DE613174C - Vorrichtung zum Verspritzen von Loesungen oder Schmelzen, insbesondere von Duengemittelschmelzen - Google Patents

Vorrichtung zum Verspritzen von Loesungen oder Schmelzen, insbesondere von Duengemittelschmelzen

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DE613174C
DE613174C DEU11258D DEU0011258D DE613174C DE 613174 C DE613174 C DE 613174C DE U11258 D DEU11258 D DE U11258D DE U0011258 D DEU0011258 D DE U0011258D DE 613174 C DE613174 C DE 613174C
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DEU11258D
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THEODOR WILHELM PFIRRMANN DR
ThyssenKrupp Industrial Solutions AG
Original Assignee
THEODOR WILHELM PFIRRMANN DR
Uhde GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/02Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic by dividing the liquid material into drops, e.g. by spraying, and solidifying the drops

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Verspritzen von Lösungen oder Schmelzen, insbesondere von Düngemittelschmelzen Hodikonzentrierte heiße Lösungen oder Schmelzen, insbesondere von Düngemitteln, wie z. B. von Ammonsulfatsalpeter, KaLksalpeter, KaLkammonsalpTeter u. a., lassen sich bequem in Körnerform überführen, indem man dieselben auf rotierenden Scheiben oder durch Lochtrommeln verspritzt. Letztere liefern besonders lemheitliche Körner, neigen aber infolge von Krustenbildung zu Verstopfungen der Apparatur, die zu häufigen Betriebsunterbrechungen führen.
  • Diese Nachteile der Lochtrommeln werden vermieden bei Verwendung rotierender Stabtrommeln gemäß der vorliegenden Erfindung, deren Wände durch mindestens zwei Stabreihen gebildet werden. Die eine Stab reihe befindet sich am Rande der Trommel, die zweite Stabreihe in einem gewissen Abstand davon; die einzelnen Stäbe der beiden Reihen stehen auf Lücke, und zwar so, daß, vom Mittelpunkt der Trommel aus gesehen, noch direkte Durchgangsöffnungen zwischen je zwei Stäben verbleiben, deren Größe für die Korngröße bestimmend ist.
  • Es sind zwar bereits Zentrifugen bekannt, deren Wandungen aus einer Reihe von vertioralen Rohren gebildet werden. In einer solchen einreihigen Stabzentrifuge lassen sich aber Lösungen ender Schmelzen nicht etwa so verspritzen, daß das Gut in Körnerform anfällt. Solche einreihigen Stab zentrifugen werden daher zu ganz anderen Zwecken angewendet.
  • Auch die Anwendung einer Vorrichtung, bei der die Zerstäubung von Flüssigkeiten mittels zweier Scheiben erfolgt, von denen die eine als Deckscheibe in mäßigem Abstand von der unteren Scheibe angeordnet ist und die beide auf ihrer Innenfläche mit zum äußeren Rand hin laufenden Rillen, Rinnen, Leisten o. dgl. versehen sind, weist den bereits loben angegebenen Nachteil der Lochtrommeln auf, da durch Verunreinigung und Krustenbildung sich die Austrittsöffnungen für die Flüssigkeiten bzw. Schmelzen außerordentlich leicht verstopfen und die Veranlassung zu Betriebsunterbrechungen bilden, ganz abgesehen davon, daß die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung hinsichtlich der Einfachheit ihrer Konstruktion nicht mit einer derartigen Apparatur in Vergleich gesetzt werden kann.
  • Die Spritztrommel gemäß der vorliegenden Erfindung ist sowohl gegen Verunreinigung als auch gegen Krustenbildung so gut wie unempfindlich. Selbst wenn eine Schmelze schon in der Trommel zu vorzeitigem Erstarren neigt, so fliegen die erstarrenden Teile zunächst gegen die Stäbe, werden dort zertrümmert sund entweichen zerkleinert durch die Zwischenräume der einzelnen Stäbe, ohne die Trommel zu verstopfen. Auf einer StabtrDmmel gemäß der vorliegenden Erfindung können Schmelzen noch nahe bei ihrem Schmelzpunkt verspritzt werden, ohne daß Betriebsunterbrechungen zu befürchten sind; dieses ist besonders beim Ammonsalpeter von Vorteil, da man aus Sicherheitsgründen möglichst niedrige Temperaturen verwendet. Die Apparatur der beanspruchten Art besitzt ferner schon bei kleinsten Abmessungen eine außerordentlich große Durchsatzleistung. Das bei dem Zerstäuben der Lösungen oder Schmelzen verhaltene Produkt fällt in Körnerform von außerordentlich gleichmäßiger Beschaffenheit an, die insbesondere bei Düngemitteln beim Ausstreuen mit Maschinen, bei der Verpakkung in Säcke, beim Transport und bei der Lagerung derselben große Vorteile aufzuweisen hat. Außerdem weisen die mit der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung hergestellten gekörnten Düngemittel eine große Kornhärte auf. Sie backen daher beim Lagern nicht zusammen und behalten ihre Streu-und Rieselfähigkeit bei.
  • Die Trommel gemäß der vorliegenden Erfindung kann stehend angeordnet sein, so daß die Körner waagerecht ausgespritzt werden.
  • Bei großen Leistungen hat sich jedoch die liegende Anordnung der Trommel als besonders zweckmäßig erwiesen, da die Spritzkammer in diesem Fall sehr wenig Platz benötigt und vor allen Dingen sich sehr leicht und gleichmäßig durch einen Luftstrom kühlen läßt. Die Spritzkammer kann z. B. bequem an einer Wandseite des Gehäuses untergebracht und so ausgebildet werden, daß sie infolge der Lufterwärmung wie ein Schornstein wirkt.
  • Bei großen Leistungen führt man der Kam mer durch Ventilatoren noch besondere Zusatzluft zu.
  • In Abb. 1 und 2 der Zeichnung ist zeine Stabtrommel a mit zwei Stabreihen b schematisch dargestellt; die Schmelze wird durch das Rlohr c von vorn zugeführt, kann aber ebensogut durch die in diesem Fall durchbohrte Antriebswelle der Trommel zugeleitet werden.
  • Die Stäbe können rund sein, aber auch einen anderen Querschnitt haben; bei großenTrommeln. faßt man die Enden der Stäbe zweckmäßig durch einen Ring zusammen.
  • Abb. 3 und 4 zeigen die Stabtrommel eingebaut in Seine stehende Spritzkammer d; die Körner werden in einer Ebene senkrecht zur Antriebswelle der Trommel ausgespritzt. Um ein Zusammentreffen der vom Oberteil der Spritzkammer herunterfallenden Körner mit neu ausgespritzten Teilchen zu vermeiden" wählt man die Spritzebene zweckmäßig nicht vollständig vertikal, so daß die nach oblen geschleuderten Körner an der Trommel vorbeifallen.
  • Die fertigen Körner können auf einem Transportband, einer Schüttelrutsche und Schüttelsieb und ähnlichem weitergeleitet werden; man kann die Körner auch unmittelbar einer rotierenden Trommel zuführen, in welcher dieselben gleichzeitig eingepudert, gekühlt und weitertransportiert werden können.
  • Die stehende Spritzmammer ermöglicht eine leichte und gleichmäßige Zufuhr der KÜM-luft, wobei der obere Teil zu einem Kamin ausgebildet werden kann, so daß die Luft infolge der Erwärmung durch ihren eigenen Zug angesaugt wird, was bei kleinen Leistungen genügend ist. Bei großen Leistungen verwendet man noch einen Ventilator, der Luft einzieht oder einpreßt.
  • Die Stabtrommel leignet sich nicht allein zum Verspritzen von Schmelzen, sondern ebensogut auch zur Verdampfung von Lösungen und Suspensionen. In diesem Fall dampft man die Lösung soweit als möglich wein und spritzt sie dann heiß in die Kammer aus unter Zuführung eines heißen Luftstromes. Auf diese Weise läßt sich z. B. eine technische, konzentrierte Monoammonphosphatlösung, die noch mit Präzipitat und anderen, vom Phosphataufschluß herrührenden Fremdstoffen verunreinigt ist, zur Trocknung bringen. Die Regulierung der Pulverfeinheit bzw. Korngröße der herzustellenden Düngesalze geschieht durch Verwendung von Trommeln mit enger gestellten Stäben und einer größeren Anzahl von Stabreihen. Gegenüber den heute hierfür verwendeten Spritzdüsen hat die Stabtrommel den großen Vorteil, daß sie unempfindlich gegen alle Verunreinigungen und daher völlig betriebssicher ist.
  • Die Erfindung wird noch an folgenden Beispielen näher erläutert.
  • Zum Verspritzen leiner Kalkammonsalpeterschmelze wurde Seine Stabtrommel benutzt, der, es Durchmesser 80 mm betrug. Der Durchmesser des äußeren Stabkreises betrug 70 mm, der des inneren 50 mm. Die einzelnen Stäbe waren außen rund und liefen nach der Irnenseite spitz zu. Sie hatten eine Länge von etwa 5 cm. Die Kalkammonsalpeterschmelze wurde bei einer Temperatur von I460 C und bei letwa goo Umdrehungen in der Minute verspritzt. Es wurden ohne Anwendung. eines Kühistromes feste und nicht mehr zusammenbackende Kügelchen von etwa 2 bis 3 mm Durchmesser erhalten. Mit derselben Vorrichtung wurde auch lein Gemisch von Ammonnitrat und Kaolin bei einer Temperatur von I400 C und etwa I400 Umdrehungenverspritzt. Hierbei fielen längliche Spratzeln in einer Länge von etwa 2 bis 3 mm an.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Vorrichtung zum Verspritzen von Lösungen oder Schmelzen, insbesondere von Düngemitteischmelzen, bestehend aus einer rotierenden Trommel, deren Wandung aus einzelnen Stäben gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommelwand aus zwei oder mehreren konzentrischen und auf Abstand und Lücke stehenden Stabreihen gebildet ist.
DEU11258D 1931-05-07 1931-05-07 Vorrichtung zum Verspritzen von Loesungen oder Schmelzen, insbesondere von Duengemittelschmelzen Expired DE613174C (de)

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DE (1) DE613174C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932246C (de) * 1950-09-23 1955-08-29 Ruhrchemie Ag Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung chemischer Stoffe, insbesondere von Duengemitteln
DE1044120B (de) * 1954-04-26 1958-11-20 Chemical Construction Corp Verfahren zur Herstellung von gleichmaessig gekoernten, nicht hygroskopischen und lager-bestaendigen Stickstoffduengemitteln

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932246C (de) * 1950-09-23 1955-08-29 Ruhrchemie Ag Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung chemischer Stoffe, insbesondere von Duengemitteln
DE1044120B (de) * 1954-04-26 1958-11-20 Chemical Construction Corp Verfahren zur Herstellung von gleichmaessig gekoernten, nicht hygroskopischen und lager-bestaendigen Stickstoffduengemitteln

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