DE627C - Drahtseil mit Metallhülsen - Google Patents
Drahtseil mit MetallhülsenInfo
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Description
1877.
Klasse 47.
THEODOR HAGER in MAINZ. Drahtseil mit Metallhülsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. September 1877 ab.
Die nach Art gewöhnlicher Hanftaue durch Drehung hergestellten Drahttaue und Seile
enthalten die Drähte in schraubenförmigen Windungen gruppirt; die Inanspruchnahme derselben
auf absolute Festigkeit findet deshalb nicht in günstigster Weise statt.
In der vorliegenden Anordnung ist eine Faschine aus parallel liegenden Drähten (Fig. 1) gebildet,
welche in nachstehend beschriebener Weise zu einem Tau geschlossen oder offen gefafst werden.
I. Das offene Tau oder die Kette.
Dieses ist mit Angriffspunkten für Kraft und Last in Fig. 1 dargestellt; es besteht aus einer
Gruppe parallel liegender Drähte, die in ihrer Lage durch Metallhülsen erhalten werden, welche
die Faschine äufserlich schützen und die Angriffspunkte desselben für die Seilscheibe bilden.
Für diese Hülsen sind hier nur beispielsweise die Kugel- und die Cylinderform gewählt, jede
andere Form bleibt vorbehalten, nur die Hülsenform bildet das Wesentliche. Die ungezwungene Lage der Drähte in diesen Hülsen
. sichert dem Faschinen-Tau eine weit gröfsere Biegsamkeit, als gedrehte Taue von gleicher
Tragfähigkeit sie besitzen.
Die Angriffspunkte für Kraft und Last werden in der Weise gebildet, dafs ein Kegelverschlufs
hergestellt wird. Fig. 5 zeigt einen cylindrisch durchbohrten Kegel α im vergröfserten Mafsstabe.
Aus derselben ist ersichtlich, dafs die Drähte durch die cylindrische Durchbohrung gesteckt,
aufsen herumgeführt und dann die Enden um die Faschine gewickelt werden. In diesem
Zustande kann der Kegel α mit den gefafsten Drähten um die Hülse b, Fig. 1, geschoben
werden; nach Ueberdeckung mit einer Lederscheibe c wird dann die Oese d in die Hülse
geschraubt. Dieser gleich ist die Fassung am anderen Ende. Wirken Kraft und Last an den
Oesen, so zieht sich der von den einzelnen Drähten der Faschine umschlungene Kegel a
immer fester in· die konisch ausgebohrte Hülse b, wodurch dann auf sicherste Weise der Kraftschlufs
bewirkt ist.
II. Das geschlossene Faschinen-Seil
ohne Ende.
ohne Ende.
Hierbei ist die Vereinigung der beiden Enden ähnlich wie vorstehend, nur dafs für dieselben
gemeinschaftliche Hülsen vorhanden sind, in welchen die von den Drähten umschlungenen
Kegel Platz finden;. Fig. 2, 3 und 4 bilden einige der vielen möglichen auf dem Kegelverschlufs
basirenden Combinationen, welche ohne weitere Erläuterungen deutlich sein dürften.
III. Das besponnene Tau.
Ein solches auf dem Faschinen-Princip beruhendes Tau ist in Fig. 7 carrikirt dargestellt,
um die Wickelung deutlicher zu zeigen, e-e-e-e sind die parallel um eine Hanfseele gruppirten
Faschinendrähte, welche durch einen Zinkdraht // derart umwickelt sind, dafs jeder in
gewissen Abständen von diesem umschlungen Wird, so dafs die parallele und gleichmäfsige
Lage der einzelnen Drähte erhalten bleibt. Die Zinkdrähte in Berührung mit den Eisen- oder
Stahldrähten der Faschine schützen durch galvanischen Einflufs die Faschinendrähte vor
dem Rosten. Eine Umhüllung von irgend einem passenden Material wird über das Faschinentau
gewunden oder geflochten, um dasselbe äufserlich zu schützen und die Form zu sichern.
IV. Der mit der Faschinenkette armirte Treibriemen.
Anstatt da, wo einfache Treibriemen nicht zur Kraftübertragung ausreichen, doppelte oder
mehrfache Lagen über einander anzuwenden, wird der einfache Riemen, wie Fig. 6 zeigt, mit
mehreren Faschinenketten armirt, welche auf ihm festgenäht werden. Zu diesem Zwecke
empfiehlt es sich deshalb, mit dünneren und dickeren cylindrischen Hülsen abzuwechseln,
weil dadurch Platz für den Näheriemen geschaffen wird.
Claims (2)
1. Die Anordnung der Drähte in Drahtseilen
oder Tauen in paralleler Lage, behufs Herstellung gröfserer Biegsamkeit (Drahtfaschinen-Taue).
2. Die Anordnung von Hülsen in verschiedenen Formen, welche über die Drahtfaschinen geschoben
werden, um sie zu fassen und Angriffspunkte für die Transmission geschlossener
Seile zu bilden, wobei die Anwendung solcher Hülsen auch auf gedrehte Drahttaue und
Drahtlitzen vorbehalten bleibt.
Die Durchflechtung von Eisen- oder Stahldrahtfaschinen mit Zinkdraht, um sie gegen
das Rosten zu schützen, welche bisher bei Drahttauen noch nicht angewendet worden ist.
Die Fassung der Enden der Drahtfaschinen-Taue in durchbohrte Kegel, welche sich beim
Gebrauche in entsprechend ausgebohrte und geformte Hülsen pressen, mittelst deren entweder
die offenen Taue in geschlossene (ohne Ende) verwandelt, oder wie bei Förderseilen,
Angriffspunkte für Kraft und Last geschaffen werden.
Die Anwendung der Drahtfaschinenkette mit aufgeschobenen Hülsen zum Armiren einfacher
Treibriemen, um ihre Zugfestigkeit beliebig zu erhöhen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE627T | 1877-09-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE627C true DE627C (de) |
Family
ID=70975577
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE627DA Expired - Lifetime DE627C (de) | 1877-09-22 | 1877-09-22 | Drahtseil mit Metallhülsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE627C (de) |
-
1877
- 1877-09-22 DE DE627DA patent/DE627C/de not_active Expired - Lifetime
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