DE623102C - Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen Figur - Google Patents

Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen Figur

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DE623102C
DE623102C DEB165025D DEB0165025D DE623102C DE 623102 C DE623102 C DE 623102C DE B165025 D DEB165025 D DE B165025D DE B0165025 D DEB0165025 D DE B0165025D DE 623102 C DE623102 C DE 623102C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H13/00Toy figures with self-moving parts, with or without movement of the toy as a whole

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Description

  • Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen Figur Gegenstand der Erfindung ist eine Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen Figur, die einen bewegbaren Mund aufweist, der durch eine Antriebsvorrichtung synchron mit der Aussendung von Tönen, die von einem in der Figur oder in deren Nähe angeordneten Lautsprecher ausgehen, in mechanische Bewegung versetzt wird. Es ist bereits bekannt, in dem Körper einer in Menschen- oder Tiergestalt ausgebildeten Figur einen an ein außerhalb der Figur befindliches Mikrophon über einen Verstärker angeschlossenen Lautsprecher anzuordnen und außerdem in der Figur bewegliche Spulenkörper vorzusehen, die die Augenlider bzw. die Lippen der Figur tragen und durch auf Elektromagnete übertragene, nicht gleichgerichtete Sprechströme bewegt werden. Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, daß die mechanische Wirkung der auf die beweglichen Spulen einwirkenden Sprechströme nur sehr gering ist und demnach für den :Mund bzw. die Augenlider ein sehr leichtes, etwa nach Art eines Amperemeters ausgebildetes Antriebssv_ stem vorgesehen werden muß.
  • Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, den vorerwähnten Nachteil zu beseitigen und dafür Sorge zu tragen, daß auf den beweglichen Mund der Figur verhältnismäßig starke mechanische Kräfte einwirken, die imstande sind, den Mund in zuverlässiger Weise synchron mit den von dem Lautsprecher ausgehenden Schallwellen in Bewegung zu setzen. Erfindungsgemäß wird dies in der Hauptsache dadurch erreicht, daß zum Antrieb .des beweglichen Mundes ein Röhrenverstärkerrelais und eine elektrisch gesteuerte Vorrichtung derart vorgesehen sind, daß auf das Relais gleichgerichtete Tonfrequenzimpulse einwirken. Vorzugsweise besteht die Vorrichtung zum Antrieb des beweglichen Mundes der Figur aus einem Elektromagneten, der an einen Röhrenverstärkerkreis derart angeschlossen ist, daß auf ihn gleichgerichtete Tonfrequenzströme oder -impulse übertragen werden, und der mit einem Anker zusammenwirkt, welcher bei Erregung des Magneten durch die zugeführten Ströme oder Impulse eine Bewegung erfährt, die auf den Mund der Figur übertragen wird.
  • Die Zeichnung zeigt beispielsweise einige elektrische Schaltungen und Vorrichtungen zur Erzeugung der Bewegung gemäß der Erfindung, und zwar zeigt Fig. r einen Steuerstromkreis und eine Antriebsvorrichtung für Batteriebetrieb.
  • Fig. z zeigt eine Schaltung für Wechselstrom.
  • Fig.3 ist eine Seitenansicht einer flachen Figur aus Sperrholz.
  • Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Grundplatte der in Fig. 3 dargestellten Figur. Fig.5 zeigt eine abgeänderte Anordnung zum Bewegen des Mundes mittels eines Elektromagneten.
  • Fig. 6 zeigt eine Antriebsvorrichtung mit einer Marionettenpuppe. Fig.7 zeigt die Vorrichtung in Verbindung mit einer Figur nach Art eines Bauchredners.
  • Fig. 8 ist eine- Vorderansicht und veranschaulicht die gegenseitige Lage der Öffnung für die ausgesandten Töne und des Lautsprechertrichters.
  • Fig. 9 zeigt eine optische Vorrichtung zur Erzielung lebensähnlicher Wirkungen.
  • Fig. io zeigt eine pneumatische Vorrichtung zum Antrieb der Figur.
  • Fig. ii zeigt eine ,pneumatische Antriebsvorrichtung für große Figuren.
  • Fig. 12 zeigt eine Schaltungsanordnung zur bequemen Umschaltung der Schallsendung von einer Puppe auf eine andere mittels eines gemeinsamen Schalters.
  • Fig. 13 veranschaulicht die Anordnung der Figur in Verbindung mit einem Radiogerät oder einem Gerät zur elektrischen Tonwiedergabe.
  • Fig. 14 zeigt eine Einrichtung zur zeitweisen Befestigung einer' die Antriebsvorrichtung der Figur tragenden Grundplatte an der Vorderseite eines Tonerzeugers, der für die Zwecke der Erfindung nicht besonders eingerichtet ist.
  • In Fig. i ist der. Steuerstromkreis und die Antriebsvorrichtung für Batteriebetrieb dargestellt. Der Steuerstromkreis enthält eine Röhre i, die den Strom für den Heizfaden von einer Batterie 2 erhält, eine Batterie 4 zur Lieferung des hochgespannten Stromes und eine Gittervorspannüngsbatterie 14, die imstande ist, den Anodenstrom auf Null zu bringen, wenn keine Sprechströme hindurchgehen. In dem Anodenkreis sind eine Induktanz 3, ein Beruhigungskondensator 5 und zwei Anschlüsse 6 und 7 vorgesehen. Um die Wirkung der in dem Kreis eintretenden Sprechströme erheblich zu verstärken, werden die Tonfrequenzimpulse von dem Anodenkreis durch einen Kondensator 8 zu einem Doppelwellengleichrichter 9, io und einem Kondensator i i zurückgeleitet. Diese positiven Impulse gehen durch einen Widerstand i2 zu dem positiven Pol der Gittervorspannungsbatterie 14, wodurch das effektive Potential dieser Batterie verringert .und der Anodenstrom für die Antriebsvorrichtung verstärkt wird; 13 stellt einen Gitterableitungswiderstand dar. Eine Schallquelle 17 ist mit.einem Potentiometer 16 verbunden, und die Tonfrequenzen werden durch einen spannungserhöhenden Transformator 15 in den Kreis eingeführt. Das Potentiometer 16 dient dazu, die Stärke der in den Kreis eingeführten Tonfrequenz zu regeln und auf diese Weise die Bewegungen des Mundes einer Puppe oder sonstigen Figur zu steuern.
  • Die Wirkungsweise des -Stromkreises läßt sich kurz dahin zusammenfassen, daß die Röhre i als gittergesteuerter Gleichrichter wirkt, dessen Wirkung durch den Rückleitungsgleichrichter stark vergrößert wird.
  • Die Antriebsvorrichtung besteht aus einem an einer Grundplatte 2o11 angebrachten Elektromagneten 18, dessen Oberseite in gleicher Höhe mit der Grundplatte liegt und mit einem dünnen Papierblatt bedeckt ist, um den Elektromagneten nach außen unsichtbar zu machen. Die Figur 31 steht auf einem Sockel 3o, der einen mittels einer Blattfeder 32 an einem Halter 22 befestigten Anker 2 i enthält. Wenn auf den Elektromagneten 18 gleichgerichtete Tonimpulse übertragen werden, wird der Anker 21 gegen Polstücke i9 und 2o angezogen. Die Bewegung des Ankers 21 wird durch zwei an seinem Ende befestigte Arme 23 und 24 begrenzt, die sich gegen einen- aus Schwammgummi bestehenden Anschlag 25 legen. Die Bewegung des Ankers wird durch den Arm 23 auf einen Draht 2,6 übertragen, der in einem Lager 27 längs verschieblich geführt ist und durch eine Nut 28 geht. Der Draht ist innerhalb der Nut 28 rechtwinklig umgebogen und geht dann nach vorn zu der Vorderseite des Kopfes der Figur, wo er an dem Mund befestigt ist..
  • Die Steuervorrichtung kann auch in Verbindung mit einem Gleichstromnetz verwendet werden, indem eine Gleichstromröhre vorgesehen und das Gleichstromnetz zur Lieferung der Hochspannung verwendet wird, oder in Verbindung mit einem Wechselstromnetz unter Verwendung einer Wechselstromröhre und eines Wechselstromgleichrichters für die Lieferung der Hochspannung.
  • In geeigneten Fällen kann der für die Steuervorrichtung benötigte Strom von dem Radioapparat oder einem anderen mit der Vorrichtung zusammenwirkenden Tonerzeuger entnommen werden.
  • Fig.2 zeigt eine Schaltung für Wechselstrom, die eine Erweiterung der in Fig. i dargestellten Röhrenrelaisschaltung darstellt. Die Schaltung enthält zwei indirekt geheizte Röhren 33 und 33d, die durch die Sekundärwicklung eines mit primären Anschlüssen 36 und 37 versehenen Netztransformators 35 mit Strom versorgt werden. Die Anode 38 erhält hochgespannten Wechselstrom von der Sekundärwicklung 39, und die Ausgangsleistung wird durch Anschlüsse 4o und 41, die durch einen Beruhigungskondensator 42 verbunden sind, auf die Antriebsvorrichtung übertragen. Der Anödenstrom von dem Ventil 33a wird durch das Ventil 33 gesteuert. In der Ruhestellung, also bei geschlossenem Munde der Figur, ist das Potential des Gitters 34b gleich Null und die Impedanz der Röhre gering; die Selzundärwicklung 43 liefert ein gegen das Potential der Hochspannungssekundärwick- Jung 39 um 18o° versetztes Potential mittels der Kathode 44 zu der Anode 38a und von hier zu dem Gitter 34b, wodurch der Anodenstrom in 38 auf Null gehalten wird. Wenn von einer Schallquelle 45 Sprechströme auf das Regelpotentiometer 46 und von hier durch einen Kondensator 48a und einen spannungserhöhenden Transformator ,4, auf einen mit einem Kondensator 49 gekoppelten Gleichrichter 48 übertragen werden, werden durch den Gleichrichter negative Impulse auf das Gitter 34b übertragen, wodurch die Impedanz der Röhre 33 vergrößert und das von der Sekundärwicklung 43 dem Gitter 34a erteilte Potential verringert wird. Die Folge hiervon ist eine Erhöhung des Stromes in der Anode 38 und die Betätigung .der Vorrichtung zur Erzeugung der Mundbewegung. Zwischen Gitter und Kathode ist ein Gitterableitungswiderstand 5o eingeschaltet. Zum Zwecke der Stabilisierung ist ein Kondensator 51 und ein Widerstand 52 vorgesehen. Gegebenenfalls können für die gleiche Schaltung auch Gleichstromspannungen für das Gitter 34a und die Anode 38 an Stelle der durch die Sekundärwicklungen 43 und 39 gelieferten Wechselstromspannungen verwendet werden.
  • Die Wirkungsweise besteht kurz darin, daß die Röhre 33 als elektrostatischer Schalter wirkt, der durch die Sprechströme.mittels des Gleichrichters gesteuert wird und seinerseits das dem Gitter 34I4 erteilte Potential steuert.
  • Es versteht sich von selbst, daß irgendeiner der Steuerkreise in Verbindung mit einer beliebigen Antriebsvorrichtung verwendet werden kann, vorausgesetzt, daß die Röhren derart gewählt werden, daß ihre Leistung zum Bewegen des Mundes der Figur ausreicht.
  • Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht einer flachen Figur 53 aus Sperrholz, deren Gesicht mit 54 bezeichnet ist. Die Figur ist auf einem Sockel 54a angebracht, und der Mund 55 wird durch einen Anker 56 mittels eines Hebels 57 und eines durch ein Lager 59 geführten Drahtes 58 gesteuert. Der Antrieb ist durch einen Deckel 6o abgeschlossen, und der Sockel ist durch ein Papierblatt 61 abgedeckt, um ihn unsichtbar zu machen. Die Figur steht auf einer Grundplatte 62 und wird durch einen an der Grundplatte befestigten Elektromagneten 63 angetrieben. Eine besondere Befestigung der Figur auf der Platte 62 ist nicht erforderlich.
  • Fig.4 zeigt eine Draufsicht auf die Grundplatte 62 mit freiliegenden Polstücken 64. und 65.
  • Fig.5 zeigt eine abgeänderte Anordnung zum Bewegen des Mundes mittels eines an der Rückseite der Figur befestigten Elektromagneten 66. Die Steuervorrichtung ist mit Anschlüssen 67 und 68 verbunden, und die Impulse bewirken das Anziehen eines Anker 69, der auf einer Schneide 70 schwenkbar gelagert ist. Der Ausschlag des Ankers wird durch einen an einem Träger 72 befestigten nachgiebigen Körper 71, beispielsweise aus Schwammgummi, begrenzt, und die Ankerbewegung wind durch einen Hebel 74 auf den Mund 73 übertragen. Das Gesicht der Figur ist mit 75 bezeichnet.
  • Fig.6 veranschaulicht die Anordnung der Antriebsvorrichtung in Verbindung mit einer Marionettenpuppe. Der Elektromagnet 76 liegt innerhalb des Körpers der Puppe, und bei der Übertragung von Impulsen auf die Anschlüsse 77 und 78 wird der auf einer Schneide 8o drehbare Anker 79 angezogen. Der Ausschlag des Ankers wird durch einen an einem Träger 82 befestigten nachgiebigen Körper 8 1 begrenzt. Ein steifer Draht 83 ist mit seinem unteren Ende .an dem Anker 7 9 biegsam befestigt. Der Draht geht durch eine Bohrung des Elektromagnetkernes 84 und ist bei 85 an einem um einen Zapfen 86 schwenkbaren =Mundstück angelenkt.
  • Fig.7 zeigt die Antriebsvorrichtung in Verbindung mit einer bauchrednerartigen Figur. Bei der Übertragung von Impulsen auf die Anschlüsse 87 und 88 des Elektromagneten 89 wird der auf einer Schneide g1 drehbar gelagerte Anker g1 angezogen und die Zugfeder 92 gestreckt. Die Bewegung des Ankers wird durch einen Ansatz 93 auf einen Zapfen 94 und von hier durch einen steifen Draht 95 auf einen Zapfen 96 eines um einen Zapfen 98 drehbaren Mundstückes 97 übertragen. Eine Feder 99 hält den Mund gewöhnlich in der geschlossenen Stellung. Ein aus biegsamem Stoff bestehender Teil loo verbindet den Mund mit dem Kinn. In den Kopf der Figur ist bei log eine Stütze loi eingeschraubt, die sich durch ein Lager 103 zu einem unteren Lager 104 erstreckt. Die Stütze hält den Kopf in senkrechter Lage und gestattet eine Drehbewegung des Kopfes. An der Stütze toi ist ein Lautsprecher 1o5 angebracht, .dessen Trichter loh sich soweit wie möglich bis zum oberen Ende des Körpers der Figur erstreckt. Der Schall geht durch einen an der Vorderseite der Figur vorgesehenen Schlitz 1o7, der mit einem geeigneten Stoff bedeckt und auf diese Weise unsichtbar gemacht ist. Der Lautsprecher nimmt an der Bewegung des Kopfes teil, so daß die Töne nach der gleichen Richtung ausgesandt werden, nach welcher der Mund zeigt, wodurch eine sehr natürliche Wirkung entsteht. Gegebenenfalls kann natürlich hinter dem Schlitz 107 auch ein Lautsprecher beliebiger Art ortsfest, also nicht drehbar, angebracht werden.- Fig. 8 zeigt eine Vorderansicht der. Figur mit dem Schlitz 107 und dem unmittelbar dahinterliegenden Lautsprechertrichter roh.
  • Fig. 9 zeigt eine optische Einrichtung zur Erzeugung der gleichen Wirkung, die in der Herstellung billiger ist und sich zur Belustigung oder für Reklamezwecke eignet. Die Vorrichtung kann für Silhouettenfiguren bis zur Lebensgröße verwendet werden. An der Vorderseite eines im übrigen geschlossenen Gehäuses iog ist ein durchscheinender Schirm iog angebracht, und unmittelbar hinter diesem Schirm ist in dem Gehäuse eine Silhouettenfigur iio vorgesehen, die durch eine Lampe i i x beleuchtet wird. Der Mund der Silhouette ist offen, und hinter dem Mund ist ein Gehäuse 112 angebracht, welches durch eine mittlere waagerechte Trennwand i 13 in zwei Teile unterteilt ist. In dem oberen Teil ist eine Lampe 114 und in dem unteren Teil eine Lampe ii5 befestigt. Die Lampen 114 und 115 sind mit der Lampe i i i in Reihe geschaltet, und ihre Glühfäden sind so bemessen, daß sie bei heller Beleuchtung den gleichen Strom leiten wie die Lampe iii. Die Vorrichtung wird durch einen Elektromagneten 16o gesteuert, der auf einen um einen Zapfen 118 drehbaren Anker 117 wirkt, welcher mittels einer Stoßstange 121 Kontakte ii9, i2o steuert. In der Ruhestellung steht der Kontakt i i9 mit einem Kontakt I 19a -und der Kontakt 12o mit einem Kontakt i2oa in Berührung, so daß die Lampen 114 und 115 kurzgeschlossen sind. Die Lampen sind infolgedessen ausgeschaltet, wobei die Figur aber durch die Lampe i i i weitererleuchtet bleibt, so daß der Mund geschlossen erscheint. Wenn auf die Anschlüsse 122 und 123 von einem der Steuerkreise Impulse übertragen werden, wird der Anker 117 angezogen. Hierdurch werden zunächst die Kontakte i2o und 121 geöffnet, so daß die Lampe 114 aufleuchtet und den Mund halb geöffnet erscheinen läßt, und bei weiterer Bewegung des Ankers werden auch die Kontakte irg und i 1911 geöffnet, so daß auch die Lampe 115 aufleuchtet und der Mund voll geöffnet erscheint. Der Lampenstromkreis steht durch Anschlüsse 124 und 125 mit dem Stromnetz in Verbindung.
  • Fig. io zeigt einen pneumatischen Antrieb der Figur. Durch die auf die Anschlüsse 126 und 127 des Elektromagneten übertragenen Impulse wird der Magnetanker 129 angezogen und unter Streckung der Feder 131 um die Schwenkachse 130 gedreht. Die Bewegung des Ankers wird durch einen Ansatz 132 und einen biegsamen Lenker 133 auf eine Membran 131a (Aneroidmembran ) übertragen. Durch ein biegsames Rohr 134 werden die Luftimpulse in ein Rohr 135 und von hier in einen Blasebalg 136 geleitet, der durch einen Halter 137 an der Figur befestigt ist. Die Bewegung des Blasebalges wird durch einen Ansatz 139 auf den Mund 138 der Figur übertragen. Der Bl#Lsebalg wird durch eine Feder 140 gewöhnlich in der geschlossenen Lage gehalten.
  • Fig. ii zeigt eine zur Verwendung bei großen Figuren bestimmte Anordnung zum pneumatischen Antrieb. Die Bewegung des Mundes erfolgt in ähnlicher Weise wie in Fig. io, und zwar ist der Mund 138a an einer Verlängerung der beweglichen Klappe 136b eines Blasebalges 136a angebracht und wird durch eine Schraubenfeder i4oa gewöhnlich geschlossen gehalten. Die ankommenden Impulse werden durch ein Rohr 134.b zu dem Blasebalg 136a geleitet. Die durch einen beliebigen D3-ucklufterzeuger 141 erzeugte Druckluft wird zu einer elektropneumatischen Steuervorrichtung 142 der bei Orgeln üblichen Art geführt, deren Elektromagnet so gewickelt ist, daß er durch eine der beschriebenen Steuervorrichtungen betätigt werden kann. Die Anschlüsse für die Steuervorrichtung sind mit 143 und 144 bezeichnet. Die Vorrichtung 142 wirkt in der Weise, daß bei dem Eintreffen von Impulsen das Ventil geöffnet wird und die Luft zu dem Blasebalg 136a strömen kann. Wenn die Impulse aussetzen, wird das Ventil geschlossen und ein Abströmventil geöffnet, so daß die Luft aus dem Blasebalg 136a unter der Wirkung der Feder 14oa abströmen kann.
  • Fig. 12 zeigt eine Schaltungsanordnung mit einem doppelpoligen Wechselschalter, der es gestattet, ein Zwiegespräch zwischen einer Puppe A und B zu veranstalten, indem durch den Schalter 145 abwechselnd der Lautsprecherkreis und Steuerkreis der einen und anderen Puppe eingeschaltet wird. Die Schallquelle ist mit 146 bezeichnet.
  • Fig. 13 zeigt eine Anordnung zum Antrieb der Figur in Verbindung mit einem Radiogerät oder. einem Gerät zur elektrischen Schallwiedergabe. Die Steuervorrichtung kann entweder innerhalb des Gerätes oder getrennt davon angeordnet sein. Die den Elektromagneten tragende Grundplatte 147 ist an der Vorderseite des Gerätes fest angebracht oder mit dieser zusammen hergestellt. Die auf der Grundplatte 147 stehende Figur oder Puppe wird in der beschriebenen Weise durch eine Steuervorrichtung angetrieben, wobei der Lautsprecher des Gerätes als Schallerzeuger verwendet wird. Bei der üblichen Form der Radiogeräte wird die Grundplatte zweckmäßig zwischen dem Lautsprecher und der Abstimmskala 149 angebracht.
  • Fig. 14 zeigt eine Anordnung zur zeitweisen Befestigung der den Elektromagneten enthaltenden Grundplatte 147 an der Vorderseite eines Schallerzeugers, der für diesen Zweck nicht besonders eingerichtet ist. Die Platte 147 wird an der Vorderseite des Gerätes durch zwei an ihren Enden befestigte Bänder 1q.84 und iq.9a gehalten, die durch eine Feder 150 unter Spannung gehalten werden, so daß die Platte 147 fest gegen die Vorderseite des Gerätes anliegt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen Figur, die einen bewegbaren Mund aufweist, der durch eine AntriMsvorrichtung synchron mit der Aussendung von Tönen, die von einem in der Figur oder in deren Nähe angeordneten Lautsprecher ausgehen, in mechanische Bewegung gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb des beweglichen Mundes ein Röhrenverstärkerrelais und eine elektrisch gesteuerte Vorrichtung derart vorgesehen sind, daß auf das Relais gleichgerichtete Tonfrequenzimpulse einwirken.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Antrieb des beweglichen Mundes der Figur aus einem Elektromagneten besteht, der an einen Röhrenverstärkerkreis derart angeschlossen ist, daß auf ihn gleichgerichtete Tonfrequenzströme oder -impulse übertragen werden, und der mit einem Anker zusammenwirkt, welcher bei Erregung des Magneten durch die zugeführten Ströme oder Impulse eine Bewegung erfährt, die auf den Mund der Figur übertragen wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallquelle an ein Potentiometer angeschlossen ist, durch das die Stärke der zugeführten Tonfrequenzströme regelbar und demnach die Größe der Bewegungen des Mundes steuerbar ist. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mund der Figur durch eine bestimmte Zone eines Schirmes angedeutet ist, die hinsichtlich ihrer Größe und (oder) Lage in der Weise verändert wird, daß eine Anzahl getrennter, der Zone zugeordneter Lichtquellen wahlweise und regelbar in Abhängigkeit von den aufeinanderfolgenden, in der Intensität oder Amplitude veränderlichen -Schallimpulsen des Röhrenverstärkerkreises eines Lautsprechers selbsttätig eingeschaltet werden.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehendenAnsprüche, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Umschaltvorrichtung, durch die eine Anzahl von Tonerzeugern und Bewegungen vortäuschenden Vorrichtungen, beispielsweise zwecks Veranstaltung eines Zwiegespräches, wahlweise einschaltbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehendenAnsprüche, gekennzeichnet durch einen Drucklufterzeuger, eine pneumatische Vorrichtung zum Antrieb des beweglichen Teiles der Figur und eine in Abhängigkeit von den Tonfrequenzströmen oder -impulsen gesteuerte Vorrichtung zur Regelung der Druckluftzufuhr zu der pneumatischen Antriebsvorrichtung.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202129B (de) * 1962-08-17 1965-09-30 Robertus Cornelis Johannes Mar Verfahren zur Herstellung kinematographischer Aufnahmen zweidimensionaler Vorlagen

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