DE613289C - Verfahren zum Vortreiben von Strecken - Google Patents

Verfahren zum Vortreiben von Strecken

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DE613289C
DE613289C DEW90678D DEW0090678D DE613289C DE 613289 C DE613289 C DE 613289C DE W90678 D DEW90678 D DE W90678D DE W0090678 D DEW0090678 D DE W0090678D DE 613289 C DE613289 C DE 613289C
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drills
drilling
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Verfahren zum Vortreiben von Strecken Es ist im Bergbau bereits seit langem bekannt, Abbaustrecken, Querschläge, Verbindungsstrecken usw. in der Weise vorzutreiben, daß ein vorgebohrtes, als Einbruch dienendes Rundloch durch Schießarbeit erweitert wird.
  • Es ist weiterhin bereits bekanntgeworden, an Stelle des Rundloches einen Schlitz oder Schram als Einbruch zu .verwenden. Derartige schlitzförmige Einbrüche erleichtern die Schießarbeit und vergrößern den Stückefall.
  • Zur Herstellung einfacher Rundlöcher als Einbruch sind bisher sowohl Voll- als auch Kernbohrer verwandt worden. Vollbohrer haben dabei den Nachteil, einen erheblichen Anfall an Bohrmehl zu verursachen. Außerdem haben Vollbohrer einen verhältnismäßig grögeren Kraftbedarf als Kernbohrer.
  • Die bereits wiederholt vorgeschlagene Verwendung von Vollbohrern bei der Herstellung von Schlitzen durch Bohren mehrerer nebeneinanderliegender und sich teilweise überschneidender Rundlöcher ist überhaupt abzulehnen, da selbst die hilfsweise Anwendung von Bohrlochschablonen das seitliche Ausweichen der Vollbohrer nach dem Ort geringsten Widerstandes nicht verhindern kann, und zwar insbesondere dann nicht, wenn größere Bohrtiefen angestrebt werden.
  • Andererseits wieder sind nur bedingt als Kernbohrmaschinen anzusprechende Geräte zum Herstellen von Schlitzen durch Bohren mehrerer nebeneinanderliegender und sich teilweise überschneidender Rundlöcher vorgeschlagen worden, denen ebenfalls erhebliche Nachteile anhaften. Es handelt sich dabei um Bohrmaschinen mit mehreren parallel nebeneinanderliegenden Rohren, die räumlich gegeneinander versetzte Bohrkronen tragen, deren Durchmesser größer ist als der Durchmesser der sie tragenden Rohre, und zwar so groß, daß sich die beim Bohren entstehenden Bohrlöcher gegenseitig überschneiden. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß dabei eigentliche Bohrkerne "gar nicht entstehen können, da sie wegen: des geringen Durchmessers der die Bohrkronen tragenden Rohre stets schon im Entstehen zerstört werden müssen. Dieses Erfordernis macht keineswegs ganz einfache Zusatzeinrichtuligen zum Zerkleinern der Kerne sowie gleichzeitig zum Abtransport des zerkleinerten Kernmaterials durch die .Rohre erforderlich. Es ist leicht einzusehen, daß derartige Bohrmaschinen außerordentlich groß, plump, schwer,, verwickelt im Aufbau und dementsprechend empfindlich sind. Überdies würdei sie im Betriebe einen außerordentlich großen Vorrat an gespeicherter Energie (Preßluft o. dgl.) erfordern. Ihrer praktischen Verwendung im Bergwerksbetriebe stehen allein aus diesen Gründen bereits ganz erhebliche natürliche Hindernisse im Wege. Dazu kommen sodann noch nicht unerhebliche betriebstechnische Mängel. Mangels einer genügend langen und sicheren Führung der die Bohrkronen tragenden Rohre wird sich ein Gegeneinanderlaufen dieser Rohre kaum vermeiden lassen und das selbst nicht bei verh@ltnjsinäßig kurzen Rohrlängen. Andererseits dürffi@ die Länge der Rohre allein schon wegen der darin spielenden Kernzerkleinerungs- und -transportvorrichtung verhältnismäßig begrenzt sein und ein rückwärtiges Anlangen überhaupt nicht in Betracht kommen.
  • Nun war es bisher allerdings so gut wie durchweg üblich, den Einsbruch nur über eine einfache Abschlaglänge von etwa 1,5 bis 2 m vorzutreiben. Man hatte dabei allerdings den sehr- wesentlichen Nachteil in Kauf zu nehmen, daß die Schlitz- oder Schrämmaschine vor jedem einzelnen Abschlag ab-und nach jedem einzelnen Abschlag wieder aufgebaut werden mußte.
  • Es ist infolgedessen auch schon der Vorschlag gemacht worden, einen aus einem Rundloch größeren Durchmessers bestehenden Einbruch in einem Zuge über mehrere Abschlaglängen hinweg vorzutreiben und dann mehrere Abschläge unmittelbar aufeinander folgen zu lassen. Dieses Verfahren hat indessen wieder den sehr wesentlichen Nachteil, daß nur wenig Sprengstoff erspart wird, da der runde Querschnitt des Einbruchs der Sprengwirkung den verhältnismäßig größten Widerstand entgegensetzt. Praktisch ist dieser so groß, daß der Vorteil des Einbruchsbohrens fast aufgehoben wird. Der Stückfall ist demzufolge ganz unverhältnismäßig gering.
  • Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung nunmehr beseitigt.
  • Diese besteht in einem Verfahren zum Vortreiben von Abbaustrecken, Querschlägen, Verbindungsstrecken usw., bei dem ein dem beabsichtigten Vortrieb entsprechend gerichteter, mindestens zwei Abschlaglängen tiefer Einbruch in Gestalt eines Schlitzes mittels an sich bekannter Kernbohrer durch mehrere einander überschneidende Rundlochbohrungen von je mindestens Zoo mm Durchmesser hergestellt und danach in mindestens zwei Abschlägen erweitert wird: Nach diesem Verfahren können, die Verwendung geeigneter Kernbohrer vorausgesetzt, Schlitze bis zu 2o m Länge vorgetrieben werden, so daß darauf dann bis zu 15 aufeinanderfolgende Abschläge ohne Wiedereinsatz der Bohrmaschine erfolgen können. Diese kann in der Zwischenzeit vielmehr an anderen Stellen des Betriebes Verwendung finden. Werden die den Schlitz bildenden Rundlöcher zweckmäßig, d. h. von oben her beginnend, gebohrt, so ruht das Bohrrohr stets fest im Gebirge, während der im Rohr verbleibende Kern gewissermaßen als Führung dient, so daß die Bohrlöcher niemals ineinander verlaufen, sondern in der beabsichtigten Weise parallel gerichtet bleiben. Das beim Bohren anfallende Bohrmehl ist mengenmäßig denkbar gering, da im allgemeinen eine Ringnut von nicht mehr als 25 mm Stärke genügen dürfte. Ein weiterer Vorteil des -neuen Verfahrens ist es, daß seine Durchführung keine Mittel verlangt, deren Anwendung den besonderen Bedingungen des Grubenbetriebes grundsätzlich zuwiderliefe.
  • In der Zeichnung ist das Verfahren schematisch veranschaulicht.
  • Die Fig. z zeigt die Bildung eines Schlitzes durch drei übereinanderliegende, einander teilweise überschneidende, mittels eines Kernbohrers hergestellte Rundlöcher.
  • Die Fig.2 zeigt in Aufsicht und Schnitt das Vortreiben einer Strecke nach dem neuen Verfahren. Der Einfachheit der Darstellung halber sind dabei jeweils nur zwei Abschläge auf den vorgebohrten Schlitz angenommen. Praktisch sollen es, wie bereits gesagt wurde, im allgemeinen wesentlich mehr sein.
  • Das neue Verfahren kann ohne weiteres mit jeder Art von Kernbohrern ausgeführt werden, die die Herstellung von Bohrlöchern über mindestens zwei Abschlaglängen hinweg zu bewältigen vermag.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Vortreiben von Abbaustrecken, Querschlägen, Verbindungsstrekken usw., dadurch gekennzeichnet, daß ein dem beabsichtigten Vortrieb entsprechend gerichteter, mindestens zwei Abschlaglängen tiefer Einbruch in Gestalt eines Schlitzes mittels an sich bekannter Kernbohrer durch mehrere einander überschneidende Rundlochbohrungen von je mindestens Zoo mm Durchmesser hergestellt und danach in mindestens zwei Abschlägen erweitert wird.
DEW90678D 1932-12-20 1932-12-20 Verfahren zum Vortreiben von Strecken Expired DE613289C (de)

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