DE62081C - Vorrichtung zur Zubereitung von Leder - Google Patents

Vorrichtung zur Zubereitung von Leder

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DE62081C
DE62081C DENDAT62081D DE62081DA DE62081C DE 62081 C DE62081 C DE 62081C DE NDAT62081 D DENDAT62081 D DE NDAT62081D DE 62081D A DE62081D A DE 62081DA DE 62081 C DE62081 C DE 62081C
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Germany
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drum
skin
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DENDAT62081D
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English (en)
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A. A. HUNTING in Salem, Staat Massachusetts, V. St. A
Publication of DE62081C publication Critical patent/DE62081C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • C14B1/02Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/01Machines or devices for treating skins, hides or leather in general, e.g. fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
ALFRED ARNOLD HUNTING in SALEM (Staat Massachusetts, V. St. A.).
Vorrichtung zur Zubereitung von Leder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1891 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zubereitung von Leder, insbesondere von Sohlleder in halben Häuten, nach theilweiser Gerbung derselben.
Die Vorrichtung verfolgt den Zweck, die Häute zu strecken, ohne dafs ihre Festigkeit darunter leidet, und sie gleichzeitig zusammenzudrücken , um die Fasern des Leders so zu verdichten, dafs unter der nachfolgenden Wirkung eines Messers eine Haut von gleichförmiger Dicke und Dichtigkeit erzielt wird, deren Fasermasse bei "dem weiteren Ausgerben gleichmäfsig durchgerbt und somit ein Leder von gleichmäfsiger Dicke erzielt wird.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Vorrichtung. Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch die Länge derselben, nach x-x der Fig. 3, unter Fortlassung der Prefswalze. Fig. 3 ist ein theilweiser Querschnitt nach λγ'-λ:1 der Fig. 4 und 5. Fig 4 ist eine Vorderansicht, theilweise abgebrochen, in kleinerem Mafsstabe als Fig. 1 gezeichnet. Fig. 5 ist eine Oberansicht der Vorrichtung, ebenfalls verkleinert. Fig. 6 bis 13 sind Einzelansichten verschiedener Theile. Fig. 14 und 15 stellen zwei andere Stellvorrichtungen für die Prefswalzen dar. Fig. 16 ist eine Seitenansicht zu Fig. 15.
Die Vorrichtung, auf welche die zu streckende und zusammenzudrückende Haut befestigt wird, besteht aus einer kreisenden Trommel oder einem cylindrischen Gestell ä, welches innen, nahe den beiden Böden, je ■ eine Rippe oder einen Ring α1 trägt, von denen jeder an einem doppelwandigen hohlen Cylinder 2,3, Fig. 3 und 10, nach innen zu hervorsteht und durch Bolzen α2 am Umfange der Scheiben oder Räder aa befestigt ist; Fig. 2 zeigt nur die eine Seite der Trommel mit Ring und Rad. Letzteres sitzt auf einer Achse α4, deren Schenkel in Achsbüchsen λ5 des Gestells αβ gelagert sind.
An jeder der beiden Gestellwände αβ ist ein ungefähr halbkreisförmiges Gufsstück a 7 befestigt, welches die radialen, über die Trommel vorspringenden Arme as enthält, die an ihrem äufseren Ende gegabelt sind, um die Lagerbüchsen α9, Fig. 1,15 und 16, für die Achsen«10 der Prefswalzen α12 aufzunehmen, die gegen die Haut α13, Fig. 3, wirken sollen. Eine dieser Prefswalzen ist in Fig. 7 in vergröfsertem Mafsstabe gezeigt. Die in der Zeichnung dargestellte Maschine hat beispielsweise fünf solcher Arme as mit fünf Prefswalzen λ12.
Das durch die Trommel dem Messer zugeführte Leder wird am einen Ende zu beiden Seiten der Trommel durch sich gegenüberstehende Spannvorrichtungen festgehalten. Diese Spannvorrichtungen bestehen aus einem keilförmig abgeschrägten Kasten b, der in einen entsprechend geformten Ausschnitt im äufseren Ring 2, Fig. 10, der Trommel einpafst, und sind in Fig. 3, 10 und 11 veranschaulicht, während in Fig. 1 eine einzige derartige Spann- ' vorrichtung in geöffneter Stellung theilweise punktirt angedeutet ist.
Der Kasten b hat an seinen beiden Enden eine Führungsstange b1, Fig. io und 11, welche durch eine entsprechende OefFnung im inneren Ring 3 der Trommel hindurchgeht; die Stange bl wird mittels eines Zapfens b2 in einem Schlitz b3 einer anderen Stange i>4, Fig. 11, 12 und 13, geführt, die am inneren Trommelring 3 befestigt ist; auf den Zapfen b% ist eine Mutter aufgeschraubt, mittels welcher die Stange b1 leicht gegen die Stange b2 angedrückt wird.
Der Kasten b wird ferner in seiner Bewegung in radialem Sinne mittels der Bolzen bi0, Fig. 10 und 11, deren je einer an beiden Enden angebracht ist und welche durch Schlitze &50 in der axialen Wand 4 der Trommel (Fig. 10) hindurchgehen, geführt. Ein solcher Schlitz ist in Fig. 11 punktirt angedeutet.
Dieser zum Einklemmen des Leders dienende Kasten b wird beim Oeffnen der Spannvorrichtung in radialer Richtung mittels Stangen oder Stäbe b1 bewegt, welche durch die Enden des Kastens hindurchgehen; in Fig. 11 ist nur eine dieser Stangen gezeigt, deren oberes Ende durch einen mittels Feder oder Buffers b9 getragenen Block bs hindurchgeht, wobei die Stange als eine elastische Spannvorrichtung wirkt. Gegen das untere Ende jeder dieser Stangen b1 ist ein Ansatz b10 befestigt, an dem mittels Schraube b 12 eine Rolle b13 gehalten wird (Fig. 11 bis 13); diese Rolle tritt bei Drehung der Trommel in Berührung mit einem äufseren Ring bli, Fig. 1, der einen excentrischen Theil b 15 hat, und mit einem inneren Ring b16, der einen excentrischen Theil b17 besitzt. Wenn die Rolle, wie in Fig. 1 punktirt angedeutet ist, den excentrischen Theil erreicht, wird die Stange b in radialer Richtung nach auswärts geschoben und dadurch die Spannvorrichtung geöffnet, um, sobald die Rolle bei weiterer Drehung der Trommel den excentrischen Theil der Bahn wieder verläfst, wieder geschlossen zu werden (Kg- 3)·
Die Prefswalzen a12 sitzen zweckmäfsig lose auf ihren Achsen α10 und haben an beiden Enden je eine Reibungskuppelüng oder dergleichen, welche, wie in Fig. 7 dargestellt, aus zwei Ringen oder Scheiben <z'*a15 mit zwischengelegter Unterlagscheibe α 16 bestehen kann. Der Ring au ist auf die Achse α10 aufgekeilt und hat eine Nabe α17, die in den Cylinder α12 hineinreicht. Der Ring α15 ist mit dem Ring α14 durch Muttern α18 in Reibungskuppelung gebracht.
Die beiden Ringe α15 auf den Enden der Prefswalzenachse a10 sind mit in Fig. 1 gezeigtem Zahnkranz a20 versehen (Fig. 5,7,8 und 9), der in einen Trieb λ21 eingreift (Fig. 8 und 9), welcher seinerseits durch einen Trieb a22 Bewegung empfängt, auf den ein grofses Zahnrad α23 auf der Trommel α seinen Antrieb überträgt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Durchmesser des Zahnrades α23 kleiner als derjenige der Trommel, während das Zahnrad α20 gröfseren Durchmesser hat als die Prefswelle. Dabei ist die Theilung des Zahnkranzes α20 der Prefswalze eine andere als diejenige des Zahnradesa23 der Trommel; es ist folglich die Umfangsgeschwindigkeit der Prefswelle kleiner als diejenige der Trommel, wodurch das Leder beim Durchgang unter der Prefswalze gestreckt wird; die Trommel hat dabei das Bestreben, das Leder fortzubewegen, und die Prefswalze, es zurückzuhalten. Der Antrieb der Trommel erfolgt durch die auf einer im Maschinengestell gelagerten, mit Fest- und Losscheibe c2, Fig. 5 und 6, versehenen Welle c1 sitzenden Zahnräder c, Fig. ι, welche mit den Zahnkränzen α23 an jedem Ende der Trommel in Eingriff treten.
Die Zahntriebe α21 α22 sitzen auf Wellen, welche von Armen a2i α25 getragen werden; letztere sind an den strahlenförmig angeordneten Armen as befestigt.
Die Achsbuchsen a9 der Prefswalzen sind mit Gelenkstücken a26, Fig. 1 , in Verbindung gebracht, die unter veränderlichen Druck gesetzt werden können; die Druckvorrichtung besteht hier z. B. aus den um den Drehzapfen α28 schwingenden Hebeln α27, die mit stellbarem Gewicht a29 belastet sind. Die Prefswalzen λ12 können auf diese Weise einen nach Bedarf gröfseren oder geringeren Druck auf das Leder ausüben, und es kann beispielsweise der Druck der fünf auf einander folgenden Walzen von einer zur anderen stufenweise gesteigert werden, um das Leder allmälig mehr und mehr zusammenzudrücken.
Die Zwischengetriebe α21 α22 gestatten, die Prefswalzen an die Trommel α näher heranzustellen oder sie weiter davon abzurücken, um Leder jeder Stärke bearbeiten zu können, während das Verhältnifs der Umfangsgeschwindigkeit zwischen Prefswalzen und Trommel dasselbe bleibt, bis die Reibung zwischen den Prefswalzen und dem Leder gröfser wird als diejenige zwischen den Getrieben; tritt letzterer Fall ein, so können die Prefswalzen sich mit dem Leder drehen und es wird dadurch vermieden, dafs die Faser des Leders durch übermä'fsigen Druck leidet.
Die auf der Trommel am einen Ende festgeklemmte Haut a13 geht bei der Drehung der Trommel nach einander unter den Prefswalzen α12 hindurch und wird dadurch zwischen Trommel und Prefswalze gequetscht und gestreckt; die Drehung von Trommel und Walzen erfolgt in entgegengesetzter Richtung, wie durch Pfeile in Fig. 8 angedeutet.
Die einzelnen Prefswalzen α12 können verschiedene Druckbelastung haben, so dafs z. B.
die erste Walze einen leichten Druck, die zweite einen stärkeren Druck und so fort ausübt; das Leder wird dadurch allmälig zusammengedrückt und gestreckt.
Durch die Zwischengetriebe wird die Umfangsgeschwindigheit zwischen Prefswalzen und Trommeln gleichmäfsig erhalten, um den gewünschten Grad der Streckung in einer Trommelumwälzung zu erhalten; das Verhältnifs der Umdrehungegeschwindigkeiten wird nicht verändert, wenn auch der Druck auf das Leder durch Veränderung der Belastung verstärkt oder vermindert wird.
Auf diese Weise wird das Leder bis zum gewünschten höchsten Grade gestreckt, ohne dafs die Faser darunter leidet; letztere wird vielmehr zusammengedrückt und verdichtet, so dafs eine feste Haut unter das Messer oder Schneidewerkzeuge8, Fig. 3 und 9, tritt, das im vorliegenden Falle als ein hin- und herschwingendes Messer dargestellt ist, aber auch eine kreisende Bewegung erhalten oder feststehend angeordnet sein kann, je nach der zu verrichtenden Arbeit oder Bestimmung des Werkstücks.
Das Messer c3 ist durch Bolzen c4 an einem Messerhalter c5, Fig. 3 und 4, befestigt, der hier eine dreikantige Stange bildet, deren auf ihren Enden getragene Arme c6 Zapfen e7 haben, die in Lagern c8 gleiten, welche diesen Zapfen als Stütze dienen und eine Nabe bilden, die mittels Stange c9 mit einer Platte oder Stange c10 verbunden ist, Fig. 4 und 5; letztere Platte ist durch Bolzen c12 mit einer am Maschinengestell befestigten Grundplatte verbunden.
An dem Messerträger cB ist nahe der Mitte ein Zapfen c18, Fig. 4, befestigt, an welchem bei c14 ein Gelenkstück c15 angebracht ist; das andere Ende dieses Gelenkarmes ist mit einer Kurbele16, Fig. 1, auf einer Welle c17 verbunden, die im Maschinengestell gelagert ist.
Die Welle c17 erhält Drehung mittels eines Kegelrades c19, das in ein entsprechendes Kegelrad c20 auf einer senkrechten Welle c21, Fig. 1 und 4, eingreift, deren Lager in einem Arm c22 des Maschinengestelles angeordnet sind. Auf dem unteren Ende der Welle c21 sitzt ein Kegelrad c23, welches in ein entsprechendes Rad c23 greift, das seinerseits mit einem Kegelrade c24 auf der kurzen waagrechten Welle c25 Eingriff hat. Auf dieser letzteren Welle sitzt ein Zahntrieb c26, welcher in] einen Trieb c27 auf einer Welle c28 eingreift; auf dieser sitzt ein Trieb c29, Fig. 1 und 4, in Eingriff mit dem Zahnrädchens c30; Fig. 1 punktirt, auf Welle c31. Das Rade30 greift in ein Zahnrad c32 und dieses in das Triebrad λ23.
Die Drehung der Welle c17 bewirkt durch Vermittelung des vorbezeichneten Räderwerkes eine Längsbewegung des Gelenkstücks c15 und folglich eine Hin- und: Herbewegung des Messerträgers mit dem Messer. " .
Das Messer c3 wirkt im Zusammenhang mit einer Führungsrolle d, Fig. 3, unter der die Haut hindurchgeht; beim Hervortreten der Haut unter dieser Rolle wird das Leder in zwei Lagen dl d2, Fig. 3, gespalten, deren obere drüber das Messer hinweggeht und, von der unteren, der »Haut« d2, gänzlich abgetrennt, herab- bezw. in einen aufgestellten Behälter fällt, während die untere Lage oder Haut auf der Trommel festgespannl bleibt (Fig. 3), bis die Rolle bls mit den Excentertheilen bu b1"1 der Ringe bu bie, Fig. 1, in Berührung tritt, wodurch dann die Klemmvorrichtung b radial ausgerückt und die Einspannung des Leders gelöst wird; letzteres fällt nun herab, zweckmäfsig auf eine Transportvorrichtung, z. B. einen unterhalb der Trommel über Rollen/40/41 geführten Riemen ohne Ende/20, Fig. 1. Die Rollen/40/41 dieses Riemens erhalten Drehung durch Zahnradübersetzung mittels der zwischen der Rolle/42 und einem der Hauptfriebräder c angeordneten Getriebe 102, 103 und 104 vom Triebrade c aus, Fig. 4 und 6. Die vor dem Messer angeordnete Führungsrolle d ist in Fig. 3 ohne ihre Lager veranschaulicht und ist gewöhnlich in einem Gestell angebracht, welches aus den beiden zwischen den Vorsprüngen 108, Fig. i, 4 und 5, bei 107 drehbar befestigten, gebogenen Armen 106 besteht, die durch Querstücke h10 verbunden sind.
In der Nähe ihrer vorderen Enden sind die Arme 106 mit Lagern für die Zapfen der Führungsrolle d versehen, an welch letzterer sich eine Zahnradtheilung d& befindet (Fig. 9). Ferner befinden sich an den Armen 106 nahe ihren Enden Lager für die Welle d5 mit den Zwischengetrieben d*, welche mit dem an der Welle der Prefswalze <z12 befindlichen Zahnrade a20 in Eingriff stehen und die von diesem erhaltene Drehbewegung auf den Trieb d3 der Rolle d und damit auch auf diese übertragen (Fig. 9). Der Messerhalter mit dem Messer können gegen die Trommel hin gestellt werden mittels Stellmuttern Z/1 auf einer Gewindestange /2, Fig. ι, welche durch einen Querschlitz in einer Seite des Gelenkstücks/3 hindurchgeht, das in Vorsprängen der Grundplatte/4 drehbar gelagert ist. An letzterer ist die Stange c10 befestigt; das andere Ende der Gewindestange f- ruht in Vorsprüngen /5 der Grundplatte. Die Stange c10 und die Grundplatte/4 haben Schlitze, die aus der Zeichnung nicht ersichtlich sind; durch diese Schlitze führen die Bolzen c12 hindurch.
Wenn das Messer gegen die Trommel vor- oder zurückgestellt werden soll, so löst man die Schraubenbolzen c12 und dreht eine der Stellmuttern //', um den Messerhalter gegen die Trommel hin- oder von derselben ab-

Claims (1)

  1. zurücken, so dafs die Spaltung des Leders in beliebiger Dicke geschehen kann.
    Um das Messer gegenüber der Trommel stellen und gleichzeitig den Zapfen c13 und sein Gelenkstück c16 in der richtigen Arbeitsstellung behalten zu können, hat der Messerhalter einen Schlitz /30, Fig. 3, während der Zapfen c13 in seiner richtigen Stellung durch Führungen gehalten wird, wie z. B. durch Querstäbe/50, Fig. 3, die am Maschinengestell befestigt sind.
    Der Messerhalter kann aus der Maschine herausgenommen werden, um das Messer zu schärfen, auszuwechseln u. s. w.; man schraubt zu diesem Zweck die Stellmutter ff1, löst das Gelenkstück/3 aus seiner Festhaltung und dreht es dann auf seinem Drehzapfen, um es von der Gewindestange und dem Maschinengestell frei zu machen. '
    Durch die belasteten Prefswalzen wird das Leder bis zur zulässigen Grenze gestreckt und gleichzeitig seine Faser zusammengedrückt und verdichtet, so dafs, wenn das Spaltmesser in das Leder eindringt, ein glattes Durchschneiden desselben stattfindet und kein Zerreifsen und Zerren der Faser vorkommt oder doch nur im allergeringsten Mafse. Es wird also das Entstehen von Abfall vermieden und die beiden gespaltenen Lagen des Leders sind fester und kräftiger.
    Die Prefswalzen drücken ferner die Haut so weit als möglich auf eine gleichmäfsige Stärke zusammen, so dafs nach dem Spalten die auf der Maschine verbleibende untere Lage oder Haut ebenfalls gleichmäfsige Stärke behält; man bekommt weniger Sorten Leder verschiedener Güte.
    Die auf der Maschine bleibende Haut ist nach dem Durchgang durch die Walzen so verdichtet, dafs ihre Faser bei der nachträglichen Ausgerbung gleichmäfsig angegriffen wird, d. h. die Haut wird auf gleichmäfsige Dicke aufgetrieben.
    Das die Haut tragende bewegliche Organ ist in vorliegender Ausführung als kreisende Trommel dargestellt, welche sich für den Zweck besonders empfiehlt; es soll jedoch die Erfindung nicht auf diese Form beschränkt sein. Ebenso kann das hin- und hergehende Messer durch andere Messerformen ersetzt werden, ohne die Wirkung wesentlich zu verändern.
    Um die Abnutzung der Zapfen c1 der Messerhalter zu verringern, können in den Naben c8 Klötze/25, Fig. i, mittels Schraubenbolzen/60 befestigt sein.
    An Stelle der Belastung der Prefswalzen mittelst stellbarer Gewichte können auch auf andere Weise veränderliche Druckwirkungen, z. B. durch Federn, hervorgebracht werden; Fig. 14 zeigt beispielsweise die Anordnung einer Feder m, oder es kann ein Keilm1, Fig. 15 und 16, Anwendung finden, um die Achsbüchsen der Prefswalzen in der gewünschten Stellung zu halten.
    Die Hin- und Herbewegung des Messers kann ebenfalls auf andere Weise, als wie vorbeschrieben, bewerkstelligt werden.
    Die Rahmenwände α7 sind zweckmäfsig durch Querstangen oder Stäbe h, Fig. 5, verbunden und versteift, um der Maschine festen Halt zu geben.
    Die Arbeitsweise der Maschine ist wie folgt: Die theilweise gegerbte Haut a13 wird mit ihrem einen Ende unter das Klemmstück b der Spannvorrichtung gebracht, während diese bei der in Fig. 1 dargestellten Lage der Bewegungstheile geöffnet ist. Indem nun die Trommel in Drehung versetzt wird und die Rollen bis in den kreisförmigen Theil der Führungsbahn bu eintreten, legen sich die Stangen gegen die Haut an und führen dieselbe auf der Trommel α unter die Prefswalzen a12, von denen eine nach der anderen zur Wirkung gelangt, und welche sämmtlich eine langsamere Um-. drehungsgeschwindigkeit haben als der Umfang der Trommel.
    Dabei wird die Haut nicht nur gespannt, sondern auch gleichzeitig zu gleichmäfsiger Stärke und Dichtigkeit zusammengedrückt, um schliefslich unter die Führungsrolle d zu gelangen, in deren Nähe sie gegen das Messer c9 anstöfst und gespalten wird, wobei das obere Stück d1, Fig. 3, über das Messer hinweg- und das untere Stück Haut zwischen Messer und Trommeloberfläche hindurchgeht.
    Die Spannvorrichtung hält die Haut so lange fest, bis die letztere vollständig durchschnitten ist; inzwischen bewegt sich die Trommel wieder in eine solche Lage, dafs die Spannvorrichtung sich öffnet und das Ende einer neuen Haut eingebracht werden kann.
    Pa ten τ-An Sprüche:
    ι . Eine Maschine zur Zubereitung von Leder, bei welcher die mit ihrem einen Ende auf einer sich drehenden Trommel festgeklemmte Haut von der Trommel unter einer Reihe gegen die Oberfläche der Haut mit veränderlichem Drucke sich anlegender Prefswalzen hindurchgeführt, dabei gespannt und zusammengedrückt und in diesem Zustande gegen eine Schneidevorrichtung geführt und von dieser gespalten wird,
    2. Bei einer Maschine der unter 1. gekennzeichneten Art:
    a) die Einrichtung zum Festklemmen der Haut, bestehend aus einem in einen Ausschnitt des Trommelumfangs passenden keilförmigen Kasten (b), dessen Führungsstangen (V) mit Ansätzen (bxo)
    zwischen Ringen (bu bw), welche einen excentrischen Theil (b15) haben, gleiten und die Haut zwischen Kasten und Trommelumfang für gewöhnlich festklemmen, dieselbe aber loslassen, wenn die Stangen beim Eintritt ihrer Ansätze in den excentrischen Theil der' Führungsringe gehoben werden;
    b) die gegen den Trommelumfang verstellbaren Prefswalzen (a12), deren Wellen (aw) durch Zahnradübertragung von der Trommel aus eine geringere Umfangsgeschwindigkeit als die Trommel erhalten, so dafs die Haut dadurch gestreckt wird, wobei die Prefswalzen mit ihren Wellen durch eine Reibungskuppelung (au α15 α) verbunden sind, die eine freie Drehung der Prefswalzen auf ihren" Wellen gestattet, sobald die Reibung gegen die Haut den Reibungswidertand der Kuppelung übersteigt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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