DE614201C - Mit Zeitverzoegerung schaltender Quecksilberschalter - Google Patents

Mit Zeitverzoegerung schaltender Quecksilberschalter

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DE614201C
DE614201C DES104492D DES0104492D DE614201C DE 614201 C DE614201 C DE 614201C DE S104492 D DES104492 D DE S104492D DE S0104492 D DES0104492 D DE S0104492D DE 614201 C DE614201 C DE 614201C
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Germany
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mercury
switching
switch
delay
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DES104492D
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H29/00Switches having at least one liquid contact
    • H01H29/02Details
    • H01H29/08Means for introducing a predetermined time delay
    • H01H29/10Means for introducing a predetermined time delay by constricting the flow of the contact liquid

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  • Electronic Switches (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Quecksilberschalter, der durch Lagenveränderung betätigt wird und bei dem zwischen der Schaltbewegung und dem eigentlichen Schalt-Vorgang eine gewisse Zeitverzögerung stattfindet. Bei bekannten Quecksilberschaltern dieser Art werden in der das Schaltquecksilber enthaltenden Röhre Drosselorgane vorgesehen, die eine Verzögerung der Quecksilberbewegung hervorrufen, wodurch eine Zeitverzögerung zwischen Lagenänderung des Quecksilberschalters und Schaltvorgang erzielt wird.
Dies hat jedoch den Nachteil, daß sich durch Verunreinigung des Quecksilbers durch die Schaltvorgänge die Größe der Zeitverzögerung im Laufe der Zeit ändert oder daß der Quecksilberdurchtritt durch die Drosselorgane überhaupt unmöglich wird.
ao Der erwähnte Nachteil ist bei einer bekannten Schaltvorrichtung dadurch vermieden, daß die Schaltverzögerung nicht durch das Schaltquecksilber selbst, sondern durch ein besonderes Mittel hervorgerufen wird. Beispielsweise ist ein Schalter bekanntgeworden, bei dem die Schaltverzögerung durch eine Sandmenge bewirkt wird, welche nach dem Einschalten das in einem Behälter angeordnete Schaltquecksilber in einer bestimmten Stellung hält und nach Ablauf einer bestimmten Zeit die Ausschaltbewegung des Schaltquecksilbers freigibt.
Dieser Schalter weist den Nachteil auf, das er verhältnismäßig große Abmessungen besitzt und eine Schaltverzögerung nur beim Ausschalten zuläßt.
Gegenstand der Erfindung ist ein mit Zeitverzögerung durch gedrosselte Bewegung einer Flüssigkeit schaltender Quecksilberkippschalter oder -drehschalter, bei dem das Schaltquecksilber und die infolge ihrer Verlagerung bei der Drehbewegung eine verzögerte Kontaktschließung oder -Öffnung am Schaltquecksilber bewirkende Flüssigkeit in verschiedenen Räumen eines gemeinsamen Behälters angeordnet sind.
Durch die Erfindung ergibt sich ein überaus einfacher Aufbau des gesamten Quecksilberschalters, dessen Raumbedarf außerordentlich gering ist. Außerdem weist der gemäß der Erfindung ausgebildete Schalter noch den Vorteil auf, daß sowohl beim Einschalten wie beim Ausschalten eine Verzögerung erzielt werden kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung des Schalters nach der Erfindung ergibt sich dadurch, daß der Schaltraum durch ein auf dem Triebquecksilber schwimmendes, das Schaltquecksilber enthaltendes Metallgefäß gebildet wird. Abgesehen davon, daß dieses
den Vorteil aufweist, daß es durch den beim Schalten entstehenden Lichtbogen nicht angegriffen werden kann, weist es noch den weiteren Vorteil auf, daß eine besondere Elektrodeneinführung nicht erforderlich ist.
Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden, das in den Fig. ι und 2 der Zeichnung dargestellt ist.
ο Innerhalb der Behälterwand 1 des in Fig. ι in seiner Ausschaltlage gezeichneten Quecksilberschalters befinden sich zwei durch die Trennwand 2 getrennte Kammern 3, 4, in denen sich Verzögerungsquecksilbers befindet. Auf dem Verzögerungsquecksilber schwimmt in der Kammer 3 der Eisennapf 6. Dieser Eisennapf umschließt den Schaltraum 7, in dem sich das Schaltquecksilber 8 befindet. Der Schaltraum 7 ist an seinem oberen Teil durch einen am inneren Rande des Napfes befestigten Isolationsring 9 abgeschlossen, durch den die eine Elektrode 10 in den Schaltraum ragt. 11 ist die andere Elektrode des Schalters, die über das Verzögerungsquecksilber 5, den Eisennapf 6 mit dem Schaltquecksilber 8 leitend verbunden ist. Die Verzögerung wird durch eine in der Trennwand 2 vorgesehene Drosselöffnung 12 hervorgerufen. In der in Fig. 1 gezeichneten Ausschaltlage des Quecksilberschalters berührt die Elektrode 10 das Quecksilber 8 nicht. In der in Fig. 2 gezeichneten Einschaltstellung wird der Eisennapf 6 durch das von Kammer 4 in Kammer 3 durch die Drossel
öffnung 12 einströmende Quecksilber gehoben, so daß schließlich die Elektrode 10 in das Quecksilber eintaucht. Dabei kann durch geeignete Wahl der Größe der Drosselöffnung die gewünschte Zeitverzögerung eingestellt werden. Sowohl beim Einschalten wie beim Ausschalten des Schalters tritt die gleiche Zeitverzögerung auf.
Einzelheiten des beschriebenen Schalters können selbstverständlich abgeändert werden, ohne daß das Wesen der Erfindung dadurch beeinträchtigt wird.
Die Erfindung ist in gleicher Weise bei Drehschaltern wie Kippschaltern anwendbar.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Mit Zeitverzögerung durch gedrosselte Bewegung einer Flüssigkeit schaltender Quecksilberkippschalter oder -drehschalter, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltquecksilber und die infolge ihrer Verlagerung bei der Drehbewegung eine verzögerte Kontaktschließung oder -öffnung am Schaltquecksilber bewirkende Flüssigkeit in verschiedenen Räumen eines gemeinsamen Behälters angeordnet sind.
2. Quecksilberzeitschalter nach Anspruch ι mit für die Verzögerung des Schaltvorganges gedrosselt bewegtem Quecksilber, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltraum durch ein auf dem Trieb- 6g quecksilber schwimmendes, das Schaltquecksilber enthaltendes Metallgefäß gebildet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES104492D 1932-05-08 1932-05-08 Mit Zeitverzoegerung schaltender Quecksilberschalter Expired DE614201C (de)

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