DE62765C - Elektro-telephonischer Apparat zur Diagnose der Herz- und Pulsbewegungen - Google Patents

Elektro-telephonischer Apparat zur Diagnose der Herz- und Pulsbewegungen

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DE62765C
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electro
pelote
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housing
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DENDAT62765D
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A. VON HOfcOWINSKI, Dr. phil. in Warschau, Prözna 7
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/02Detecting, measuring or recording for evaluating the cardiovascular system, e.g. pulse, heart rate, blood pressure or blood flow
    • A61B5/024Measuring pulse rate or heart rate

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand dieser Erfindung bildet ein mikrophonisches Instrument, welches »Rhytmophon« genannt werden soll, und welches dazu bestimmt ist, jede physiologische Welle (z. B. Herz-, Puls-, Athmungscurve u. dergl.) vermittelst des Telephons in einzelne, künstlich erzeugte Töne (»Rhythmen«) aufzulösen. Diese Töne sind genau synchronisch mit den Fufspunkten der auscultirten Wellen und gestatten also dem praktischen Arzt, die Herz- und Kreislaufskrankheiten zu prüfen. Infolge einer besonderen mechanischen Einrichtung der mikrophonischen Kohlencontacte wirkt das Rhythmophon unabhängig von der Schwere und bewahren die Contacte ihre Tonempfindlichkeit ohne jede mikrometrische Regulirung ihres Druckes in allen Lagen und für mehrere Millimeter hohe Amplituden der Welle.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist das neue Instrument dargestellt. Fig. 1 zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch dasselbe, Fig. 2 eine Oberansicht, in der Richtung des Pfeiles O der Fig. ι , Fig. 3 eine Seitenansicht und Fig. 4 eine Hinteransicht.
Der mikrophonische Contact dieses Rhythmophons (Fig; 1) besteht aus zwei leichten Kohlenplatten χ und £, welche vermittelst eines Platinhakens y sich gegenseitig berühren. Die Platten x. und %, sowie der Hakeny sind an dem Ende je einer metallischen Feder 1, 3 bezw. 2 befestigt.
Die Feder 3 des Contactes 7 ist mit der Röhre r des Gehäuses fest verbunden und wird für die Dauer vermittelst der Schraube c eingestellt. Die zwei anderen Federn 1 und 2 sind an einem schaufeiförmigen Ansatz M, von einander elektrisch isolirt, befestigt und mittelst dieses Ansatzes an einem Metallplättchen b, in dem Mittelpunkt desselben (oder an irgend einer anderen federnden Aufhängung) derart befestigt, dafs die Federn 1 und 2 sich in gerader Verlängerung eines in ein Kissen (Pelote) P endigenden Stäbchens N befinden, das ebenfalls an b befestigt ist und zweckmäfsig auf eine an M sitzende Stiftschraube aufgeschraubt wird. Die federnde Metallplatte b ist an den metallischen Ring k durch eine Ringmutter fest angedrückt und von der Röhre r durch einen Ring ρ aus isolirendem Material elektrisch gesondert.
Das Gehäuse r des Rhythmophons ist an einer festen Achse/ vermittelst eines Kautschukkdrkes T und einer Feder S, Fig. 2, aufgehängt und in das Fufsgestell (Stativ), Fig. 3 und 4, welches zur bequemen Handhabung des Instrumentes dient, eingesetzt.
Die beiden Hauptmerkmale des Rhythmophons sind:
1. Verlegung desjenigen Punktes, an welchem die Schwingungen aufgenommen werden (P), an das eine Ende eines in seiner Drehachse B wenig federnden Hebels, dessen anderes Ende in den gleichfalls federnden Doppelcontact χ und y ausläuft, und
2. die federnde und relativ nachgiebige Aufhängung des geneigten Gehäuses r selbst im Fufsgestell.
Wirkt nämlich eine Kraft F, Fig. 1, auf das Kissen P des Instrumentes, so verursacht
i. die Seitenkraft A, dafs die Contacte χ und y sich in der Richtung des Pfeiles A2 vom Contact \ zu entfernen bestreben, und
2. die andere Seitenkraft A*, dafs gleichzeitig das Gehäuse r im Gestell in der Richtung des Pfeiles A1 verschoben wird. .
Bei entsprechenden (relativen) Elasticitäten der obigen beiden federnden Aufhängungen werden also grofse Amplituden der Pelote P nur sehr kleine, aber proportionale Verschiebungen der beweglichen Contacte χ y hervorbringen, wodurch der gegenseitige Druck der Kohlen die Grenzen der erforderlichen Empfindlichkeit für schallerzeugende Widerstandsänderungen nicht überschreitet. Die sehr geringen mechanischen Erschütterungen bei einer gehenden Taschenuhr werden ebenso leicht durch einzelne Töne wiedergegeben, wie die Wellen eines Pneumogramms von mehr als 3 mm Amplitude, ohne dafs man die erstmalige Regulirung zu ändern brauchte. Das Rhythmophon erübrigt dem Arzt die mühsame graphische Analyse physiologischer Wellen und gestattet ihm, * einen raschen Schlufs über die relative Lage der Fufspunkte beliebig langsamer Schwingungen, welche dem Rohr unmittelbar gar nicht zugänglich wären, auf akustischem Wege mit Genauigkeit zu ziehen.
In den Fig. 3' und 4 ist als Beispiel das Modell eines Fufsgestelles gegeben, welches, mit dem Rhythmophon verbunden werden kann. Die Buchstaben ti bezeichnen die Haken zum Befestigen des Instrumentes. Die Höhe der Aufhängung des Kissens kann mit Hülfe der Muttern G beliebig geändert werden.
Das beschriebene Instrument wird in einen Stromkreis, welcher ein oder mehrere Telephone und ein Element oder eine Batterie enthält, in folgender Weise eingeschaltet:
Der eine Draht dl, Fig. 4, dieses Strom-, kreises führt zur isolirten Schraube H des das Instrument tragenden Gestelles und von da zum Ring k, Fig. 3, welcher mit der federnden Metallplatte b, Fig. 1, bezw. der federnden Drehachse B des Hebels , N M .und dem Contactstück χ leitend verbunden ist. Der andere Draht d2 des Telephonstromkreises (Fig. 4) steht bei O mit einer Unterbrecherfeder O J in Verbindung, welche, so lange kein Druck auf den Knopf J ausgeübfwird, an der Schraube L anliegt, die durch einen Draht dA bei r\ Fig. 3, mit der Röhre r und dadurch mit dem Contactstück s{, Fig. 1, in leitender Verbindung ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein elektro-telephonischer Apparat zur Diagnose der Herz- und Pulsbewegungen, welcher nach Einschaltung in den Stromkreis eines oder mehrerer Telephone physiologische oder andere Wellen dadurch in hörbare Töne umwandelt, dafs einerseits sein die beiden Kohlecontactstücke χ und ^ enthaltendes Gehäuse r in geeigneter Lage nachgiebig federnd aufgehängt ist und andererseits das eine Contactstück χ an dem einen Ende eines in seinem Drehpunkt wenig federnden Hebels NM sitzt, dessen anderes, in eine Pelote P auslaufendes Ende derart umgebogen ist, dafs jede auf die Pelote P einwirkende Kraft in zwei Kräfte zerlegt wird, von denen die eine das Bestreben hat, das Contactstück χ in sehr verkleinertem Mafse, im Vergleich zur Amplitude der Pelote, von dem Contactstück ^ zu entfernen, während die andere eine Verschiebung des Gehäuses r in seiner Längsrichtung herbeiführt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT62765D Elektro-telephonischer Apparat zur Diagnose der Herz- und Pulsbewegungen Expired - Lifetime DE62765C (de)

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