DE62042C - Apparat zur Erzeugung von Leuchtbezw. Heizgas - Google Patents

Apparat zur Erzeugung von Leuchtbezw. Heizgas

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DE62042C
DE62042C DENDAT62042D DE62042DA DE62042C DE 62042 C DE62042 C DE 62042C DE NDAT62042 D DENDAT62042 D DE NDAT62042D DE 62042D A DE62042D A DE 62042DA DE 62042 C DE62042 C DE 62042C
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Germany
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steam
furnace
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light
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DENDAT62042D
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English (en)
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A. KITSON in Philadelphia, Penns., V. St. A., 1409 Chestnut Street
Publication of DE62042C publication Critical patent/DE62042C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/72Other features
    • C10J3/80Other features with arrangements for preheating the blast or the water vapour

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegenden Neuerungen bezwecken die Verbesserung der wesentlichsten Theile, Dampferzeuger und Ofen, des durch Patent No. 53823 geschützten Apparates zur Erzeugung von Leucht- bezw. Heizgas sowohl nach Wirkungsweise wie nach Construction.
Der verbesserte Apparat ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 im Verticalschnitt, Fig. 2. in einem Horizontalschnitt und in Fig. 3 in der Ansicht dargestellt.
Dem Haupt-Patent gemäfs besteht der Dampferzeuger aus einem zweitheiligen Schlangenrohr, dessen unterer Theil den Verdampfer bildet, während der obere Theil, der mit ersterem durch stehende Rohre unmittelbar in Verbindung ist, zum Ueberhitzen des entwickelten und in den glühenden Brennstoff einzuspritzenden Dampfes dient. Diese in Bezug auf die allgemeine Anordnung ungemein vortheilhafte Gestaltung des Dampferzeugers bedingt indefs Unvollkommenheiten in. seiner Verrichtung der ununterbrochenen den beregten beiden in den oberen Theil gerissen und dadurch die Ueberhitzung nicht nur verhindert, sondern selbst die Entzündung des Brennstoffes merklich beeinträchtigt wird. Ferner genügt auch bisweilen der Dampfdruck nicht zur Regulirung des Verhältnisses zwischen Dampf und Luft, welch' letztere ersterer mittelst Injectors in den Gaserzeuger bläst.
Um diese Uebelstä'nde ohne Aufgabe der Gestaltung des Dampferzeugers als Schlangen-
insofern, als infolge
Verbindung zwischen
Theilen Wasser mit
rohr zu beheben, wird der Dampferzeuger nunmehr so eingerichtet, dafs zwischen seinen beiden Theilen durch Fortlassung der früheren verticalen Verbindungsröhren die directe Verbindung aufgehoben und dafür ein Apparat eingeschaltet wird, der die Continuität des Dampfstromes aufhebt, das mitgerissene Wasser zurückhält und dadurch zugleich die in letzte rem schwebenden festen Theilchen zum Absetzen bringt.
Dieser Apparat besteht aus einem aufserhalb des Gaserzeugers in geeigneter Höhe angeordneten kleinen, stehenden, mit Wasserstandsglas, Manometer, Sicherheitsventil und Abblasehahn ausgerüsteten Kessel C, der einerseits mit dem unteren Schlangentheil A und andererseits mit dem' oberen Schlangentheil B in Verbindung ist. Dieser Kessel dient zugleich zur Speisung des unteren Schlangenrohrtheiles A mit dem zu verdampfenden Wasser, welches somit nicht mehr unmittelbar in den betreffenden Schlangentheil eingespritzt wird. Das Wasser wird durch eine Pumpe oder andere Vorrichtung dem Kessel C in dem Mafse zugeführt, dafs es etwa die Hälfte der Kesselhöhe einnimmt. Unten mündet in den Kessel durch dessen Boden und in etwa 5 bis 6 cm Höhe die unterste Windung von A, während die oberste Windung einige Centimeter unterhalb des Wasserspiegels einmündet. Der obere Theil des Kessels ist in Verbindung mit dem oberen Ende des oberen Schlangentheiles B, dessen unteres Ende mit dem Luftinjector D
verbunden ist. Der aus Ά ausströmende Dampf hinterläfst das mitgerissene Wasser, sowie die in diesem schwebenden festen Theilchen, welche sich in A infolge der starken Circulation nicht absetzen können, in C, so dafs dessen oberer freier Raum sich mit trockenem reinen Dampf füllt und in demselben sich ein starker Druck gleich dem des in A entwickelten Dampfes herstellt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die beiden Schlangenrohrtheile A und B nicht mehr im Mauerwerk, sondern unmittelbar über einander auf der Innenwand des Ofenschachtes angeordnet, so dafs sie sich in unmittelbarer Berührung mit dem glühenden Brennstoff befinden.
Das im Injector JD entstehende Gemisch aus Wasserdampf und comprimirter Luft tritt in das Rohr C' und wird von diesem auf die Düsen T vertheilt, deren in Fig. 2 drei angenommen sind. Der Injector ist mit einem Hahn g versehen, der die ungestörte Dampfzufuhr während der Perioden der Nichteinführung von Luft ermöglicht. Die Düsen T haben eine durchgehende Bohrung, welche aufsen für gewöhnlich mittelst Pfropfens geschlossen ist, dagegen durch Herausnahme desselben geöffnet wird, wenn man schüren oder die am Düsenmund sich absetzenden Krusten entfernen will:
Die im Haupt-Patent beschriebene Kegelform des Ofenschachtes wird ferner durch die vortheilhaftere cylindrische ersetzt, und zwar erhält der Ofen die cylindrische Form eines Kupolofens mit flachem Gewölbe. Er wird aus Mauerwerk mit äufserem Blechmantel hergestellt. Um bei dieser Ofen form das Herabrutschen des Brennmateriales zu befördern, erhält die Äsche Zuschlag von geeigneten Flufsmitteln, wodurch dieselbe in leichtflüssige Schlacke umgewandelt wird. Zur Einführung dieser Flufsmittel dienen ebenfalls die Düsen. Als Flufsmittel werden vorzugsweise Natriumcarbonate, wo es auf den Geruch nicht ankommt, auch Natriumsulfat angewendet. Je nach der zur Verfügung stehenden Wärme, der Zusammensetzung und der Menge der Asche kann man auch Kieselerde, Borsäure, Mangan und Eisensalze benutzen.
Um ferner den Ofen tragbar zu machen und innere Reparaturen' zu erleichtern, wird derselbe mittelst Gufsringe XYZ in zusammensetzbare bezw. abnehmbare Stücke zerlegt.
Unterhalb des unteren Schlangentheiles A bildet der Ofen eine Kammer mit geneigter Sohle, aus welcher die Schlacke durch in der Mannlochthür H unmittelbar am Boden vorgesehene Abstichlöcher abfliefst.
Die auf der Innenseite mit feuerfestem Material ausgekleidete, in Scharnieren gehende Thür H wird nur zum Anmachen des Feuers geöffnet, für gewöhnlich ist sie geschlossen und gut verschmiert. Ebenso werden die Abstiche mit Lehm verstopft, wenn man keine Schlacke abzieht.
Das erzeugte Gas entweicht oben durch das Rohr K.
Der, wie beschrieben, verbesserte Apparat wird wie folgt benutzt: Nachdem man die Thür H geöffnet und die Pfropfen aus den Düsen genommen hat, macht man auf der Sohle des Schlackenfanges mit Holz und Kohle Feuer an und schüttet so lange nach, bis die brennende Schicht die Höhe der Thür hat. Der Rauch entweicht durch die geöffnete Beschickungsvorrichtung. Der Brand steigt in kurzer Zeit bis über die Düsen, wodurch die Dampfentwickelung beginnt und sich im Apparat C Druck herstellt. Jetzt schliefst man die Thür H und schiebt die Pfropfen in die Düsen ein. Wenn man dann mittelst der Beschickungsvorrichtung L den Ofen bis etwa 40 cm über die Dampfschlange A B mit Kohle gefüllt hat, ist das entwickelte Gas gebrauchsfähig. Da die vorhandene starke Dampfspannung das Verhältnifs zwischen Dampf und Luft nach Belieben zu regeln gestattet, kann man an der Basis des Schachtes die Temperatur leicht so regeln, dafs sie niemals da über Hellrothglut steigt, wo die infolge der Erzeugung von Kohlenoxyd entwickelte Wärme zur Zersetzung des Wasserdampfes ausgenutzt wird, so dafs die Gase mit einer Temperatur von ungefähr 1000C. durch das Rohr K entweichen.
Die beschriebene Vorrichtung kann in allen Gröfsen gebaut werden; wenn aber der Durchmesser so grofs wird, dafs die Düsen nicht mehr im Stande sind, die ganze Brennstofffläche in Brand zu erhalten, gestaltet man die Sohle ringförmig, indem man ihren Mitteltheil kegelförmig erhöht; hierbei haben dann die Düsen nur auf den die ringförmige Vertiefung ausfüllenden Brennstoff zu wirken, und entzündet sich der oberhalb des Kegels befindliche Theil der Beschickung auf seinem ganzen Querschnitt einfach durch die sich von unten nach oben fortpflanzende Verbrennung.

Claims (1)

  1. Pa tent-'Ansprüche:
    ι . An dem durch das Haupt-Patent geschützten Apparat der Ersatz der durch ein inneres Rohr (q) verbundenen Dampfschlangen ^Q Q}) durch zwei Dampfschlangenröhre A und B, welche durch eine aufserhalb gelegene Wasserabscheidevorrichtung , die zugleich das untere Schlangenrohr mit Wasser versorgt (Fig. 1), verbunden sind, zum Zweck, das Mitreifsen von Wasser in das obere Schlangenrohr zu verhindern, das Wasser schlammfrei zu machen und hohen Dampf-
    druck zum Betriebe der Luftinjectoren (D) zu erzeugen.
    An dem durch das Haupt-Patent geschützten Apparat zwecks cylindrischer Ausbildung des oberen Ofentheiles die Aenderung des unteren Ofentheiles derart, dafs unter Fortfall der gewöhnlichen Feuerbüchse (B) mit Kipprostöffnungen die Düsen (T) angeordnet werden zur Einführung von Flufsmitteln, um die Schlacke flüssig zu machen und dadurch das Herabrutschen des Brennmateriales zu fördern.
    Die Anordnung der unter ι. des Zusatz-Patentes genannten Dampfschlangenrohre A und B auf der Innenwand des cylindrischen Ofenschachtes, um dieselben leicht zugängig zu machen und die Zusammensetzung des Ofenschachtes aus mehreren abnehmbaren Stücken behufs leichteren Transportes zu ermöglichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62042D Apparat zur Erzeugung von Leuchtbezw. Heizgas Expired - Lifetime DE62042C (de)

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