DE596074C - Einrichtung zum elektrischen Fischfang - Google Patents
Einrichtung zum elektrischen FischfangInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K79/00—Methods or means of catching fish in bulk not provided for in groups A01K69/00 - A01K77/00, e.g. fish pumps; Detection of fish; Whale fishery
- A01K79/02—Methods or means of catching fish in bulk not provided for in groups A01K69/00 - A01K77/00, e.g. fish pumps; Detection of fish; Whale fishery by electrocution
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Marine Sciences & Fisheries (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
Description
Beim Fischfang mittels Elektrizität werden die Tiere der Einwirkung eines elektrischen
Strömungsfeldes ausgesetzt. Die von dem Fische im Wasser abgegriffene Span-S
nung ist ein Maß für den erzielten Reizerfolg, . im besonderen für die Anlockung und Betäubung
des Tieres. Die bisherigen Methoden der elektrischen Fischerei nutzten diese Erscheinung
in äußerst unvollkommener und unzulänglicher Weise aus. Auf die Anlockung der Tiere durch das elektrische Fanggerät
wurde kein Wert gelegt.
Da jedoch die Anlockung der Tiere in einen beschränkten Fangbereich notwendig ist,
stellt die Verknüpfung eines Betäubungsgerätes mit einem Lockgerät erst diejenige
Form einer elektrischen Fischfangeinrichtung dar, welche den fischereiwirtschaftlichen Anforderungen
entspricht. Die Anlockung des Tieres wird bei der neuen Einrichtung durch zwei Maßnahmen erreicht. Erstens wird
grundsätzlich die Verwendung von Gleichstrom dahingehend ausgenutzt, daß Fische dank einer physiologischen Grunderscheinung
stets zum positiven Pol (Anode) schwimmen. Zweitens wird die Anlockung gegen die Anode,
welche also als Lockelektrode ausgebildet ist, dadurch bewirkt, daß die elektrische Feldstärke
in der Richtung auf die Anode zu stetig ansteigt, im besonderen derart ansteigt, daß
die Feldstärke in der unmittelbaren Umgebung der Anode relativ hoch ist, im Vergleich
zur Feldstärke in der Umgebung der Kathode. Durch diese beiden Maßnahmen wird erreicht, daß die Tiere an die Anode gelockt
werden und durch die Einwirkung des Feldes in der Nähe der Anode betäubt werden.
Die Wirkung der Betäubung durch das elektrische Gleichspannungsfeld wirkt sich, nachdem die Fische in den eigentlichen Fangbereich
gelockt worden sind, dahingehend aus, daß die Tiere keine Kontraktion der Schwimmblase
erfahren, da die Betäubung durch Gleichspannung eine ideale Narkose darstellt.
Die Fische kommen also in diesem und nur in diesem Falle nahe bzw. völlig an
die Oberfläche und können dort leicht abgefangen werden.
Die Abb. 1 zeigt das Prinzip einer Abfischanordnung,
in welcher die dargelegten Maßnahmen ausgeführt sind, α ist die positive
Elektrode, welche im Vergleich zur negativen Elektrode stark gekrümmt ist, wodurch die
Feldstärkensteigerung in· der Richtung auf die Anode zu im beschriebenen Sinne erzielt wird.
Abb. 2 zeigt im Verlauf der Kurve £ die elektrische Feldstärke in ihrem Anstiege von
der Kathode b gegen die Anode a.
Da die Fische meistens im Wasser horizontal schwimmen,· ist es erforderlich, die
elektrische Feldstärke nur in solchen Räumen wirken zu lassen, in denen die elektrische
Feldstärke annähernd horizontal wirkt. Es ist deshalb von Vorteil, daß die Anode c
(Abb. 3) durch einen isolierenden Schirm d derart elektrisch abgeschirmt wird, daß die
elektrische Strömung bevorzugt horizontal gegen die Kathode e verläuft. Eine dementsprechende
Abschirmung kann auch an der Kathode vorgenommen werden.
Durch die in Abb. r und 3 dargelegten technischen Ausführungsmöglichkeiten · des
neuen Verfahrens wird erreicht, daß die Tierein einem beschränkten Fangbereich elektrisch
gelockt werden, um dann in diesem Fangbereich derart betäubt zu werden, daß die
Fische leicht geborgen werden können. Die dargelegten Einrichtungen sind, soweit sie
sich auf die Formgebung der Elektroden beziehen, nicht ausschließlich auf die Verwendung
von Gleichspannung beschränkt. In geringem Maße wirkf sich die Formgebung
nach Abb. ι und 3 auch dann noch zur Erzielung
einer Lockwirkung aus, wenn Wechselspannung beliebiger Frequenz undKurvenform 8g
angewendet wird,
Claims (2)
1. Einrichtung zum elektrischen Fischfang mittels eines zwischen im Wasser
angeordneten Elektroden im wesentlichen in horizontaler Richtung verlaufenden
Gleichstrpmfeldes mit zwischen den Elektroden verschieden großen Potentialgradienten,
dadurch gekennzeichnet, daß die positiven Elektroden derart gestaltet, z. B. gekrümmt, bzw. derart bemessen, z. B.
klein im Verhältnis zur Kathode sind, daß in der Richtung auf die positiven Elektroden
die elektrische Feldstärke ansteigt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach unten
gerichteten Flächen der Elektroden abgeschirmt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH130912D DE596074C (de) | Einrichtung zum elektrischen Fischfang |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH130912D DE596074C (de) | Einrichtung zum elektrischen Fischfang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE596074C true DE596074C (de) | 1934-04-26 |
Family
ID=7176232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH130912D Expired DE596074C (de) | Einrichtung zum elektrischen Fischfang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE596074C (de) |
-
0
- DE DEH130912D patent/DE596074C/de not_active Expired
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