DE629449C - Verfahren zur Herstellung von Organpraeparaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von OrganpraeparatenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Organpräparaten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von abgebauten Organpräparaten. Man hat bereits zerkleinerte Organe durch fermentative Einwirkung einem Abbau unterworfen. Es wurde nun festgestellt, daß 'bei den bisherigen ziemlich willkürlichen Arbeitsbedingungen Ergebnisse erhalten werden, die innerhalb weiter Grenzen schwanken und die bei vielen Organpräparaten, z. B. bei Leberpräparaten, die für die therapeutische Behandlung der perniziösen Anämie verwendet werden, eine Einstellung auf leinen bestimmten Wirkungswert nicht möglich ist, da hierfür die chemischen und auch biologischen Voraussetzungen fehlen. Daher hat man bislang bei derartigen Präparaten, wie aus dem einschlägigen Schrifttum hervorgeht, stark schwankende Ergebnisse erzielt, so daß die Fachwelt über die Wirkung dieser Präparate häufig entgegengesetzte Ansichten vertreten hat.
- Es wurde nun gefunden, daß sich Organpräparate, die durch Fermenteinwirkung abgebaut sind, von optimaler Wirksamkeit gewinnen lassen, wenn der Abbau durchgeführt wird, bis das Verhältnis von Stickstoff zum Phosphor in einer vom Eiweiß befreiten filtrierten Probeeinen konstanten Wert von etwa 2 : i erreicht hat und daß man die Reaktion nach Erreichung dieses Wertes unterbricht.
- Beispiel iokg Leberbrei werden mit i kg frischem zerkleinertem Magen vermischt. .Das Gemisch wird bei 37 bis q.2° C gerührt und etwa i o ccm w äßrige 37 %ige Salzsäure zugesetzt, bis die Wasserstoffionenkonzentration einen Wert von etwa 5 bis 5,2 erreicht hat. Das Gemisch wird nun etwa 48 Stunden unter Umrühren stehengelassen. Darauf -wird die erste Probe entnommen. Sie wird erhitzt, um die nicht verdauten Eiweißstoffe zu koagulieren, darauf filtriert und im eiweißfreien Filtrat der Stickstoff- und der Phosphorgehalt bestimmt. Sobald das Verhältnis von Stickstoff zu Phosphor den Wert von et*a 2 : i erreicht hat, ist das Optimum erreicht, und das Gemisch wird in bekannter Weise aufgearbeitet.
- Es ist überraschend, daß es nicht etwa auf einen absoluten Gehalt an Phosphor oder Stickstoff, sondern auf den genannten Quotienten ankommt.
- Da die Ausgangstoffe bekanntlich in ihrer Zusammensetzung und in ihren Eigenschaften ganz erheblich schwanken, da ferner die Gemische bei etwa Bruttemperatur behandelt werden und eine Sterilisation nicht möglich ist, wurden infolge dieser Umstände und einer unerwünschten Einwirkung von Bakterien u. dgl. bisher Erzeugnisse erhalten, die in ihrem Wirkungswert grundlegend voneinander abwichen. Es ist daher wichtig, einen genauen Anhaltspunkt für die Reaktionsdauer zu bekommen, damit der. Vorgang unterbrochen werden kann, sobald der Höchstwert erreicht ist. Bisher war eine solche Überwachung nicht möglich, und man hat 9 sich lediglich auf das Gefühl verlassen und häufig nach Überschreitung - des Höchstwertes eine Zerstörung der wirksäinen Bestandteile in Kauf nehmen müssen.
- Es wurde weiter die überraschende Beobachtung gemacht, daß die optimale Wasserstoffionenkönzentration nicht etwa bei dem Wert pH 1,2, dem Wirkungsoptimum 'von Pepsinferment liegt, sondern daß vielmehr die höchste Ausbeute bei einer Wasserstoffionenkonzentration zwischen 5 und 5,2. erzielt wird.
- Ebenso wurde beobachtet, daß die proteolytischen Fermente von gefrorenem Magen aktiver als die des frischen Magens sind. Vielleicht beruht diese Erscheinung darauf, daß frischer Magen -während-der erforderlichen Einwirkungsdauer leichter einer bakteriellen Zersetzung unterliegt. Die dadurch auftretende Fermentschädigung inaktiviert einen großen Teil der peptischen Verdauungsfermente.
- Es wurde ferner beobachtet, daß getrockneter und entfetteter Magen ebenfalls wirksamer ist als frischer Magen, was sich wahrscheinlich dadurch erklären läßt, da.ß der frische .Magen bis zu 4o % Fett !enthält. Das Fett verhindert in vivo die Selbstverdauung des Magens und wirkt demnach auch verdauungshindernd bei Ausübung des vorliegenden Verfahrens.
- Die Versuchsdauer ist in jedem Falle verschieden, da die Ausgangsstoffe, die frischen Organe, sich im Alter, dem Gehalt-an Fett und Fermenten ü. dgl. naturgemäß niemals gleichen können. Durch die beschriebene Arbeitsweise wird es aber erstmalig ermöglicht, diese Nachteile und die unsicheren Faktoren auszuschalten und Erzeugnisse zu gewinnen, die unabhängig von den wechselnden Bedingungen der Ausgangsstoffe sind. Eine Reihe von Versuchen hat ergeben, daß nach dem vorliegenden Verfahren bei den verschiedensten Organen sich jeweils für eine bestimmte Organart ein -konstantes Verhältnis von Phosphor zu Stickstoff ergibt, daß das Ende des Reaktionsverlaufes anzeigt. Wie die chemischen Analysen hergeben, ist die Zusammensetzung der Endprodukte, die nach dem vorliegenden Verfahren erhalten werden, stets. innerhalb der möglichen Grenzen, die durch die Methoden bedingt sind, einander gleich, so daß es nach dem vorliegenden Verfahren möglich ist, -unabhängig von der Beschaffenheit der Ausgangsstoffe stets praktisch gleichwirkende Erzeugnisse zu erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung vop Organpräparaten durch Abbau infolge Fermenteinwirkung, dadurch gekennzeichnet, daß der Abbau durchgeführt wird, bis das Verhältnis von Stickstoff zum Phosphor einer vom Eiweiß befreiten filtrierten Probe einen konstanten Wert, beispielsweise von etwa 2 : z, erreicht hat und die Reaktion nach Erreichung - dieses Wertes unterbrochen wird,
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| DEN36030D DE629449C (de) | 1933-12-02 | 1933-12-02 | Verfahren zur Herstellung von Organpraeparaten |
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1933
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