DE623306C - Kinematographischer Apparat - Google Patents
Kinematographischer ApparatInfo
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- DE623306C DE623306C DEL78639D DEL0078639D DE623306C DE 623306 C DE623306 C DE 623306C DE L78639 D DEL78639 D DE L78639D DE L0078639 D DEL0078639 D DE L0078639D DE 623306 C DE623306 C DE 623306C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B21/00—Projectors or projection-type viewers; Accessories therefor
- G03B21/14—Details
- G03B21/32—Details specially adapted for motion-picture projection
- G03B21/40—Eliminating or reducing effect of flicker
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Cameras In General (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf kinematographische Apparate, in denen die Belichtungen
ohne Dunkelpause abwechselnd durch verschiedene auf das gleiche Objekt gerichtete
5 Objektive erfolgen, derart, daß ein Filmabschnitt belichtet wird, während ein anderer
Abschnitt in der zugehörigen Belichtungsöffnung fortgeschaltet wird.
Apparate dieser Art mit zwei Objektiven, die abwechselnd benutzt werden und zwei
Bildreihen auf einem Film erzeugen, sind an sich bekannt. Wenn mehr als zwei Objektive
benutzt werden, können die Belichtungszeiten noch weiter verlängert werden, weil die hierdurch
entstehende Überlappung bei Aufnahmeobjekten, die sich langsam bewegen, keinen Nachteil bildet und bei Projektion
auch von Vorteil sein kann, da der Schirm in jedem Augenblick von Licht von mehr als
einem Objektiv beleuchtet wird. Wenn mehr als zwei Objektive benutzt ,wurden, war es
aber bisher erforderlich, mehrere Kameras zu verwenden, von denen jede einen besonderen
Filmbetätigungsmechanismus für jedes Objektiv aufwies, und die Bildreihen wurden
auf getrennten Filmen hergestellt. Dies erfordert synchron arbeitende Mechanismen.
Dadurch, daß die Objektive, wie gemäß vorliegender Erfindung, in Ringform gruppiert
sind und eine ununterbrochene, zylindrische Filmbahn konzentrisch um die Objektive
angeordnet ist, kann ein Film auf dieser Bahn bewegt werden, um Reihen von Belichtungen durch eine große Anzahl von
Objektiven zu empfangen, und Filmantriebsklauen für sämtliche Objektive können der
Reihe nach von einem Antriebsmechanismus betätigt werden. Der ganze Apparat, der
somit vollkommen symmetrisch um eine gemeinsame Achse angeordnet ist, erzeugt bei
jeder Objektivzahl, abgesehen von einer geringen Parallaxe, identische Bilder in alien
Belichtungsreihen.
Die optischen Achsen der verschiedenen Objektive sind im wesentlichen parallel zur
Mittelachse des ganzen Apparates und werden mittels Refiektionsvorrichtungen radial
gegen den Film gerichtet. Eine sektorförmige Blende dreht sich um die gemeinsame
Achse, wobei jedes Objektiv der Reihe nach abgedeckt wird, und da die Blende von derselben
Vorrichtung gedreht wird, die die Filmklauen bewegt, entsteht ein sehr einfacher
Mechanismus, bei dem besondere Synchronisiervorrichtungen überflüssig sind.
Die in dieser Weise hergestellten Bild« reihen werden in ähnlicher Weise abwechselnd
projiziert. Es ist deshalb möglich, die Anzahl Bilder je Sekunde, die zu einer Reihe gehören,
zu verringern .und die Belichtungen
entsprechend zu' verlängern. Eine Belichtung wird gemacht mit dem 'einen Objektiv, "während
ein ^anderes Objektiv-' geschlossen ist und der zugehörige Film sich bewegt. In dieser
Weise findet somit immer zeitlich lückenlos eine Belichtung statt, und das Projizieren
findet in ähnlicher Weise statt. Wie leicht verständlich, bewirkt diese Arbeitsweise, daß
das Flimmern fast vollständig beseitigt wird, ίο - Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in den Zeichnungen schematisch dargestellt. Abb. ι stellt schematisch einen Apparat
gemäß der Erfindung in Vorderansicht dar. Abb. 2 zeigt einen Apparat gemäß der Erfindung,
bei dem der untere linke Teil des Gehäuses geschlossen ist. Der obere linke.
Teil ist geöffnet. Dieser Teil wird gewöhnlich geöffnet, wenn die Filme ausgewechselt
werden sollen. Die rechte Hälfte der Abb. 2 zeigt den Mechanismus im Innern des Apparates.
Einige Teile sind der Übersicht halber fortgelassen.
Abb. 3 ist eine Rückansicht." Die linke
Hälfte der Abbildung zeigt den Apparat in geschlossenem Zustande, während die rechte
Hälfte den Apparat mit abgenommenem
Deckel darstellt. ' v
Abb. 4 stellt eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles IV in Abb. 3 dar.
Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie V-V in Abb. 3. Diese Abbildung ist in größerem
Maßstabe als die vorher erwähnten Abbildungen dargestellt.
Abb. 6 zeigt, ebenfalls in größerem Maßstäbe,
einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Abb. 3.
Abb. 7 zeigt die Blende mit dem Belichtungsmechanismus
in Seitenansicht, und Abb. 8 stellt dieselben Teile in Rückansieht
dar.
Abb. 9 zeigt eine geschlossene regelbare Blende in Vorderansicht.
Abb. 10 zeigt ein Zwischenblatt oder Membran der Blende.
Abb. 11 stellt eine Einrichtung zum Ausbalancieren
und zur Einstellung der Blendenteile dar.
Abb. 12 zeigt die Blende in offenem Zustande.
Die Abb. 12a und 12b zeigen Einzelheiten
der Abb. 12.
Abb. 13 ist eine entfaltete Seitenansicht der
in Abb. 12 gezeigten Teile.
Abb. ι zeigt eine Kamera mit sechs ObjektivenZ^
bis L6, denen die Prismen P1 bis P6
vorgelagert sind. Objektive und Prismen sind nach einer Kreislinie um die gemeinsame
Achse O gruppiert. Hinter jedem Objektiv ist eine entsprechende Belichtungsöffnung angeordnet,
und diese Öffnungen G1 bis G6 befinden
sich in einer kreisförmigen Filmbahn D, auf der ein endloses Fümband X
gelagert ist. X1 bis X6 bezeichnen Filmschleifen,
die zwischen den Öffnungen G1 bis G6 liegen. Vor den Öffnungen, die den
Objektiven und den Prismen zugeordnet sind, ist eine sektorförmige Blende S angeordnet,
die sich um den gemeinsamen Mittelpunkt O dreht und zwei Umdrehungen je Sekunde
ausführt. Diese Blende erstreckt sich zum mindesten über einen Winkel A Dieser Winkel
ist derart bemessen, daß die Blende gleichzeitig zwei Objektive bedecken kann. Der
Winkelt beträgt hier 6o°-j-B, d.h. etwa 70°.
Es soll nunmehr die Wirkungsweise der oben beschriebenen Vorrichtung kurz erläutert
werden, wobei angenommen wird, daß Blende und Film sich in der durch Pfeile gekennzeichneten Richtung bewegen. (Blonde
und Film können sich selbstverständlich auch in entgegengesetzten Richtungen drehen.) Die
Linse L1 ist soeben geschlossen worden, und
wenn die Blende 6o° beschreibt oder zurücklegt, wird der Film an der Öffnung G1 vorbeibewegt,
wobei die große Schleife X6 in die Stellung X1 versetzt wird. In der Zwischenzeit
wird die Belichtung bei G6 eingeleitet und ebenfalls an den Öffnungen G2 bis G5
hervorgerufen. Die Belichtungen finden statt, wenn der Film unbeweglich hinter der Belich- go
tungsöffnung ruht. Wenn die Blende einen Winkel von 6ou zurückgelegt hat, wird L2
geschlossen und L1 kann jetzt belichtet werden. Während der vollen Winkelbewegung
der Blende über einen Bogen von 6o° wird der Film an der Öffnung G2 vorbeigeführt,
und die große Schleife wird in die Stellung AT2 versetzt. Diese Vorgänge wiederholen
sich über den ganzen Kreis, bis derjenige Teil des Films, der zuerst mit der Öffnung G6
in Zusammenwirkung gebracht wurde, die ClIeG1 'erreicht. Die Belichtung wird jetzt
unterbrochen, und der Film kann ausgewechselt werden.
Mittels dieser Vorrichtung können zwölf Belichtungen und zwölf Einzelprojektionen je
Sekunde erzeugt werden. Jede Belichtung dauert annähernd 5/i2 Sekunden. Es ist selbstverständlich
ohne weiteres möglich, eine Blende zu verwenden, die sich über einen größeren Winkel erstreckt als die beschriebene.
Die Belichtungsdauer kann ebenfalls, falls erforderlich, verkürzt werden.
Die in den Abbildungen dargestellte" Kamera ist mit sechs Objektiven ausgestattet. Das ^5
Kameragehäuse 1 weist einen nach innen ragenden Flansch 2 auf, der ein scheibenförmiges
Gußstück o. dgl.. 3 trägt. Dieses ■ußstück dient wiederum als Träger oder
Lagerkörper für den größten Teil der Bewegungsmechanismen. Der äußere Rand des
ußstückes 3 besitzt einen zylindrischen Teil,
der eine Kapsel 4 zur Aufnahme der vorderen Deckplatte 5 bildet. Der kapseiförmige Teil 4
trägt ferner die Lauffläche D für den Filmstreifen. Wie aus den Abbildungen ersichtlieh,
ist die Platte 5 mit sechs Belichtungsöffnungen
6 versehen, und zwischen diesen Öffnungen und den Prismen ist die sektorförmige
Blende angeordnet. Der ringförmige Hohlraum zwischen dem Gußstück 3 und dem
«ο Gehäuse 1 dient zur Aufnahme des Filmstreifens.
Die Vorderseite dieses Raumes weist zwei Türen 7 mit Handgriffen 8 auf. Auf der Rückseite des Gehäuses ist ein Deckel 9 angeordnet,
der mit Türen ι ο versehen ist.
Die Prismen/3 sind auf dreieckigen Tragblöcken
11 angeordnet, die am Gußstück 3 befestigt sind, und die Objektivfassungen L
sind in Augen 12 am Gußstück 3 und in Naben 13 auf der Innenfläche der Kapsel 4
eingeschraubt. Da die Teile 12 und 13 nur von außen angebohrt und mit Gewinde versehen
werden können, müssen Verschlußstöpsel 14 verwendet werden, von denen jede
eine Belichtungsöffnung 15 besitzt. Die Stöpsel 14 werden eingeschraubt und dauerhaft
befestigt, bevor die Filmbahn D hergestellt wird.
Im Gußstück 3 und im rückwärtigen Deckel 9 ist eine Welle 16 gelagert, die koaxial mit der
Mittelachse des Apparates liegt. Diese Welle wird mittels einer Seilseheibe 17 o. dgl. von
einem Motor 18 angetrieben, der zweckmäßig im unteren Teil des Gehäuses 1 untergebracht
ist. Die Welle 16 trägt die umlaufende Blende S und ein Zahnrad 19, welches zur
Betätigung der Filmgreifer dient. Die Filmgreifer bestehen aus Winkelhebeln 26, die bei
27 gelagert sind und mittels Exzenterscheiben 21 hin und her bewegt werden, die von einem
Zahnrad 22 in Umlauf gehalten werden. Die Exzenterscheiben 21 und- die Zahnräder 23
werden von Wellen 24 getragen, die im Gußstück 3 in Naben 25 (Abb. 2) gelagert sind.
Die Spitzen sämtlicher Greifer werden dauernd in Schlitzen im Teil 4 hin und her bewegt,
ohne jedoch normalerweise mit den Filmperforationen in Berührung zu kommen.
Der sich hinter einem geschlossenen Objektiv befindende Filmabschnitt wird in dem geeigneten
Augenblick an diesem vorbeibewegt, und diese Bewegung wird durch folgende Anordnung
herbeigeführt. Die Hebel 26 sind durch Schlitze mit den Drehzapfen 27 verbunden.
Normalerweise werden aber radiale Bewegungen der Hebel von dem fLanschenförmigen
Rand 30 einer Scheibe 31 verhindert. Die
Scheibe 31 dreht sich mit der Welle 16, und
der Rand 30 der Scheibe bewegt sich zwischen Stiften 32, die von' den Hebeln 26 getragen
werden. Die Exzenterscheibe 2 r ist derart eingestellt, daß sie ihre eine Totlage
erreicht in dem Augenblick, in dem das entsprechende Objektiv von der Blende vollständig
geschlossen wird. In dieser Stellung werden die Greifer 26 mittels eines sich zwi- 6s
sehen die Stifte 32 einschiebenden Nockenteiles 33 (Abb. 2j des Randes 30 in radialer
Richtung nach außen verschoben, so daß sie mit den Filmperforationen in Eingriff gelangen.
Der Nocbenteil erstreckt sich fast über Y6. des Umfanges der Scheibe 31 und
bewirkt, daß der Greifer 20 wieder zurückgezogen wird, wenn die Exzenterscheibe ihren
zweiten Totpunkt passiert, d. h. wenn die Blende weitere 6ou zurückgelegt hat und im
Begriff steht, die Linse freizulegen. Die Hebe] 26 sind derart umgebogen, daß sie das Gesichtsfeld
nicht sperren. Die Belichtungsöffnungen und die Anordnungen, die den
Film auf der Lauffläche d festhalten, sind nicht in den Abbildungen dargestellt, da sie
bekannter Art sind.
Damit die Öffnung der Umlaufblende S nach Wunsch geregelt werden kann, weist
die Blende zwei angetriebene Sektoren auf, von denen jeder sich über einen Winkel
erstreckt, dessen Länge nicht geringer sein darf als der obenerwähnte Mindestbetrag.
Zwischen den angetriebenen Sektoren sind mehrere lose Sektoren angeordnet, und die
Blende öffnet und schließt sich fächerartig. Der eine angetriebene Sektor 34 wird von
dem Flansch 35 der Welle 16 getragen, während der zweite angetriebene Sektor 36 von
einem Flansch'37 'einer Stange 38 getragen wird. Die Welle 16 ist als Hohlwelle ausgeformt
(s. Abb. S, 6 und 7), damit sie die
Stange 38 aufnehmen kann. Am rückwärtigen Ende der Stange 38 ist ein Knopf oder
Handgriff 39 befestigt, und die Sektoren 34, 36 können in jeder beliebigen Winkellage
miteinander verbunden werden. Die Verbindung zwischen den beiden Sektoren wird mittels einer auf dem Knopf 39 angeordneten
Klinke 40 hergestellt, die mit einem der Löcher 41 in der Seilscheibe 17 in Eingriff
gebracht wird. Die Scheibe 17 kann mit einer Skala 42 versehen sein, die derart eingeteilt
ist, daß sie die Blendenöffnung in Grad zeigt. Die Skala kann gegebenenfalls, wenn tio
die Welle 16 mit konstanter Geschwindigkeit gedreht wird, so eingeteilt sein, daß sie die
Belichtungszeit anzeigt. Bei der hier dargestellten Ausführungsform der Erfindung werden
vier Zwischensektoren 43 (Abb. 9 und 10) u5
verwendet, die lose auf der Welle 16 lagern und deren Enden derart geformt sind, daß
sie miteinander und mit den angetriebenen Sektoren in Eingriff gebracht werden können
(s. Abb. 9, A und B). Wenn die Blende voll- iao
ständig geschlossen ist, überlappen sich die benachbarten Kanten der angetriebenen Sek-
toren (s. Abb. 9,"C). Die hakienformigen Kanten
der Blendenelemente bewirken, daß. die Sektoren ausgeschwenkt werden, wenn die-
-Blendenöffnung" verkleinert wird. Die Größe der Überlappung und die Dauer des Eingriffes
können verschiedene Werte haben, ohne daß· hierbei irgendwelche Störungen
verursacht werden. Abb. 12 zeigt, in welcher . > Weise sämtliche Sektoren zusammengeklappt
werden, wenn die Blende auf volle Öffnung eingestellt wird. Wie ersichtlich, legt sich
die überlappende Kante des einen angetriebenen" Sektors gegen die entgegengesetzte
■ Kante des I anderen Sektors und umgekehrt. Hierdurch wird verhindert, daß die Sektoren,
wenn die' Blende vollständig geöffnet ist, über diese Stellung hinaus verdreht werden
können.
Damit die Blende bei jeder Einstellung im Gleichgewicht gehalten wird und ausgewuchtet
ist, ist jeder Sektor mit zwei Scheiben 44 (Abb." 11 und 13) versehen. Diese Scheiben
bewirken nicht nur, daß jeder Sektor immer im: Gleichgewicht gehalten wird, sondern
dienen gleichzeitig dazu, den erforderlichen Abstand zwischen den Sektoren aufrechtzuerhalten
und den Eingriff zwischen benachbarten Sektorkanten zu erleichtern. Der Massenausgleich
wird dadurch herbeigeführt, daß jede der erwähnten Scheiben' eine Öffnung
45 erhält. Die gegenseitige Beziehung zwischen den. Scheiben und den Sektoren geht
aus Abb,-13 hervor.
;. Damit .:beim Projizieren der Bilder eine
genaue Übereinstimmung zwischen den BiI-■ dern vorhanden ist, ist es zweckmäßig, die
Aufnahmekamera. als Projektionsapparat zu benutzen. Hierdurch vermeidet man viele
Fehlerquellen, da es bekanntlich mit großen
Schwierigkeiten verbunden ist, einen anderen Apparat derart einzustellen, daß in demselben
genau dieselben optischen Verhältnisse wie. im Atifnahmeapparat. vorhanden : sind.
Wenn die Aufnahmekamera als Projektionsapparat dient· und jeder Filmabschnitt durch
das Objektiv projiziert wird, durch das er ursprünglich belichtet wurde, ist es nicht, notwendig,
daß ■ sämtliche Objektive dieselbe Brennweite haben. .Dies gilt selbstvers.tänd-5P
Hch nur für den Fall, daß. das Bild in Originalgröße projiziert wird. Auch in Verbindung
mit. Vorführungsschirmen für.Röntgenbilder",
läßt sich der Apparat mit Vorteil yerwenden,- Damit der Apparat als Projektor
benutzt werden kann, .ist derselbe gemäß der Erfindung mit Lichtquellen 46 und Konj
densoren 47 versehen. . Die Kondensoren, die in-. Röhren 48 untergebracht sind, sind mit
Reflektion'sflächen 49 ausgestattet, . die -.das
L'ichf in radialer Richtung gegen den Film richten. Das Gehäuse 1 ist mit Ventilationsöffnungen
50 versehen, die derart gebaut sind, daß· sie Lichtstrahlen nicht durchlassen. Die
Lampen können, gegebenenfalls derart angeordnet sein, daß sie nur "während der Projektion,
also der Freigabe des zur Lampe gehörenden Bildfensters durch die Blende aufleuchten.
Zu diesem Zweck kann einer der mit der Welle 16 umlaufenden Teile mit einem
Kontakt 51 ausgestattet werden. In Abb. 3 ist dieser Kontakt auf dem Zahnrad 19 isoliert
gelagert.
Wenn bei dem beschriebenen Apparat eine Blendenöffnung von 50° benutzt wird, wird in
jedem gegebenen Augenblick ein Bild projiziert werden. Jedes Bild wird sofort durch
das nachfolgende Bild ersetzt, ohne daß dunkle .Zwischenräume entstehen. Wenn die
Blendenöffnung 6o° beträgt, öffnet sich ein Objektiv, wenn das vorhergehende geschlossen
wird. Die Bilder werden deshalb unmittelbar ineinander übergehen und das Flimmern wird
vollständig verhindert, weil der Schirm sozusagen ununterbrochen dieselbe Lichtmenge
erhält. Wird die Blende noch weiter geöffnet, so daß dauernd gleichzeitig Bilder von mehr
als einem Objektiv projiziert werden, so wird nicht nur mehr Licht auf den Schirm geworfen
werden, sondern das störende Korn in den projizierten Bildern wird vollständ:g beseitigt,
da durch die Überlappung mehrerer Bilder natürlich eine Vergleichmäß gung der
Bilder infolge NichtzusammenfaL'ens der SiI-.berkörner
entsteht. Die Bilder decken sich nicht ganz genau, da sie bei der Belichtung nicht genau dieselbe Lage gegenüber dem abzubildenden
Gegenstand eingenommen haben. Die Abweichungen, die vorhanden sind, sind aber so gering, daß sie in der Praxis außer
Betracht gesetzt werden können. Dies gilt insbesondere für Aufnahmen und Wiedergaben
von Bildern für medizinische Zwecke, da es sich hier meistens um langsame Bewegungen
handelt. Es dürfte kaum irgendwelche Vorteile bringen, mehr als drei Bilder
in der oben beschriebenen Weise zu projizieren, so daß gewöhnlich eine Blendenöffnung
von i8ou verwendet werden muß.
Da im projizierten Bilde das Korn nicht erkennbar ist und die Projektion ununter- no
brochen ohne Dunkelpause stattfinden kann, ist es möglich, ein projiziertes Bild wieder
zu photographieren, ohne den Projektor und die Aufnahmekamera miteinander zu synchronisieren.
Die Aufnahmekamera kann hierbei eine Kamera gewöhnlicher Bauart, also mit absatzweiser Schaltung und Verschluß, sein.
Durch zweckmäßige Bemessung der Geschwindigkeit kann man mittels desselben Originalbildes
normale, langsame (Zeitdehner) oder beschleunigte Bewegung (Zeitraffer) erhalten.
Der beschriebene "Apparat kann selbstver-
.' ständlich in verschiedener Weise abgeändert werden, ohne daß der Rahmen der Erfindung
überschritten wird.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Kinematographischer Apparat, in dem die Belichtungen ohne Dunkelpause abwechselnd durch verschiedene auf das gleiche Objekt gerichtete Objektive erfolgen, derart, daß ein Filmabschnitt belichtet wird, während ein anderer Abschnitt in der zugehörigen Belichtungsöffnung fortgeschaltet wird, gekennzeichnet durch leine ununterbrochene zylindrische FiImbahn, die konzentrisch ist zu mehreren mit annähernd parallelen optischen Achsen in Ringform gruppierten Objektiven, deren jedes eine besondere Bildreihe auf dem abschnittsweise in der Reihenfolge der Abdeckung der Objektive um die Filmbahn bewegten Film über Reflektoren, die die durch die Objektive dringenden Strahlen radial gegen den Film, richten, herstellt.
- 2. Kinematographischer Apparat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Sektorverschluß, der konzentrisch zum Objektivring in Synchronismus mit den den Film schaltenden Vorrichtungen umläuft und nacheinander jedes Objektiv abdeckt, während der dahinterliegende Filmabschnitt durch die Belichtungsöfjfnung bewegt wird.
- 3. Kinematographischer Apparat nach Anspruch 1 oder· 2, gekennzeichnet durch in Filmfortschaltrichtung ununterbrochen schwingende Filmgreifer, die der Reihe nach mit jedem Filmabschnitt in Eingriff gebracht werden.
- 4. Kinematographischer Apparat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe mit Projektionslichtquellen versehen ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB623306X | 1930-06-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE623306C true DE623306C (de) | 1935-12-21 |
Family
ID=10488052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL78639D Expired DE623306C (de) | 1930-06-14 | 1931-06-14 | Kinematographischer Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE623306C (de) |
-
1931
- 1931-06-14 DE DEL78639D patent/DE623306C/de not_active Expired
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