DE620171C - Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun

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DE620171C
DE620171C DEK129831D DEK0129831D DE620171C DE 620171 C DE620171 C DE 620171C DE K129831 D DEK129831 D DE K129831D DE K0129831 D DEK0129831 D DE K0129831D DE 620171 C DE620171 C DE 620171C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/68Aluminium compounds containing sulfur
    • C01F7/74Sulfates
    • C01F7/76Double salts, i.e. compounds containing, besides aluminium and sulfate ions, only other cations, e.g. alums
    • C01F7/762Ammonium or alkali metal aluminium sulfates
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun Die Erfindung bezieht sich auf die technische Herstellung von basischem Alaun mit Hilfe eines Prozesses, bei dem die Lösung eines normalen Alauns unter Druck auf eine Temperatur von über 1q.0° C erhitzt wird, um einen basischen Alaun in fein verteiltem Zustand auszufällen und eine Lösung von Schwefelsäure und Alkali- oder Ammoniumsulfat oder beiden zu erhalten, die aus .dem normalen Alaun freigemacht worden sind.
  • Unter basischemAlaun ist eine hydratische Verbindung aus einem Alkali- oder Ammoni:umsulfat oder beiden und basischem Aluminiumsulfat zu verstehen.
  • Es ist schon früher festgestellt worden, .daß beim Erhitzen einer Lösung von normalem Kaliumalaun auf Temperaturen über rq.o°C ein Niederschlag von basischem Alaun entsteht. Dabei handelt es sich aber lediglich um das .Ergebnis von wissenschaftlichen Untersuchungen, die im Laboratorium unter einem Gesichtspunkt erfolgten, der nichts mit dem Problem einer technischen Herstellung derartiger Niederschläge im großen zu tun hatte, so daß man infolgedessen auch nur kleine .geschlossene Behälter verwendete, die im Gegensatz zu dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung während der verhältnismäßig langen Zeit von einer oder mehreren Stunden von außen her erhitzt wurden.
  • Wenn die Endtemperatur, auf welche die Lösung von- normalem Alaun gebracht wird, zwischen 140 und 2oo° C liegt, so entspricht die Zusammensetzung des Niederschlags der Formel X2 S04 #3A1203-4SO3-9H20 (X bedeutet darin NH4, Na oder K). Die fein verteilten, pulverförmigen Niederschläge haben kristallinische Struktur.
  • Ferner ist auch bekannt, daß, wenn die behandelten Lösungen lediglich normalen Alaun enthielten, nur etwa 8o % der in dem normalen Alaun vorhandenen Tonerde in dem aus basischem Alaun bestehenden Niederschlag zu finden sind, und daß, wenn der Lösung Alkalisulfat @in einer Menge zugesetzt wird, die :gleich .der in dem normalen Alaun vorhandenen Menge an Alkalisulfat ist, ein Niederschlag von basischem Alaun gebildet wird, der etwa 98 °/o der in der normalen Alaunlösung vorhandenen Tonerde enthält.
  • Der eingangs genannte Prozeß hatte, wie schon erwähnt, bisher nur eine laboratoriumsmäßige Bedeutung, während die vorliegende Erfindung ein technisches Verfahren betrifft, mittels dessen gefällte basische Alaune im großen hergestellt werden. Hierbei ist es wegen des hohen Drucks, .der in'Verbindung mit der hohen Temperatur angewendet wird, auf welche die Lösung gebracht werden soll, natürlich notwendig, daß der Behälter, in dem die Alaunlösung behandelt wird, derartigen Drucken standhalten kann, und wegen des Vorhandenseins der Schwefelsäure, die in dem Prozeß freigemacht wird und .in der Lauge enthalten ist, aus welcher .der basische Alaun ausgefällt wird, ist es weiterhin erforderlich, daß der Behälter solcher Art ist, daß er von der Säure nicht angegriffen wird. Das würde praktisch ergeben; daß ein Stahlbehälter verwendet wird, der mit einem Stoff ausgekleidet ist, der mit der Säure in der Lösung nicht in Reaktion tritt. Die beste praktische Ausführungsform eines solchen Behälters äst diejenige, bei der ein äußerer Stahlkörper mit Blei ausgekleidet ist; dabei hat aber, wenn der Behälter von außen her erhitzt wird, ein Teil des aus der Lösung ,ausgefällten basischen Alauns, wie festgestellt wurde, die Neigung, an der Auskleidung hängenzubleiben, und zwar in Form einer fest anhaftenden Kruste, welche die Leitfähigkeit der Behälterwand beträchtlich herabsetzt. Hierdurch kann die Temperatur so weit erhöht werden, daß sogar der Schmelzpunkt erreicht wird. Die Leitfähigkeit .des zusammengesetzten Behälters äst selbst unter normalen Bedingungen gering und würde durch den zusätzlichen Widerstand, der von der abgesetzten Kruste hervorgerufen wird, noch viel niedriger werden; unter diesen Umständen würde natürlich die richtige Erhitzung der Lösung beeinträchtigt und außerdem eine Erhöhung der Temperatur des stählernen Außenteils des Behälters herbeigeführt, die gefährlich werden kann.
  • Mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird bezweckt, die Alaunlösung schnell auf .die für eine rasche und wirksame Ausfällung des basischen Alauns erforderliche Temperatur zu erhitzen und die Erhitzung der Lösung derart zu regeln,' daß die Ausfällung des basischen Alauns mit einer bestimmten Teilchengröße erfolgt; vorteilhaft findet dabei die Erhitzung der Alaunlösung in einem ununterbrochenen Arbeitsgang in der Weise statt, daß der basische Alaun aus der Lösung ausgefällt wird, während diese in einem ununterbrochenen Strom durch den Behälter hindurchgeht.
  • Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, daß die in einem Hochdruckbehälter eingeschlossene Alaunlösung dadurch rasch auf eine Temperatur über rq.o° C gebracht wird, daß in die im Behälter befindliche Lösung unter hohemDruck stehenderWasserdampf in einer Menge eingeführt wird, die genügt, um eine solche rasche Temperaturerhöhung zu bewirken. Es ist gefunden worden, daß es unter -diesen Umständen möglich ist, :die Temperatur der Lösung auf den notwendigen oder .gewünschten Wert zu erhöhen, mit dem Ergebnis, daß der basische Alaun, ohne ein schädliches Haften an .den Wänden des Behälters zu zeigen, aus der Lösung ausgefällt wird, obgleich bei der gemäß der Erfindung erfolgenden Erhitzung der Lösung, die durch die Einführung von unter hohem Druck stehendem Dampf herbeigeführt wird, eine anhaftende Kruste von geringer Dicke nicht schädlich sein würde. Eine solche Kruste könnte sogar von einem gewissen Vorteil sein, indem sie den Wert tder Wärmeleitung durch die Behälterwände hindurch herabsetzen würde und durch Regelung der Erhitzung der Lösung mit Hilfe eines geregelten Dampfzutritts es möglich ist, die Größe der Teilchen innerhalb gewisser Grenzen zu, beeinflussen. Die Teilchen des Niederschlags werden nämlich um so größer sein, je allmählicher die Temperatur der Lösung erhöht wird, während es mit einer schnelleren Erhitzung möglich ist, den basischen Alaun in .der Form 'eines außerordentlich feinen Niederschlags herzustellen.
  • Während das Verfahren gemäß der Erfindung .so# werden kann, daß die zu behandelnde Lösung als einzelne Teilmenge in den Behälter eingelassen und darin gehalten wird, wobei der Behälter abwechselnd gefüllt und entleert wird, hat es sich herausgestellt, daß es sehr vorteilhaft ist, das Verfahren mit einem Behälter auszuführen, dessen Länge mehrmals größer als sein Durchmesser ist; dabei wird -die Alaunlösung " in den Behälter an dem einen Ende eingeführt und bei ihrem Durchgang durch den Behälter auf den gewünschten Grad erhitzt, während dann die entstandene Mutterlauge, welche den niedergeschlagenen basischen Alaun in Suspension enthält, an dem anderen Ende .des Behälters entnommen wird. Wird das Verfahren nach der Erfindung in dieser Weise ausgeführt, dann ist es sehr erwünscht und wichtig, daß der Dampf so zugeführt wird, daß er mit der strömenden -Lösung an verschiedenen Stellen längs des Behälters in Berührung kommt. Vorzugsweise sind zwei oder .mehrere Dampfeinlässe vorgesehen, die in den Lösungsstrom an verschiedenen Punkten seiner Länge einmünden. Es: ist vorzuziehen, den Dampf erst in einigem Abstand von dem obersten Teil des Flüssigkeitsstromes einzuführen, so daß* der Teil des Stromes, der vor dem Dampfeinlaß liegt, unter Bildung kleiner Kristalle aus basischem Alaun eine allmähliche Erhitzung erfährt. Die Größe dieser kleinen Kristalle wächst, da die Wärme des Stromes bei der Annäherung an den Dampfeinlaß und beim Vorbeiströmen an diesem ansteigt. Wenn kleine Teilchen ;gewünscht werden, ist es ratsam, daß der Dampf näher nach dem oberen Teil des fließenden Stromes hineingelassen wird, so daß mehr Kristalle von geringerer Größe gebildet werden. Die Verwendung einer Mehrzahl von in Zwischenräumen angeordneten Dampfeinlässen ist wichtig, weil die Bildung des basischen Alauns durch eine endothermischeReaktion erfolgt und .die- notwendige hohe Temperatur auf :die beschriebene Weise in der ganzen fließenden Masse der Lösung schnell erreicht und auf ihrem Wert gehalten wird.
  • Beim Arbeiten mit dem sich als vorteilhaft erweisenden ununterbrochenen Prozeß ist gefunden worden, daß, wenn der Leitungsbehälter, durch welchen die Lösung hindurchströmt, vollkommen mit .der Lösung angefüllt ist, Stockungen in der Stetigkeit des Lösungsflusses auftreten können, die augenscheinlich ihre Ursache in der Bildung von großen Dampfblasen haben, welche nicht zur Kondensation kommen. Diese Schwierigkeit ist .dadurch überwunden worden, daß in dein oberen Teil des Leitungsbehälters, und zwar oberhalb des Spiegels der Säule der eingeschlossenen Lösung, eine Masse von inertem Gas, vorzugsweise Luft, aufrechterhalten wird, deren Anwesenheit wirksam die Stockungen verhindert, welche, wie bereits eiwähnt, auftreten können, wenn in .dem Behälter eine solche Gasmasse nicht vorhanden ist.
  • In der Zeichnung ist eine besonders wirksame Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens beispielsweise dargestellt.
  • Fig. t ist ein Längsschnitt durch die Mitte des Behälters, und zwar in einer Ebene, in welcher die den Dampf zulassenden Rohre liegen.
  • Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fäg. 1.
  • f! bezeichnet die Außenhülle des Behälters oder Autoklauen, die vorzugsweise aus Stahl besteht und eine genügende Stärke besitzt, um :dem Druck zu widerstehen, dem sie ausgesetzt wird. A1 ist der obere und A2 der untere Deckel -des Autoklauen. B bezeichnet eine Auskleidung aus nicht reaktionsfähigem Metall, vorzugsweise Blei, und C ein Innenfutter aus nicht reaktionsfähigem, inertem und feuerfestem Stoff, z. B. säurefesten Ziegeln. D bedeutet die Einlaßleitung, durch welche die Alaunlösung ununterbrochen in den Behälter gedrückt wird, und zwar unter einem Druck, der etwas größer als der in dein Autoklauen herrschende Druck ist. Dl bezeichnet eine Pumpe, durch welche die Lösung in den Behälter .gedrückt wird, und D ein Ventil zur Regelung des Lösungszuflusses nach dem Behälter. E ist eine Auslaßlentung, die vom Boden des Autoklauen abgeht, und F ein Ventil zur Regelung des Abflusses der Flüssigkeit aus dem Leitungsbehälter. G bezeichnet einen Behälter, in welchen die Lösung und der aus ihr gebildete Niederschlag aus der Auslaßöffnung .des Autoklauen einströmt und aus welchem Dampf unter vorzugsweise geregelten Bedingungen entweichen kann, um eine rasche Verminderung der Temperatur der Lösung herbeizuführen.
  • H ist ein Dampferhitzer, der mit einem Dampferzeuger verbunden ist; der Druck des erzeugten Dampfes ist dabei größer als der in dem Autoklauen herrschende Druck. Hl, H2, H3, H4 bezeichneten Abzweigrohre, die von dem Erhitzer H abgehen und im Innern des Leitungsbehälters vorzugsweise zu Ringen H5 gebogen sind. Diese Ringe weisen nach unten gehende Öffnungen auf, die vorzugsweise mit kurzen Röhrchen HB versehen sind. Jedes der Rohre Hl, H2, H3, H4 ist mit einem Regelventil J ausgestattet, während in der nach dem Erhitzer führenden Leitung ein Druckregelventil K vorgesehen ist. L bezeichnet ein lentil am Boden des Erhitzers, das vorgesehen ist, um .das in dem Erhitzer kondensierte Wasser abzulassen. 111 ist ein Kompressor, von dem ein Rohr Ml in den oberen Teil des Leitungsbehälters führt, das mit einem Ventil l12 ausgerüstet ist. N bedeutet die Flüssigkeitssäule, die in dem Behälter aufrechterhalten wird, und O die Masse von inertem Gas, vorzugsweise Luft, die sich in dem oberen Teil des Behälters befindet. Der dargestellte Leitungsbehälter hat eine Höhe von etwa 6 m und einen inneren Durchmesser von etwa 120 Cm.
  • Beim Inbetriebsetzen der Vorrichtung wird sowohl das Auslaßventil F als auch die Dampfzuführungsleitung geschlossen. Der Leitungsbehälter wird dann mit Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, bis etwa an die Esnlaßleitung D für die Lösung gefüllt. Darauf wird Luft in den oberen Teil des Behälters gedrückt, bis der Druck einen Wert von 11,3 bis 12,7 kg/cm2 erreicht. Dann wird durch diel Rohre Hl, H2, H3, H4 Dampf zugelassen, bis die Temperatur der in dem Behälter eingeschlossenen Flüssigkeit an ihrem oberen Spiegel 13o bis 17o° C beträgt. Darauf werden das Auslaßventil F und das Lösungseinlaßventil D2 geöffnet, wobei die Auslaßöffnung .derart eingestellt wird, daß bei dem im Innern des Behälters herrschenden Druck die Abgabe der Flüssigkeit aus- dem Behälter in demselben Maß erfolgt wie der Zufluß der in den Behälter gedrückten Lösung, vermehrt um den Betrag des Wassers, das aus dem Dampf kondensiert wird, welcher zur Erhitzung der Lösung bei ihrem Durchgang durch denLeitungsbehälter dient. DieDampfzufuhr wird derart geregelt, daß die durch den Leitungsbehälter strömende Lösung auf die gewünschte Temperatur gebracht- und auf dieser Temperatur gehalten wird. - Dabei muß .diese Temperatur für alle praktischen Fälle 140' C überschreiten, und es ist gefunden worden, daß zum Erzielen der besten Ergebnisse die Temperatur auf etwa 185 bis 200' C zu halten ist. Beim Arbeiten mit den zuletzt genannten Temperaturwerten muß die Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes durch den Leitungsbehälter .derart sein, daß die Lösung während eines -Zeitraums von 8 bis zo Minuten in dem Behälter gehalten wird. Bei diesen Temperaturen wird aus der Lösung eines normalen Kaliumalauns ein fein verteilter basischer Kaliumalaunniederschlag ausgefällt, welcher nahezu So bis 85 % der in dem normalen Alaun vorhandenen Tonerde und etwa 28 °1o .des in .dem normalen Alaun vorhandenen Kaliumsulfats enthält, während die Schwefelsäurekomponente des basischen Alauns ungefähr 38 °/o derjenigen des normalen Alauns beträgt. Die Mutterlauge enthält in Lösung Schwefelsäure und Kaliumsulfat, zusammen mit dem zurückbleibenden normalen Alaun, der während der Reaktion eingeführt wird.
  • Eine höhere Ausbeute an basischem Alaan und eine nahezu vollständige Ausfällung des Tonerdegehalts des normalen Alauns wird erhalten, wenn man zu der Lösung Kaliumsulfat zufügt, und zwar in einer Menge, die der in dem normalen Alaun vorhandenen Menge an Kaliumsulfat äquivalent ist.
  • Das Verfahren nach der Erfindung kaan natürlich in irgendeinem beliebigen Leitungsbehälter ausgeführt' werden, der säurefest ist. Obgleich der beschriebene kontinuierliche Prozeß sehr große Vorteile n@it sich bringt, können auch mancherlei Vorteile mit einer nicht kontinuierlichen Behandlung der normalen Alaunlösung erzielt werden, wobei ebenfalls die Hitze unter hohem Druck stehendem Dampf entnommen wird; der in die in einem druckbeständigen Behälter befindliche Lösung eingeführt wird. Bei dem kontinuierlichen Verfahren nach der Erfindung .ist die Einführung von Dampf in die, durch den Leitungsbehälter strömende Lösung in verschiedenen Höhen oder an verschiedenen Stellen auf dem Wege der Lösung deshalb sehr vorteilhaft, weil dies dazu beiträgt, die notwendige endotherrnische Reaktionswärme auf die ganze Länge des Behälters ,gleichmäßig zu verteilen. Ferner ist es auch vorteilhaft, die Dampfzufubr derart zu regeln, daß zwar der obere Teil der Flüssigkeitsmasse auf etwa 130o C erhitzt wird, jedoch an einer Stelle, die etwa 6o cm unterhalb des Spiegels der Flüssigkeitsmasse liegt, eine Temperatur von etwa 1981 C erhalten wird. Unter diesen Bedingungen weist der Niederschlag eine -derartige Teilchengröße auf, daß 99 °1o des Niederschlags durch ein Sieb mit 14 000 Maschen je Quadratzentimeter hindurchgehen. Eine raschere Erhitzung der Lösung läßt eine geringere Teilchengröße in dem Niederschlag entstehen, während eine allmählichere Erhitzung zur Bildung größerer Teilchen in dem Niederschlag führt. Das bezüglich der Teilchengröße und Temperaturen Gesagte gilt insbesondere für die Behandlung von Kalium- und Natriumalaun. Beim Behandeln von Ammoniumalaun werden die Teilchen unter deüselben Bedingungen größer sein.
  • Es ist zu bemerken, daß von Bedeutung für das Verfahren die Nutzbarmachung der latenten Wärme des Hochdruckdampfes ist, der zum Erhitzen .der Alaunlösung verwendet wird, und :daß beispielsweise bei einem Druck von 14 kg/cm2 die Dampfmenge, welche zur Ausfällung von 454g Tonerde aus einer 8o °/oigen - Alaunlösung bei einer Anfangstemperatur von zooo C erforderlich ist, 1,9 kg beträgt.
  • Gefällte basische Alaune, welche nach dein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt sind, haben folgende quantitative Zusammensetzungen, wobei die angegebenen Werte Prozente ausdrücken.
    Ammonium Natrium Kalium
    Wirkl. Theor. **) Wirkl. I Theo,. Wirkl. Theo,
    x20-) . . ... . . . . . . . 5,54 5,65 6,89 6,66 10,47 9,78
    Al, 03 . . . . . . . . . . . . . . 35,61 33,28 33,37 3293 31,55 3183
    S03................ 41,48 43,46 4330 43,00 40,63 41,56
    H10................ 17,52 17,6o 16,7o 17,41 17,55 16,83
    Gesamt ... 1°0,z5 99#99 zoo,26 - zoo,oo 1°o,20 I zoo,oo
    *) X - N H," Na oder K.
    **) Theor. - aus der Formel X, S 0,, # 3 A120, # 4 S O3 -9 H20 theoretisch berechnet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines gefällten basischen Alauns durch Erhitzen der Lösung eines normalen Alauns unter Druck auf eihe Temperatur über 1400 C, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Hochdruckbehälter eingeschlossene Lösung dadurch rasch auf eine Temperatur über 140" C gebracht wird, daß in die Lösung unter hohem Druck stehender Wasserdampf in einer Menge eingeleitet wird, die genügt, um eine solche rasche Temperaturerhöhung herbeizuführen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge und die Temperatur des eingeführten Dampfes von hohem Druck derart sind, daß die Temperatur der Alaunlösung auf einen zwischen 185 und 20o° C liegenden Wert gebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnde Lösung sauf die Reaktionstemperatur, bei welcher basischer Alaun gebildet und ausgefällt wird, dadurch erhitzt wird, daß in die Lösung. unter hohem Druck stehender Dampf eingeführt wird, während die Lösung in einem nahezu kontinuierlichen Strom durch den Hochdruckbehälter hindurchgeht. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der unter hohem Druck stehende Dampf in den Lösungsstrom an zwei oder mehreren über die Länge des Lösungsstromes verteilten Stellen eingeführt wird. j. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Leitungsbehälter oberhalb der Lösung eine Masse von inertem Gas aufrechterhalten wird, das sich in unmittelbarer Berührung mit dem Lösungsstrom befindet.
DEK129831D 1932-04-22 1933-04-14 Verfahren zur Herstellung von basischem Alaun Expired DE620171C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6382897B2 (en) 2000-02-08 2002-05-07 Bottero S.P.A. Unit for sorting and transferring sheets of glass

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US6382897B2 (en) 2000-02-08 2002-05-07 Bottero S.P.A. Unit for sorting and transferring sheets of glass

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