DE628382C - Verfahren zum Herstellen von Schiebern fuer Reissverschluesse - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Schiebern fuer ReissverschluesseInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Schiebern für Reißverschlüsse Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zum Herstellen von Schiebern für Reißverschlüsse, insbesondere für solche mit nichtmetallischen Verschlußgliedern. Bisher hat man die Schieber für Reißverschlüsse aus :Metall hergestellt, indem man z. B. die gewünschte Form aus Metallblech durch Pressen und Falten schuf. Diese Schieber sind an sich einwandfrei, eignen sich aber nicht gut für Reißverschlüsse mit nichtmetallischen Verschlußgliedern, denn bei solchen ist es erwünscht, daß auch die Schieber aus nichtmetallischem Werkstoff bestehen. Bis jetzt ist es jedoch noch nicht gelungen, einwandfreie Schieber dieser Art zu erzeugen.
- Man könnteReißverschlußschieber aus nichtmetallischem Werkstoff auf dieselbe Weise herstellen wie die Metallschieber, denn das Pressen und das Falten sind auch bei nichtinetallischen Stoffen möglich. Es wurde aber gefunden, daß die so hergestellten Schieber den Anforderungen des Gebrauches nicht Genüge leisten. Der zu einem Schieber gepreßte, gebogene oder gefaltete nichtmetal, lische Werkstoff behält die ihm aufgezwungene Form nicht endgültig bei, sondern er sucht sich seiner ursprünglichen Form, die er vor der Bearbeitung hatte, wieder anzunähern. Die Schieber sind nicht beständig und deshalb unbrauchbar. Sogar für Reißverschlüsse finit nichtmetallischen Verschlußgliedern sind deshalb bis jetzt Schieber aus Metall gebräuchlich.
- Gemäß der Erfindung werden nun die Schieber aus einem vollen Stück von Celluloid oder ähnlichem nichtmetallischem Werkstoff durch Abschneiden und Herausschneiden des überschüssigen Materials der Schieberkörper hergestellt, und dabei «erden der Befestigungsteil für die Handhabe oder ähnliche Teile entweder ebenfalls aus dem Vollen herausgearbeitet oder in an sich bekannter Weise durch Ankleben am Schieberkörper befestigt, während man gewünschtenfalls auch Verstärkungsteile in an sich bekannter -Weise ansetzen kann.
- Die 'Herstellung von Gegenständen aus Celluloid durch mechanische Bearbeitung mit spanabhebenden Werkzeugen der bei der Metall- und Holzbearbeitung gebräuchlichen Art ist bekannt, jedoch händelt es sich dabei um größere Gegenstände, die sich von vornherein für diese Bearbeitungsweise ersichtlich eignen. Das istbei Reißverschlußschiebern nicht der Fall. Hier handelt es sich vielmehr um außergewöhnlich kleine Gegenstände, bei denen die Möglichkeit der erfolgreichen Bearbeitung durch spanabhebende Werkzeuge nicht ohne weiteres gegeben ist. Namentlich auch im Hinblick auf den geringen Preis, den die Schieber nur haben dürfen, stellt es einen Erfolg dar, daß der Gedanke, wie durch Versuche gefunden wurde, sich in der,Praxis überhaupt und sogar mit wirtschaftlich günstigem Erfolge verwirklichen läßt. Mit dem neuen Vorschlage ist die Aufgabe, einwandfreie Schieber aus nichtmetallischem Werkstoff zu schaffen, endgültig gelöst. Durch die Bearbeitung gemäß der Erfindung werden an dem Rohling keine Strukturänderungen vorgenommen, also kann das Bestreben einer umgelagerten Struktur, später in ihre alte Lage zurückzugehen, nicht eintreten. Die neuen Schieber sind beständig und erfüllen alle Anforderungen des Gebrauchs. Gegenüber äußerlich gefärbten .Schiebern und Metallschiebern haben sie den Vorteil geringsten Gewichtes, der Ausführbarkeit in verschiedenen, den ganzen Werkstoff durchdringenden Farben und der Beständigkeit der Farbenwirkung auch nach Abnutzung. Ohne Verwendung verwickelter Maschinen lassen sich große Mengen bei leichter Überwachung der Herstellung und billig erzeugen.
- Das neue Verfahren wird durch die Zeichnung beispielsweise erläutert. Es bedeuten: Fig. i ein Schaubild eines Rohlings, Fig. g und 3 je ein Schaubild von Bearbeitungsstufen, Fig. q. ein Schaubild der Öse für die Handhabe und Fig. 5 eine Oberansicht auf den fertig-en Schieber.
- Ein volles Stück i, z. B. aus durchsichtigem, gefärbtem Celluloid, wird beispielsweise durch Formen, Pressen oder aber durch Abschneiden von einer Stange, einem Draht, einem Streifen, einer Platte gewonnen, und zwar zweckmäßig so, daß es ein schmales Ende 2 und ein breites Ende 3 hat. Die Kanten q. werden abgeschrägt und die Kanten 5 abgerundet. Gemäß Fig. 2 werden Schlitze 6 von etwa 1,6 mm Tiefe eingeschnitten, um den Oberschild ? und,den Unterschild 8 zu bilden, wobei die Seitenkanäle 9 und i.o entstehen und der Verbindungskeil ii übrigbleibt. Die Beseitigung des im Innern des Schiebers noch vorhandenen überschüssigen Werkstoffes erfolgt. gemäß Fig. 3 durch Ausreiben, daß so lange fortgesetzt wird, bis die Kanäle ß, 9, ro unterhalb der stehenbleibenden. Flanschränder 12 die genügende Tiefe halsen. Hierzu dienen besondere kreisförmige Werkzeuge, deren Umfang Schneidzähne trägt. Zwischen zwei solcher Werkzeuge wird der Schieber sg eingespannt, -daß die Zähne ebenso in jenen eingreifen, wie es die Verschlußglieder bei dem fertigen Schieber tun.
- Auf den in der angegebenen Weise bearbeiteten Schieber wird eine Öse 13 unter gleichzeitigem Einhängen der Handhabe :14, z. B. durch Aufkleben auf den Oberschild 7, befestigt, indem man etwa die Berührungsflächen mit einem Lösungsmittel, wie Aceton o. dgl., aufweicht und die Teile zusammenhält, bis sie sich verbunden haben.
- Gemäß dem neuen Verfahren lassen sich unter Anwendung bekannter entsprechend gestalteter Werkzeuge beliebige Formen von Schiebern schaffen. Die von der mechanischen-Bearbeitung herrührenden Rauhigkeiten werden in einfacher Weise dadurch beseitigt, daß man die Schieber in bekannter Weise einige Sekunden in ein Lösungsmittel taucht und dann trocknet, worauf man die Handhabe oder sonstige Teile anbringt. Will man das Befestigungsstück für die Handhabe mit dem Schieber aus einem Stück herstellen, so macht man den Rohling entsprechend dicker und fräst entsprechend ab und aus. Anstatt einer losen Handhabe kann auch ein bequem erfaßbarer- Knopf auf dem Schieberkörper durch Herausschneiden aus dem Vollen oder durch Ankleben angebracht werden. Verstärkungsteile zum Schutz gegen Abnutzung oder ungestüme Benutzung können, gegebenenfalls aus abweichendem Werkstoff, eingesetzt und durch Ankleben mit einem Lösungsmittel oder einem Klebstoff in ihrer Lage gesichert werden. _
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Schiebern für Reißverschlüsse,insbesondere für solche mit nichtmetallischen Verschlußgliedern, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem vollen Stück aus Celluloid oder ähnlichem nichtmetallischem Werkstoff durch Abschneiden und Herausschneiden des überschüssigen Materials der Schieberkörper hergestellt wird, wobei der Befestigungsteit für die Handhabe oder ähnliche Teile entweder ebenfalls aus dem Vollen herausgearbeitet oder in an sich bekannter Weise durch Ankleben am Schieberkörper befestigt. sowie gewünschtenfalls auch Verstärkungsteile in an sich bekannter Weise eingesetzt werden können.
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