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Ef filiervorrichtung Das Patent 577 ogg betrifft eine Effiliervorrichtung,
welche im wesentlichen aus zwei aufeinanderliegenden, in Längsrichtung zueinander
beweglichen kammähnlichen Platten besteht, wobei die am Handgriff der Vorrichtung
angeordnete Grundplatte abwechselnd schmale und breite Einschnitte aufweist und
die breiten Einschnitte tiefer sind als die schmalen Einschnitte, während die zweite
Kammplatte. gleichmäßige Einschnitte von der Breite des Abstandes zweier schmaler
Einschnitte der Grundplatte voneinander aufweist. Die bewegliche Kammplatte ist
dabei zur Grundplatte so angeordnet, daß in Ruhestellung der Vorrichtung die Zinken
der beweglichen Platte unmittelbar vor einem schmalen Einschnitt der Grundplatte
stehen. Die Hubhöhe. der beweglichen Kammplatte ist nur wenig größer als die' Breite
eines schmalen Einschnittes der anderen Kammplatte, so daß bei einer Verschiebung
-der beiden Platten zueinander die schmalen Einschnitte der Grundplatte durch die
Zinken der beweglichen Kammplatte gerade abgedeckt werden. Diese Vorrichtung soll
gleichzeitig als Kamm verwendet werden. Beim Durchfahren des Haares mit dieser Vorrichtung
legen sich die Haare sowohl in die breiten als auch in die schmalen Einschnitte
ein. Abgeschnitten erden aber bei Verschiebung der beiden Platten zueinander nur
die in den schmalen Einschnitten liegenden Haare. Man kann die Grundplatte dieser
Vorrichtung als einen Kamm mit geschlitzten Zinken ansprechen: Die Zinken der beweglichen
Kammplatte verschieben sich dann auf den geschlitzten Zinken der Grundplatte. Im
Hinblick darauf, daß die Vorrichtung gleichzeitig mit als Kamm verwendet werden
soll, dürfen die Zinken der beweglichen Kammplatte seitlich über die Zinken der
feststehenden Kammplatte nicht vorstehen. Andererseits möchten die geschlitzten
Zinken der Grundplatte möglichst schmal gehalten werden. Die Zinken der beweglichen
Kammplatte erhalten dann notwendigerweise eine geringe Breite. Es hat sich nun gezeigt,
daß unter diesen Umständen beim Schneidvorgang zwischen der in der Bewegungsrichtung
hinten gelegenen Kante des beweglichen Schneidkammes und der hinteren Kante der
schmalen Einschnitte der Grundplatte leicht ein Zwischenraum entsteht, in welchen
Haare eindringen können, die den Rückschlag des beweglichen Schneidkammes verhindern,
da bei dem Rückgang der Schneidplatte ein Abschneiden der Haare nicht vorgesehen
ist. Die in diesen Zwischenraum gelangten Haare
werden eingeklemmt,
so@ daß bei der kammartigen Weiterbewegung der Vorrichtung ein Reißen und Zerren
eintritt, was sehr schmerzhaft empfunden wird.
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Um diesen Übelstand zu beseitigen, sollen die Schlitze in den Zinken
der Grundplatte wesentlich breiter gehalten werden als die Zinken der beweglichen
Kammplatte und soll die bewegliche Kammplatte zur Grundplatte so angeordnet sein,
daß ihre Zinken in Ruhestellung in die ungefähre Mitte der Schlitze der Grundplatte
zu stehen kommen, wobei der Hub des beweglichen Schneidkammes der reichlichen Hälfte
der Breite der Schlitze in den Zinken der Grundplatte entspricht. Beim Gebrauch
der Vorrichtung werden außer den zwischen den Zinken der Grundplatte befindlichen
Lücken auch die Schlitze in den Zinken der Grundplatte beiderseits des Zinkens der
beweglichen Kammplatte zeit Haaren gefüllt. Abgeschnitten werden jedoch nur die
in diesen Schlitzen liegenden Haare, die in der Bewegungsrichtung der Schneidplatte
vor deren Zinken gelegen sind. Ein Klemmen der nicht geschnittenen Haare kann nicht
eintreten, weil sich die Zinken der beweglichen Kammplatte nur bis zur Mitte der
Schlitze wieder zurückbewegen. Bei dieser Anordnung kann auch ohne weiteres innerhalb
bestimmter Grenzen eine Veränderung des Hubes der beweglichen Kammplatte vorgenommen
werden, was bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent kaum möglich ist. Einen weiteren
Vorteil bietet die Mittelstellung der Zinken zu den Schlitzen in den Zinken der
Grundplatte insofern, daß beide Platten zusammen in ihrer Ruhestellung eine engere
Kaminfront ergeben. Dies ist sehr wichtig, da eine dichte Aufeinanderfolge der Lücken
in der gesamten Vorrichtung eine feine Teilung des Haares ergibt und damit eine
feinere Verteilung der ausgeschnittenen Haare in bezug auf die mit der Vorrichtung
insgesamt erfaßten Haare. Außerdem wird durch die neue Anordnung auch die Herstellung
der Vorrichtung erleichtert, da sich die breiteren Schlitze in der Grundplatte,
leichter herstellen lassen als die schmalen Einschnitte nach dem Hauptpatent.
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Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Effiliervorrichtung kann von
Hand oder auch motorisch, wie es bei elektrischen Haarschneidemaschinen der Fall
ist, betätigt werden. Der Umstand, daß der Hub des beweglichen Schneidkammes in
gewissen Grenzen verändert werden kann, ist bei der Ausbildung der Vorrichtung als
Aufsatz auf die Antriebsvorrichtung von elektrischen Haarschneidemaschinen besonders
vorteilhaft, da die verschiedenen im Verkehr befindlichen elektrischen Haarschneidemaschinen
keinen vollkommen gleichen Hub besitzen.
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Auf der Zeichnung ist die Effiliervorrichtung gemäß der Erfindung
in einer beispielsweisen Ausführung teilweise im Schnitt dargestellt, und zwar in
der Grundstellung der beiden Platten zueinander.
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Mit a ist die feste Kammplatte bezeichnet und mit h die auf ihr liegende
bewegliche Kammplatte. Die Grundplatte a ist abwechselnd mit tiefen und weniger
tiefen Einschnitten k bzw. k1 versehen, während die bewegliche Kammplatte h Einschnitte
gleicher Tiefe aufweist. Die Breite der Einschnitte der beweglichen Kammplatte h
entspricht dem Ab-
stand der Mitte zweier weniger tiefen Einschnitte k1 der
Grundplatte a. In Ruhestellung der beiden Platten zueinander stehen die Zinken der
beweglichen Kammplatte h auf ungefährer Mitte je eines weniger tiefen Einschnittes
k1 der Grundplatte. Die Einschnitte hl sind nun wesentlich breiter als die Zinken
der beweglichen Kaminplatte lt, so daß beiderseits der Zinken der beweglichen Kammplatte
h ein Teil der weniger tiefen Einschnitte k1 . der Grundplatte a von den Zinken
der beweglichen Kammplatte h unbedeckt bleibt. Die bewegliche Kammplatte
lt
ist aus ihrer Grundstellung nur nach einer Seite hin beweglich, z. B. nach
links auf der Zeichnung. Die Größe des Hubes der beweglichen Kammplatte h entspricht
der reichlichen Hälfte der Breite der Einschnitte k1.