DE424778C - Stereoskopischer Kinofilm und Betrachtungseinrichtung dazu - Google Patents

Stereoskopischer Kinofilm und Betrachtungseinrichtung dazu

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DE424778C
DE424778C DEJ24731D DEJ0024731D DE424778C DE 424778 C DE424778 C DE 424778C DE J24731 D DEJ24731 D DE J24731D DE J0024731 D DEJ0024731 D DE J0024731D DE 424778 C DE424778 C DE 424778C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B35/00Stereoscopic photography

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing, Inspecting, Measuring Of Stereoscopic Televisions And Televisions (AREA)

Description

(J 2473
Die Erfindung betrifft einen stereoskopischen Kinofilm und bezwetkt, einen Kinofilm zu schaffen, mit dessen Hilfe es gelingt, einwandfreie stereoskopische Bilder durch gewohnliche und mit der gewöhnlichen Geschwindigkeit arbeitende Vorführungseinrichtungen zu erhalten.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung bil- i det eine Vorrichtung zur Betrachtung der , Projektionsbilder von stereoskopischen Filmen nach der Erfindung, durch die jedem ! Auge nur das zugehörige Teilbild sichtbar ge- ' ■macht wird. Erfindungsgemäß enthält sie zwei drehbar gelagerte Prismen mit kleinen Spitzenwinkeln entgegengesetzter Steigungsrichtung, und jedem der Prismen ist eine einstellbare Blende oder Membran zu- | geordnet.
Der stereoskopische Film nach der Erfin- I dung, bei dem die in seiner Längsrichtung abwechselnden rechten und linken Teilbilder mit zwei in Augenentfernung angebrachten Objektiven aufgenommen sind, kennzeichnet sich dadurch, daß jedes Teilbild die ganze Breite, aber nur die halbe Höhe eines Normalbildes hat, und daß jedes Paar von Rechts- und Linksbildern zusammen die Fläche eines Normalbildes einnimmt. Die Projektion dieses Filmes kann also wie gewöhnlich mit allen Projektionsapparaten, die bis jetzt verwendet werden, erfolgen, und zwar auf einen gewöhnlichen Projektionsschirm oder auf einen Schirm beliebiger Größe. Auf diesem Schirm erscheinen je zwei zusammengehörige Bilder gleichzeitig, und für jedes der aufeinanderfolgenden Bildpaare sind die beiden Bilder, obschon sie übereinzustimmen scheinen, voneinander verschieden, weil sie von zwei verschiedenen Punkten aus aufgenommen sind.
In den Abb. 1 und 2 ist in Draufsicht und Seitenansicht mit teilweisem Schnitt eine Vorrichtung zur Aufnahme von Filmen nach der Erfindung veranschaulicht.
In dem Gehäuse 1 sind zwei komplexe Objektive dargestellt, deren optische Achsen ungefähr in einem Abstand von 63 mm, dem mittleren menschlichen Augenabstand, angeordnet sind. Das stereoskopische Paar registriert die paarweisen Bilder mit der nor-
malen Geschwindigkeit. Das linke Objektiv 2' ist in Höhe gegenüber dem rechten Objektiv 2 verstellt. Mit total reflektierenden Prismen 3, 3' werden die Bilder 4, 4' in die Achse ζ des Apparates abgelenkt und das eine oberhalb des anderen auf den Film 5 gebracht. 8 und 8' sind die Fassungen der Prismen. Der Apparat wird vervollständigt durch eine nicht dargestellte Einstellvorriehtung, welche den Abstand zwischen den ! Achsen x-x und y-y einzustellen gestattet. j Im Gegensatz zu einer allgemein angenom- \ menen Hypothese kann man durch die effek- ' tive Überlagerung zweier Bilder, die in dem mittleren Abstand der menschlichen Augen ' aufgenommen sind, auf einem Projektionsschirm keinen stereoskopischen Effekt erzielen. Im übrigen ist die genaue Überlagerung nicht möglich, und um eine Reliefempfindung auszulösen, muß diese Überlagerung im Gehirn des Zuschauers erfolgen durch einen physiologischen Mechanismus, welcher unbewußt arbeitet. Beim üblichen stereoskopischen Betrachten feststehender Bilder werden die nebeneinanderliegenden stereoskopischen Bilder gleichzeitig betrachtet mit Hilfe λόπ konvergierenden Linsen. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, die im Projektionsbild übereinander erscheinenden Teilbilder jedem Beschauer so sichtbar zu machen, daß dessen rechtes Auge nur die rechten und das linke Auge nur die linken Teiibilder wahrnimmt, daß also jedes Bildpaar wegen des physiologisehen Mechanismus des Gehirns eine Relief- ' empfindung ergibt. Die Abb. 3 stellt eine j beispielsweise Ausführungsform einer solchen Vorrichtung in Ansicht und teilweisem Schnitt dar.
In einer Fassung 9 an einem Träger 10 ' sind zwei Prismen 11, 11' vorgesehen, deren ; Spitzenwinkel ungefähr gleich 40 ist. Die Kanten 12, 12' sind im entgegengesetzten Sinn angeordnet. Die Kante 12' des Prismas 11', durch welches man jedes obere Bild beobachtet, ist oben, während die Kante 12 des Prismas 11, durch welches man jedes untere Bild zu beobachten hat, sich unten befindet. Diese Prismen können mittels eines nicht dargestellten Mechanismus von der bei optischen Instrumenten üblichen Art gedreht werden. Sie sind angeordnet an Ringen 13, 13', die mit Reglungsteilungen versehen sind, und die Ablenkung, welche durch sie erzielt wird, gestattet das überlagern der Bilder im Raum für sämtliche Abstände und Stellungen der Beobachter mit Bezug auf den Projektionsschirm. Um für jedes Auge das nicht zugehörige Teilbild abzudecken, sind vor den Prismen zwei bewegliche Schirme 14, 14' vorgesehen mit veränderlicher Neigung mit Bezug zu den Achsen 15, 15'. In vorliegendem Fall deckt der Schirm 14' das untere Bild gegenüber dem linken Auge und der Schirm 15 das obere Bild gegenüber dem rechten Auge ab. Nach der individuellen Einstellung der Lage der Prismen und der Schrägstellung der Schirme wird nur das stereoskopische, virtuelle Bild dem Beobachter erscheinen.
Das Gewicht und die Raumbeanspruchung eines derartigen Beobachtungsapparates sind etwa von derselben Größenordnung wie bei einem Theaterglas. Der Apparat ändert in keiner Weise die Gesichtsschärfe des Beobachters; eine Verzerrung der Bilder oder Änderung ihrer Farbe ist dadurch nicht bedingt.
Aus den Abb. 4 und 5 ist ein Schnitt und eine Draufsicht einer anderen Ausführungsform des Apparates für den Beobachter ersichtlich, bei der die einstellbaren Schirme durch Diaphragmen 22, 22' ersetzt sind und die Drehung des ganzen Systems in jeder beliebigen Richtung mittels eines Kugelgelenkes 23 bewerkstelligt werden kann.
Diese beiden Apparatetypen eignen sich für sämtliche Plätze der Zuschauer, die sich in einem Abstand vom Projektionsschirm befinden, welcher wenigstens doppelt so groß ist go als die Größe der projizierten stereoskopischen Bilder.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Stereoskopischer Kinofilm, bei dem die in seiner Längsrichtung abwechselnden rechten und linken Teilbilder mit zwei in Augenentfernung voneinander angebrachten Objektiven aufgenommen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Teilbild die ganze Breite, aber nur die halbe Höhe eines Normalbildes hat, und daß jedes Paar von Rechts- und Linksbildern zusammen die Fläche eines Xormalbildes einnimmt.
2. Vorrichtung zur Betrachtung der Projektionsbilder von Filmen nach Anspruch i, mit der jedem Auge nur das zugehörige Teilbild sichtbar gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zwei drehbar gelagerte Prismen mit kleinen Spitzenwinkeln entgegengesetzter Steigungsrichtung aufweist, und daß jedem Prisma eine einstellbare Blende oder Membran zugeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEJ24731D 1923-04-30 1924-04-30 Stereoskopischer Kinofilm und Betrachtungseinrichtung dazu Expired DE424778C (de)

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DE (1) DE424778C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE954569C (de) * 1943-01-09 1956-12-20 Zeiss Ikon Ag Einrichtung zum Montieren von Stereo-Halbbildpaaren

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