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Vorrichtung zum Trocknen von Strümpfen o. dgl. auf Formen Gegenstand
vorliegender Erfindung bildet ein Trockenofen für Strümpfe und Handschuhe, bei welchem
das Formgut gruppenweise auf einem Förderband durch die Behandlungskammer geführt
wird und das Trocknen im Gegenstrom zum Lauf der auf Formen gezogenen Ware ohne
Wärmeverluste erfolgt.
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Es sind bereits Trockenöfen, bei welchen Einzelformen unter Anwendung
von Gegenstromtrocknung entweder in waagerechter oder senkrechter Stellung in den
Ofen ,eingebracht und die Verschlußtüren gemeinsam durch das Ein- und Ausschieben
.der Formen betätigt werden, bekannt.
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Diese Arten besitzen jedoch mehr oder minder Nachteile, welche in
der Hauptsache darin bestehen, daß nicht nur ein gruppenweises Ein- und Ausbringen
der Formen unmöglich ist, sondern auch bei Ausübung dieses Arbeitsvorganges große
Wärmeverluste eintreten, da das Öffnen und Schließen der Türen gleichzeitig erfolgt.
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Von diesen Bekannten unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand im
wesentlichen vorteilhaft dadurch, daß, um Wärmeverluste zu vermeiden, Absperrwände
in Verbindung mit durch Türen verschließbare Vorkammern zur Anwendung gelangen,
wodurch nicht nur das Beschicken des Trockenofens ungehindert am Anfang und am Ende
der Behandlungskammern im Gegenstrom stattfinden, sondern auch gleichzeitig das
Ein- und Ausbringen der Formen gruppenweise vorgenommen werden kann. Der Erfindungsgegenstand
ist auf der Zeichnung in Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt Abb.
i einen waagerechten Längsschnitt der Trockenvorrichtung, Alb. 2 einen senkrechten
Längsschnitt derselben, AM. 3 .eine Seitenansicht der Absperrwand der Trockenkammer
nebst Hebelanordnung, Abb. q. eine Draufsicht auf zwei Formkästen, Abb. 5 eine Draufsicht
einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung, Abb.6 eine Vorderansicht derselben.
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Der Innenraum des Ofens i wird durch eine Wand 2 getrennt, so daß
ein Kanal q. .entsteht. An der linken Seite des Ofens befindet sich ein durch Elektromotor
5 angetriebener Ventilator 6, der mit dem Kanal q. in Verbindung steht. Das Gehäuse
des Ventilators ist durch einen. Rohrstutzen 7 mit einem davor gelagerten, mit Klappe
8 versehenen Luftkasten 9 verbunden. An dem oberen Ende des Luftkastens befindet
sich eine weitere Klappe 9; welche -dazu dient, die im Ofen durch den Trockenprozeß
zu stark angefeuchtete Luft abstreichen zu lassen, wähnend mit Klappe 8 dem Ofen
Frischluft zugeführt wird. Im Inneren des Trockenofens befindet sich ein
Plattenförderband io, welches über die Räder i i, 12 gleitet, wobei letztere durch
ein auf Welle 13 befestigtes Kettenrad 1q., das mittels Kette 15 mit
dem auf Welle 17 befestigten Kettenrad 16 in Verbindung gebracht ist, angetrieben
wird. Am anderen Ende der
Welle 17 befindet sich ein Handrad 18,
durch dessen Betätigung das Förderband jeweils in Bewegung gesetzt werden kann.
An beiden Enden des Ofens befindet sich je eiiz mit Tür ig, iga versehener, die
Ofenöffnung umschließender Vorraum 20,20a, in welchen über einer Tischplatte Rollen
2 i vorgesehen sind. Die im Inneren des Ofens befindliche, der Ofenöffnung gegenüberstehende
Absperrwand 22 ist so bemessen, daß die Ofenöffnung nach allen Seiten hin abgeschlossen
werden kann und oben sowie unten mit Rollen, die nicht mit dargestellt sind, versehen
sind, welche sich in entsprechend geformten Leisten führen. Am linken unteren Ende
der Absperrwand ist ein Verbindungssteg 23 befestigt, an welchen der über die Rollere
2 1 sich bewegende Bügel 24 angebracht ist. , Um die Absperrwand teetätigen zu können,
ist an der Rückseite ein nach abwärts gerichteter, mit dem unteren Ende auf einer
Welle gelagerter Hebel 25 vorgesehen, der .durch: ein Verbindungsglied 26 mit dem
auf Welle 27 gelagerten Hebel 28 in Verbindung steht. An - dem vorstehenden Ende
der Welle 27 ist 'ein mit Griff 29 versehener Hebel 3o befestigt, mittels dessen
die Absperrwand vor- und rückw@,rts bewegt werden kann. Diese gleiche Hebelanordnung
befindet sich auch an der Absperrwand 3 i des Vorraumes 20a.
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Die . Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ist folgende: Sollen
die mit Ware yersehernen Formkästen 32 in den Ofen ,gebracht werden, so legt man
mittels Griff 29 den Hebel 3o um. Die gleiche Bewegung führt ebenfalls der auf Welle
27 befestigte Hebel 28 aus, und der hinter der Absperrwand 22 angeordnete, durch
Glied 26 verbundene Hebel 25 drückt, diese absperrend, gegen die Ofenöffnung, so
daß keine warme Luft entweichen kann. Bei dieser Bewegung wird auch ein hier nicht
mit dargestellter wechselwirkender Riegel der= art betätigt, daß die bisher verriegelte
Tür i9 des Aufgabetisches frei wird, während die vorgeschobene Absperrwand jetzt
arretierend gehalten ist. Die mit Ware versehenen Formkästen 32 können nun ohne
weiteres auf die . Rollenanordnung 2 i -gebracht werden; die Tür i 9 muß aber, damit
die stattgefundene Verriegelung der Absperrwand aufgehoben wird, und diese wieder
nach rückwärts gelangen kann, geschlossen werden. Nachdem dies ' 'geschehen ist,
kann die bedienende Person den =Ziele,-, Hebel 3o aufrichten, und die damit in Verbindung
stehende Absperrwand gelangt somit in die in Abb. i gestrichelt _ gezeichnete Normalstellung
zurück, wobei der .an ihr befestigte Bügel? 4 die Formkästen 32, indem diese
über die Rollen gleiten, so 'weit mitnimmt, bis sie auf das Plattenförderband zu
stehen kommen. Ist dies durchgeführt, so übt die am Abnahmetisch beschäftigte Person
die gleiche Arbeit wie bei der Warenaufgabe aus, indem der dort befindliche Hebel
3o umgelegt wird. Die Absperrwand 3 i erhält dadurch die gleiche Bewegung nach vorn
gegen die Ofenöffnung und bringt die davor gelagerten, auf dem Förderband befindlichen
Formkästen auf die Rollenanordnung und löst auch gleichzeitig zine dort befindliche
Arretierung aus, damit die Tür i 9a geöffnet und die Formkästen herausgenommen werden
können, wähnend dabei die Absperrwand so lange arretierend gehalten wird, bis die
Tür geschlossen ist. Sind die Formkästen entfernt, so richtet man den umgelegten
Hebel3o wieder auf, - wodurch die. damit in -Verbindung stehende Absperrwand 31
in ihre Normalstellung zurückgebracht wird, wobei die Tür iga gleichzeitig gegen
vorzeitiges Offnen verriegelt ist. Erst jetzt-kann das Förderband i o durch das
Handrad 18 betätigt werden, und zwar wird mit diesem so lange eine Drehung ausgeführt,
bis die. eingebrachten Formkästen sich von der Ofenöffnung des Aufgabetisches entfernt
haben, wodurch gleichzeitig an der Warenabnahmeseite solche vor die öffnung gelangen
und auf bereits geschilderter Weise herausgebracht werden.
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Es soll noch mit bemerkt, werden, daß es nicht unbedingt erforderlich
ist, für die Betätigung der Absperrwände eine Hebelanordnung in Verbindung mit einer
wechselwirkenden Sicherheitsvorrichtung zu verwenden, sondern @es kann auch beispielsweise
vorteilhaft ein Seilzug nach Abb. 4, 5 in Verbindung mit Doppelabschließwänden zur
Anwendung gelangen. Letztere sind jedoch nicht Gegenstand der Erfindung. .
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Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwei am oberen Ende mittels Platte
34 und mit Laufrollen 35 versehene Absperrwände 36, 37 miteinander verbunden, welche
die Ofenöffnttng zur Vermeidung von Wärmeverlusten jederzeit wechselwirkend absperren,
so daß die Vorraumtüren i g, i ga unbehindert geöffnet werden können. Die an den
Absperrwänden vorgesehenen Laufrollen 3 5 führen sich auf die im Ofen befestigten
Laufschienen 38.
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Nach Abb. 5 befindet sich die mit Seilzug 39 in Verbindung stehende
Absperrwand 37a im Vorraum 2oa, während die Absperrwand 36a die auf dem Förderband
io befindlichen Formkästen zum Zwecke der Herausnahme auf die dort befindliche Rollenanordnung
21 gebracht hat und auch gleichzeitig die Ofenöffnung abschließt, so daß die -Tür
iga unbehindert, ohne daß Wärmeverluste entstehen, geöffnet werden kann.
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Sollen nun neue Formkästen eingebracht werden, so übt man einen Zug
auf das. Seil 39
aus, die Absperrwände 36a und 37a bewegen sich
infolgedessen zurück, während die Absperrwände 36, 37 nach vorn bewegt werden, wobei
die Wand 36 die Ofenöffnung abschließt, während auf der anderen Seite die Wand 37a
das gleiche verrichtet und die Vorraumtür i9 zwecks Einbringung von weiteren Formkästen
geöffnet werden kann. Bei Ausübung eines weiteren Seilzuges schiebt die nach vorn
gebrachte Wand 37 in gleicher Weise, wie es bereits beim ersten Ausführungsbeispiel
durch Bügel 2q. geschieht, daß die eingebrachten Formkästen unter gleichzeitigem
Abschließen der Ofenöffnung auf das Förderband gleiten.