DE621640C - Land-, insbesondere Kraftfahrzeug, dessen Gestell ganz oder teilweise als raeumliches, biegungs- und verdrehungssteifes Fachwerk ausgebildet ist - Google Patents
Land-, insbesondere Kraftfahrzeug, dessen Gestell ganz oder teilweise als raeumliches, biegungs- und verdrehungssteifes Fachwerk ausgebildet istInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D21/00—Understructures, i.e. chassis frame on which a vehicle body may be mounted
- B62D21/08—Understructures, i.e. chassis frame on which a vehicle body may be mounted built up with interlaced cross members
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Description
Der Aufbau normaler Landfahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, besteht in der
Regel aus einem Rahmen aus Längs- und Querträgern, auf den der eigentliche Wagenkasten
gesondert aufgesetzt wird. Derartige Rahmen haben eine sehr geringe Verdrehungssteifigkeit.
Sie müssen daher relativ schwer ausfallen, wenn ihre Steifigkeit genügen soll.
Da der Wagenkasten selbst nicht zum Tragen herangezogen wird, aber doch eine gewisse
Eigensteifigkeit besitzen muß, ergibt sich bei ihm ein nochmaliger Mehraufwand an Gewicht,
ohne daß im Endergebnis ein einwandfrei verdrehungsfester Verband des ganzen Fahrzeug^ vorliegt. Ein verhältnismäßig
schneller Verschleiß ist die Folge.
Dies läßt sich, wie bereits vorgeschlagen, wesentlich verbessern, wenn man das gesamte
Fahrzeuggestell als räumliches Fachwerk nach Art bekannter Trägerkonstruktionen ausbildet.
Derartige Verbände lassen sich praktisch vollkommen biegungs- und verdrehungssteif und trotzdem sehr leicht ausbilden, be-,
sonders wenn man die gesamte Bauhöhe des Fahrzeugs hierzu nach Möglichkeit ausnutzt.
Es entsteht indessen die Schwierigkeit, daß derartige Verbände im Innern schlecht zugänglich
sind, was für die praktischen Anforderungen (Ein- und Aussteigen, Be- und
Entladen) unangenehm ist.
Diese Schwierigkeit läßt sich erfindungsgemäß vermeiden oder doch stark einschränken,
wenn man das Raumfachwerk des gesamten Gestells aus wenigstens zwei einzelnen, für sich geschlossenen starren Raumfachwerken
zusammensetzt, die an wenigstens zwei Punkten unmittelbar aneinanderstoßen oder eine Strebe gemeinsam haben und an je
zwei weiteren Punkten durch eine zwischengeschaltete Strebe oder ein strebenähnliches
Fachwerk miteinander verbunden sind. Es entsteht so zwischen den beiden starren Einzelfachwerken ein Raum, der an einer
Seite vollkommen offen ist, d. h. keine Diagonalstreben hat und daher für die Aufnähme
der beweglichen Lasten (Fahrgäste, Nutzlast usw.) gut ausgenutzt werden kann.
Trotzdem bleibt das ganze Gebilde vollkommen biegungs- und verdrehungs steif. Teile der Tragkonstruktion können zugleich
als Wagenkastenteile (Türrahmen, Träger des Wetterverdecks, Dachversteifung usw.)
dienen, wodurch wesentlich an Bauaufwand gespart werden kann.
Triebwerk, Zubehör, Brennstoff usw. können in den anschließenden Einzelraumfachwerken
untergebracht werden. Diese toten Gewichte können damit an das vordere und
hintere Ende des Fahrzeugs kommen, was fahrtechnisch vorteilhaft ist, während die
lebenden Lasten möglichst in der Fahrzeugmitte untergebracht werden, wo sie Erschütterungen
weniger ausgesetzt sind.
Zur Vornahme von Ausbesserungen ist indessen, wenn auch seltener, eine gute Zugänglichkeit
auch zum Triebwerk usw. er-
wünscht. Dies läßt sich dadurch erreichen daß in den genannten Einzelraumfachwerken
z. B. in Nähe des Motors, einzelne Stäbe lösbar eingerichtet sind, so daß sie im Stand
entfernt oder ausgeschwenkt werden können Da im Stand keine Stoßkräfte auf das Fachwerk
kommen, bringt dieses vorübergehende Entfernen einzelner Streben im Stand keine
Gefahr.
ίο Trotzdem bleibt für manche Zwecke, z. B.
für Anbringung von Fenster- und Türöffnungen, das Raumfachwerk unangenehm. Es ist
in solchen Fällen vorteilhaft, in das Raumfachwerk biegungssteife Träger einzuschalten,
wodurch sich z. B. die Sichtverhältnisse an den Fenstern oder die Türöffnung günstiger
gestalten lassen. Es liegen in diesem Falle die Angriffspunkte einiger angeschlossener
Stäbe (Knotenpunkte) in einiger Entfernung ao von den Enden der genannten Träger. Die
dadurch entstehenden Biegungsmomente werden aber durch die besondere "biegungssteife
Ausbildung dieser Träger in einwandfreier Weise aufgenommen. Der Charakter des ganzen Fachwerks bleibt unverändert.
Soweit das beschriebene Fachwerk seine statische Funktion mit der Forderung nach
gefälligen Außenformen nicht vereinen kann, wird es zweckmäßig an den betreffenden
Teilen durch ein besonderes Verkleidungsgerüst ergänzt, das aber nur der Vervollkommnung
der äußeren Form zu dienen braucht und daher sehr leicht gehalten werden kann.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. ι zeigt zunächst schematisch im Seitenriß ein Fahrzeug nach vorliegender
Erfindung. Zwei einzelne, in sich starre Raumfach werke 1 und 2 sind an der Fahrzeugunterseite
unmittelbar, an der Oberseite durch die zwischengeschalteten Streben 3 miteinander
verbunden. Das Schema ist hier der Deutlichkeit halber zunächst als eben dargestellt.
Vorn und hinten befinden sich die Räder 4.
Abb. 2 zeigt, wie sich die seitliche öffnung
dadurch erweitern läßt, daß man statt der Strebe 3 ein strebenartiges Fachwerk 5 verwendet.
'
Abb. 3 gibt eine perspektivisch-räumliche Ansicht eines Fachwerkfahrzeugs nach vorliegender
Erfindung. Die Streben 6 bis 17 bilden, für sich ein starres räumliches Fachwerk,
ebenso die Streben 13, 18 bis 34. Beide
Fachwerke stoßen an den Endpunkten der Strebe 13 unmittelbar aneinander und haben
diese Strebe gemeinsam. An der Oberseite sind sie durch die Streben 36 und 37 miteinander
verbunden, wodurch ein vollkommen steifes Gesamtraumfachwerk entsteht, obwohl der mittlere Teil oben vollkommen offen und
zugänglich ist. Natürlich läßt sich sinngemäß diese offene Seite auch an eine andere Seite
des Fachwerks legen. Der mittlere freie Raum dient zweckmäßig zur Aufnahme der
Nutzlast, während Triebwerk, Brennstoff usw. vorn und hinten untergebracht sind. Um
auch diese Räume wenigstens im Stand leichter zugänglich zu machen, können einzelne
Streben, z. B. die Streben 9, 10 oder 31, lösbar eingerichtet sein.
Das Beispiel der Abb. 3 eignet sich besonders für offene Sportwagen. Für einen geschlossenen
Wagen sind freie öffnungen für Türen und Fenster erforderlich. Dies läßt
sich nach dem Beispiel der Abb. 4 in der · Weise erreichen, daß zunächst einmal, ähnlich
wie bei Abb. 2 bereits beschrieben, die Streben 36 und 37 durch ein strebenähnliches Fachwerk
5 ersetzt werden. Außerdem sind in das vordere starre Einzelfachwerk zwei biegungssteife
Träger 38 und 39 eingeschaltet, wobei die Streben 11, 12, 14, 17 nicht mehr am
Ende dieser Träger (Streben) angreifen. Auf diese Weise entstehen reichliche öffnungen
sowohl für eine vordere Windschutzscheibe wie für die beiden Seitentüren 40 und 41.
Das Strebenfachwerk 5 trägt zugleich das 9<>
Dach oder Rollverdeck 42. Vorn ist beispielsweise das eigentliche Fachwerk durch ein zusätzliches
Verkleidungsgerüst 43 abgerundet und in eine ansprechende Form gebracht.
Hinten könnte dies in gleicher Weise gescheuen.
Claims (5)
1. Land-, insbesondere Kraftfahrzeug, dessen Gestell ganz oder teilweise als
räumliches, biegungs- und verdrehungssteifes Fachwerk ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das räumliche Fachwerk
aus wenigstens zwei einzelnen Raumfachwerken (6 bis 17 und 13, 18 bis. 34)
besteht, die an zwei Punkten unmittelbar miteinander und außerdem durch zwei Streben (36, 37) oder ein weiteres Fachwerk
(5) miteinander verbunden sind.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Einzelraumfachwerke im wesentlichen zur Aufnahme der Triebwerks- und Zubehörteile
dienen.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Einzelraumfachwerken lösbare Streben vorgesehen sind, die zur besseren Zugänglichmachung
der Innenräume bei Bedarf ausgebaut oder ausgeschwenkt werden können.
4· Kraftfahrzeug nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne
Stäbe biegungssteif ausgebildet sind und die Angriffspunkte der angeschlossenen Stäbe zum Teil in einiger Entfernung
von dem einen Ende liegen.
5. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
zur Kraftaufnahme dienendes Fachwerk ein besonderes, zur äußeren Formgebung
dienendes Verkleidungsgerüst angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH132610D DE621640C (de) | 1932-07-24 | 1932-07-24 | Land-, insbesondere Kraftfahrzeug, dessen Gestell ganz oder teilweise als raeumliches, biegungs- und verdrehungssteifes Fachwerk ausgebildet ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH132610D DE621640C (de) | 1932-07-24 | 1932-07-24 | Land-, insbesondere Kraftfahrzeug, dessen Gestell ganz oder teilweise als raeumliches, biegungs- und verdrehungssteifes Fachwerk ausgebildet ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE621640C true DE621640C (de) | 1935-11-11 |
Family
ID=7176665
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH132610D Expired DE621640C (de) | 1932-07-24 | 1932-07-24 | Land-, insbesondere Kraftfahrzeug, dessen Gestell ganz oder teilweise als raeumliches, biegungs- und verdrehungssteifes Fachwerk ausgebildet ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE621640C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767141C (de) * | 1936-09-17 | 1952-03-10 | Carl F W Borgward | Als Fahruntergestell dienender Rahmen fuer Kraftfahrzeuge |
| US2849254A (en) * | 1955-02-28 | 1958-08-26 | Carrosseriefabriek Verheul Nv | Self-supporting body, more particularly for a motor bus |
| US2986423A (en) * | 1956-10-01 | 1961-05-30 | Daimler Benz Ag | Motor vehicle frame body construction |
| DE4002874A1 (de) * | 1989-02-11 | 1990-08-16 | Volkswagen Ag | Rahmenwerk fuer ein fahrzeug, insbesondere einen personenkraftwagen, und verfahren zu seiner herstellung |
| US5071188A (en) * | 1989-10-04 | 1991-12-10 | Volkswagen Ag | Frame structure for an end region of a motor vehicle |
-
1932
- 1932-07-24 DE DEH132610D patent/DE621640C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767141C (de) * | 1936-09-17 | 1952-03-10 | Carl F W Borgward | Als Fahruntergestell dienender Rahmen fuer Kraftfahrzeuge |
| US2849254A (en) * | 1955-02-28 | 1958-08-26 | Carrosseriefabriek Verheul Nv | Self-supporting body, more particularly for a motor bus |
| US2986423A (en) * | 1956-10-01 | 1961-05-30 | Daimler Benz Ag | Motor vehicle frame body construction |
| DE4002874A1 (de) * | 1989-02-11 | 1990-08-16 | Volkswagen Ag | Rahmenwerk fuer ein fahrzeug, insbesondere einen personenkraftwagen, und verfahren zu seiner herstellung |
| US5071188A (en) * | 1989-10-04 | 1991-12-10 | Volkswagen Ag | Frame structure for an end region of a motor vehicle |
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