DE61267C - Form zur Herstellung von Schmelztiegeln und ähnlichen Gegenständen - Google Patents

Form zur Herstellung von Schmelztiegeln und ähnlichen Gegenständen

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DE61267C
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Germany
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crucibles
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT61267D
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English (en)
Original Assignee
RÖHR & SOHN in Grenzhammer bei Ilmenau
Publication of DE61267C publication Critical patent/DE61267C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/16Moulds for making shaped articles with cavities or holes open to the surface, e.g. with blind holes
    • B28B7/168Moulds for making shaped articles with cavities or holes open to the surface, e.g. with blind holes for holders or similar hollow articles, e.g. vaults, sewer pits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

PATENTAMT.
Wir fertigen seit einigen 20 Jahren Schmelztiegel für Stahlfabrikation mittelst einer mechanischen Presse an, welche von den zu gleichem Zwecke allgemein angewendeten Pressen sich durch wesentlich abweichende Constructionen unterscheidet und vor ihnen wesentliche Vorzüge besitzt. Bei den auf Gufsstahlwerken allgemein angewendeten Tiegelpressen ist der Mönch an einem Schlittenkreuz befestigt, welches durch eine Schraube in dem Stänrter senkrecht auf und nieder geht. Die Nonne. ist nur so hoch, wie der anzufertigende Tiegel selbst, und mit einem Deckel verschlossen durch den der Mönch eintreten kann. Diese Construction hat zur Folge, dafs ein Ständer von 2,9 m Höhe angewendet werden mufs, und dafs zwei Arbeiter auf einem 2 m hoch angebrachten Laufbrette den Prefsschwengel kreisförmig bewegen müssen, während zwei andere Arbeiter unter diesem Laufbrette die Nonne bedienen. Hierbei sind also zwei Arbeiter stets unthätig, während die zwei anderen arbeiten. Bei der Presse der vorliegenden Erfindung hat der Ständer nur 1,1 m Höhe, so dafs dieselben zwei Arbeiter, welche die Nonne bedienen, auch den Prefsschwengel bewegen, also zwei Arbeiter erspart werden. Dies ist möglich geworden dadurch, dafs unsere Nonne über der Oberkante des zu pressenden Tiegels noch eine entsprechend hohe Fortsetzung, die sogenannte Führung, besitzt, welche dem in sie eingebrachten Mönch gestattet, in ihr stets genau senkrecht und genau parallel zu der Wandung der Nonne ohne jegliche seitliche Abweichung niederzugehen, sobald die Prefsschraube S1 niedergeschraubt wird, und ebenso aufwärtszugehen, sobald er gehoben wird. Der Mönch unserer Presse erhält also die Richtung seines Auf- und Niederganges nicht durch ein Schlittenkreuz, das zwischen dem Ständer eingepafst ist, sondern durch die nach oben verlängerte Nonne selbst, was, abgesehen von der weit einfacheren Construction und leichteren Bedienung der Presse ein Zerreifsen des in der Nonne soeben gebildeten, noch weichen Tiegels ausschliefst, während ein solches bei der Schlittenkreuzeinrichtung sofort vorkommt, sobald diese sich nur im geringsten Grade etwas abnutzt und nicht mehr mathematisch genau arbeitet.
Um den in der Nonne eben fertig geprefsten Tiegel nicht mit dem Mönch, an demselben hängend, herauszuziehen, wenden wir einen Stahlring R an, der durch vier Ziehschrauben Z in der Nonne festgehalten, den Tiegel in der Nonne zurückhält. An diesem Ring befestigen wir, wenn Tiegel mit einem nasenartigen Ausgufs, einer sogenannten Schneppe, angefertigt werden sollen, einen Ansatz r, welcher sich in die entsprechende Aussparung α in der Führung der Nonne einlegt und die Schuppenbildung an dem Tiegel bewirkt. Unseres Wissens haben bisher geprefste Tiegel keine Schneppen aufgewiesen, weshalb solche von Gelb-, Roth- und Weichgufsgiefsern nie benutzt wurden. Solcher Schneppen können übrigens auf Verlangen einem Tiegel auch zwei, drei oder vier angeprefst werden.
Um dem Tiegel am Boden einen möglichst kleinen Durchmesser zu geben, was beim Schmelzen in Rostöfen mit direcler Koksfeuerung, wobei die Tiegel auf dem Rost
stehen, nothwendig ist, um möglichst viel freie Rostfläche zu behalten, wenden wir noch einen zweitheiligen messingenen Ring A an, welcher, auf den schmiedeisernen Boden B gesetzt, dem Tiegel eine entsprechende Zuschärfung nach unten giebt und nach dem Ausheben desselben aus der Nonne leicht abgenommen werden kann. Die Nonne selbst am Boden so viel zusammenzuziehen, erwies sich unzweckmäfsig, da sich dann seiner geringen Fläche halber der Boden B beim Herausdrücken des noch weichen Tiegels aus der Nonne häufig in die weiche Masse eindrückte und den Tiegel beschädigte.
Das Verfahren bei der Darstellung von Tiegeln mit unserer Presse ist nun folgendes:
Eine genau abgewogene Menge vorbereiteter, plastischer Tiegelmasse wird in die neben dem Prefsständer stehende, mit dem Boden B und dem Ring A versehene Nonne gebracht, der Stahlring R in die Führung eingesetzt und mit den vier Ziehschrauben Z festgestellt. Hierauf wird der Mönch in die Nonne gehoben und etwas niedergedrückt. Sodann werden Nonne und Mönch auf der Fundamentplatte F unter den Prefsständer S2 geschoben, worauf mittelst des Prefsschwengels P die Preisschraube S1 auf den Hals H des Mönches und letzterer in die Nonne niedergeschraubt wird, bis er auf dem Stahlring R aufsitzt; hiermit ist der Tiegel im Innern der Nonne gebildet. Die Preisschraube wird nun zurückgewunden, Mönch und Nonne werden wieder seitwärts gezogen, ein Bügel b wird an dem Rollenseil c niedergezogen, mit seinen beiden an den unteren Enden befindlichen Haken d in die entsprechenden Aufbiegungen e der an dem Mönchhalse befestigten Querstange Q. eingehakt und der Mönch mit Hülfe des am Rollenseil hängenden Gegengewichts G aus der Nonne emporgezogen, wobei das Ventil V im Boden des Mönches sich öffnet und Luft zwischen die Wandungen des Mönches und des geprefsten Tiegels T treten läfst. Dann wird der Bügel b an die an einer schmiedeisernen Bandage/ befindlichen kurzen Armeg· gehakt, die Nonne durch das Rollenseil emporgehoben, eine Holzsäule h in die Fundamentplatte eingesetzt und, nachdem die vier Ziehschrauben Z zurückgezogen werden, die Nonne sanft auf die Fundamentplatte niedergedrückt, worauf der fertige Tiegel auf dem schmiedeisernen Boden B und der Holzsäule h zum Wegnehmen dasteht. Unseres Wissens erzeugen die grofsen Pressen mit vier Arbeitern durchaus nicht mehr brauchbare Tiegel, wie wir mit unserer kleinen Presse, welche aufserdem ein Viertel bis ein Fünftel des Anschaffungspreises der grofsen kostet und sich aus diesem wichtigen Grunde bei vielen Industriezweigen, namentlich kleineren Schmelzereien, vortheilhaft einführen wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Form zur Herstellung von Schmelztiegeln und ähnlichen Gegenständen, bei welcher die Führung des in die Nonne einzutreibenden Mönches dadurch stattfindet, dafs die Nonne höher als der zu •fertigende Tiegel gestaltet wird.
2. In der durch Anspruch i. gekennzeichneten Form die Anordnung eines Ringes R, welcher das Anhaften des geprefsten Tiegels bei dem Ausheben des Mönches verhindert.
3. Die Anordnung von Nasen r an den in Anspruch 2. bezeichneten Ringen R zur Herstellung von Tiegeln mit Ausgufsrinnen.
4. Die Anordnung eines Ringes A auf dem Boden der im ersten Anspruch bezeichneten Form zur Herstellung von Tiegeln mit sich verjüngendem Boden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT61267D Form zur Herstellung von Schmelztiegeln und ähnlichen Gegenständen Expired - Lifetime DE61267C (de)

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