DE625282C - Messschieber mit auswechselbaren Messblenden - Google Patents

Messschieber mit auswechselbaren Messblenden

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DE625282C DEB160890D DEB0160890D DE625282C DE 625282 C DE625282 C DE 625282C DE B160890 D DEB160890 D DE B160890D DE B0160890 D DEB0160890 D DE B0160890D DE 625282 C DE625282 C DE 625282C
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    • G01F1/05Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects
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    • G01F1/36Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects by measuring pressure or differential pressure the pressure or differential pressure being created by the use of flow constriction
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Meßschieber mit während des Betriebes auswechselbaren Meßblenden, die in eine seitlich am Schiebergehäuse angeordnete Kammer mittels Kurbelübertragung hineinbewegbar sind. Die Verstellung einer Meßblende in und außer Wirklage mittels Kurbelübertragung ist bei Absperrschiebern bekannt. Auf Meßschieber mit mehreren Meßblenden, die während des Betriebes ausgewechselt werden können, ist aber eine Kurbelbetätigung bisher nicht angewandt worden. Die bekannten Meßschieber, bei denen die Auswechselung der Blenden keine Betriebsunterbrechung notwendig macht, sind mit einer großen verdrehbaren Scheibe mit mehreren um den Drehpunkt .derselben herum angeordneten Meßblenden versehen, die wahlweise mit der Bohrung des Strömungs-
. rohres in koaxiale Lage gebracht werden können. Da alle Meßblenden an der großen Drehscheibe in einer gemeinsamen rechtwinklig zur Achse des Strömungsrohres liegenden Ebene angeordnet sind, so ergibt sich, daß das Gehäuse eines derartigen Meßschiebers sehr groß sein muß, was natürlich nicht nur kostspielig, sondern auch raumversperrend ist. Auch gibt es Meßschieber mit quer zum Strömungsrohr geradlinig verschiebbaren Scheiben, welche mehrere Meßblenden tragen, aber auch diese Schieberkonstruktion ist raumversperrend.
Erfindungsgemäß wird durch eine unabhängige Verstellbarkeit der einzelnen Meßblenden, welche nach Art eines Absperrschiebers in eine seitlich am Schiebergehäuse angeordnete Kammer hineinbewegt werden können, eine wesentliche Verkleinerung des Schiebergehäuses und auch eine bequemere Auswechselbarkeit der Meßblenden erzielt. Das Neue der- Erfindung besteht darin, daß zwei Meßblenden mittels für jede Meßblende gesondert vorgesehener Kurbelübertragung wahlweise durch einen nur eine Meßblende zur Zeit hindurchlassenden Schlitz in das Strömungsrohr hineinbewegbar sind. Ferner sind an dem kreisförmigen Teil des Umfanges jeder Meßblende an sich bekannte Keilflächen angebracht, welchen in der Wirklage der Meßblende in der Rohrwandung befestigte. Bolzen gegenüberstehen, so .daß nach Einführung der Meßblende in die Wirklage durch eine weitere Drehung der Kurbelwelle noch eine Verdrehung der Meßblende und dadurch ein Festkeilen derselben in ihrem Sitz stattfindet. Diese Verkeilung der Meßblenden durch Verdrehung ist allerdings schon bei
Absperrschiebern vorgenommen worden, bei denen die Absperrscheibe an einer langen axial verschiebbaren Stange sitzt, die nach Einführung der Absperrscheibe seitlich verschwenkt wird, lim die Scheibe zwecks Festkeilung zu verdrehen.
Der Meßschieber gemäß der Erfindung ist auch in bekannter Weise mit einem die Meßblendenkammer von dem Strömungsrohr ab-, ίο sperrenden Ventil versehen, welches in neuartiger Weise als Schieberventil ausgebildet ist, wobei der Schieber gleichzeitig als Festklemmvorrichtung für die in Wirklage befindliche Meßblende ausgebildet ist. !5 In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. _ Abb. ι ist eine Seitenansicht des Meßschiebers.
Abb. 2 ist eine Endansicht desselben, teilweise im Schnitt.
Abb. 3 ist είη senkrechter Schnitt nach Linie III-III der Abb. 2, wobei sich eine Meßblende in Wirklage befindet.
Abb. 4 ist ein senkrechter Schnitt wie a5 Abb. 3, jedoch befinden sich beide Meßblenden außer Wirklage.
Abb. 5 zeigt in Seitenansicht und teilweise im Schnitt das Absperrventil.
Abb. 6 ist eine Aufsicht des Deckels des Meßschiebers, der zum Abschließen der die Meßblenden aufnehmenden Kammer dient.
Abb. 7 ist eine Vorderansicht des in der Abb. 6 dargestellten Deckels, teilweise im Schnitt.
Abb. 8 zeigt in Aufsicht eine durchlochte Meßblende.
Abb. 9 ist ein Schnitt durch dieselbe nach Linie IX-IX der Abb. 8, und Abb. io zeigt den Umfang der durchlochten Meßblende abgewickelt.
Der Meßschieber ι besitzt einen kurzen zylindrischen Teil 2, dessen Durchmesser dem Durchmesser derjenigen Leitung entspricht, in welcher der Meßschieber eingeschaltet werden soll. An· beiden Enden dieses Teiles befinden sich die Flansche 3 und 4, welche zur Befestigung des Meßschiebers an Flansche dienen, die sich an den Rohrleitungen befinden.
Das Gehäuse 1 des Meßschiebers ist mit einem radialen Ansatz 5 versehen, in welchem sich eine Kammer zur Aufnahme der Meßblende befindet. Der zylindrische Teil 2 des t Gehäuses ist ferner mit einer ringförmigen 'Aussparung versehen, wodurch ein Sitz 6 für die Meßblende entsteht, .der das Strömungsrohr 7 umgibt und zur Aufnahme der Meßblenden dient. Aus der Abb. 3 geht hervor, daß die Meßblenden 8 und 9 in einer Kam-So mer 10 untergebracht sind, welche in der Fortsetzung 5° gebildet ist. Die Seitenwände 5δ und Sc dieser Kammer liegen parallel zueinander und in Ebenen, welche .die Achse des Durchgangskanals rechtwinklig schneiden. Das untere Ende der Kammer 10 ist verjüngt, um einen Schlitz 11 zu bilden, der radial von der Kammer 10 zu dem Strömungsrohr 7 verläuft und durch welchen die . Meßblenden 8 oder 9 hindurchgeschoben werden können, so .daß sie quer zur Achse des Durchgangskanals 7 in diesen eintreten. Von dem oberen Teil des Ansatzes S erstreckt sich ein Ansatz 12 nach auswärts, der mit einer Bohrung 13 versehen ist, deren Achse parallel zu der Achse des Strömungsrohres 7* liegt. Die Bohrung 13 steht mit der Kammer 10 in Verbindung und stellt ein Lager für eine Kurbelwelle 14 dar, welche mit der Meßblende 8 verbunden ist und welche dazu dient, diese Meßblende .von der Kammer 10 in das Strömungsrohr 7 hineinzubewegen.
Die Meßblende 8 ist'mit der Kurbelwelle 14 mittels einer Kurbel 15 verbunden, und zwar ist das eine Ende dieser Kurbel mit einer Bohrung 16 versehen, welche lose das eine Ende der Kurbelwelle 14 umgibt. Ein Ouerstift 17 geht durch diese Kurbel und die Welle 14 hindurch, um eine Verdrehung der Kurbel durch die Kurbelwelle zu gewährleisten. Die Kurbel kann um den Zapfen 17 etwas hin und her kippen. Das andere Ende der Kurbel 15 ist mit einer Bohrung 18 versehen, durch welche ein Bolzen 19 hindurchragt, der in die Meßblende 8 hineingeschraubt ist. Der Bolzen ist von einer kurzen konisehen Buchse 20 umgeben, welche lose in dem Loch 18 ruht und eine Bewegung der Meßblende in der Richtung der Achse .der Welle 14 zuläßt.
Die Meßblende 9 ist in gleicher Weise durch eine Kurbel 21 mit einer Kurbelwelle 22 verbunden, welche durch einen Ansatz 23 hindurchragt, der sich an der anderen Seite des Gehäuseansatzes 5 befindet, genau der Lagerung der Kurbelwelle 14 gegenüber. Die Wellen 22 und 14 sind koaxial angeordnet. Aus den Abb. 2, 3 und 8 geht hervor, daß die Meßblenden 8 und 9 aus verhältnismäßig dünnem Blech oder Plattenmaterial bestehen. Die Meßblende 9 ist beispielsweise mit einer öffnung 24 versehen, welche in der Nähe des einen Endes der Platte sich befindet. Der Umfang dieser Platte, welcher den unteren Teil dieser Öffnung 24 umgibt, ist kreisförmig und liegt konzentrisch zur öffnung 24, wie bei angedeutet ist. Eine mit Gewinde 26 versehene öffnung ist in der Nähe des oberen Endes dieser Platte angeordnet, um den Bolzen 19 aufzunehmen.
Der Mittelpunkt der Öffnung 26 liegt von dem Mittelpunkt der öffnung 24 in einem Abstand entfernt, der erheblich größer ist als
der Krümmungsradius des unteren Teiles der Scheibe. Daher besteht die Verbindung der Kurbel 21 mit der Meßblende 9 und der Welle 22 in einer Kurbelverbindung, durch welche die Meßblende 9 verschöben wird, wenn die Kurbelwelle 22 verdreht wird. Diese Verdrehung .der Welle 22 hat eine Hinundherverschiebung der Scheibe 9 zur Folge, und zwar von einer in der Kammer 10 befindlichen Lage, wie die Abb. 4 darstellt, zu einer Lage, wie sie in den Abb. 2 und 3 gezeigt ist, in welcher der untere Umfang der Scheibe 9 mit dem Ventilsitz 6 und dem Strömungsrohr 7 zusammenliegt, wobei die Öffnung 24 sich in dem Strömungsweg der Flüssigkeit befindet, welche .durch das Strömungsrohr 7 hindurchströmt.
Aus der Abb. 2 ist ersichtlich, daß, nachdem die Meßblende 9 in Eingriff mit dem Ventilsitz 6 verschoben worden ist, eine Weiterverdrehung der Welle 22 eine Verdrehung der Meßblende 9 verursacht, und zwar um einen kleinen Winkel. Diese Verdrehung wird dazu benutzt, um die Scheibe gegen .den Ventilsitz 6 festzukeilen, wie insbesondere aus den Abb. 2, 8 und 10 hervorgeht. An der einen Seite der Scheibe 9 befinden sich nämlich am unteren Umfang zwei Keilflächen 27 und 28, welche mit zwei Stiften 29 und 30 in Eingriff geraten. Diese Stifte 29 und 30 ragen durch die unteren Wandungen des zylindrischen Teiles 2 hindurch und befinden sich in derartiger Lage, daß die zylindrischen Flächen dieser Stifte in der Nähe des ringförmigen Ventilsitzes 6 zu liegen kommen. Aus den Abb. 3 und 4 geht hervor, daß der Schlitz 11, durch welchen die Meßblenden hindurchgeschoben werden, eng ist, und zwar ist dieser Schlitz nur so breit, wie notwendig ist, um eine Meßblende hindurchzulassen. Die unteren Teile der Wände, welche die Kammer 10 bilden, sind schräg nach dem Schlitz 11 hin angeordnet, wie bei 31 und 32 gezeigt ist. Durch diese Wandteile 31 und 32 wird also das untere Ende der Meßblende in den Schlitz 11 hineingeführt. Da jede Meßblende in eine Stellung, die sie mit dem Schlitz 11 in Deckung bringt, bewegt werden muß, so ist es notwendig, daß die vorher beschriebenen losen Verbindungen zwischen den Kurbeln 15, 21 und den damit verbundenen Meßblenden und Kurbelwellen vorhanden sind, damit eine geringe seitliche Verschiebung der Ventilscheiben möglich ist, so daß sie im Schlitz nicht klemmen.
Um eine seitliche Verschiebung der Meßblenden zu erleichtern, sind die oberen Teile der Wände, welche die Kammer 10 bilden, mit Hubflächen versehen, welche die Kurbeln in die richtige Lage bringen, wenn die Kurbelwellen verdreht werden.
Gemäß den Abb. 3, 6 und 7 ist der obere Teil der Kammer 10 mit einem entfernbaren Deckel 33 versehen, welcher an dem Ansatz 5 durch Schraubstifte und Muttern 34 befestigt ist. Der Deckel 33 ist mit einer Aussparung 35 versehen, welche einen Teil der Kammer 10 bildet, und zwar ist die Aussparung 35 mit Hubflächen 37 und 38 an gegenüberliegenden Seiten versehen, so daß, wenn eine der Meßblenden in .die Kammer 10 hineinbewegt wird, dabei der Bolzen 19 über die Hubfläche 37 hinweggleitet und in den vertieften Teil 39 derselben hineingleitet, so daß die Meßblende nach der äußeren Wandung der Kammer 10 bewegt wird. Soll jedoch eine Meßblende nach abwärts aus der Kammer 10 herausbewegt werden, dann kommt der Bolzen 19 mit der Hubfläche 37 in Berührung, welche den Bolzen nach auswärts drückt, so daß die Meß- ß° ' blende nach auswärts bewegt wird in eine Lage, in welcher sie sich in der Deckstellung mit dem Schlitz 11 befindet.
Aus dem Obigen geht hervor, daß bei richtiger Wahl der öffnungen in den Meßblenden 8 und 9 eine von diesen für schweren und die andere für leichten Betrieb benutzt werden kann. Die Anschlußöffnungen für die Meßinstrumente sind bei 40 und 41 angebracht.
Es ist beim Auswechseln der Meßblenden nicht erforderlich, das Innere des Ventilgehäuses mit der Außenluft zu verbinden, und es sind keine umständlichen mechanischen Maßnahmen beim Auswechseln erforderlich.
Die Wellen 14, 22 sind gut abgedichtet, wie bei 42 und 43 angedeutet ist.
Die Kurbelwellen 14 und 22 können ferner mit Sperrvorrichtungen versehen sein, wie bei 44 und 45 angedeutet ist. Diese Sperrvorrichtungen bestehen je aus einem ösenartigen Glied 46, das starr an den äußeren, nach auswärts ragenden Enden der Wellen befestigt ist. Das äußere Ende dieser Ösen kann, wenn die Welle verdreht wird, um die damit ver- 105. bundene Meßblende in das Strömungsrohr 7 hineinzuhewegen, gegen einen nach außen ragenden Ansatz 47 zum Anschlag kommen, der eine Öffnung 48 hat, welche der Öse 46 entspricht. Nun kann man irgendein Schloß durch die Öffnung 46 und 48 hindurchführen und die in Arbeitslage befindliche Meßblende gegen unbeabsichtigte Herausbewegung sichern. Diese Sperrvorrichtungen 44 und 45 stellen aber auch gleichzeitig Anzeigevorrichtungen dar, da sie anzeigen, welche von den beiden Meßblenden sich in Arbeitslage befindet. Außerdem stellen diese Sperrvorrichtungen Begrenzungsvorrichtungen dar, um zu starke Beanspruchungen von den Wellen und Meßblenden fernzuhalten, wenn dieselben in Arbeitslage bewegt werden, denn der An-
schlag der einen Öse gegen den nach auswärts ragenden Ansatz verhütet eine Weiterdrehung der Welle.
■Da der Schlitz ii zwischen der Kammer io und dem Strömungsrohr 7 lediglich genügend breit ist, um nur eine Meßblende zur Zeit hindurchzulassen, so folgt hieraus, daß durch Verriegelung der einen Meßblende in ihrer Wirklage gleichzeitig die andere Meßblende
■ 10 verriegelt ist und nicht in die Wirklage ge-. schoben werden kann.
Gemäß der Abb. 2 ist der untere Teil des Meßschiebers mit einer Aussparung 49 versehen, um einen Sammelraum für irgendwelche festen Bestandteile zu bilden, die sich aus der durchströmenden zu messenden Flüssigkeit abscheiden. Diese Aussparung 49 ist mit einer Auslaßöffnung 50 verbunden, welche mit einem Abschlußpfropfen 51 versehen ist. Der Umfang dieses Abschlußpfropfens ist mit zwei in Längsrichtung verlaufenden Schlitzen 52 und 53 versehen, so daß bei einer Lockerung des Pfropfens 51 die Aussparung 49 mit der Atmosphäre in Verbindung gerät und dadurch bei Überdruck in dem Strömungsrohr 7 die angesammelten Unreinheiten nach auswärts strömen können. Infolge der Verschiebung der Meßblenden durch die beschriebenen Kurbelwellenantriebe findet die Hineinbewegung der Meßblenden in das Strömungsrohr 7 durch eine Schieb- und Wischbewegung statt, wodurch der Ventilsitz 6 gereinigt wird, denn irgendwelche festen Bestandteile, die sich an der Ventilscheibe oder dem ringförmigen Sitz angesammelt haben sollten, werden abgewischt und sammeln sich in der Aussparung 49 an. Nun kann es vorkommen, daß die eine oder die andere der Meßblenden sich auf ihrem ringförmigen Sitz festsetzen, so daß es schwierig ist, die Meßblende in die Kammer 10 zurückzubewegen, und es ist daher wünschenswert, daß eine zusätzliche Kraft auf die Meßblende zur Wirkung kommt, um die Verbindung derselben mit dem Ventilsitz zu lösen. Zu diesem Zweck ist der Pfropfen 51 durchbohrt und ist von einer Schraube 54 durchsetzt, welche ein inneres ' verjüngtes Ende 55 hat, das unmittelbar unter die untere Kante der Ventilscheibe zu liegen kommt, die sich gerade in Arbeitslage befindet. Wenn also die Schraube 54 verdreht wird, dann stößt schließlich das Ende 55 an die Meßblende und übt die notwendige Kraft aus, um dieselbe von dem Ventilsitz zu lösen, Damit nun der Meßschieber für verschiedene Anlagen verwendbar ist, oder um denselben Meßschieber für andere Verbrauchsmengen umzuändern, ist es wünschenswert, daß die Meßblenden 8 oder 9 oder beide vollständig aus dem Gehäuse entfernt und durch neue Meßblenden ersetzt werden können. Die Auswechselung 'der Meßblenden kann nun durch Entfernung des Deckels 33 erfolgen, worauf man die Bolzen 19 lösen und die Meßblenden herausnehmen kann. Wenn jedoch diese Auswechselung vorgenommen werden soll, dann ist es erforderlich, den Austritt zu der messenden Flüssigkeit aus dem Meßschieber zu verhüten, und zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung . ein Absperrventil 60 angeordnet, welches zwischen dem Strömungsrohr 7 und der Kammer 10 eingeschaltet ist.
Das Absperrventil 60 ist derart ausgebildet, daß es in einer rechteckigen Aussparung 61 arbeitet, welche sich quer zu dem Ventilgehäuse erstreckt und sich in einem Ansatz befindet, der spitzwinklig zur Achse des Durchgangskanals 7 verläuft. Diese Konstruktion wird dadurch ermöglicht, daß man an dem Gehäuse einen nach auswärts ragenden Ansatz 62 vorsieht, der an dem Ansatzteil 5 anschließt. Durch diesen Ansatz 62 erstreckt sich eine Welle 63, welche in die Aussparung 61 hineinragt. Diese Welle 63 wird durch eine Dichtungspackung 64 in Stellung gehalten, so daß durch Verdrehung der Welle das innere mit Gewinde versehene Ende 66 derselben mit einer Mutter oder einem Ausgleichjoch 67 in Eingriff gerät, so daß bei Verdrehung der Welle diese Mutter nach aufwärts und abwärts verschoben wird, und zwar entlang dem Gewinde 66 dieser Welle 63. Diese Ventilkonstruktion ist in der Abb. 5 dargestellt und besteht aus einem l)-förmigen Glied, dessen mittlerer Teil bei 68 mit Innengewinde versehen ist, um das mit Gewinde 66 versehene Ende der Welle 63 aufzunehmen. An diesem Glied sitzen nach auswärts ragende Ansätze 69 und 70, deren äußere Flächen schwalbenschwanzförmig geformt sind, wie bei 71 gezeigt ist, um in eine unterschnittene Nut 72 in dem Schieber 73 einzutreten. Durch diese Konstruktion wird eine Vergleichmäßigung des Druckes auf der ganzen Länge des Schiebers gewährleistet, wenn auf den mittleren Teil des Joches 67 ein Druck ausgeübt wird. Die das Absperrventil aufnehmende Aussparung 61 schneidet den Schlitz 11, so daß die Oberfläche 74 des Schiebers 73 quer durch den Schjitz hindurchgleitet und denselben überbrückt und mit einem Ventilsitz 83 an einer Schulter 82 in Berührung kommt,-die durch den nach innen gebogenen Teil 31 der Wandung an der rechten Seite des Schlitzes gebildet wird. Die untere Fläche der Aussparung 61 ist mit einer nach einwärts ragenden Schulter 75 versehen, die sich vollständig entlang der ganzen Breite der Aussparung erstreckt. Die untere Fläche 77 des Schiebers kommt nun mit dieser Schulter 75 in Berührung, wenn der Schieber nach abwärts in Richtung auf das Strömungsrohr 7 hin bewegt
wird. In dieser Weise wird ein äußerst wirksamer Verschluß des Schlitzes ii erzielt, indem nämlich die Oberfläche des Schiebers in Berührung mit den Wandungen gerät, die den Schlitz an gegenüberliegenden Seiten umgeben, und ferner wird der Schieber in festen Eingriff mit der Schulter JJ gehalten.
Aus der Abb. 4 ist ersichtlich, daß das Absperrventil 60 sich in Abschlußlage befindet, und zwar entlang einer Ebene, welche mit X bezeichnet ist. Diese Ebene geht durch die Mitte des Schlitzes 11 hindurch und geht auch durch die Mitte der Schulter 75 hindurch; ferner schneidet diese Ebene den Ventilkörper 73 rechtwinklig zur Achse der Ventilspindel 63, so daß, wenn das Ventil geschlossen ist,'die Keilwirkung, welche auf dem Ventilkörper zwischen der Schulter 75 und den Wandungen an gegenüberliegenden Seiten des Schlitzes 11 ausgeübt wird, einen Druck zur Folge hat, der gleichmäßig zu beiden Seiten des Schlitzes verteilt wird. Es wird in dieser Weise ein fester Abschluß zwischen dem Ventilkörper und den Wandungen an gegenüberliegenden Seiten des Schlitzes erzielt, und es kann .keine Flüssigkeit durch das Ventil in die Kammer 10 eintreten.
Wenn man also eine oder beide Meßblenden 8 oder 9 gegen andere von anderer Mittelöffnung auswechseln will, dann werden beide Meßblenden zunächst in die Kammer 10 hineinbewegt. Wenn beide Meßblenden sich in der Kammer 10 befinden, läßt sich durch Verdrehung der Ventilspindel 63 der Absperrschieber 73 in seine Abschlußlage bewegen. Nun kann man die Kammer 10 öffnen, ohne befürchten zu müssen, daß Flüssigkeit von dem Strömungsrohr 7 in die Kammer 10 eintritt. Bei normaler Betriebsweise befindet sich jedoch etwas Flüssigkeit in der Kammer 10, und diese Flüssigkeit befindet sich auch unter Druck, der im wesentlichen gleich dem Druck in dem Strömungsrohr 7 ist. Würde man nun plötzlich den Deckel 33 entfernen, dann würde eine plötzliche Druckentlastung in der Kammer 10 auftreten, und um dieses zu verhüten, ist die Kammer 10 mit einer kleinen Bohrung 78 versehen, welche zur allmählichen Druckentlastung dient. Die Bohrung 78 erstreckt sich durch die Wandung des Deckels 33 und steht mit dem Innern der Kammer 10 in Verbindung. Für gewöhnlich ist die Bohrung 78 jedoch durch eine Unterlegscheibe 79 abgeschlossen, welche einen Bolzen 80 umgibt, der in die Wandung des Deckels 33 hineingeschfaubt ist. Wenn der Bolzen fest angezogen ist, dann wird die Unterlegscheibe stramm gegen das äußere. Ende der Bohrung 78 gedrückt, so daß dieselbe geschlossen ist. Wenn aber der Bolzen gelockert wird, dann bewegt sich die Unterlegscheibe 79 von dem äußeren Ende der Bohrung 78 fort, und nunmehr kann eine langsame Druckentlastung der Kammer 10 stattfinden, bis der Druck gleich dem atmosphärischen Druck geworden ist, und dann wird der Deckel 33 vollständig entfernt. Nachdem dann die gewünschten Meßblenden eingesetzt worden sind, wird der Dekkel wieder in Stellung gebracht und der Schieber 73 in Offenlage geschoben; alsdann kann man die eine oder die andere der beiden neuen Meßblenden'quer in das Strömungsrohr 7 hineinbewegen. Während die Keilflächenwirkung zwischen den Stiften 29 und 30 und den Rändern der Meßblenden gewöhnlieh ausreichend ist, um die Meßblende stramm gegen den Ventilsitz 6 zu drücken, so kann es dennoch wünschenswert sein, eine zusätzliche Sicherung der Meßblende vorzunehmen, und dieses kann durch den Absperrschieber 73 erreicht werden, indem man denselben einfach gegen die Meßblenden, schraubt.
Um jedoch eine Verbiegung der Meßblende 9 durch das Absperrventil 60 zu verhüten, ist eine'' Schulter 82 gerade oberhalb des Ventilsitzes 83 angeordnet, und zwar an derjenigen Seite, wo die obere Fortsetzung der Meßblende zu liegen kommt, wenn die Meßblende sich in Wirklage befindet. Diese Schulter 82 liegt mit ihrer äußeren Fläche in der- " selben Ebene wie der ringförmige Ventilsitz 6. Wenn also das Absperrventil 60 nach abwärts geschraubt wird, dann kommt die Nase 84 !des Ventils, mit einer Stelle der Meßblende in Berührung, .die im wesentlichen in derselben Höhe wie die Schulter 82 liegt, und daher wird eine Verbiegung der Meßblende 9 nicht eintreten, auch wird die Abdichtung zwischen der Meßblende 9 und dem ringförmigen Ventilsitz 6 nicht unterbrochen. Die Meßblenden 8 und 9 können in irgendwelcher geeigneten Dicke hergestellt werden. Es ist jedoch selbstvex-ständlich erforderlich, daß die Dicke so gewählt wird, daß die Meßblenden sich keineswegs unter denjenigen Drücken verbiegen, denen sie im Innern des Strömungsrohres 7 ausgesetzt sind. Falls gewünscht, kann man die Meßblenden aus verhältnismäßig dicken Platten herstellen, und dann kann man diese Platten mit einer ringförmigen Ausdrehung 81 versehen, um in der Nähe der Öffnung eine verhältnismäßig dünne Platte zu bilden, damit das richtige Verhältnis zwischen dem Durchmesser der Öffnung und der Länge derselben aufrechterhalten wird. Wenn gewünscht, kann de'r Meßschieber gemäß der Erfindung auch als Absperrventil benutzt werden, indem man eine von den durchlochten Meßblenden 8 oder 9 durch eine Meßblende ersetzt, welche gar keine Durchgangsöffnung hat.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    ι. Meßschieber mit während des Betriebes auswechselbaren Meßblenden, die in eine seitlich am Schiebergehäuse angeordnete Kammer mittels Kurbelübertragüng hineinbewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Meßblenden (8, 9) mittels für jede Meßblende gesondert vorgesehener Kurbelüberträgung (14, 22) wahlweise durch einen hinsichtlich seiner Breite nur jeweils für eine der beiden Meßblenden durchlässigen Schlitz (11) in das Strömungsrohr (7) hineinbewegbar sind. .
  2. 2. Meßschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem kreisförmigen Teil des Umfanges jeder Meßblende (8, 9) Keilflächen (27, 28) angebracht sind, welchen in der Wirklage der Meßblende in der Rohrwandung befestigte Bolzen (29, 30) gegenüberstehen, so daß nach Einführung der Meßblende in die Wirklage durch eine weitere Drehung der Kurbelwelle noch eine Verdrehung der Meßblende und dadurch in bekannter Weise ein Festkeilen derselben in ihrem Sitz stattfindet.
  3. 3. Meßschieber nach Anspruch 1 mit einem die Meßblendenkammer von dem Strömungsrohr absperrenden Ventil, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (60) des Absperrventils gleichzeitig als Festklemmvorrichtung für die in Wirklage befindliche Meßblende ausgebildet ist.
  4. 4. Meßschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Kurbelwellen (14, 22) um eine senkrecht zur Kurbelwellenachse stehende Achse (17) drehbaren Kurbelarme (15, 21) mit ihrem äußeren Ende, an dem die Meßscheiben (8, 9) angelenkt sind, über an der Gehäusewandung innen angebrachte Hubflächen (37, 38, 39) bewegbar sind, so daß die Meßblende vor ihrer Einführung in den Schlitz (11) in die für die Einführung erforderliche Lage gegenüber dem Schlitz gebrach! wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEB160890D 1932-05-31 1933-05-14 Messschieber mit auswechselbaren Messblenden Expired DE625282C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2448071A (en) * 1944-08-12 1948-08-31 Bert E Anderson Orifice exchanger
US4343193A (en) * 1979-02-17 1982-08-10 Raymond Winston Dawson Fluid flow measuring apparatus

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