DE62736C - Lufttrockenvorrichtung für Frachtschiffe und Lagerspeicher - Google Patents

Lufttrockenvorrichtung für Frachtschiffe und Lagerspeicher

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DE62736C
DE62736C DENDAT62736D DE62736DA DE62736C DE 62736 C DE62736 C DE 62736C DE NDAT62736 D DENDAT62736 D DE NDAT62736D DE 62736D A DE62736D A DE 62736DA DE 62736 C DE62736 C DE 62736C
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DE
Germany
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dry
sea
ship
floor
drying device
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62736D
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English (en)
Original Assignee
Frau O. DRÄGER, geb. SORGE, in Wilhelmshaven, Gökerstrafse 15 I
Publication of DE62736C publication Critical patent/DE62736C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/70Drying or keeping dry, e.g. by air vents
    • E04B1/7015Drying or keeping dry, e.g. by air vents by heating the ambient air

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um Schiffsladungen während der Fahrt oder Speichergüter während des Lagerns gehörig auszutrocknen bezw. vor dem Anziehen von Feuchtigkeit zu schützen, ist es erforderlich, dieselben in ihrer ganzen Ausdehnung fortwährend einem lebhaften Luftzuge auszusetzen. Zu diesem Zweck wird das Schiff oder der Speicher mit der nachstehend beschriebenen Einrichtung ausgerüstet.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 die Oberansicht einer solchen Trockenvorrichtung in ihrer Verwendung auf Schiffen, Fig. 2 zeigt einen Längenschnitt und Fig. 3 Einzelteile in gröfserem Mafsstabe.
Das Schiff besitzt einen doppelten Boden. Der obere Boden ist durch eine Längs- und Querbalkenlage gebildet, auf deren Kreuzungspunkten die in Fig.' 3 gezeichnete Luftleitungsvorrichtung befestigt ist. Dieselbe besteht aus dem .kurzen Rohrstutzen α und dem über Ladungshöhe hinaufreichenden längeren Rohr b, welches auf α aufgeschoben und mit demselben durch Schraubengewinde, Bajonnetverschlufs oder auf andere geeignete Weise lösbar verbunden werden kann. Die Rohre a und b, von denen b eine sich nach unten verjüngende konische Gestalt besitzt, sind oberhalb mit siebartigen Platten c und d über-. deckt. Aufserdem ist das Rohr b auf seinem ganzen Umfang siebartig durchlöchert und oberhalb mit Handgriffen e versehen. Sämmtliche Luftrohre communiciren durch centrische Bohrungen f der Balkenkreuzungen mit dem hohlen Raum g . zwischen den beiden Schiffsböden. Die einzelnen Felder der Balkenlage sind mit Rahmen h aus Drahtgeflecht oder sonstigem durchlässigen Material überdeckt. Zu beiden Seiten des Ladungsraumes sind die hohlen Räume i i vorgesehen, welche einerseits durch Oeffnungen k im Schiffsverdeck I mit der äufseren Luft und andererseits durch Oeffnungen m η in der Scheidewand ο mit den hohlen Räumen g und ρ unter und über der Ladung communiciren. Die Oeffnungen m und η sind durch Schiebethüren g verschliefsbar, und zwar so, dafs η geschlossen ist, wenn m offen ist, und umgekehrt.
Vor der Oeffnung k auf der einen oder anderen Seite des Schiffes — je nach der Windrichtung -— werden während der Fahrt Windsäcke angeordnet, welche die freie Luft auffangen und sie durch den hohlen Raum i und die an dieser Seite unverschlossene Oeffnung m in den hohlen Schiffsboden g strömen lassen. Hier vertheilt sich die Luft und zieht durch. das über das ganze Ladungsgut vertheilte Röhrensystem α und b nach oben in den hohlen Raum ρ über der Ladung, um schliefslich durch die auf der anderen Schiffsseite unverschlossene obere Oeffnung η und Oeffnung k ins Frei zu strömen. Auf ihrem Wege bestreicht und trocknet die Luft hierbei die Schiffsladung zuerst von unten, alsdann von innen und schliefslich von oben. Selbstverständlich kann der Luftstrom auch auf andere Weise, durch Ventilatoren etc., erzeugt und geleitet werden. Vor dem Löschen des Schiffes wird das Verdeck entfernt und werden die einzelnen Röhren b herausgezogen. Die ihnen gegebene konische Form erleichtert das Herausziehen wesentlich.

Claims (1)

  1. Derartige Trockenschiffe eignen sich vorzüglich zum Transportiren gewisser Waaren, welche der Zeitersparnifs wegen nafs verladen, unterwegs getrocknet und am Bestimmungsort in trockener und fester Form entladen werden . sollen. Hierher gehört beispielsweise der in jüngster Zeit vielfach als Kunstdünger zur Verwendung gelangende Seeschlick. Derselbe kann beim Vorhandensein einer solchen Trockeneinrichtung auf dem einfachsten und billigsten Wege nutzbar gemacht - werden, indem er durch Pumpenbagger gewonnen, in Dampfern beliebige Strecken über See befördert und alsdann unter gleichzeitiger Mischung mit Ammoniak bindenden Mitteln, wie Torfmull, Gypsspath u. s. w., . durch Pampen in das Trockenschiff umgeladen wird, welches ihn während der Fahrt vollständig austrocknet und in fester Form an seinen Bestimmungsort bringt. Das Trockenschiff macht das meistens nicht einmal ausführbare, kostspielige und schädliche Pressen des Seeschlicks unnöthig. Die im Wasser löslichen Nährstoffe- fördern in erster Reihe das Wachsthum der Pflanze. Beim Pressen gehen diese vornehmlich nützlichen Düngerstoffe mit dem ausgepreisten Seewasser natürlich zugleich verloren. Das Trockenschiff bietet für Seeschlick ferner den Vortheil, dafs beim Aufsteigen vom tieferen Fahrwasser des Unterlaufes unserer Ströme in das flachere Oberwasser die Ladung täglich leichter und der-Tiefgang des Schiffes, wie erwünscht, geringer wird. Endlich wird auch das umständliche trockene Aus- bezw. Umladen von den theueren Seestädten weg in die Provinzen verlegt, wo Arbeitskräfte in der Regel billiger zu haben sind.
    ■ Nach der Mischung und dem Luftzuge der neuen Einrichtung ausgesetzt, verdunstet, das Wasser aus dem Seeschlick sehr schnell. Derselbe wird erfahrungsgemäfs , schon nach 48 Stunden so fest, dafs die Röhren b abgedreht werden können. Unter dem Einflufs der von jetzt an noch wirksameren directen Lufteinströmung bilden sich in der festen Masse ■ daumenstarke, von unten bis oben durchklaffende Risse, welche die beschriebene Einrichtung zur vollen Wirksamkeit bringen, so dafs schon nach Verlauf von 4 bis 5 Tagen, je nach der Witterung, der Seeschlick einen vollkommen trockenen und mahlungsfähigen Zustand erlangt. Versuche, welche in dieser Richtung auf einem Speicherboden gemacht wurden, haben ein solches Resultat'schon in .3 Tagen ergeben.
    Mit gleich grofsem Vortheil kann diese Einrichtung sowohl auf Frachtschiffen, als . auch ■in Lagerspeichern, Feldmagazinen u. s. w. für Körner -, Hülsenfrüchte und andere der Trockenhaltung bedürftige Waaren angewendet werden, um dieselben vor dem Anziehen von Feuchtigkeit au schützen, das Dumpfigwerden oder gänzliche Verderben zu verhüten und die Arbeit ' des Umstechens bezw. Umwerfens zu ersparen.
    Für derartige Waaren sind die durchlöcherten Bestandteile der Trockeneinrichtung mit Jute- oder anderem durchlässigen Gewebe zu überspannen. Für den schnell . erstarrenden Seeschlick genügt unter Umständen, den Lagerboden einfach aus durchlöcherten Bohlen herzustellen und in deren Löcher an Stelle der Röhren dünne Holzstiele in gröfserer Anzahl •— am besten Tannenwipfel mit dem dünnen Ende nach unten gekehrt -— hineinzustecken, welche später wieder herausgezogen werden und alsdann ein natürliches Röhrensystem hinterlassen.
    ' Patenτ-Anspruch:
    Lufttrockenvorrichtung für Frachtschiffe und Lagerspeicher, darin bestehend, dafs über dem eigentlichen Lagerboden ein zweiter siebartiger Boden und über diesem ein System herausziehbarer, siebartig durchlöcherter Röhren angeordnet ist, welche mit Luft-Ein- und -Ausströmungsöffnungen derart in Verbindung stehen, dafs der künstlich aufgefangene oder erzeugte Luftstrom durch den siebartigen Boden und das Röhrensystem hindurch über'Ladungshöhe hinweg wieder ins Freie zu strömen vermag und auf seinem Wege die Ladung nach einander von unten, von innen und von oben bestreicht und hierbei trocknet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62736D Lufttrockenvorrichtung für Frachtschiffe und Lagerspeicher Expired - Lifetime DE62736C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2601728A (en) * 1950-02-08 1952-07-01 George T Sutch Hay drying device
US4356146A (en) * 1979-04-04 1982-10-26 Ortwin Knappe Incoming and outgoing air conveyance for dry storage with self heating radioactive materials

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US2601728A (en) * 1950-02-08 1952-07-01 George T Sutch Hay drying device
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