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Kompensator mit elektrischen Verzögerungsketten DerErfindung liegt.
die bekannteErkenntnis zugrunde, daß zur Aufnahme bzw. zur Richtungsbestimmung von
Wellenenergie, insbesondere von SchallwelIen,eine Gruppenanordnung von Empfängern
zweckmäßig ist, wobei die Empfänger selbst oder ihre Projektionspunkte auf die Schallfeldebene
eineKreisfläche mehr oder weniger dicht bedecken. Insbesondere zum Peilen von Geräuschen
ist es zur Vermeidung von Nebenmaxima von wesentlichem Vorteil, wenn nicht nur der
Umfang des Kreises, sondern auch das Innere mit Empfängern besetzt .ist.
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Für einen zweckmäßigen Bau des Kompensators ist es von besonderem
Vorteil, wenn die einzelnen Empfänger oder ihre Projektionspunkte auf konzentrischen
Kreisen liegen. Durch die Erfindung wird unter anderem die Aufgabe gelöst, für solche
Anordnungen einen möglichst vorteilhaften Kompensator zu bauen. Dabei werden. gemäß
dem Hauptpatent kreisförmig angeordnete Kontaktstücke, deren Länge gesetzmäßig,
z. B. einem Sinusgesetz folgend, mit :dem Drehwinkel zu-bzw. abnimmt, verwendet.
Der Vorteil solcher Kontaktstücke liegt wesentlich darin, daß eine proportional
geteilte Skala verwendet werden kann, ohne daß es erforderlich. ist, ein kompliziertes
Sinusgetriebe oder ähnliches Getriebe zwischenzuschalten. Fernergeschieht der Übergang
der Bürsten über -die radiale Trennschicht von einem Kontaktstück zu dem anderen
für alle in gleicher Weise und in kürzester Zeit, so daß Störungen, wie sie beim
Gleiten der Bürsten auf den Kontakten leicht in Erscheinung treten, weitgehend vermieden
werden. Außerdem ergibt sich bei diesem Kompensat:)r eine leichte Zugänglichkeit
der Gleitbahnen und der Kontakte, so daß eine regelmäßige Wartung, die für ein einwandfreies
Arbeiten des Kompensators notwendig ist, ohne Schwierigkeit möglich ist.
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Der wesentliche Erfindungsgedanke gegenüber dem Hauptpatent liegt
nun darin, daß mehrere Kontaktbahnen mit verschiedener Zahl von Kontaktstücken vorgesehen
sind, wobei die Kontaktstücke der verschiedenen Bahnen mit den ihnen zukommenden
Gliedern der gleichen elektrischen Verzögerungskette verbunden sind.
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Die Erfindung ist beispielsweise und schematisch in .der Zeichnung
veranschaulicht. Es stellt dar: Abb. i eine Aufsicht auf acht Empfänger, auf zwei
konzentrischen Kreisen angeordnet, von denen je vier auf einem Kreis liegen, Abb.
2 eine Aufsicht auf die beiden Kontaktbahnen für .diese Empfängeranordnung mit der
elektrischen Verzögerungskette,
Abb. 3 eine Seitenansicht der wesentlichen
Teile eines, -Kompensators in- einem Ausführungsbeispiel, welches. die allgemeine
Anordnung der Gleitschienen und Kontaktbahnen für die Empfängerzuführung erkennen
läßt.
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Die in Abb. i dargestellten acht Empfänger 4 2, 1 42 51 62 7 und 8
können in einer bestimmten Ebene liegen oder im Raum angeordnet sein. Im letzteren
Falle würden die Zahlen i bis 8 .den Projektionspunkten auf die Schallfeldebene
entsprechen. Von diesen Empfängern führen Leitungen über Gleitschienen zu auf Kontaktbahnen
gleitenden Schleifbürsten.
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In Abb. 2 sind auf jeder der beiden Kontaktbahnen 9 und io vier Schleifbürsten
:durch die Pfeile 11, 12, 13, 14 bzw. 15, 16, 17 und 18 angedeutet. Diese sind mit
den Empfängern 1 bis 8 leitend verbunden (in der Zeichnung nicht dargestellt). Die
Anordnung derBürsten auf denKontaktbahnen entspricht in ihrer Lage der Anordnung
der Empfänger auf den beiden Kreisen. Die Kontaktstücke jeder Kontaktbahn 9 und
io sind mit Ausnahme der hingsten Kontaktstücke paarweise untereinander verbunden.
Dabei ist das kleinste Kontaktstück für beide Kontaktbahnen 9 bzw. io mit dem Mittelpunkt
der Kette verbunden und die benachbarten mit den entsprechenden benachbarten Abgriffspunkten
der Kette. Indem dargestellten Beispiel ergeben- sich für die größere Kontaktbahn
9 zehn Kettenglieder, während sich für die" kleinere Kontaktbahn io sechs Kettenglieder.
ergeben, entsprechend dem in Abb. i gewählten Verhältnis der- Durchmesser der beiden
Kreise (io : 6). An Stelle die Bürsten i#, 16; 17, 18, wie in Abb. 2 dargestellt,
um einen bestimmten Winkel gegenüber den Bürsten i i; 12, 13, 14 zu versetzen, so
daß die Bürstenanordnung der Empfängeranordnung ähnlich .ist, kann man auch die
Kontaktbahn@iö um einen bestimmten Winkel, z. B. 45°, gegenüber der Kontaktbahn
9 vei.,lrehen; so daß in dem hier gezeichneten Fall die vier Bürsten für den äußeren
Empfängerkreis keine Verdrehung gegenüber den vier Bürsten für den inneren Empfängerkreis
zeigen würden.
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Um die `Verbindung der Empfänger mit den Kontaktstücken der Kontaktbahnen
herzustellen, sind die Empfänger mit Gleitschienen-.eldktrisch verbunden, und. die
Anordnung .ist so getroffen, daß zu Jedem Empfänger eine bestimmte Gleitschiene
gehört. Die Verbindung der Gleitschienen mit den Kontaktstücken erfolgt durch Bürsten.
-In Abb. 3 bedeuten 20, 21, 22, 23 .die zu den vier äußeren Empfängern .gehörenden
Gleitschienen, 24, 25, 26, 27 die zu -den inneren Empfängern gehörenden Gleitschienen.
Bürsten stellen die Verbindung j e einer Gleitschiene mit der zugehörigen Kontaktbahn
dar. Davon sind in Abb. 3 .der Einfachheit halber nur zwei Stück28 und 29 veranschaulicht.
Die Kontaktbahnen mit ,den einzelnen Kontaktstücken .und .die Gleitschienen sind
ortsfest z. B. auf einer gemeinsamen Achse 30 angeordnet. Die Bürsten sind
in diesem Fall mit einem gemeinsamen Betätigungsglied, z. B. Handrad 31, mit Zeiger
3a durch beliebige Teile, wie 33, 34 und 3 5, verbunden, so daß sie umlaufen können.
Selbstverständlich ist aber auch eine umgekehrte Anordnung möglich. Bei 36 ist eine
feststehende Skala angedeutet. Der mit dem Betätigungsglied verbundene Zeiger 32
gibt,die jeweilige Schallrichtung an.
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Die Durchmesser der Kontaktbahnen sind in Abb. 3 und iri Abb. 2 (9
bzw. io) proportional mit den Durchmessern der entsprechenden Empfängerkreise gewählt.
Erfindungsgemäß kann für diese Kontaktbahnen auch der gleiche Durchmesser gewählt
werden, so daß_ sie senkrecht übereinander angeordnet liegen.