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Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen Figur Gegenstand
der Erfindung ist eine Nachbildung einer menschlichen, tierischen oder sonstigen
Figur, die einen bewegbaren Mund aufweist, der durch eine Antriebsvorrichtung synchron
mit der Aussendung von Tönen, die von einem in der Figur oder in deren Nähe angeordneten
Lautsprecher ausgehen, in mechanische Bewegung versetzt wird. Es ist bereits bekannt,
in dem Körper einer in Menschen- oder Tiergestalt ausgebildeten Figur einen an ein
außerhalb der Figur befindliches Mikrophon über einen Verstärker angeschlossenen
Lautsprecher anzuordnen und außerdem in der Figur bewegliche Spulenkörper vorzusehen,
die die Augenlider bzw. die Lippen der Figur tragen und durch auf Elektromagnete
übertragene, nicht gleichgerichtete Sprechströme bewegt werden. Diese bekannte Anordnung
hat den Nachteil, daß die mechanische Wirkung der auf die beweglichen Spulen einwirkenden
Sprechströme nur sehr gering ist und demnach für den :Mund bzw. die Augenlider ein
sehr leichtes, etwa nach Art eines Amperemeters ausgebildetes Antriebssv_ stem vorgesehen
werden muß.
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Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, den vorerwähnten
Nachteil zu beseitigen und dafür Sorge zu tragen, daß auf den beweglichen Mund der
Figur verhältnismäßig starke mechanische Kräfte einwirken, die imstande sind, den
Mund in zuverlässiger Weise synchron mit den von dem Lautsprecher ausgehenden Schallwellen
in Bewegung zu setzen. Erfindungsgemäß wird dies in der Hauptsache dadurch erreicht,
daß zum Antrieb .des beweglichen Mundes ein Röhrenverstärkerrelais und eine elektrisch
gesteuerte Vorrichtung derart vorgesehen sind, daß auf das Relais gleichgerichtete
Tonfrequenzimpulse einwirken. Vorzugsweise besteht die Vorrichtung zum Antrieb des
beweglichen Mundes der Figur aus einem Elektromagneten, der an einen Röhrenverstärkerkreis
derart angeschlossen ist, daß auf ihn gleichgerichtete Tonfrequenzströme oder -impulse
übertragen werden, und der mit einem Anker zusammenwirkt, welcher bei Erregung des
Magneten durch die zugeführten Ströme oder Impulse eine Bewegung erfährt, die auf
den Mund der Figur übertragen wird.
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Die Zeichnung zeigt beispielsweise einige elektrische Schaltungen
und Vorrichtungen zur Erzeugung der Bewegung gemäß der Erfindung, und zwar zeigt
Fig. r einen Steuerstromkreis und eine Antriebsvorrichtung für Batteriebetrieb.
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Fig. z zeigt eine Schaltung für Wechselstrom.
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Fig.3 ist eine Seitenansicht einer flachen Figur aus Sperrholz.
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Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Grundplatte der in Fig. 3 dargestellten
Figur. Fig.5 zeigt eine abgeänderte Anordnung zum Bewegen des Mundes mittels eines
Elektromagneten.
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Fig. 6 zeigt eine Antriebsvorrichtung mit einer Marionettenpuppe.
Fig.7
zeigt die Vorrichtung in Verbindung mit einer Figur nach Art eines Bauchredners.
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Fig. 8 ist eine- Vorderansicht und veranschaulicht die gegenseitige
Lage der Öffnung für die ausgesandten Töne und des Lautsprechertrichters.
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Fig. 9 zeigt eine optische Vorrichtung zur Erzielung lebensähnlicher
Wirkungen.
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Fig. io zeigt eine pneumatische Vorrichtung zum Antrieb der Figur.
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Fig. ii zeigt eine ,pneumatische Antriebsvorrichtung für große Figuren.
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Fig. 12 zeigt eine Schaltungsanordnung zur bequemen Umschaltung der
Schallsendung von einer Puppe auf eine andere mittels eines gemeinsamen Schalters.
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Fig. 13 veranschaulicht die Anordnung der Figur in Verbindung mit
einem Radiogerät oder einem Gerät zur elektrischen Tonwiedergabe.
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Fig. 14 zeigt eine Einrichtung zur zeitweisen Befestigung einer' die
Antriebsvorrichtung der Figur tragenden Grundplatte an der Vorderseite eines Tonerzeugers,
der für die Zwecke der Erfindung nicht besonders eingerichtet ist.
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In Fig. i ist der. Steuerstromkreis und die Antriebsvorrichtung für
Batteriebetrieb dargestellt. Der Steuerstromkreis enthält eine Röhre i, die den
Strom für den Heizfaden von einer Batterie 2 erhält, eine Batterie 4 zur Lieferung
des hochgespannten Stromes und eine Gittervorspannüngsbatterie 14, die imstande
ist, den Anodenstrom auf Null zu bringen, wenn keine Sprechströme hindurchgehen.
In dem Anodenkreis sind eine Induktanz 3, ein Beruhigungskondensator 5 und zwei
Anschlüsse 6 und 7 vorgesehen. Um die Wirkung der in dem Kreis eintretenden Sprechströme
erheblich zu verstärken, werden die Tonfrequenzimpulse von dem Anodenkreis durch
einen Kondensator 8 zu einem Doppelwellengleichrichter 9, io und einem Kondensator
i i zurückgeleitet. Diese positiven Impulse gehen durch einen Widerstand i2 zu dem
positiven Pol der Gittervorspannungsbatterie 14, wodurch das effektive Potential
dieser Batterie verringert .und der Anodenstrom für die Antriebsvorrichtung verstärkt
wird; 13 stellt einen Gitterableitungswiderstand dar. Eine Schallquelle
17 ist mit.einem Potentiometer 16 verbunden, und die Tonfrequenzen werden
durch einen spannungserhöhenden Transformator 15 in den Kreis eingeführt.
Das Potentiometer 16 dient dazu, die Stärke der in den Kreis eingeführten Tonfrequenz
zu regeln und auf diese Weise die Bewegungen des Mundes einer Puppe oder sonstigen
Figur zu steuern.
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Die Wirkungsweise des -Stromkreises läßt sich kurz dahin zusammenfassen,
daß die Röhre i als gittergesteuerter Gleichrichter wirkt, dessen Wirkung durch
den Rückleitungsgleichrichter stark vergrößert wird.
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Die Antriebsvorrichtung besteht aus einem an einer Grundplatte 2o11
angebrachten Elektromagneten 18, dessen Oberseite in gleicher Höhe mit der Grundplatte
liegt und mit einem dünnen Papierblatt bedeckt ist, um den Elektromagneten nach
außen unsichtbar zu machen. Die Figur 31 steht auf einem Sockel 3o, der einen
mittels einer Blattfeder 32 an einem Halter 22 befestigten Anker 2 i enthält. Wenn
auf den Elektromagneten 18 gleichgerichtete Tonimpulse übertragen werden, wird der
Anker 21 gegen Polstücke i9 und 2o angezogen. Die Bewegung des Ankers 21 wird durch
zwei an seinem Ende befestigte Arme 23 und 24 begrenzt, die sich gegen einen- aus
Schwammgummi bestehenden Anschlag 25 legen. Die Bewegung des Ankers wird durch den
Arm 23 auf einen Draht 2,6 übertragen, der in einem Lager 27 längs verschieblich
geführt ist und durch eine Nut 28 geht. Der Draht ist innerhalb der Nut 28 rechtwinklig
umgebogen und geht dann nach vorn zu der Vorderseite des Kopfes der Figur, wo er
an dem Mund befestigt ist..
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Die Steuervorrichtung kann auch in Verbindung mit einem Gleichstromnetz
verwendet werden, indem eine Gleichstromröhre vorgesehen und das Gleichstromnetz
zur Lieferung der Hochspannung verwendet wird, oder in Verbindung mit einem Wechselstromnetz
unter Verwendung einer Wechselstromröhre und eines Wechselstromgleichrichters für
die Lieferung der Hochspannung.
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In geeigneten Fällen kann der für die Steuervorrichtung benötigte
Strom von dem Radioapparat oder einem anderen mit der Vorrichtung zusammenwirkenden
Tonerzeuger entnommen werden.
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Fig.2 zeigt eine Schaltung für Wechselstrom, die eine Erweiterung
der in Fig. i dargestellten Röhrenrelaisschaltung darstellt. Die Schaltung enthält
zwei indirekt geheizte Röhren 33 und 33d, die durch die Sekundärwicklung eines mit
primären Anschlüssen 36 und 37 versehenen Netztransformators 35 mit Strom versorgt
werden. Die Anode 38 erhält hochgespannten Wechselstrom von der Sekundärwicklung
39, und die Ausgangsleistung wird durch Anschlüsse 4o und 41, die durch einen Beruhigungskondensator
42 verbunden sind, auf die Antriebsvorrichtung übertragen. Der Anödenstrom von dem
Ventil 33a wird durch das Ventil 33 gesteuert. In der Ruhestellung, also bei geschlossenem
Munde der Figur, ist das Potential des Gitters 34b gleich Null und die Impedanz
der Röhre gering; die Selzundärwicklung 43 liefert ein gegen das Potential der Hochspannungssekundärwick-
Jung
39 um 18o° versetztes Potential mittels der Kathode 44 zu der Anode 38a und
von hier zu dem Gitter 34b, wodurch der Anodenstrom in 38 auf Null gehalten wird.
Wenn von einer Schallquelle 45 Sprechströme auf das Regelpotentiometer 46 und von
hier durch einen Kondensator 48a und einen spannungserhöhenden Transformator ,4,
auf einen mit einem Kondensator 49 gekoppelten Gleichrichter 48 übertragen werden,
werden durch den Gleichrichter negative Impulse auf das Gitter 34b übertragen, wodurch
die Impedanz der Röhre 33 vergrößert und das von der Sekundärwicklung 43 dem Gitter
34a erteilte Potential verringert wird. Die Folge hiervon ist eine Erhöhung des
Stromes in der Anode 38 und die Betätigung .der Vorrichtung zur Erzeugung der Mundbewegung.
Zwischen Gitter und Kathode ist ein Gitterableitungswiderstand 5o eingeschaltet.
Zum Zwecke der Stabilisierung ist ein Kondensator 51 und ein Widerstand 52 vorgesehen.
Gegebenenfalls können für die gleiche Schaltung auch Gleichstromspannungen für das
Gitter 34a und die Anode 38 an Stelle der durch die Sekundärwicklungen 43 und 39
gelieferten Wechselstromspannungen verwendet werden.
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Die Wirkungsweise besteht kurz darin, daß die Röhre 33 als elektrostatischer
Schalter wirkt, der durch die Sprechströme.mittels des Gleichrichters gesteuert
wird und seinerseits das dem Gitter 34I4 erteilte Potential steuert.
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Es versteht sich von selbst, daß irgendeiner der Steuerkreise in Verbindung
mit einer beliebigen Antriebsvorrichtung verwendet werden kann, vorausgesetzt, daß
die Röhren derart gewählt werden, daß ihre Leistung zum Bewegen des Mundes der Figur
ausreicht.
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Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht einer flachen Figur 53 aus Sperrholz,
deren Gesicht mit 54 bezeichnet ist. Die Figur ist auf einem Sockel 54a angebracht,
und der Mund 55 wird durch einen Anker 56 mittels eines Hebels 57 und eines durch
ein Lager 59 geführten Drahtes 58 gesteuert. Der Antrieb ist durch einen Deckel
6o abgeschlossen, und der Sockel ist durch ein Papierblatt 61 abgedeckt, um ihn
unsichtbar zu machen. Die Figur steht auf einer Grundplatte 62 und wird durch einen
an der Grundplatte befestigten Elektromagneten 63 angetrieben. Eine besondere Befestigung
der Figur auf der Platte 62 ist nicht erforderlich.
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Fig.4 zeigt eine Draufsicht auf die Grundplatte 62 mit freiliegenden
Polstücken 64. und 65.
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Fig.5 zeigt eine abgeänderte Anordnung zum Bewegen des Mundes mittels
eines an der Rückseite der Figur befestigten Elektromagneten 66. Die Steuervorrichtung
ist mit Anschlüssen 67 und 68 verbunden, und die Impulse bewirken das Anziehen eines
Anker 69, der auf einer Schneide 70 schwenkbar gelagert ist. Der Ausschlag
des Ankers wird durch einen an einem Träger 72 befestigten nachgiebigen Körper 71,
beispielsweise aus Schwammgummi, begrenzt, und die Ankerbewegung wind durch einen
Hebel 74 auf den Mund 73 übertragen. Das Gesicht der Figur ist mit 75 bezeichnet.
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Fig.6 veranschaulicht die Anordnung der Antriebsvorrichtung in Verbindung
mit einer Marionettenpuppe. Der Elektromagnet 76 liegt innerhalb des Körpers der
Puppe, und bei der Übertragung von Impulsen auf die Anschlüsse 77 und 78 wird der
auf einer Schneide 8o drehbare Anker 79 angezogen. Der Ausschlag des Ankers
wird durch einen an einem Träger 82 befestigten nachgiebigen Körper 8 1 begrenzt.
Ein steifer Draht 83 ist mit seinem unteren Ende .an dem Anker 7 9 biegsam befestigt.
Der Draht geht durch eine Bohrung des Elektromagnetkernes 84 und ist bei 85 an einem
um einen Zapfen 86 schwenkbaren =Mundstück angelenkt.
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Fig.7 zeigt die Antriebsvorrichtung in Verbindung mit einer bauchrednerartigen
Figur. Bei der Übertragung von Impulsen auf die Anschlüsse 87 und 88 des Elektromagneten
89 wird der auf einer Schneide g1 drehbar gelagerte Anker g1 angezogen und
die Zugfeder 92 gestreckt. Die Bewegung des Ankers wird durch einen Ansatz 93 auf
einen Zapfen 94 und von hier durch einen steifen Draht 95 auf einen Zapfen
96 eines um einen Zapfen 98 drehbaren Mundstückes 97 übertragen. Eine Feder
99 hält den Mund gewöhnlich in der geschlossenen Stellung. Ein aus biegsamem
Stoff bestehender Teil loo verbindet den Mund mit dem Kinn. In den Kopf der Figur
ist bei log eine Stütze loi eingeschraubt, die sich durch ein Lager 103
zu
einem unteren Lager 104 erstreckt. Die Stütze hält den Kopf in senkrechter Lage
und gestattet eine Drehbewegung des Kopfes. An der Stütze toi ist ein Lautsprecher
1o5 angebracht, .dessen Trichter loh sich soweit wie möglich bis zum oberen Ende
des Körpers der Figur erstreckt. Der Schall geht durch einen an der Vorderseite
der Figur vorgesehenen Schlitz 1o7, der mit einem geeigneten Stoff bedeckt und auf
diese Weise unsichtbar gemacht ist. Der Lautsprecher nimmt an der Bewegung des Kopfes
teil, so daß die Töne nach der gleichen Richtung ausgesandt werden, nach welcher
der Mund zeigt, wodurch eine sehr natürliche Wirkung entsteht. Gegebenenfalls kann
natürlich hinter dem Schlitz 107 auch ein Lautsprecher beliebiger Art ortsfest,
also nicht drehbar, angebracht werden.-
Fig. 8 zeigt eine Vorderansicht
der. Figur mit dem Schlitz 107 und dem unmittelbar dahinterliegenden Lautsprechertrichter
roh.
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Fig. 9 zeigt eine optische Einrichtung zur Erzeugung der gleichen
Wirkung, die in der Herstellung billiger ist und sich zur Belustigung oder für Reklamezwecke
eignet. Die Vorrichtung kann für Silhouettenfiguren bis zur Lebensgröße verwendet
werden. An der Vorderseite eines im übrigen geschlossenen Gehäuses iog ist ein durchscheinender
Schirm iog angebracht, und unmittelbar hinter diesem Schirm ist in dem Gehäuse eine
Silhouettenfigur iio vorgesehen, die durch eine Lampe i i x beleuchtet wird. Der
Mund der Silhouette ist offen, und hinter dem Mund ist ein Gehäuse 112 angebracht,
welches durch eine mittlere waagerechte Trennwand i 13 in zwei Teile unterteilt
ist. In dem oberen Teil ist eine Lampe 114 und in dem unteren Teil eine Lampe ii5
befestigt. Die Lampen 114 und 115 sind mit der Lampe i i i in Reihe geschaltet,
und ihre Glühfäden sind so bemessen, daß sie bei heller Beleuchtung den gleichen
Strom leiten wie die Lampe iii. Die Vorrichtung wird durch einen Elektromagneten
16o gesteuert, der auf einen um einen Zapfen 118 drehbaren Anker 117 wirkt, welcher
mittels einer Stoßstange 121 Kontakte ii9, i2o steuert. In der Ruhestellung steht
der Kontakt i i9 mit einem Kontakt I 19a -und der Kontakt 12o mit einem Kontakt
i2oa in Berührung, so daß die Lampen 114 und 115 kurzgeschlossen sind. Die Lampen
sind infolgedessen ausgeschaltet, wobei die Figur aber durch die Lampe i i i weitererleuchtet
bleibt, so daß der Mund geschlossen erscheint. Wenn auf die Anschlüsse 122 und 123
von einem der Steuerkreise Impulse übertragen werden, wird der Anker 117 angezogen.
Hierdurch werden zunächst die Kontakte i2o und 121 geöffnet, so daß die Lampe 114
aufleuchtet und den Mund halb geöffnet erscheinen läßt, und bei weiterer Bewegung
des Ankers werden auch die Kontakte irg und i 1911 geöffnet, so daß auch die Lampe
115 aufleuchtet und der Mund voll geöffnet erscheint. Der Lampenstromkreis steht
durch Anschlüsse 124 und 125 mit dem Stromnetz in Verbindung.
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Fig. io zeigt einen pneumatischen Antrieb der Figur. Durch die auf
die Anschlüsse 126 und 127 des Elektromagneten übertragenen Impulse wird der Magnetanker
129 angezogen und unter Streckung der Feder 131 um die Schwenkachse 130 gedreht.
Die Bewegung des Ankers wird durch einen Ansatz 132 und einen biegsamen Lenker 133
auf eine Membran 131a (Aneroidmembran ) übertragen. Durch ein biegsames Rohr 134
werden die Luftimpulse in ein Rohr 135 und von hier in einen Blasebalg 136 geleitet,
der durch einen Halter 137 an der Figur befestigt ist. Die Bewegung des Blasebalges
wird durch einen Ansatz 139 auf den Mund 138 der Figur übertragen. Der Bl#Lsebalg
wird durch eine Feder 140 gewöhnlich in der geschlossenen Lage gehalten.
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Fig. ii zeigt eine zur Verwendung bei großen Figuren bestimmte Anordnung
zum pneumatischen Antrieb. Die Bewegung des Mundes erfolgt in ähnlicher Weise wie
in Fig. io, und zwar ist der Mund 138a an einer Verlängerung der beweglichen Klappe
136b eines Blasebalges 136a angebracht und wird durch eine Schraubenfeder i4oa gewöhnlich
geschlossen gehalten. Die ankommenden Impulse werden durch ein Rohr 134.b zu dem
Blasebalg 136a geleitet. Die durch einen beliebigen D3-ucklufterzeuger 141 erzeugte
Druckluft wird zu einer elektropneumatischen Steuervorrichtung 142 der bei Orgeln
üblichen Art geführt, deren Elektromagnet so gewickelt ist, daß er durch eine der
beschriebenen Steuervorrichtungen betätigt werden kann. Die Anschlüsse für die Steuervorrichtung
sind mit 143 und 144 bezeichnet. Die Vorrichtung 142 wirkt in der Weise, daß bei
dem Eintreffen von Impulsen das Ventil geöffnet wird und die Luft zu dem Blasebalg
136a strömen kann. Wenn die Impulse aussetzen, wird das Ventil geschlossen und ein
Abströmventil geöffnet, so daß die Luft aus dem Blasebalg 136a unter der Wirkung
der Feder 14oa abströmen kann.
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Fig. 12 zeigt eine Schaltungsanordnung mit einem doppelpoligen Wechselschalter,
der es gestattet, ein Zwiegespräch zwischen einer Puppe A und B zu veranstalten,
indem durch den Schalter 145 abwechselnd der Lautsprecherkreis und Steuerkreis der
einen und anderen Puppe eingeschaltet wird. Die Schallquelle ist mit 146 bezeichnet.
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Fig. 13 zeigt eine Anordnung zum Antrieb der Figur in Verbindung mit
einem Radiogerät oder. einem Gerät zur elektrischen Schallwiedergabe. Die Steuervorrichtung
kann entweder innerhalb des Gerätes oder getrennt davon angeordnet sein. Die den
Elektromagneten tragende Grundplatte 147 ist an der Vorderseite des Gerätes fest
angebracht oder mit dieser zusammen hergestellt. Die auf der Grundplatte 147 stehende
Figur oder Puppe wird in der beschriebenen Weise durch eine Steuervorrichtung angetrieben,
wobei der Lautsprecher des Gerätes als Schallerzeuger verwendet wird. Bei der üblichen
Form der Radiogeräte wird die Grundplatte zweckmäßig zwischen dem Lautsprecher und
der Abstimmskala 149 angebracht.
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Fig. 14 zeigt eine Anordnung zur zeitweisen Befestigung der den Elektromagneten
enthaltenden
Grundplatte 147 an der Vorderseite eines Schallerzeugers, der für diesen Zweck nicht
besonders eingerichtet ist. Die Platte 147 wird an der Vorderseite des Gerätes durch
zwei an ihren Enden befestigte Bänder 1q.84 und iq.9a gehalten, die durch eine Feder
150 unter Spannung gehalten werden, so daß die Platte 147 fest gegen die Vorderseite
des Gerätes anliegt.