DE625099C - Regelvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents
Regelvorrichtung fuer BrennkraftmaschinenInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D9/00—Controlling engines by throttling air or fuel-and-air induction conduits or exhaust conduits
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D2700/00—Mechanical control of speed or power of a single cylinder piston engine
- F02D2700/02—Controlling by changing the air or fuel supply
- F02D2700/0217—Controlling by changing the air or fuel supply for mixture compressing engines using liquid fuel
- F02D2700/0225—Control of air or mixture supply
- F02D2700/0228—Engines without compressor
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. FEBRUAR 1936
. REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46b;2: GRUPPE 7
Louis Renault in Biliancourt, Seine, Frankreich
■ Regelvorrichtung für Brennkraftmaschinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 193.1 ab
Die Erfindung betrifft eine Regelvorrichtung für Brennkraftmaschinen. .
Es sind Regelvorrichtungen bekannt, bei denen eine auf einer exzentrischen Achse angeordnete—
Drosselklappe der Einwirkung des Gasstromes und. der Einwirkung einer
elastischen Vorrichtung unterworfen ist, wobei die elastische Vorrichtung das Schließen
der' Klappe durch den" Gasstrom erst
dann zuläßt, wenn die Maschine eine vorher
bestimmte Geschwindigkeit erreicht hat Es ist außerdem bekannt, auf eine Drosselklappe
einen Kolben einwirken zu lassen, der in einem mit der Gasleitung vor der Klappe in
Verbindung: stehenden Zylinder bewegt werden
kann.
Die bekannten Einrichtungen weisen jedoch den Nachteil .auf, daß die elastischen, .Vorrichtungen
auf die Klappe unter Vermittlung von deren exzentrischer A.chse einwirkiein, während
der Gasstrom naturgemäß auf die Klappe selbst einwirkt. Die Kräfte müssen also in
verschiedenen Ebenen angreifen; es treten dahef Momente auf unddie Achse der Klappe
erfährt Drücke, welche' unverhältnismäßig starke Reibungen zwischen der Achse und
ihren Lagern bedingen, so daß die Empfindlichkeit der bekannten- Vorrichtungen trotz
• sorgfältigster Konstruktion-—Kugellagerung
der Achsen usw. — herabgesetzt'wird."
. Erfindurigsgemäß soll diesen Nachteilen dadurch, abgeholfen und eine genaue Regelung
dadurch ermöglicht werden, ■ daß auf die -auf
einer exzentrischen Achse sitzende Klappe, auf welche die Kraft des Gasstromes wirkt,
zwei mit der Resultierenden dieser Kraft In
einer ;Ebene verlaufende Kräfte einwirken-,
von denen die eine durch einen an einer Feder von regelbarer Spannung befestigten, beispielsweise
durch eine Stange gelenkig unmittelbar mit einem dem Angriffspunkt der
Resultierenden der Gasstromkraft nahe liegenden
' Punkt der Klappe verbundenen Kolben und die zweite schräg zu dieser durch! einje
zweite regelbare, beispielsweise durch eine Stange gelenkig unmittelbar mit einem dem
Angriffspunkt der Resultierenden der Gasstromkraft;,
nahe liegenden Punkt, der Klappe verbundene Feder ausgeübt wird, derart, daß
die Achse der Klappe keinen wesentlichen,
oder (in den· Fällen, daß alle Kräfte durch
einen Punkt gehen) gar keinen Kräften ausgesetzt ist. "* - . '.-.'■
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform
desErfindungsgegenstandes beispielsweise dar, und zwar zeigen .
Abb. τ die Vorrichtung im Längsschnitt
Abb. 2 und 3 Kräftepläne für verschiedene
Stellungen der Drosselklappe.
In der Leitung 7 ist zum Zwecke der Regelung eine-Drosselklappe ι angeordnet; welche
um eine exzentrische Achse-5 schwenkbar ist.
Infolge ihrer* e^zentriscjtien^Lagerung sucht
der Gasstrom diese Klappe I zu schließen. Die Resultierende der. Gasstromkräfte ist
durch den Pfeil 4 dargestellt. Nahe dein An-
■ 5 griffspunkt der Resultierenden dieser Gas-
Stromkräfte greifen an zwei Gelenkpunkten 2, 3 zwei Stangen 14, 15 unmittelbar an
der Klappe, also ohne Vermittlung von· deren Achse, an. ·
ίο Die Stange 14 wird mittels eines Bundes
12 schwenkbar geführt und. ist. an ihrem
- Ende an einer Feder 8 befestigt, deren Spannung mittels einer Schraube 16, die über ein
Gestänge auf ihr freies Ende 10 einwirkt, eingestellt werden kann, *;."""-": V-.
Die andere Stange 15, welche am Gelenkpunkt
3 an der Klappe 1 ebenfalls unmittelbar,
also ohne Vermittlung von deren Achse 5, angreift, ist andererseits an einem Kolben 13
ao angelenkt, der in einer von der Leitung 7 abzweigenden
Leitung 6 geführt wird und unter dem Einfluß des Druckunterschiedes
zwischen der Außenluft und dem in der Leitung'7 herrschenden Unterdruck steht. Der
*5 Kolben 13 ist seinerseits an einer Feder.9 befestigt,
deren Spannung durch Einwirken einer Schraube 17 auf das freie Ende ii der
Feder eingestellt "werden kann.-
Diese Anordnung zweier Federn bietet den Vorteil, daß ein Kräfteausgleich der Wirkung
des Gasstromes und der,Wirkung der Federn mit großer Genauigkeit für jede
Stellung der exzentrisch angeordneten Klappe erzielt werden kann. Man erhält, insbesondere
einen sehr guten Ausgleich, wenn man die Anordnung und Einstellung der Federn
so trifft, daß nur eine Feder wirkt, wenn die Klappe offen ist, und daß erst von einer ge-
■ wissen Stellung der Klappe an die zweite,
bis dahin entspannte Feder ihre Wirkung der der ersten Feder bis zum Schließen hinzufügt. ■;■■ ' !;
Der Kolben 13 hat die folgende Aufgabe:
Wenn inan von der Maschine nicht ihre volle Leistung verlangt, so -drosselt man den
Vergaser, und die in die Gasleitung eintretenden Gase sind weniger qUcht, so daß sie bei
gleicher . Geschwindigkeit der Maschine schwächer auf die Klappe einwirken. Trotzdem
s,oll die: Klappe auch Ibei der schwächeren
Wirkung der Gase schließen, da man in jedem Falle die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit
der Maschine vermeiden will. Zum Ausgleich dient hier, der Kolben
13, der auf der einen Seite dem atmosphärisehen
Druck und auf der anderen Seite dem statischen Druck der Gase unterworfen ist,
welcher bei geringerer Dichte-der Gase abnimmt. -Nebenbei dient der Kolben 13 dazu,
die Feder 9 gegen die Dämpfe vonBenzin
o.. dgl. -zu schützen: Ebenso wird die Feder S
gegen die Brennstoffdämpfe durch den Bund 12 geschützt, dessen Hauptaufgabe die bewegliche
Führung der Stange 14 ist.
Für jede Stellung der Klappe liegen die Resultierende der Gasstromkraft und die
durch die elastischen Vorrichtungen und den Kolben erzeugten Kräfte in einer Ebene und
greifen in nahe beieinanderliegenderi Punkten
unmittelbar an der Klappe (ohne Verrriittlung
von deren Achse) an, so daß sie sich annähernd odef, wenn sie sich in einem
Punkte schneiden, vollkommen im Gleichgewicht befinden. Da nun. andere Kräfte auf
die Klappe nicht einwirken, wird diese auf ihrer Acttse im. Gleichgewicht gehalten, derart,
daß die Achse keine wesentlichen Kräfte zn übertragen hat. Infolgedessen treten in
den Achslagern keine erhöhten Reibungen
auf. .
Daß es möglich ist, ein genaues Gleichgewicht der atf der Klappe angreifenden
Kräfte bei verschiedenen Stellungen der Klappe zu erzielen, zeigen Abb. 2 und 3. In
Abb. 2 ist die Klappe in einer Zwisehenstellung, in Abb. 3 in weit Offener Stellung dargestellt.
Die von der Stange 14 auf die Klappe ι ausgeübte Kraft α bzw. α' schneidet
sich mit der von der Stange 15 auf die Klappe 1 !ausgeübten Kraft b bzw. b' und der go
Resultierenden der Reaktion des Gasstromes c bzw. d in einem Punkt, so daß Gleichgewicht
aller Kräfte herrscht. Die Größe der Kräfte war bei einem angestellten Versuch:
Abb. 2 ö = etwa iooö g, b = etwa 350 g,
C -üss etwa 1300 g; Abu-, 3 0' — e£wa. i$ögy
■&'"— etwa 300 g, e'=ewa425g.
Claims (1)
- Patentanspruch:Regelvorrichtung für Brennkraftrnaschinen, bei der eine Klappe auf einer exzentrischen Achse angeordnet ist und der Einwirkung -des Gasstromes, der Einwirkung einer elastischen Vorrichtung und der Einwirkung eines Kolbens unterworfen ist, der in einem mit der Gas-■ leitung vor der Klappe in Verbindung stehenden Zylinder bewegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß auf die auf der exzentrischen Achse (5) sitzende no Klappe (1), auf welche die Kraft des Gasstromes im Schließsinne einwirkt, in der Ebene der Resultierenden dieser Kraft und unweit von dem Angriffspunkt derselben zwei Kräfte einwirken, von denen die eine durch einen an einer Feder (9) befestigten, beispielsweise durch eine Stange (15) gelenkig unmittelbar mit der Klappe (1) verbundenen Kolben {13) und die zweite durch eine zweite, beispielsweise durch eine Stange (14) ge- - lenkig unmittelbar mit der Klappe (1)verbundene Feder (8) ausgeübt wird, und daß die Richtung der beiden Kräfte und ihre durch Einstellung der Federn (9, 8) regelbare Größe so gewählt sind, daß sie mit der auf die Klappe (i) wirkenden Gasstromkraft ganz oder annähernd durch einen Punkt gehen und einander das Gleichgewicht halten, so daß die Achse (5) keine, wesentlichen Reaktionen zu übertragen hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER83273D DE625099C (de) | 1931-11-10 | 1931-11-10 | Regelvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER83273D DE625099C (de) | 1931-11-10 | 1931-11-10 | Regelvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE625099C true DE625099C (de) | 1936-02-03 |
Family
ID=34876963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER83273D Expired DE625099C (de) | 1931-11-10 | 1931-11-10 | Regelvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE625099C (de) |
-
1931
- 1931-11-10 DE DER83273D patent/DE625099C/de not_active Expired
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