DE629265C - Gleichstromzaehler mit erhoehtem bzw. vergleichmaessigtem Drehmoment - Google Patents
Gleichstromzaehler mit erhoehtem bzw. vergleichmaessigtem DrehmomentInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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Description
TCi-
Cm
12 Mil 1336
AUSGEGEBEN AM
25. APRIL 1936
Die Erfindung bezieht sich, auf Gleichstromzähler mit scheibenförmigem Anker, die
gegebenenfalls bei Anwendung von Gleichrichtern auch, für die Wechselstrommessung
benutzt werden können oder bei Anwendung von auf den Anker einwirkenden Gegenkräften
auch als Relais, Zeigergeräte usw. verwendbar sind.
Bei einem bekannten Gleichstromzähler hat der Scheibenanker eine aus drei Spulen bestehende
zusammenhängende Wicklung, von der drei Punkte an drei Lamellen des Kollektors angeschlossen sind. Dem Kollektor
wird durch zwei Bürsten Strom zugeführt, zu beiden Seiten des Ankers sind Ständerpole
angeordnet, die sich etwa über einen Zentriwinkel von je ö°0 des Ankerumfanges erstrecken.
'Bei derartigen Zählern ist immer nur ganz kurzzeitig, also nur während eines kleinen
Teiles einer vollen Ankerumdrehung eine der drei Spulen durch die Bürsten kurzgeschlossen.
In diesem Augenblick sind die beiden anderen Spulen zueinander parallel geschaltet.
Der Anker entwickelt infolgedessen bei dieser Stellung ein besonders hohes Drehmoment.
Kurz darauf werden zwei Spulen hinterein-
. ander- und die dritte Spule dazu parallel geschaltet. Dieser Schaltzustand bleibt bis
zum Kurzschluß der nächsten Spule, also über einen verhältnismäßig großen Anteil der
Ankerumdrehung erhalten. In diesen Ankerstellungen ist das Drehmoment des Zählers
kleiner und ändert sich auch je nach der Lage der Spulenschenkel zum Ständerfeld.
Die Erfindung hat die Aufgabe, das Drehmoment des Zählers zu vergrößern und gegebenenfalls
zu vergleichmäßigen. Exfindungsgemäß wird der Bürstenüberdeckungswinkel
für den Kollektor vergrößert, und zwar beispielsweise bei einem Scheibenanker mit drei
Elementen (Kollektorlamellen und Spulen oder Spulengruppen) maximal auf 6o° oder
weniger, oder es wird der Zentriwinkel der Spule, der bei dem bekannten Zähler etwa
I2O° beträgt, maximal um 6o° vergrößert,
also bis maximal auf i8o°. Das Drehmoment kann weiterhin noch dadurch erheblich erhöht
werden, daß man den Polbedeckungswinkel der Ständerpole, der bisher bei dreiteiligem'
Anker etwa 60° betrug, ebenfalls um den gleichen Betrag, also maximal auf 120° erhöht.
Hat der Anker eine andere Elementenzahl, also z. B. η Elemente, so kann der Bürsten-
180°
überdeckungswinkel bis maximal erhöht
überdeckungswinkel bis maximal erhöht
werden, statt dessen kann der Zentriwinkel
einer Spule, der sonst ^ betrug, um den
gleichen Betrag erhöht werden, desgleichen
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Heinrich Zietnendorff in Ottensoos, Mittelfranken.
der PolbecJeckungswinkeL des Ständerpols,
der sonst betrug. Es ergibt sich also
maximal ein Spulenzentriwinkel von ^- + —-
und ein maximaler Polbedeckungswinkel von 360° 180°
»! "■" η *
»! "■" η *
Die Erhöhung des Drehmoments ergibt sich daraus, daß im einen Fall der Anteil
des Ankerumlaufweges, in dem zwei Spulen parallel geschaltet sind, die dritte kurzgeschlossen ist, also der Teil des. Umlauf weges
mit höchstem Drehmoment vergrößert wird, während im anderen Fall die Lage der für die Drehmomentsbildung maßgebenden
Wicldungsschenkelzu den Ständerpolen günstiger wird. Die Vergrößerung des Polbedeckungswinkels
wirkt sich dadurch günstig auf das Drehmoment aus, daß die einzelnen Wicklungsschenkel während eines vergrößerten
Anteils des Ankerumlaufweges im Ständerfeld bleiben.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
ι (Fig. 1) ist der Scheibenanker mit den
drei Spulen 2 und den drei ' Kollektorlamellen 3. Die Verbindung der Spulen ist
durch strichpunktierte Linien schematisch angedeutet. 4, 5 sind zwei Bürstenpaare, von
denen die eine Bürste jedes Paares gegen die andere um den Winkel α versetzt ist. Der
Winkel« beträgt etwa 500. Jedes Bürstenpaar ist miteinander verbunden .und an die
Zuführungsleitungen bzw. an einen Nebeinwiderstand des Zählers angeschlossen. Die
Polspuren des Ständermagnets sind durch 6 angedeutet. Sie haben einen Polbedeckungswinkel ß, der etwa iio° beträgt.
Fig. 2 zeigt die gegeneinander versetzten Bürsten 4, 5 mit den Kollektorlamellen 3 in
einer mehr konstruktiven Darstellungsweise. An Stelle "der Bürsten können auch, wie
Fig. 3 zeigt, die Kollektorlamellen 3 für die einzelnen Bürsten um den Winkel α gegeneinander
versetzt werden.
Fig. 4 und 5 ^zeigen im Schema die Ausführungsart eines Ankers mit vergrößertem·
Spulenzentriwinkel. Während bei der Aus-. 50 führungsform nach Fig. 1 der Spulenzentriwinkel
120° beträgt, ist er bei der Ausführungsform nach Fig. 4 auf γ = i8o° vergrößert.
Außerdem ist jede Spule in zwei zu beiden Seiten der Ankerachse angeordneten
Hälften unterteilt. Die Spulen sind, wie Fig. S zeigt, in drei Schichten übereinander
angeordnet und je um 1200 gegeneinander
versetzt.
Die Verbindung der einzelnen Spulen ist schematisch durch strichpunktierte Linien angedeutet.
Unter Umständen können mehrere der oben angegebenen Maßnahmen gleichzeitig
angewendet werden. So kann man z. B. sowohl, den Bürstenüberdeckungswinkel als
auch den Spulenzentriwinkel und außerdem noch den Polbedeckungswinkel entsprechend
vergrößern.
In Fig. 6 und 7 ist in zwei verschiedenen Ansichten die Hälfte einer Ständerpolanordnung
für einen Gleichstromamperestundenzähler dargestellt. Zu beiden Seiten der Ankerscheibe ι sind die aus Weicheisen bestehenden
Polschuhe 60 angeordnet, die sich über den in Fig. 1 angedeuteten Winkelbereich
β erstrecken. Die Polschuhe sind über verhältnismäßig kurze Magnetstücke 6 r hoher
Koerzitivkraft mit dem aus weichem Eisen bestehenden Rückschlußbügel 62 verbunden.
■Bei Zählern mit elektromagnetisch, erregtem
Ständerfeld, also bei Gleichstromwattstundenzählern, kann eine ähnliche Polanordnung
verwendet werden, jedoch unter Weglassung der Magnetstücke 61. Die Erregerwicklung
kann in diesem Fall rings um die Polschuhe herumgelegt werden, sie kann aber auch auf an die Polschuhe angeschlossenen
Polschäften sitzen. Zwecks Vermeidung von Remanenzerscheinungen empfiehlt es sich unter Umständen, den Rückschlußbügel
62 wegzulassen, gegebenenfalls kann überhaupt das Eisen im Ständerfeld fortgelassen
werden.
Statt der Ausführungsform nach Fig. 4 kann man auch die nach Fig. 8 nehmen;.
Hier sind die Ankerspulen, die zwischen zwei Kollektorlamellen eingeschaltet sind, je in
zwei Hälften unterteilt. Jede Hälfte hat einem ι So0 umfassenden Zentriwinkel. Die eine
Hälfte ist gegen die andere so versetzt, daß sich die beiden Teile nur mit 60° überdecken.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Gleichstromzähler mit erhöhtem bzw. vergleichmäßigtem Drehmoment, dadurch gekennzeichnet, daß der η Elemente (Kollektorlamellen und Spulen oder Spulengruppen) enthaltende Scheibenanker einenbis maximal auf180erhöhten Bürsten nbedeckungswinkel (α, Fig. 1) oder einen um den gleichen Betrag (α) bis maximalauf3600 , i8o° ..„ , „ , , .- 1 vergrößerten Spulenzentn-winkel (γ) hat.
- 2. Zähler nacht Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Polbedeckungswinkel (ß) der Ständerpole umc6o°
maximal-2 vergrößert ist, also maximali8o° . 360° , , .. ,
_- +2—betragt.629205 - 3. Zähler nach Anspruch ι und 2, da-' durch gekennzeichnet, daß zwecks Vergrößerung des Bürstenüberdeckungswinkels (α) für jeden Pol zwei oder mehrere gegeneinander versetzte Bürsten bzw. Kollektorlamellen verwendet sind.•
- 4. Zahler nach. Anspruch 1 bis 3 mit einem durch Dauermagnetismus erzeugten Ständerfeld, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Ankers bis maxi-360'mal aufverbreiterte, vorzugsweiseaus magnetisch weichem Material bestehende Polschuhe angeordnet sind, die unter Zwischenschaltung von" kurzen Dauermagnetstücken hoher Koerzitivkraft mit einem magnetisch leitenden Rückschlußbügel verbunden sind.5. Zähler nach Anspruch 1 bis 3 mit elektromagnetisch erregtem Ständerfeld, dadurch gekennzeichnet, daß die Feldspulen auf magnetisch gut leitenden Teilen geringer Remanenz und Koerzitivkraft angeordnet sind, die. sich bis maxi-i8o°36o°längs des Ankers erstrecken durch Rucks chluß-JZ ' Πund gegebenenfallsbügel aus gleichem Material paarweise miteinander verbunden sind.6. Zähler nach Anspruch ι mit vergrößertem Spulenzentriwinkel, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Spulen in mehreren Schichten übereinander angeordnet sind.7. Zähler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spule in zwei zu beiden Seiten der Ankerachse angeordneten Hälften unterteilt ist.8. Zähler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen zwei KoI-lektorlamellen eingeschalteten Spulen je in zwei Hälften unterteilt sind, daß jede Spule maximal einen Zentriwinkel von3600 , i8o° , . · -UT oj. j n 1 oder weniger einschließt, daßti tiferner die eine Hälfte gegen die andere so versetzt ist, daß sich beide Teile mit nur 6ö° überdecken (Fig. 8).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113724D DE629265C (de) | 1934-04-24 | 1934-04-24 | Gleichstromzaehler mit erhoehtem bzw. vergleichmaessigtem Drehmoment |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113724D DE629265C (de) | 1934-04-24 | 1934-04-24 | Gleichstromzaehler mit erhoehtem bzw. vergleichmaessigtem Drehmoment |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE629265C true DE629265C (de) | 1936-04-25 |
Family
ID=7532706
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES113724D Expired DE629265C (de) | 1934-04-24 | 1934-04-24 | Gleichstromzaehler mit erhoehtem bzw. vergleichmaessigtem Drehmoment |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE629265C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157305B (de) * | 1955-04-25 | 1963-11-14 | Nihon Shinku Tokei Kabushiki K | Gleichstrommotor |
-
1934
- 1934-04-24 DE DES113724D patent/DE629265C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157305B (de) * | 1955-04-25 | 1963-11-14 | Nihon Shinku Tokei Kabushiki K | Gleichstrommotor |
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