DE936780C - Einrichtung zum elektrischen Fischfang - Google Patents
Einrichtung zum elektrischen FischfangInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K79/00—Methods or means of catching fish in bulk not provided for in groups A01K69/00 - A01K77/00, e.g. fish pumps; Detection of fish; Whale fishery
- A01K79/02—Methods or means of catching fish in bulk not provided for in groups A01K69/00 - A01K77/00, e.g. fish pumps; Detection of fish; Whale fishery by electrocution
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- Mechanical Means For Catching Fish (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 22. DEZEMBER 1955
p 51701 III145h D
Beim elektrischen Fischfang wird von der physiologischen
Erscheinung Gebrauch gemacht, daß die Fische auf elektrische Felder in ganz bestimmter
Weise reagieren. Überschreitet die vom Fisch im Wasser abgegriffene Spannung eine gewisse Reizschwelle,
so stellt sich der Fisch dabei im Wechselfeld quer zur Feldrichtung; bei einem Gleichfeld
stellt er sich in Richtung zur Anode und schwimmt auf diese zu. Bei Größerwerden der Spannung fällt
er in Narkose. Wirkt die Narkotisierungsspannung längere Zeit oder überschreitet die Spannung einen
bestimmten Betrag, so wird der Fisch getötet. Beim elektrischen Fischfang im Süßwasser wurde
bisher im allgemeinen von der Lenkwirkung durch ein elektrisches Gleichfeld Gebrauch gemacht, indem
man über Elektroden Gleichstrom in das Wasser eingeleitet hat. Die im Wirkungsbereich der Elektroden
vorhandenen Fische schwimmen dabei auf die Anode zu und werden dort gegebenenfalls betäubt,
so daß sie mit einfachen Mitteln aus dem Wasser genommen werden können. Es ist auch in
der Literatur schon verschiedentlich angeregt worden, das gleiche Verfahren zum Massenfischfang,
beispielsweise von Heringen, Sardinen usw., auf See anzuwenden. Eine praktische Durchführung
haben aber diese Vorschläge bisher nicht gefunden, weil wegen der hohen Leitfähigkeit des
Salzwassers zur Erzeugung ausreichend großer Beeinflussungsbereiche elektrische Energien in einer
Höhe erforderlich sind, die sich mit wirtschaftlich tragbarem Aufwand nicht erzeugen lassen, besonders
nicht auf Fischereifahrzeugen. Irgendwelche
Erfahrungen über die elektrische Hochseefischerei und insbesondere über die Ausbreitung der elektrischen
Beeinflussungsfelder liegen deshalb nicht vor.
Nun ist vor kurzem der Vorschlag gemacht worden, in das Wasser nicht konstanten Gleichstrom,
sondern in gewissen Zeitabständen nur kurze Gleichstromimpulse einzuleiten und diese Gleichstromimpulse
durch periodische Entladung eines Kondensators zu erzeugen, der an einer Gleichstromquelle
liegt. Im Süßwasser und in Salzwasserbehältern angestellte Versuche haben gezeigt, daß
die Fische auf Gleichstromimpulse in gleicher Weise reagieren wie auf konstanten Gleichstrom
!5 und daß die Reizwirkung von Impulsen sogar noch
größer ist. Andererseits ergibt eine einfache Überlegung, daß bei Anwendung von Impulsen im Verhältnis
zu konstantem Gleichstrom der zur Erzeugung der gewünschten physiologischen Wirkung
auf die Fische erforderliche Energieaufwand ganzbeträchtlich verringert wird, so daß mit diesem
Vorschlag der elektrische Fischfang auf See in den Bereich der praktischen Durchführbarkeit gerückt
ist.
Nach dem letztgenannten Vorschlag soll der Kondensator an einer Gleichstromquelle liegen, so daß
er in den Impulspausen immer wieder aufgeladen wird. Die Kapazität eines derartigen Kondensators
muß aber beim Fischfang im Seewasser sehr groß sein und kann mehrere tausend (bis über
10 000) μΈ betragen, wenn Beeinfiussungsbereiche
von einigermaßen befriedigender Größe erzielt werden sollen. Bei einem Kondensator von solcher
Größe ergibt sich die Schwierigkeit, daß er zu Beginn der Ladung wie ein Kurzschluß der Gleichstromquelle
wirkt, d. h. daß, solange die Gegenspannung am Kondensator gering ist, ein außerordentlich
großer Ladestrom fließt. Dieser Umstand würde sich in einer Überlastung der Gleichstromquelle
auswirken. Besonders nachteilig wäre dies dann, wenn nur ein Wechselstromerzeuger vorhanden
ist und eine Umformung in Gleichstrom mittels eines Gleichrichters erfolgen muß, weil Entladungsgleichrichter
eine gewisse Empfindlichkeit gegen Überlastung zeigen. Andererseits ist zu berücksichtigen,
daß bei der Größe der im Kondensator gespeicherten Energie zu deren Entladung in das Wasser an
die die Entladung einleitenden Schaltmittel große Anforderungen gestellt werden. Will man hierfür
an. sich zu Schaltzwecken gut geeignete Gasentladungsvehtile
verwenden, die bekanntlich nach ihrer Zündung so lange stromführend bleiben, bis
der Entladestrom Null wird oder durch Null geht, und dann den StromfLuß bis zu ihrer erneuten Zündung
sperren, so muß dafür Sorge getragen werden, daß trotz des dauernden Anschlusses der Gleichstromquelle"
an den Kondensator nach Beendigung des Impulses eine Sperrung des Gasentladungsventils
eintritt. Um dies zu erreichen, muß die Kondensatorentladung in Form einer Schwingung
auftreten, die einen Stromdurchgang durch Null aufweist. Das ist aber nur möglich, wenn die Ladestromstärke
während der Entladeschwingung gegenüber dem Entladestrom des Kondensators klein gehalten
wird. Auch aus diesem Grunde ergibt sich die Notwendigkeit der Verwendung von Strombegrenzungstmtteln
im Ladekreis des Kondensators. Nun ist eine Anordnung zum Erzeugen kurzzeitiger periodischer Stromstöße bekanntgeworden,
bei der ein Kondensator von einer Gleichstromquelle über einen induktiven Widerstand aufgeladen
und über 'eine steuerbare Dampf- oder Gasentladungsröhre auf den Verbraucher entladen wird.
Als Verbraucher ist im Ausführungsbeispiel eine zum Erzeugen von Lichtblitzen für stroboskopische
Zwecke dienende niederohmige Gasentladungslampe angeführt. Mit ihr liegt eine Drossel in Reihe, die
eine Verlängerung der Dauer der Lichtblitze ermöglicht und das Löschen der als Entladeschalter
verwendeten dampf- oder gasgefüllten Entladungsröhre begünstigt. Es ist in diesem Zusammenhang
auch bekanntgeworden, daß dann, wenn der Kondensator über einen induktiven Widerstand und ein
gleichrichtendes Element mit kleinem ohmschem Widerstand entladen wird, der Kondensator eine
Spannung entgegengesetzten Vorzeichens annimmt. Daraus ergibt sich, daß bei einer solchen Anordnung
wegen des kleinen ohmschen Entladewiderstandes die Kondensatorladung und -entladung in
Form einer durch Null gehenden Schwingung vor sich gehen, die um so höhere Amplituden aufweist,
je geringer die Dämpfung von Lade- und Entladekreis ist. Klar ausgesprochen ist diese eine Energierückgewinnung
ermöglichende Wirkung durch das Auftreten einer Auf- und Entladeschwingung des Kondensators an anderer Stelle, wo die gleiche aus
einem über eine Drossel von einer Gleichstromquelle aufgeladenen und über eine Schaltröhre und die
Induktivität einer Magnetspule entladenen Kondensator bestehende Schaltungsanordnung beschrieben
ist, die zum Aufbau von impulsartigen Magnetfeldern dient.
Die Erfindung besteht in der Verwendung eines derartigen, aus einem über eine Drosselspule an
einer Gleichstromquelle liegenden Kondensator und aus einer in dessen Entladekreis eingeschalteten
Schaltvorrichtung bestehenden Impulserzeugers bei Einrichtungen zum elektrischen Fischfang, insbesondere
Hochseefischfang, bei denen durch Kondensatorentladung
Gleichstromschläge in den Fangbereich gesandt werden zum Erzeugen von periodischen,
über die zwischen den Elektroden vorhandene Wasserstrecke verlaufenden und einen Stromdurchgang
durch Null aufweisenden Entladeschwingungen des Kondensators. Die Erfindung beruht auf
der Erkenntnis, daß sich der Entladekreis des Kondensators infolge der Induktivität, die der über das
Wasser verlaufenden Entladeschleife eigen ist, wie ein Schwingkreis verhält, daß sich bei ausreichender
Größe der Elektroden der Übergangs widerstand an denselben so niedrig halten läßt, daß bei
den praktisch in Betracht kommenden Elektrodenabständen die Dämpfung dieses Schwingkreises
klein genug bleibt, um eine ausreichende Schwingungsfähigkeit des Entladekreises zu erzielen, und
daß bei geeigneter Wahl der Größen der Kapazität
des Impulskondensators und der induktiven und ohmschen Widerstände im Lade- und im Entladekreis
sogar eine erhebliche Überschwingung über die Spannung der Gleichstromquelle erreichbar ist.
Das bedeutet, daß der Kondensator bei seiner Entladung eine höhere Spannung aufweist, als sie an
den Klemmen der Gleichstromquelle zur Verfügung steht. Dieser Umstand wirkt sich bei Fischfanganlagen
in verschiedener Hinsicht vorteilhaft aus.
ίο Einerseits wird durch die im Aufladestromkreis
liegende Drossel bei der Kondensatorentladung gegen einen Überlastungsstoß gesichert. Ferner
braucht die Gleichstromquelle nicht für die volle Impulsspannung ausgelegt und dementsprechend
auch nicht für eine so hohe Spannung isoliert zu werden. Außerdem wird bei der genannten Umladeschwingung
Energie rückgewonnen, so daß die Gleichstromquelle im wesentlichen nur die ohmschen
Verluste zu decken hat. Die zuzuführende Energie wird deshalb noch kleiner, als an sich zur Aufladung
des Kondensators während der Impulspausen erforderlich wäre. Man kommt deshalb mit
im Verhältnis zur Impulsleistung des Kondensators besonders kleinen Ladestromquellen aus. Dies ist
für die elektrischen Fischfanganlagen mit den beschränkten Energie- und Platzverhältnissen auf
Fischereibooten sowie für die Wirtschaftlichkeit des Elektrofischfanges von besonderer Wichtigkeit.
Die Erfindung ist aber nicht nur beim Elektrofischfang im Salzwasser anwendbar, denn der Vorteil
des geringen Energiebedarfs kommt auch beim elektrischen Süßwasserfischfang zur Geltung.
Ein weiteres Mittel zur Ladestrombegrenzung während der Kondensatorentladung und solange die
Gegenspannung am Kondensator gering ist, besteht gemäß der Erfindung in der Verwendung eines an
sich bekannten Konstantstromgenerators, der infolge seiner Schaltung nur Strom bis zu einer bestimmten
Höhe abgibt, d. h. kurzschlußsicher ist.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung noch näher erläutert.
In dem Schaltungs'beispiel nach Fig. 1 ist C ein
Kondensator (oder eine Kondensatorbatterie), der über die Koppelweg-Gleichrichteranordnung Gl
vom Wechselstromgenerator G über die Drossel D aufgeladen wird. E1 und E 2 sind zwei in gewisser
Entfernung voneinander unter Wasser angeordnete Elektroden, zwischen denen sich das Beeinflussungsfeld für die Fische ausdehnen soll. Die beiden Elek-
troden sind daher über ein Ventil oder Relais R an den Kondensator C angeschlossen. Dieses Relais
hat die Aufgabe, den Entladestromkreis impulsartig, beispielsweise mehrmals in einer Sekunde, vorübergehend
zu schließen. Es kann hierzu beispielsweise ein elektrisches Relais in Form eines sogenannten
Ignitrons verwendet werden, d. h. ein Dampfentladungsgefäß, welches durch in an sich bekannter
Weise erzeugte Spannungsstöße periodisch gezündet wird und den Stromfluß jeweils über die Impulsdauer
(bis zum Stromdurchgang durch Null) aufrechterhält.
Im stromführenden Zustand des Relais R stellt die Wasserstrecke zwischen den beiden Elektroden
nicht nur für den Kondensator C, sondern auch
für die dazu parallel liegende Gleichrichteranordnung Gl einen niedrigen Widerstand dar. Da die
Kapazität des Kondensators zur Erzielung genügend starker Impulse sehr groß bemessen werden muß,
beispielsweise einige tausend ^F beträgt, können somit
bis zum Aufbau einer gewissen Ladespannung am Kondensator außerordentlich hohe Ladeströme
fließen. Um die Gleichrichteranordnung vor zu großer Beanspruchung zu schützen, ist zwischen
dieser und dem Generator die Drossel Ό vorgesehen, welche während der kurzen Impulszeit
und solange die Gegenspannung am Kondensator gering ist durch ihren induktiven Widerstand eine
Begrenzung des Gleichrichterstromes vornimmt.
In Fig. 2 ist die Drossel D bei sonst gleichem Aufbau der Schaltung zwischen Gleichrichter G und
Kondensator C eingeschaltet. Die Wirkungsweise dieser Drossel ist hier wieder die gleiche. Es kommt
aber noch hinzu, daß bei dieser Schaltung der Drossel die am Ende der Kondensatorladung auftretende
Induktionsspannung, die die gleiche Riehtung wie der Ladestrom hat, im Sinne einer Spannungsüberhöhung
am Kondensator wirkt, so daß dieser am Ende des Ladevorganges eine höhere Spannung aufweist als die Ausgangsklemmen des
Gleichrichters Gl. Diese Spannungsüberhöhung bedingt einen höher gespannten Arbeitsimpuls auf
den Beeinflussungsbereich zwischen den Elektroden E ι und E 2 und begünstigt die Wirkung auf die
Fische.
In den beiden Ausführungsbeispielen ist nur eine einphasige Wechselstromquelle angenommen. Bei
Drehstrom ist daher die Gleichrichterschaltung entsprechend auf drei Phasen erweitert zu denken. Für
die Erfindung ist die Art der Gleichrichterschaltung (Einweg- oder Doppelwegsc'haltung) unwesentlich.
Als weiteres Mittel zur Strombegrenzung kann mit Vorteil auch ein an sich bekannter Konstantstromgenerator
verwendet werden, der infolge seiner Schaltung nur Strom bis zu einer bestimmten Höhe
abgibt, d. h. kurzschlußsicher ist.
Claims (2)
1. Die Verwendung eines Impulserzeugers, der aus einem über eine Drosselspule an einer
Gleichstromquelle liegenden Kondensator und aus einer in dessen Entladekreis eingeschalteten
Schaltvorrichtung besteht, bei Einrichtungen zum elektrischen Fischfang, insbesondere Hochseefischfang,
bei denen durch Kondensatorentladung Gleichstromschläge in den Fangbereich gesandt werden zum Erzeugen von periodischen,
über die zwischen den Elektroden vorhandene Wasserstrecke verlaufenden und einen Stromdurchgang
durch Null aufweisenden Entladeschwingungen des Kondensators.
2. Einrichtung zum elektrischen Fischfang, insbesondere Hochseefischfang, mittels über
Elektroden in den Fangbereich gesandter Gleichstromschläge, die durch Entladung eines
Kondensators erzeugt werden, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Konstantstromgenerators
als Spannungsquelle für die Kondensatorladung und eine in dessen Entladekreis
eingeschaltete Schaltvorrichtung, welche über die zwischen den Elektroden vorhandene
Wasserstrecke periodische, einen Stromdurchgang durch Null aufweisende Entladeschwingungen
des Kondensators einleitet.
Angezogene Drucksdhriften: Deutsche Patentschrift Nr. 735227;
Dissertation Dipl.-Ing. WiIh. Schneider,
T. H. München, 1947.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509606 12.55
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE735227C (de) * | 1937-06-17 | 1943-05-14 | Aeg | Anordnung zum Erzeugen kurzzeitiger starker Stromstoesse |
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1949
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Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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