DE618477C - Elektrische Falle zum Fangen von Ratten, Maeusen u. dgl. - Google Patents

Elektrische Falle zum Fangen von Ratten, Maeusen u. dgl.

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DE618477C
DE618477C DEK128657D DEK0128657D DE618477C DE 618477 C DE618477 C DE 618477C DE K128657 D DEK128657 D DE K128657D DE K0128657 D DEK0128657 D DE K0128657D DE 618477 C DE618477 C DE 618477C
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rocker
trap
animal
mice
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M23/00Traps for animals
    • A01M23/38Electric traps

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Insects & Arthropods (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Elektrische Fallen zum Fangen von Ratten, Mäusen u. dgl. mit einer oberhalb des Sammelbehälters angeordneten Fangwippe, die'ein in einem elektrischen Stromkreis liegendes Gitter trägt und in der Ruhelage durch einen elektromagnetisch gesteuerten Sperriegel mit Rückholfeder gesichert ist, sind bekannt. Diese Fallen wirken gewöhnlich so, daß das Tier, welches das elektrisch geladene Gitter betritt, hier einen Schlag (Kurzschluß) erhält, durch den es getötet oder betäubt werden soll, während gleichzeitig durch den geschlossenen Stromkreis der Sperriegel für die Fangwippe zurückgezogen wird, so daß das Tier von der gesenkten Fangwippe in den darunterliegenden Sammelbehälter herabfällt. Hierauf kehrt die entlastete Wippe unter dem Einfluß eines Gegengewichtes oder einer Zugfeder unter gleichzeitiger Verriegelung wieder in ihreAus-
ao gangsstellung zurück. Diese Fallen sind aber nur für Tiere geeignet, welche ein bestimmtes Mindestgewicht haben, welches größer sein muß als das Gegengewicht oder die Spannung der Zugfeder der Wippe, da sich diese sonst nicht senken. Solche kleineren Tiere bleiben auf der Wippe liegen und verkohlen hier langsam unter Entwicklung eines unangenehmen Geruches. Abgesehen davon, daß andere Tiere hierdurch vor dem Betreten der Falle gewarnt werden und ein größerer Stromverbrauch verursacht wird, wird auch das stromführende Gitter hierdurch verunreinigt und kann nicht mehr einwandfrei wirken. Es sind zwar auch Fallen bekanntgeworden, bei welchen das Kippen der Wippe nach Einschalten des elektrischen Stromes durch das Tier zwangsläufig stattfindet. Da die Falle aber nur durch das Tier selbst, das einen oberhalb der Wippe beweglich aufgehängten Köder angreift, ausgelöst werden kann, muß das Tier auch hier wieder eine gewisse Mindestgröße haben. Auch gelingt es dem Tier in vielen Fällen, sich durch Abspringen von der sich senkenden Wippe zu retten, da es durch den Strom nicht betäubt wird. Auch wenn man die Wippe mit einer stromführenden Platte versieht und den Köder als Gegenpol verwendet, ist die Wirkung unsicher, da der Köder austrocknet und in diesem Zustand nicht mehr stromleitend wirkt. Tiere, die so klein sind, daß sie den Köder nicht erreichen oder, wie Raupen, Käfer u. dgl. Schädlinge, den Köder unbeachtet lassen, können mit diesen Fallen nicht vernichtet werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine elekirische Falle zum Fangen von Ratten, Mäusen u. dgl., die gegenüber dem Bekannten den Vorteil hat, daß zum Auslösen derselben Gewicht und Größe des auf das stromführende Gitter geratenden Tieres völlig gleichgültig ist. Das Auslösen der Falle tritt stets ein, sobald durch das betreffende Tier ein Kurzschluß verursacht wird. Die sich zwangsläufig, und zwar schlagartig drehende Wippe
schleudert das betäubte oder getötete Tier selbsttätig · in den Sammelbehälter, und zwar auch dann, wenn es sich tun kleinere Lebewesen, wie Raupen, Käfer u. dgl., handelt. Dadurch bleibt das Fanggitter stets sauber und gebrauchsfähig für die nachfolgenden Tiere, welche also vor dem Betreten der Falle durch "verkohlte Tiere nicht gewarnt werden. Die erfindungsgemäß ausgebildete Falle wirkt ίο in der Weise, daß infolge des durch den Kurzschluß bewirkten Zurückziehens des Verriegelungsbolzens . des Sperriegels der Fangwippe, der als Schalter ausgebildet ist, ein besonderer unabhängiger Stromkreis geschlossen wird, der mittels eines Elektromagnets in Verbindung mit einer Zahnstange und einem an der Drehachse der Wippe angebrachten Zahnrad das sehr rasche, schlagartige Kippen der Wippe bewirkt, wodurch? die gefangenen Tiere in den Sammelbehälter geschleudert werden. Dieser Behälter ist in bekannter Weise mit Wasser oder einer das Töten beschleunigenden, ätzenden Flüssigkeit gefüllt, der man auch desinfizierende Stoffe beimengen kann. Durch das Abwerfen des Tieres wird der Kurzschluß wieder beseitigt, und die Wippe kehrt nach Unterbrechung des durch den Sperriegel geschlossenen Stromkreises unter dem Einfluß 'einer Rückholfeder wieder in ihre Ausgangsstellung zurück, wobei sie sich wieder selbsttätig verriegelt.
Die Falle arbeitet bei geringstem. Stromverbrauch völlig selbsttätig. Sie bedarf keiner besonderen Aufsicht, und es ist nur nötig, von Zeit zu Zeit den Sammelbehälter in entleeren. Auf weitere Einzelheiten der Erfindung wird bei der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles hingewiesen.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in schematischer Darstellung in Form eines Ausführungsbeispieles veranschaulicht. Es zeigen:
Abb. ι ein Schaubild der elektrischen Sammelfalle,
Abb. 2 eine Ansicht der Stromzuführung zum. Gitter der Fangwippe,
Abb. 3 einen Querschnitt durch die Verriegelungsvorrichtung der Fangwippe mit Schalter,
Abb. 4 einen Querschnitt durch die Kippvorrichtung,
Abb. S ein Schaltungsschema. Die Falle besteht aus dem mit Wasser gefüllten "Sammelbehälter a, welcher oben durch die um die Achse c drehbare Fangwippe b verschlossen ist. Das Ganze kann in bekannter Weise durch eine Haube d überdeckt sein, um einerseits einen Laufgang zu schaffen, der die zu fangenden Tiere zwangsläufig zu dem stromführenden Gitter leitet und andererseits größere Tiere, wie Hunde o. dgl., vor dem Betreten derselben schützt. Auf der Fangwippe b ist, wie Abb. 2 zeigt, ein bekanntes Gitter aus Schienen e angebracht, von denen die einander benachbarten Schienen durch Schleifkontakte/ und r mit dem positiven bzw. negativen Pol der elektrischen Leitung in Verbindung stehen, so daß auch während des Kippens der Wippe der Strom ständig eingeschaltet bleibt. Die Fangwippe b ist, wie üblich, mit einem Gegengewicht g versehen und ruht mit der einen Seitenkante auf einer Leiste h. Die entgegengesetzte Seitenkante wird in bekannter Weise durch einen Sperriegeln festgehalten, so daß das Tier den uribeschienten Teil der Wippe betreten kann, ohne daß diese zunächst ihre Lage verändert. Der Sperriegel i wird erst dann zurückgezogen, wenn das Tier auf das stromführende Gitter e gelangt. Das Gitter ist etwas kürzer als die Fangwfppe, damit das Tier erst dann den Kurzschluß verursachen kann, wenn es sich mit dem ganzen Körper auf der Wippe befindet, da die Falle sonst nicht sicher arbeiten würde, wenn das Tier sich etwa nur mit der Hälfte seines Körpers auf der Wippe befände. Entriegelt wird die Wippe in bekannter Weise durch einen Elektromagnet k, durch welchen der Riegel i dann zurückgezogen wird, wenn zwischen den Stromschienen e durch ein darauf geratenes Tier ein Kurzschluß verursacht wird, Beim Zurückziehen des Riegels i kippt die Wippe b zwangsläufig um die Achse c. Dies geschieht gleichfalls auf elektromagnetischem Weg. An der Achse ist zu diesem Zweck ein Zahnrad m angebracht, welches mit der Zahnstange n, die in ihrer Verlängerung gleichzeitig den beweglichen Kern des Elektromagnets ο bildet, kämmt. Durch das Zurückziehen des Sperrriegels / wird nämlich gleichzeitig der Schalter ρ geschlossen, durch welchen der Elektromagnet ο in den Stromkreis eingeschaltet wird. Hierdurch wird die Verlängerungsstange s der Zahnstange η in den Magnet hineingezogen und damit die Plattet schlagartig gedreht, so daß sie in die in Abb. 1 gestrichelt dargestellte Schräglage gelangt, worauf das Tier in den Sammelbehälter« herabrutscht.
Die Wirkungsweise der Falle ist besonders deutlich aus der Schaltskizze gemäß Abb. 5 zu erkennen. Die um die Achse c drehbare Fangwippe δ trägt das erwähnte Gitter, von dem nur zwei Schienen e dargestellt sind. Die eine dieser Schienen steht über den Schleifkontakt r mit dem positiven, die andere dagegen über den Schleifkontakt / mit dem negativen Pol des Stromkreises in ständiger Verbindung. In die letztere Leitung ist der Elektromagnet k des Sperriegels / eingeschaltet. Am hinteren Ende dieses Sperriegels/ befindet sich der Schal-
terjt?, welcher bei der durch den Eintritteines Kurzschlusses im Gittern erfolgenden Auslösung den Stromkreis für den Kippmagneto schließt, der seinerseits wiederum durch Zurückziehen der Zahnstange η mittels des Zahnrades m die Wippe b zum Kippen bringt. Wird nunmehr durch das Abwerfen des Tieres vom Gittere der Kurzschluß und damit der Stromkreis des Entriegelungsmagnets k
ίο unterbrochen, so kehrt der Sperriegel/ unter der Wirkung der Rückholfeder/ (Abb. 3) in seine Verriegelungsstellung zurück. Dadurch wird der Schalter ρ geöffnet und damit der Stromkreis für den Elektromagnet 0 wieder unterbrochen. Auch letzterer wird dann stromlos, und die Zahnstange κ kehrt dann unter der Wirkung der Rückholfeder^ bei gleichzeitigem Rückdrehen der Wippeö in ihre Ausgangsstellung zurück, in der sie sich, wievorher ausgeführt, selbsttätig wieder verriegelt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Elektrische Falle zum Fangen von Rat- ten, Mäusen u. dgl. mit einer oberhalb eines Sammelbehälters angeordneten Fangwippe, die ein in einem elektrischen Stromkreis Hegendes Gitter trägt und in der Ruhelage durch einen elektromagnetisch gesteuerten Sperriegel mit Rückholfeder gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperriegel (/) mit einem Schalter (/?) verbunden ist, der im Stromkreis des das Kippen der Wippe (b) auslösenden Elektromagnets (o) liegt, und daß der Kern des Elektromagnets (o) die Verlängerung einer Zahnstange (ff) bildet, welche mit dem auf der Kippwelle (c) der Wippe (δ) sitzenden Zahnrad (m) in Eingriff steht und mit der Rückholfeder (t) versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK128657D 1933-01-19 1933-01-19 Elektrische Falle zum Fangen von Ratten, Maeusen u. dgl. Expired DE618477C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3326267A1 (de) * 1983-07-21 1985-02-07 "Kyberna", Gesellschaft für Automation, Datenverarbeitung und Messtechnik mbH, 6140 Bensheim Vorrichtung zum einfangen und abtoeten von kleinen saeugetieren, insbesondere nagetieren, z.b. maeusen (ii)
US5406742A (en) * 1992-08-12 1995-04-18 Allen; Mervyn C. Animal trap
US5953853A (en) * 1997-03-31 1999-09-21 Kim; Bok M. Mouse and rat trap
US6739086B1 (en) * 2003-05-30 2004-05-25 George K. Lamb Rodent catching apparatus
WO2022143440A1 (zh) * 2020-12-31 2022-07-07 林丽姜 一种可捕多只鼠的捕鼠器

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