleichen Strom abgibt, sofern seine Primär |
| Spannung nur einen gewissen Mindestwert er.@ |
reicht hat, unabhängig davon, ob dieser ober:` halb dieses Mindestwertes erheblich
schwankt. Das mit der Sekundärseite des Transformators in Reihe geschaltete thermische
Verzögerungsglied kann infolgedessen als Bimetallstreifen und die im gleichen Stromkreis
liegende Zündvorrichtung als Widerstandsglühdraht ausgebildet sein.
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Um die Zündvorrichtung verschiedenen Brennertypen anzupassen, sind
außerdem noch besondere Mittel vorgesehen, welche die Zündzeit einzustellen gestatten.
Dies ist ebenfalls dadurch möglich geworden, daß im Zündkreis ein gleichbleibender
Strom vorbestimmter Stärke fließt.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt,
und zwar zeigen Fig. i eine Vorderansicht der die neue Regelvorrichtung tragenden
Schalttafel ohne Abdeckung und Stirnplatte sowie -die von vorn sichtbaren Teile
dieser Vorrichtung in ihrer Lage bei kaltem Zustand des Brenners, Fig. 2 eine Seitenansicht
der in Fig. i von links gesehenen Regelvorrichtung sowie der Schalttafel mit der
Abdeckung im Schnitt und mit strichpunktierter Darstellung des Bimetallstreifens,
Fig. 3 eine der Fig. i entsprechende Vorderansicht der ganzen Vorrichtung mit eingezeichnetem
Schaltplan bei üblichem Gang der Anlage, Fig.4 eine teilweise Vorderansicht der
Regelvorrichtung ohne Motor- und Zündschalter bei Fehlzündung, Fig.5 und 6 je eine
Vorder- und eine Seitenansicht der Mittel zur Einstellung der Zünddauer, Fig. 7,
8 und 9 mehrere der Fig. 4 entsprechende Darstellungen der Regelvorrichtung bei
einem Aussetzen des Stromes zu verschiedenen Zeitpunkten, .
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Fig. io eine Einzeldarstellung des Bimetallstreifens und Fig. i i
einen schematischen Schaltplan der Vorrichtung.
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Wie- aus Fig. i und 2 ersichtlich, werden die einzelnen Teile der
neuen Regelvorrichtung von einem Wandbrett i getragen. Zu diesen Teilen gehört ein
im Zündstromkreis liegender Transformator für gleichbleibenden Sekundärstrom, dessen
rechteckiger Kein 2 auf der Rückseite des Wandbrettes i liegt; längs der Innenkanten
des Kernes 2 ist das Wandbrett ausgeschnitten und auf seiner Rückwand mit einer
Abdeckung 3 versehen. Die Teile auf der Vorderseite des Wand-
| sind durch eine weitere mit dem |
| ;äridbrett - verbundene Abdeckung 4 ge- |
| ieChützt. |
=` ' Die Sekundärspule 5 des Transformators ist feststehend angeordnet und ruht
auf dem unteren Teil des rechteckigen Kernes 2 auf; die Primärspule 6, die oberhalb
der Sekundärspule liegt, ist dagegen derart gelagert, daß sie sich bei ihrer Erregung
von der Sekundärspule abhebt. Die Enden der Sekundärspule 5 sind mit zwei Klemmschrauben
7 bzw. 8 verbunden, die auf der gleichen Seite der Spule, jedoch auf verschiedenen
Seiten des Wandbrettes i angeordnex sind und in nachstehend noch zu beschreibender
Weise Verbindung mit dem Zündstromkreis haben.
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In dem Ausschnitt des Wandbrettes i -und innerhalb des rechteckigen
Kernes 2 ist ein Joch 9 angeordnet, das eine auf und ab- steigende Bewegung ausführen
kann. Dieses Joch hat die Gestalt eines schräg abgeschnittenen Zylinders, dessen
Umriß dem der Primärspule 6 entspricht, und ist mit einer Mehrzahl von nach unten
-ragenden Beinen io mit einwärts gebogenen Füßen i i versehen, die zwischen die
Spulen 5 und 6 ragen.
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Das Triebwerk für die elektrische Regelvorrichtung ist an einer Grundplatte
12 befestigt, die von dem Wandbrett i getragen wird und von diesem ausreichend weit
entfernt ist, um eine freie Bewegung der Primärspule 6 und des, Joches 9 zu ermöglichen.
Wie aus der Fig. 2 hervorgeht, ist vor der Grundplatte noch eine Stirnplatte 13
(Fig. 5 und 6) angeordnet. Da diese einige der beweglichen Teile verdeckt, ist sie
aus den anderen Figuren fortgelassen worden. Auf der Grundplatte 12 sind in nachstehend
noch näher zu beschreibender Weise ein Zündschalter 14 und ein Motorschalter 15
drehbar gelagert. Diese Schalter sind in Fig. i und 2 mit ausgezogenen Linien, in
Fig. 3 und 5 dagegen mit strichpunktierten Linien wiedergegeben, während sie aus
den übrigen Figuren fortgelassen sind, um die Darstellung nicht unübersichtlich
zu machen. Für die Schalter 14 und 15 sind Quecksilberkippschalter herkömmlicher
Bauart verwendet.
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Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist eine Mehrzahl von Anschlußklemmen
in einer Reihe auf einer Klemmplatte 16 angeordnet, welche im Abstand vom Wandbrett
i unterhalb der ortsfesten Sekundärspule 5 liegt. Der Stromlauf der Regelvorrichtung
ergibt sich aus dem Schema der Fig. I I.
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Der vom Netz kommende Leiter 17 führt zur Anschlußklemme 18, welche
durch den
Leiter i g mit dem Motorschalter 15 und durch den Leiter
2o mit der Anschlußklemme 21 verbunden ist. Ein Leiter. 22 geht von dieser Anschlußklemme
21 zu einem Raumthermostaten R und weiter über einen Kesselschalter C zur Anschlußklemme
23. Von der Anschlußklemme 23 führt ein Leiter 2.4 zum Zündschalter 14 und ein Leiter
25 zur Anschlußklemme 26; diese Anschlußklemme 26 steht über einen Leiter 27 und
einen auf die Wärme der Brennerflamme ansprechenden Schalter S mit einer Anschlußklemme
28 in Verbindung. An diese Anschlußklemme 28 ist Tiber einen Leiter 29 ein Elektromagnet
E angeschlossen, der seinerseits mit einer Anschlußklemme 30 verbunden ist.
Die Anschlußklemine 30 liegt über eine Rückleitung 31 am \ etz.
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Wenn der Motorschalter 15 geschlossen ist, so fließt über einen von
ihm abgehenden Leiter 32 Strom zu einer Anschlußklemme 33 und von dieser über einen
Leiter 3.1. und den Motor 117 für die Brennstofförderung zu einer Anschlußklemme
35, welche durch einen Leiter 36 mit der an die Rückleitung 31 angeschlossenen Klemme
30 verbunden ist. Gewünschtenfalls kann, wie dargestellt, an der Anschlußklemme
33 noch ein Abzweig 37 zur Speisung eines Steuermagneten 0 eines Brennstoffventils
vorhanden sein, welcher zur Anschlußklemme 35 und von dieser über den Leiter 36
und die Anschlußklemme 30 zur Rückleitung 31 geführt ist.
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`'renn der Zündschalter 14. geschlossen ist, so fließt über eine biegsame
Leitung 38 Strom zu einer Klemme 39, hierauf durch die Windungen der Primärspule
6 des Transformators zu einer Klemme 4.o, von dieser durch eine weitere biegsame
Leitung 4.1 zur Anschlußklemme 35 und von dieser über die Leitung 36 und die Anschlußklemme
30 zur Rückleitung 31.
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Der Raumthermostat R, der Kesselschalter C, der wärmeempfindliche
Schalter S, das Brennstoffventil und der Fördermotor NI sind sämtlich von handelsüblicher
Bauart.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich, erfaßt die eine Klemmschraube 8 der Sekundärspule
5 - des Transformators das eine Ende eines Thermoschalters T, der die Form eines
gegabelten Bimetallstreifens besitzt und nachstehend noch eingehend beschrieben
wird. Das andere Ende des Streifens T wird von einem von der Klemme 8 isolierten
weiteren Anschlußglied in Form einer Klemmschraube .1.2 erfaßt. Der Zündstromkreis
wird durch einen Leiter 43 vervollständigt (Fig. 3), der von der Klemme 7 über die
Zündeinrichtung W zur Klemme 42 und von dieser über die beiden Schenkel des Thermostreifens
T zur Klemme 8 führt. Die Klemmen 7 und 42 sind nur in Fig.2 sichtbar, da sie beide
hinter der Klemme 8 liegen. Im Ausführungsbeispiel ist eine Zündeinrichtung W dargestellt,
die aus einem Widerstandsglühdraht besteht.
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Der Zündschalter 14 ist in Klammern gehalten, welche von einer rechtwinklig
abgebogenen Ausladung .44 einer Tragplatte 4.5 nach unten ragen; die Tragplatte
4.5 ist mittels eines Drehzapfens .46 an der Grundplatte 12 schwenkbar befestigt.
Der Motorschalter 15 ist auf ähnliche Weise in Klammern gehalten, welche von einer
rechtwinklig abgebogenen Ausladung .47 an dem oberen Ende einer Tragplatte 48 nach
unten ragen; die Tragplatte .48 wird von einem an der Grundplatte 12 befestigten
Drehzapfen .4g getragen. Beide Schalter r¢ und 15 sind so angeordnet, daß, wenn
die Anlage außer Betrieb und der Brenner kalt ist, der Zündschalter 14 geschlossen
und der Motorschalter 15 offen ist (Fig. i). Wenn dagegen der Raumthermostät R bei
auftretendem Wärmebedarf in seine Einschaltstellung überführt wird und demzufolge
der Brenner in Gang gesetzt werden soll, so. werden die Schalter 14 und 15 in ihre
in Fig. 3 wiedergebende Betriebsstellung überführt, in dem zunächst der Motorschalter
15 geschlossen und alsdann der Zündschalter iq. geöffnet wird.
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Bei der Verwendung von Zündvorrichtungen mit Widerstandsglühdraht
muß der Zündschalter eine Zeitlang geschlossen sein, ehe der Motor für die Brennstofförderung
läuft, um den Draht vor der Zufuhr von Brennstoff zum Glühen zu bringen. Bei allen
Zündsystemen ist es ferner üblich, die Zündvorrichtung noch eine Zeitlang in Betrieb
zu halten, nachdem der Motor bereits Brennstoff zur Herbeiführung der Zündung geliefert
hat. Beim Schaltgerät nach der Erfindung ist der Zündschalter geschlossen, wenn
der Brenner kalt ist, so daß bei einer Kontaktgabe im Raumthermostaten die Zündvorrichtung
sofort von Strom durchflossen wird; hierauf wird der Motorschalter zur Förderung
von Brennstoff eingelegt; eine vorbestimmte Zeit danach wird bei üblichem Verlauf
der Einschaltung der Zündschalter geöffnet.
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Zur Durchführung dieser einzelnen Arbeitsvorgänge sind folgende Anordnungen
getroffen Wie aus den Schaltplänen der Fig. 3 und I I
ersichtlich, kann der
Netzstrom von der Klemme 18 nicht durch den Leiter 1g fließen, solange der Brenner
kalt ist, da der Motorschalter 15 offen steht. Infolgedessen fließt der Strom bei
Kontaktgabe im Raumthermostaten R durch den Leiter 2o, Klemme 21, Leiter 22, den
Raumthermostaten R, den Kesselschalter C, Klemme 23, Leiter 2q, den Zündschalter
i4, Leiter 38, Klemme 39, Primärspule
6, Klemme 4o, Leiter 41,
Klemme 35, Leiter 36, Klemme 30 und schließlich durch die Leitung 31 zurück
zum Netz. Die Speisung der Primärspule 6 induziert in der Sekundärspule 5 einen
Strom, welcher von cler Klemme 7 über den Leiter 43 durch die Zündvorrichtung W
zur Klemme 42 und von dieser durch die Schen*el des Bimetallstreifens T zur Klemme
8 der Sekundär; spule 5 zurückfließt.
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Das Fließen des Stromes im Zündstromkreis bewirkt drei Vorgänge: Durch
die Erregung der Primärspule 6 wird diese selbst zum Schweben oberhalb der Sekundärspule
5 gebracht; der Abstand, den sie dabei von der Sekundärspule erhält, hängt von der
Stärke des dem Netz entnommenen Stromes ab, ist jedoch stets ausreichend, um die
Füße ii des Joches, 9 freizugeben und dergestalt dem Joch eine Aufwärtsbewegung
zu ermöglichen. Der zweite Vorgang besteht in der Erwärmung des Widerstandsdrahtes
der Zündvorrichtung W, durch die dieser Draht zum Glühen gebracht wird, und zwar
so lange, wie Strom fließt. Der dritte Vorgang schließlich ist die Erwärmung -des
Bimetallstreifens T, die dadurch entsteht, daß seine Schenkel von Strom durchflossen
werden.
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Der Bimetallstreifen T ist an seinem gegabelten unteren Ende breiter
als an seinem oberen Ende und läuft an diesem, wie aus Fig. 2 und io ersichtlich,
spitz zu. Er ist so ausgebildet und angeordnet, daß beim Stromdurchgang durch das
gegabelte Ende, das durch die Klemmen 8 und 42 unbeweglich gehalten wird, das obere
freie Ende infolge seiner Erwärmung sich in Richtung auf die Mitte des Wandbretts
i durchbiegt. Diese Bewegung wird durch die nachstehend beschriebenen Mittel dazu
ausgenutzt, den Zündschalter 14 in die Offenlage und den Motorschalter 15 in die
Schließstellung zu überführen.
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Die Tragplatte 45 für den Zündschalter 14 läuft am rechten Ende in
einen schneidenförmigen ,Ansatz aus, über dessen beide schräge Kanten eine am freien
Ende eines Steuerhebels 50 sitzende Rolle läuft. Die Rolle wird mit einer
der beiden schrägen Kanten durch eine 'auf der Grundplatte 12 verankerte Feder 51
in Fühlung gehalten. Das andere Ende des Steuerhebels. 5o ist an einem Gelenkstück
52 drehbar gelagert, das plattenförmig ausgebildet und seinerseits mittels eines
Zapfens 53 an der Grundplatte 12, schwenkbar befestigt ist. Eine Bewegung des Gelenkstückes
52 um seinen Drehpunkt 53 erteilt dem Steuerhebel 5o ebenfalls eine Bewegung; wenn
dabei die an diesem Hebel befestigte Rolle über den Scheitel der an der Platte 45
vorgesehenen Schneide gelangt, schnappt diese Platte in ihre obere oder untere Lage
ein und führt dabei gleichzeitig den Zündschalter 14 in seine Schließ- bzw. Offenstellung.
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Das freie Ende des Bimetallstreifens T ist an einen nachstellbaren
Lenker 54 drehbar angeschlossen, der an seinem anderen Ende mit einem Schlitz 55
zur Aufnahme eines auf dem Gelenkstück 52 angebrachten Zapfens 56 versehen ist;
der Zapfen 56 wird bei einer Bewegung des Lenkers 54 von den Enden des Schlitzes.
55 erfaßt. Eine Schraubenfeder 57 ist mit ihrem einen Ende am Zapfen 56 und mit
ihrem anderen Ende am Lenker 54 verankert, so daß sie normalerweise das in der Fig.
i linke Ende des Schlitzes 55 in Berührung mit dem Zapfen 56 bringt.
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Bei der in Fig. i wiedergegebenen Ruhestellung steht die Rolle mit
der oberen schrägen Kante der Tragplatte 45 durch die Spannung der Feder 51 in:
Fühlung. Diese Feder bewirkt ferner noch, daß das Gelenkstück 52 eine Drehbewegung
ausführt, die seinen Zapfen 56 gegen das linke Ende des Schlitzes 55 zur Anlage
bringt. Der Bimetallstreifen T befindet sich dabei in senkrechter Lage. Wird nun
der Zündstrom eingeschaltet, so wird durch die Erwärmung das obere Ende des Bimetallstreifens
T, wie bereits erwähnt, nach der Mitte des Wandbretts i abgebogen und erteilt dem
Gelenkstück 5a über den Lenker 54 eine Drehbewegung im_ Sinne des Uhrzeigers, die
ihrerseits eine bwärtsbewegung des Steuerhebels 5o zur Folge `hat. Hierbei läuft
dessen Rolle über die obere Schräge der Platte 45 nach unten; im gleichen Augenblick,
in dem die Rolle über den Scheitel der beiden Schrägen gelangt ist und mit der -unteren
Schräge in Fühlung kommt, schnappt die Tragplatte 45 um ihren Drehpunkt 46 aus der
Lage nach Fig. i in die nach Fig. 3 um und öffnet dabei den Zündschalter 14.
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Vor diesem Öffnen des Zündschalters. i4 ist nun der in der Ruhestellung
offene Motorschalter 15 bereits eine vorbestimmte Zeit geschlossen worden, und zwar
durch folgende Mittel Wie bereits erwähnt, ist der Motorschalter auf der Oberseite
einer Tragplatte 48 befestigt, die um den Zapfen 49 drehbar gelagert ist. Unterhalb
des Zapfens 49 läuft diese Tragplatte in einen Vorsprung 61 aus, der in Fig. i deutlich
zu sehen ist, während der Teil rechts vom Drehzapfen 49 aus nachstehend noch ersichtlichen
Gründen eine Nase 62 nebst Rast aufweist (Fig.3). Das Gelenkstück 52 ist mit einem
nach unten abgebogenen Arm 63 versehen, der in der Ruhelage des Gelenkstücks, d.
h. also bei kaltem Brenner, auf dem Vorsprung 61 aufliegt und dadurch die Tragplatte
48 des Motorschalters so
verschwenkt, daß der Motorschalter seine
Offenlage einnimmt (Fig. i).
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Das Joch 9 trägt in seiner Mitte oben und in der Nähe der Rückseite
der Grundplatte 12 einen Stift 64, der durch eine kreisrunde Öffnung 65 in der Grundplatte
hindurchragt und an seinem freien Ende mit dem einen Ende eines Hebels 66 gelenkig
verbunden ist. Der Drehzapfen 67 dieses Hebels befindet sich in dessen Mitte und
nahe der linken Kante der Grundplatte 12. Der untere Teil des Joches 9 ist mit einem
senkrecht verlaufenden Schlitz 68 versehen, in dessen verlängerter Längsachse der
Stift 64 liegt. Dieser Schlitz nimmt einen Stift 69 auf, der sich in der Ruhelage
der Vorrichtung am unteren geschlossenen Ende des Schlitzes 68 befindet und von
einem mit dem oberen Hebel 66 zusammenwirkenden unteren Hebel 71 getragen wird.
Eine kreisrunde Öffnung 70 ist in der Grundplatte 12 vorgesehen, um dem Stift
69 den Durchtritt zu ermöglichen. Der untere Hebel 71 hat die Gestalt eines. Winkelhebels;
sein Drehzapfen 72 befindet sich auf dem den Stift 69 nicht enthaltenden Arm und
auf der Grundplatte 12 nahe ihrer linken Kante genau senkrecht unterhalb des Drehzapfens
67 für den oberen Hebel 66. Der Scheitel des Hebels 71 liegt höher als der Zapfen
72 und trägt einen Stift 73, der in der Ruhelage der Vorrichtung über den Vorsprung
61 der Tragplatte 48 herausragt und dadurch verhindert, daß die Tragplatte den Motorschalter
15 in seine Schließstellung überführen 1cänn.
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Das Gewicht der Primärspule 6 des. Transformators reicht aus, um die
Füße i i des Joches 9 gegen die feststehende Sekundärspule 5 anzudrücken, wie in
Fig. i dargestellt. Die Längen des oberen und unteren Hebels 66 bzw. 71 links von
ihren Drehzapfen 67 bzw. 72 sind verschieden groß, während der Abstand dieser beiden
Drehzapfen von ihren zugehörigen Stiften 64 bzw. 69 gleich ist. Wie in Fig. i wiedergegeben,
ragt der obere Hebel 66 weiter nach links als der untere Hebel 71; die beiden linken
Enden sind durch eine gespannte Ziehfeder 74 miteinander verbunden, deren oberes
Ende vom Drehzapfen 67 weiter entfernt ist als das untere Ende vom Drehzapfen 72.
Die Feder 74 hat also ständig das Bestreben, das Joch 9 über den Hebel 66 und den
Stift 64 anzuheben, wird aber daran in der Ruhelage der Vorrichtung durch das Eigengewicht
der die Füße i i des Joches 9 belastenden Primärspule 6 gehindert.
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Die Feder 74 erteilt dem Joch 9 erst dann eine Aufwärtsbewegung, sobald
die Primärspule 6 erregt ist und oberhalb der Sekundärspule 5 schwebt. Die Aufwärtsbewegung
des Joches 9 wird dadurch begrenzt, daß sein Stift 64 gegen die Oberseite der in
der Grundplatte 12 vorgesehenen Öffnung 65 anstößt. Die Unterkante des im Joch vorgesehenen
Schlitzes 68 hebt dabei den Stift 69 an und verschwenkt den unteren Hebel 71. Die
dieser Verschwenkung entgegenstehende Spannung der Feder 74 kann überwunden werden,
weil der Hebelarm dieser Feder in bezug auf den Hebel 71. kleiner ist als in bezug
auf den Hebel 66.
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Die übliche Netzspannung reicht aus, um die Primärspule 6 frei oberhalb
der Füße i i zum Schweben zu bringen, wenn das Joch 9 seine obere Lage einnimmt.
In dieser Schwebelage wird die Spule 6 bei dem üblichen Betrieb so lange gehalten,
bis sie keinen Strom mehr führt.
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Durch die Aufwärtsbewegung des Joches 9 und die damit verbundeneVerschwenkung
des Hebels 71 wird der Stift 73 nach oben und vom Vorsprung 61 der Platte
48 fortbewegt. Da das Gewicht des Motorschalters 15 rechts vom Drehzapfen
49 angreift, so würde nunmehr der Motorschalter seine Schließstellung einnehmen
können. Hieran wird er jedoch noch dadurch gehindert, daß der Vorsprung 61 gegen
den Arm 63 des Gelenkstücks 52 anstößt, das die Lage der Fig. i einnimmt und in
dieser so lange verbleibt, bis durch die Erwärmung des Bimetallstreifens T seine
Verschwenkung und damit auch ein Anheben des Armes 63 stattfindet. Der Vorsprung
61 folgt bei dieser Bewegung dem Arm 63, und der Motorschalter 15 nimmt dann seine
Schließstellung nach Fig. 3 ein.
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Es wird also durch das Schließen des Raumthermostaten R zunächst der
Zündkreis eingeschaltet; das Schweben der Primärspule 6 und die gleichzeitige Erwärmung
des Thermostreifens T bewirken dann das Schließen des Motorstromkreises. Da der
Zündkreis geschlossen ist, wenn der Motor 21 anläuft,' und auch hiernach noch eine
vorbestimmte Zeit geschlossen bleibt, so ist Zeit genug vorhanden, um den Brennstoff
zu zünden.
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Nach der -Zündung wird der Zündstromkreis selbsttätig durch die Erwärmung
des Thermostreifens geöffnet. Durch die Öffnung des Zündstromkreises wird die Schwebespule
6 wieder stromlos gemacht; ihr Gewicht würde das Joch 9 nach unten führen und damit
bewirken, daß der Stift 73 die Tragplatte 48 für den Motorschalter in dessen Offenlage
führt. Um dies zu vermeiden, sind Mittel vorgesehen, die von der Brennerflainme
aus gesteuert werden und den Motorschalter in seiner Schließlage sperren, solange
die Anlage in der üblichen Weise arbeitet. Die bei ordnungsmäßiger Brennstoffzündung
entstehende Brennerflamme schließt nämlich den wärmeempfindlichen Schalter S, so.
daß nunmehr
ein Teil des Stromes von der Klemme 23 über den Leiter
25, die Klemme 26, den Leiter 27, den Schalter S, die Klemme 28, den Leiter 29 zum
Elektromagneten B und von diesem zur Klemme 30 und zur Rückleitung
31 fließt. Der Elektromagnet E ist mit einem schwenkbaren Anker 75 versehen, dessen
Verlängerung 76 an ihrem freien Ende einen Stift 77 trägt. Wird der Anker angezogen,
so kommt der Stift 77 in Berührung mit der Unterseite eines gewichtbelasteten Armes
78, der zu einem an seinem Knie um einen Stift 7 9 drehbar gelagerten Winkelhebel
gehört. Der Stift 79 ist auf der Grundplatte 12 angeordnet. Der andere Arm 8o des
Winkelhebels ist nahe seinem freien Ende mit einer Rast auf der der Tragplatte 48
zugekehrten Seite versehen, die gleichzeitig eine Sperrnase 81 begrenzt. Wird der
Motorschalter geschlossen und der Magnet E erregt, so führt sich die bereits obenerwähnte
Nase 62 der Tragplatte 48 in der Rast des Hebels 8o und wird darin von der Sperrnase
8i festgehalten, wodurch eine Rückdrehung der Tragplatte 48 in die Offenstellung
des Motorschalters 15 unmöglich ist.
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Erst nachdem die Teile 62 und 8i den Motorschalter anf diese Weise
in der Schließstellung verriegelt haben, öffnet sich bei. üblichem Brennergang der
Zündschalter 14. Beim öffnen dieses Schalters wird aber nach obigem die Spule 6
stromlos, sie fällt daher auf die Füße i i. Da durch diesen Aufprall der Spule unerwünschte
Beanspruchung der mit dem Joch 9 und dem Hebelwerk 66 bis 71 zusammenhängenden Teile
der Vorrichtung entstehen können, ist für eine Dämpfung Vorsorge getragen, die auf
folgende Weise zustande kommt. Wenn die Spule 6 fällt, befinden sich der Motor-
und der Zündschalter in der in der Fig. 3 dargestellten Lage. Der Motorschalter
ist hierbei, wie bereits oben beschrieben, durch den Eingriff der Teile 62 und 81
verriegelt. Infolgedessen kann sich der Zapfen 73 an dem Hebel 71 nur um ein kleines
Stück abwärts beweget, das ihn in Berührung mit der nach unten gekrümmten Ausnehmung
der Tragplatte 48 des Motorschalters bringt (s. Fig.3). Der Hebel 71
kann
sich daher nicht um seinen Zapfen 72 drehen, so daß das linke Ende des Hebels 71
einen festen Stützpunkt für die Feder 74 bildet. Da nun das Joch 9,- wie bereits
erwähnt, einen Schlitz 68 aufweist, in dem sich der Zapfen 69 in bezug auf das Joch
c9 verschieben kann, sinkt das Joch 9 bei dem Aufprall der Spule 6 auf die Füße
i i abwärts. Der Zapfen 69 gleitet hierbei in dem Schlitz 68, während der Zapfen
64 den Hebel 66 bewegt und hierbei die Feder 74 dehnt. Durch diese Dehnung der Feder
74 wird aber der Aufprall der Spule 6 auf die Füße i i des Joches 9 in der gewünschten
Weise durch die Feder 74 aufgefangen und die Abwärtsbewegung des Joches 9 gedämpft.
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Solange der Magnet E erregt ist, wird die oben beschriebene Verriegelung
der Teile 62 und 81 aufrechterhalten. Da hierbei die Oberseite des Vorsprunges 61
der verriegelten Tragplatte 48 unter den Stift 73 greift und damit die Feder 74
gespannt bleibt, verbleibt auch. das Joch 9 in der in Fig. 3 dargestellten Lage,
in der es die Primärspule 6 auf seinen Füßen ii trägt.
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Wird der Zündstromkreis geöffnet, so kühlt sich der Bimetallstreifen
T allmählich, ab. Das Gelenkstück 52 kann sich jedoch nicht zurückdrehen, weil sein
Arm 63 gegen den Vorsprung 61 der noch verriegelten Tragplatte 48 anstößt. Der Lenker
54 kehrt jedoch schon infolge der Schlitz- und Stiftverbindung 55, 56 unter Spannung
der Feder 57 nach links zurück..
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Die vorstehende Beschreibung der verschiedenen Schaltschritte und
Bewegungsvorgänge bezieht sich darauf, daß der Betrieb der Anlage ungestört vonstatten
geht, d. h. daß der Brennstoff ordnungsmäßig zugeführt und gezündet wird sowie der
wärmeempfindliche Schalter sich regelrecht schließt, während der Kesselschalter
geschlossen bleibt, und daß der Strom aus dem Netz keine Unterbrechungen erfährt.
Dabei ist es, wie bereits oben erwähnt, erforderlich, da.ß der Glühdraht der Zündvorrichtung
W noch vor Einschaltung des Fördermotors JU ausreichend erwärmt wird, um glühend
zu werden. Der Zeitraum zwischen dem Einschalten des Zündstromkreises und dem des
Motorkreises wird als Vorwärmdauer bezeichnet. Sie wird um so länger, je größer
der Weg ist, den das freie Ende des Bimetallstreifens T zurückzulegen hat, bis der
Lenker 54 das Gelenkstück 52 zur Überführung des Motorschalters in die Schließstellung
verschwenkt. Die Vorwärmdauer kann durch Änderung der Länge des Lenkers 54 eingestellt
werden. Zu diesem Zweck besteht der Lenker aus zwei Teilen, von denen das eine eine
Gewindespindel und das andere eine auf dieser Gewindespindel aufgeschraubte Mutter
54.9 trägt.
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Neben der Einstellung der Vorwärmperiode kann auch eine solche für
die Zeitdauer zwischen dem Einschalten des Motorstromes und der Unterbrechung des
Zündstromes vorgesehen werden. Diese Zeitdauer bestimmt sich aus der Länge des Weges,
den die an dem Steuerhebel 5o, befestigte Rolle längs der oberen Schräge der Platte
45 zurückzulegen hat, und kann daher durch Änderung dieser Weglänge dem jeweiligen
Bedarf angepaßt werden. Zu diesem Zweck ist an der Außenleite
der
an der Tragplatte .I5 befindlichen Ausladung 4.4 ein nach oben ragender Haken 58
vorgesehen, der mit einer nachstellbaren Anschlagschraube 59 in Fühlung steht (s.
Fig. 5 und 6). Diese Schraube ist auf einer Ausladung 6o der Stirnplatte 13 befestigt
und begrenzt die Abwärtsbewegung der Tragplatte 45. Wird die Anschlagschraube 59
gehoben, so nähert sich die Spitze der Tragplatte ..5 der Rolle am. Steuerhebel
5o. Hierdurch wird der Weg verkürzt, der zur Überführung des Zündschalters 14 in
die Offenlage erforderlich ist, und umgekehrt. In Fig. i ist die Einstellung so
wiedergegeben, daß die Rolle sich nahe am oberen Ende der Schrägkante befindet;
sie muß daher fast über diese ganze Schrägkante entlanglaufen, bevor der Zündschalter
1.4 in die Offenstellung einschnappen kann. Die Bewegung der Tragplatte .45 um den
Zapfen 46 in der Aufwärtsrichtung wird dadurch begrenzt, daß die Ausladung.l..4
gegen die Unterkante der Stirnplatte 13 stößt (Fig. 5).
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Bei einer Fehlzündung undbei geschlossenem Zündstromkreis- schließt
sich der bei kaltem Brenner offene Schalter S nicht und damit wird auch der Elektromagnet
E nicht erregt. Infolgedessen wird die Nase 62 der Tragplatte 4.8 nicht in der Rast
gefangen. Wird nun die Primärspule 6 des Transformators durch die üblichen Bewegungen
des Biinetallstreifens T, des Lenkers 54 und des Gelenkstücks 52 unter gleichzeitiger
Öffnung des Zündschalters 14. stromlos gemacht, so drückt das Gewicht der Spule
6 das Joch 9 nach unten, dieses wiederum führt durch den Zapfen 73 die Tragplatte
48 in die Offenlage für den Motorschalter 15. Wenn nun der Arm 63 der Abwärtsbewegung
des Vorsprunges 61 ungehindert folgen könnte, so würde der Zündschalter 1I wieder
geschlossen und die Schaltvorgänge unbegrenzt oft wiederholt werden. Um dieses unmöglich
zu machen, ist das Gelenkstück 52 mit einer Schulter 82 versehen, die über die Oberseite
des Armes 8o entlanggleiten kann; wenn nun, wie im hier angegebenen Falle, der Magnet
E stromlos bleibt (s. Fig. 4.), so behält der Arm 8o seine Ruhelage bei, auch wenn
das Gelenkstück 52- in die Schließstellung des Zündschalters 14. zurückzukehren
bestrebt ist. Die Schulter 82 kommt damit zur Anlage am Arm 8o und verhindert die
Rückdrehung des Gelenkstückes 52, wenn der Bimetallstreifen T sich abkühlt. Wenn
nun das Joch 9, fällt und den Motorschalter 15 öffnet, so bleibt der Zündschalter
14. in seiner Offenlage gesperrt. Die Vorrichtung muß daher von Hand wieder zurückgestellt
werden, bevor die Anlage von neuem in Betrieb genommen werden kann.
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Diese Rückstellvorrichtung ist in Fig. 2 in Seitenansicht und in Fig.
q. in Vorderansicht, in letzterer mit strichpunktierten Linien, dargestellt. Zu
ihr gehört ein gekordelter Knopf 83, der auf einer durch die Deckplatte durchgeführten
Achse sitzt. Am inneren Ende der Achse ist ein Hebel 8.4 befestigt, der an seinem
freien Ende einen Stift 85 aufweist. Bei einer Drehung des Knopfes 83 kommt der
Stift 85 in Berührung mit dem Anker 75 und verschwenkt diesen, so daß dessen Stift
77 den Arm 78 erfaßt und dabei den Winkelhebel so verschwenkt, daß der Arm 8o außer
Fühlung mit der Schulter 82 kommt. Das Gelenkstück 52 wird dadurch freigegeben und
kann den Zündschalter 14. schließen, wodurch alle Teile nunmehr wieder in ihre Ausgangslage
nach Fig. i zurückgestellt sind.
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Wenn die Anlage durch Schließen des Raumthermostaten R eingeschaltet
worden ist, so nehmen die Teile bei Betrieb die Lage nach Fig. 3 ein. Ist nunmehr
die gewünschte Temperatur erreicht, so öffnet sich der Raumthermostat R, und der
durch den Kesselschalter C, den wärmeempfindlichen Schalter S und den Elektromagneten
E fließende Strom wird unterbrochen (s. Fig. i i). Infolge dieser Stromunterbrechung
wird der sperrende Winkelhebel 78 durch seine Gewichtsbelastung in die Ruhelage
zurückgeführt. Die Sperrnase 81 gibt daher die Nase 62 frei und macht es dadurch
möglich, daß die Spule 6 und das Joch 9 durch ihr Eigengewicht den Motorschalter
15 öffnen. Damit der Arm. 63 dem Vorsprung 61 bei seiner Verschwenkung folgen kann,
ohne daß die Schulter 82 gegen die Oberseite des Armes 8o anliegt, wie es im Falle
der Fehlzündung geschieht, ist eine um einen Zapfen 87 schwenkbare Repetierplatte
86 vorgesehen. Der Drehzapfen 87 ist dabei in der rechten oberen Ecke der Grundplatte
12 angeordnet. Die Repetierplatte ruht auf dem Zapfen 53. des Gelenkstückes 52 und
ragt etwas über die Schulter 82 heraus, wenn die Teile ihre in Fig. 3 wiedergegebene
Betriebsstellung einnehmen. Sie kann sich damit gegen einen am Ende des Armes 8o
angebrachten Zapfen 88 anlegen, wenn der Arm. 8o die die Nase 81 freigebende Bewegung
ausführt. Auf diese Weise wird das Ende des Armes 8o daran gehindert, mit der Schulter
82 in Berührung zu kommen.
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Der Umstand, daß der Schwerpunkt des Gelenkstückes 52 links von seinem
Drehpunkt 53 liegt, und die Spannung der Federn 57 und 51 auf die Teile 56 bzw.
5o wirken zusammen, um dem Gelenkstück 52 sowie seinem Arm 63 eine Drehbewegung
zu erteilen, die der Verschwenkung des Vorsprunges 61 folgt. Hierdurch wird die
Rolle über den Scheitel der Tragplatte 45 geführt und der Ziindschalter 1.1 geschlossen.
Die gleichzeitig damit
stattfindende Aufwärtsbewegung des Steuerhebels
5o führt diesen gegen einen Stift 89 auf der Repetierplatta 86. Diese wird dadurch
angehoben und kommt mit ihrem linken Ende von dem Stift 88 auf dem Arm So frei,
wie in Fig. i dargestellt. Der Zündschalter 14 ist nunmehr wieder geschlossen, der
Motorschalter 15 offen,'und die Teile nehmen ihre Anfangslage wieder ein, so daß
die Anlage von neuem bei einer abermaligen Kontaktgabe des Thermostaten R von selbst
in Betrieb geht.
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Wenn aus irgendeinem Grunde die Brennerflamme nach anfänglicher, Zündung
erlöschen sollte, nachdem die Teile der Vorrichtung bereits ihre 'in Fig. 3 wiedergegebene
Betriebsstellung eingenommen haben, so öffnet der wärmeempfindliche Schalter S den
Stromkreis für den Elektromagneten E (s. Fig. i i). Die Teile nehmen somit ihre
Ruhelage nach Fig. i ein, ebenso als ob, wie vorbeschrieben, der Raumthermostat
R geöffnet worden wäre. Da- jedoch im vorliegenden Falle der Raumthermostat R geschlossen
bleibt, so erwärmt sich der Bimetällstreifen T, sobald die Zündung wieder eingeschaltet
ist, und der Motorschalter 15 kann durch eine Aufwärtsbewegung des Jochs g wieder
eingeschaltet werden. Da die Repetierplatte 86 angehoben ist, wenn das Gelenkstück
52 den Zündschalter zum zweiten Mal eingelegt hat, so kann das obere Ende des Armes
8o bei stromlosem Magnet E unter die Schulter 82 treten, wenn der Zündschalter zum
zweiten Mal geöffnet wird, und die Teile nehmen nunmehr ihre Lage nach Fig. ¢ ein,
in der eine Rückstellung von Hand erforderlich ist, um die Anlage nochmals in Betrieb
zu nehmen. Die Verhältnisse liegen somit ähnlich. wie bei einer Fehlzündung.
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Für einen sicheren Betrieb einer Ölfeuerungsanlage ist es erforderlich,
da.ß bei einer Unterbrechung des Netzstromes die Anlage so lange außer Betrieb bleibt,
bis die unverbrannten Ölreste die Verbrennungskammer verlassen haben. Bei der Vorrichtung
nach der Erfindung sind dafür folgende Vorkehrungen getroffen.
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Eine Stromunterbrechung bei geöffnetem Raumthermostaten R beeinflußt
die Vorrichtung nicht, ausgenommen, daß der Thermostat während dieser Unterbrechung
die Anlage keinesfalls einschalten kann, selbst wenn er Kontakt geben sollte.. Die
Einschaltung kann erst dann erfolgen, wenn die Stromunterbrechung aufgehört hat.
In diesem Falle arbeitet das Schaltgerät in der üblichen Weise.
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Wenn die Stromunterbrechung dagegen bei geschlossenem Raumthermostaten
R und nach Einschalten des Motorschalters 15, jedoch vor dem Ansprechen des wärmeempfindlichen
Schalters S, stattfindet, so kann der Magnet E nicht erregt und die Tragplatte 48
des Motorschalters nicht in der in Fig. 3 dargestellten Schließstellung dieses Schalters
verriegelt werden. Infolgedessen fällt die Primärspule 6 des Transformators. beim
Aufhören des Stromes auf die Füße i i, zieht das Joch. 9 nach unten und verschwenkt
dadurch mittels des Stiftes 73 die Tragplatte 48 so, daß der Motorschalter geöffnet
wird, wie in Fig. 7 mit strichpunktierten Linien dargestellt ist. Da kein Strom
fließt, wird auch der Zündstromkreis nicht erregt; der Bimetallstreifen T kühlt
sich ab und bringt die Schulter 82 in Berührung mit der Oberseite des Armes 8o,
wie bei einer Fehlzündung nach Fig. 4. Die Teile müßten daher von Hand zurückgestellt
werden, um die Anlage wieder in Betrieb nehmen zu können. Das ist jedoch nicht wünschenswert.
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Um diese Sperrung zu vermeiden, ist eine Klinke 9o vorgesehen, die
drehbar auf dem freien Ende einer Verlängerung 9i am unteren Hebel 71 des Hebelwerks
66 bis 71 gelagert ist (s. Fig. 7). Die Klinke 9o hat ungefährquadratischen Umriß;
ihr Drehpunkt befindet sich nahe der Mitte ihrer in Fig. 7 rechten Kante. Ihre linke
Kante ist ausgeschnitten, um an der linken unteren Ecke einen Ausschlag 92 zu bilden,
der mit einem Vorsprung auf dem Zapfen 69 des unteren Hebels 71 in Fühlung treten
kann. Hierdurch wird die Drehbewegung der Klinke 9o nach oben begrenzt. Die Klinke
9o ist ferner roch an ihrer rechten öberen Ecke mit einem Stift 93 versehen, der
unter gewissen Bedingungen deri Arm 8o berühren kann; ferner trägt die Klinke 9o
an ihrer untereri rechten Ecke eine Nase 94. An der Tragplatte 45 für den Zündschalter
ist ein Gegengewicht in Form einer Platte 95 (s. Fig. 7) vorgesehen, die den Zündschalter
in die Schließstellung führt, sobald die Feder 51 entspannt ist. Die Platte 95 "trägt
einen Stift 96, der in der Bahn der Nase 94 liegt.
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Wenn das Joch 9 aus der in Fig. 7 mit vollen Linien dargestellten
Lage in die mit. strichpunktierten Linien angedeutete fällt, wird nicht nur die
Tragplatte 48 mittels des Stiftes 73 durch die Abwärtsbewegung des unteren Hebels
71 so verschwenkt, daß sich der Motorschalter öffnet, sondern es wird auch die Klinke
9o in die strichpunktierte Lage überführt. Bei Beginn dieser Bewegung ist der Zündschalter,
geschlossen, und die Nase 94. liegt über dem Stift 96. Bei der Abwärtsbewegung der
Verlängerung des Hebels 71 kommt die Nase 94 in Berührung mit dem Stift 96; hierdurch
wird der Stift 93 gegen den Arm 8o geführt und bringt diesen aus dem Bereich der
Schulter 82. Hierauf läuft
der Zapfen 93 am Arm 8o entlang, wobei
die Nase 94 die Tragplatte 45 um ihren Drehzapfen verschwenkt, bis die Rolle am
Steuerhebel 5o über den Scheitel der Schneide an der Tragplatte 45 tritt und diese
in die Offenlage des Schalters 14 einschnappen läßt, wie mit strichpunktierten Linien
in Fig.7 dargestellt. Wenn sich nunmehr der Bimetallstreifen T abkühlt, so wird
die Platte 52 in die in Fig. i dargestellte Ruhelage zurückgeschwenkt, und alle
Teile nehmen wieder ihre Ursprungslage ein, denn durch die Abkühlung des Bimetallstreifens
und durch die hierdurch bedingte Rückschwenkung der Platte 52 wird der Zündschalter
wieder in die Schließlage geführt, bevor ein etwa wieder auftretender Strom die
Vorrichtung zum abermaligen Ingangsetzen der Anlage zum Ansprechen bringen kann.
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Wenn die Stromunterbrechung in einem Zeitpunkt stattfindet, in dem
derThermostat R und der wärmeempfindliche Schalter S geschlossen sind, wie es üblicher@veise
der Fall ist, jedoch bevor der Zündschalter geöffnet ist, so nehmen die Teile die
in Fig. 8 mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage ein. Der Fall der Tranformatorspule
6 bewirkt eine gleichzeitig mit der Ausschaltung des Magneten E stattfindende Rückführung
der Tragplatte 45 und des Zündschalters 14 in die Offenlage mittels der Klinke 9o.
Da die Repetierplatte 86 unter den Stift 88 gefallen ist, so hält sie den Arm 8o
außer Berührung mit der Schulter 82, wie mit 'strichpunktierten Linien dargestellt
ist. Infolgedessen kann das Gelenkstück 52 bei einer Abkühlung des Bimetallstreifens
T den Schalter 14 für die Zündung in die geschlossene Lage überführen, und alle
Teile kehren somit in ihre Ruhelage zurück. Wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt
der Strom wieder einsetzt, so bewirkt die Vorrichtung sofort wieder die Ingangsetzung
der Anlage.
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Wenn der Strom bei normalem Gang der Anlage nur vorübergebend unterbrochen
wird und sofort wieder einsetzt, bevor der wärmeempfindliche Schalter S sich öffnet,
oder wenn der Raumthermostat R vorübergehend vor., Hand geöffnet und wieder geschlossen
wird, während der Zündschalter offen und der Motorschalter durch den Elektromagneten
E in der Schließlage verriegelt ist, so bewirkt diese vorübergehende Stromunterbrechung
eine kurzzeitige Ausschaltung des Elektromagneten E. Da dessen Anker freigegeben
wird, so kann die Spule 6 durch ihr Gewicht das Joch 9 zu Fall bringen. Letzteres,
kann dann seinerseits, da die Nase 62 von der Sperrnase 81 gelöst ist, die Tragplatte
48 mit dem Motorschalter in die Offenlage überführen. - Gleichzeitig kann das Gelenkstück
52 den Zünd-Schalter wieder in die Schließlage einschnappen lassen. Wird nun der
Elektromagnet E sofort wieder erregt, so greift die Sperrnase 81 unter die Nase
62, wie in Fig. 9 gezeigt, und sperrt sie in dieser Lage, bis der wärmeempfindliche
Schalter S abkühlt und dadurch den Elektromagneten E ausschaltet. Der Arm 8o kann
nunmehr wieder seine Ruhelage einnehmen und dadurch die Tragplatte 48 für den Motorschalter
freigeben. Dieser kann daher wieder in die Schließstellung bewegt werden, sobald
der Arm. 63 außer Berührung mit dem Vorsprung 61 gekommen ist. Das Einlegen des
Zündschalters bringt die Spule 6 zum Schweben und das Joch 9 zum Steigen. Hierbei
wird die Klinke 9o verschwenkt und gleitet mit ihrer Nase 94 an dem Stift 96 entlang.
Die Vorrichtung vollzieht dann ihre weiteren Arbeitsbewegungen in der üblichen Weise,
der Zündschalter wird wieder geöffnet, und alle Teile nehmen ihre Betriebsstellung
gemäß Fig. 3 ein.
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In jedem der drei vorbeschriebenen Fälle der Stromunterbrechung führt
die Vorrichtung nach Wiederauftreten des Stromes ihre normalen Arbeitsbewegungen
aus und setzt die Anlage wieder in Gang, ohne daß sie von Hand zurückgestellt werden
muß. In jedem dieser drei Fälle wird jedoch die Anlage zunächst stillgesetzt,
da der Motorschalter unterbrochen wird. Die Zeit, die nach der Stromunterbrechung
und dem Ausschalten der Anlage bis zum Wiederbeginn der Arbeitsbewegungen der Vorrichtung
verstreicht, reicht aus, -um die Verbrennungskammer von unverbrannten Brennstoffresten
zu befreien, so daß die erneute Zufuhr von Brennstoff zum Brenner gefahrlos ist.