DE609201C - Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Metallen unter Verwendung einer Quecksilberkathode - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Metallen unter Verwendung einer Quecksilberkathode

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DE609201C DEP65264D DEP0065264D DE609201C DE 609201 C DE609201 C DE 609201C DE P65264 D DEP65264 D DE P65264D DE P0065264 D DEP0065264 D DE P0065264D DE 609201 C DE609201 C DE 609201C
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/02Electrodes; Connections thereof

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Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Metallen unter Verwendung einer Quecksilberkathode Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Metallen mit edlerem Charakter als die Alkalimetalle und Erdallcalimetalle, insbesondere von einem oder mehreren Metallen der achten Gruppe des periodischen Systems, wie Eisen, unter Verwendung einer Kathode aus z. B. in senkrechter oder schräger Richtung bewegtem Quecksilber.
  • Gemäß der Erfindung wird als Führung oder Träger für das strömende Quecksilber ein vorher amalgamierter Metallkörper verwendet, um einen zuverlässigen elektrischen Kontakt mit dem Quecksilber und außerdem eine gute Verteilung des Quecksilbers über die Oberfläche des Trägers, auch wenn die Quecksilberschicht dünn ist, zu erzielen. Der amalgamierte Metallkörper besteht hierbei aus einem in Quecksilber wenig löslichen Metall, z. B. aus Chrom oder Mangan, oder aus Metallen der achten Gruppe des periodischen Systems bzw. aus Legierungen solcher Metalle.
  • Bei der elektrolytischen Gewinnung von Alkali und Chlor nach dem Quecksilberverfahren ist die Anwendung von senkrechten oder geneigten Kathoden bereits vorgeschlagen worden. Hierbei strömt das Quecksilber längs metallenen Körpern, z. B. Blechen oder Drahtgeweben ;aus Kupfer oder Eisen, um eine leitende Verbindung für den elektrischen Strom zu schaffen. Das Quecksilber überzieht hierbei die Oberfläche des metallenen Trägers als zusammenhängende Schicht, auch wenn der Träger bei Ingebrauchnahme mit einer Oxydschicht überzogen ist, wie dies infolge der Einwirkung der Luft bei den meisten Metallen der Fall ist. Der Grund, warum das Quecksilber in diesem Falle sich ganz anders als sonst verhält, liegt darin, daß das aus der Alkalimetallchloridlösung auf dem Quecksilber niedergeschlagene Alkalirnetall wegen seines stark unedlen Charakters die Oxydschicht auf der Oberfläche des Trägers reduziert, so daß die 'Oberfläche von dein Quecksilber benetzt wird. Eine oxydierte Metalloberfläche wird durch Quecksilber nicht benetzt. Es ist beispielsweise bekannt, daß, wenn ein Stück rostiges Eisen unter Wasseroder einer wässerigen Salzlösung mit Natriumamalgam in Berührung gebracht wird, der Rost bald reduziert und das Eisen amalgamiert, d. h. vom Quecksilber benetzt wird. Es ist ferner bekannt, daß Quecksilber, welches Alkalimetall enthält, ohne besondere Maßnahmen den metallenen Träger als sehr dünne zusammenhängende Schicht überflutet. Ganz anders liegen die Verhältnisse bei der elektrolytischen Abscheidung von solchen Metallen, welche einen edleren Charakter als die Alkalünetalle und Erdalkalimetalle besitzen, aus Lösungen von Salzen dieser Metalle auf Quecksilber. In diesem Falle vermögen die auf dem Quecksilber niedergeschlagenen Metalle im allgemeinen nicht Oxydbeläge, wenn sich solche auf dem Träger befinden, zu reduzieren. Eisen z. B. kann nicht die Oxydschichten auf Gegenständen, die aus Eisenoder Nickel bestehen, reduzieren. Wenn daher in diesem Falle ein an der Oberfläche oxydierter Träger aus den genannten Metallen für das Quecksilber verwendet wird, so ist @es nicht ohne weiteres möglich, eine zusammenhängende Quecksilberschicht zu erhalten, welche die Oberfläche des Trägers vollständig bedeckt. Da alleanderen Metalle eine geringere überspannung für Wasserstoff als Quecksilber haben, wird der elektrische Strom mehr Wasserstoff und weniger von dem gewünschten Metall oder Metallen abscheiden, als dies der Fall sein würde, wenn die Oberfläche des Trägers vollständig mit Quecksilber bedeckt wäre, d. h. die Stromausbeute wird verringert.
  • Dies ist besonders nachteilig bei der elektrolytischen Abscheidung von einem oder mehreren Metallen der achten Gruppe des periodischen Systems aus Lösungen, welche Salze von einem oder mehreren dieser Metalle enthalten, unter Verwendung von bewegtem Quecksilber als Kathode.
  • Es ist bereits bekannt, über einen Träger strömendes Quecksilber als Kathode bei der elektrolytischen Reinigung von Lösungen zu verwenden, welche Metalle der Eisengruppe enthalten. Hierbei wird erstrebt, eine möglichst zusammenhängende und dünne, aus Quecksilber bestehende Kathodenoberfläche zu schaffen, um bei der elektrolytischen Abscheidung der die Lösung verunreinigenden Metalle eine möglichst große Stromausbeute bei Verwendung einer möglichst kleinen Quecksilbermenge zu erzielen. Dieser Zweck wird durch die Erfindung in besonders weitem Umfang erreicht.
  • Gemäß vorliegender Erfindung wird eine vollständige Bedeckung der Oberfläche des metallischen Trägers unter Bildung einer zusammenhängenden Quecksilberschicht dadurch "erreicht, daß die Oberfläche der aus Führungen bzw. Träger für das als Kathode dienende strömende Quecksilber verwendeten metallenen Platten o. dgl. vorher ;amalgamiert wird, wobei die Amalgamierung auf beliebige bekannte Weise, z. B. durch Abreiben der Oberfläche mit Säure und Quecksilber oder durch elektrolytisches Niederschlagen von Quecksilber auf den Träger usw.erfolgen kann. Beim Gebrauch wird dann die gesamte Oberfläche des metallenen Trägers von dem Quecksilber benetzt und vollständig überflutet, wodurch die Stromausbeute verbessert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Metallen edleren Charakters als die Alkalimeta.ll@e und Erdalkahmetalle, insbesondere von einem oder mehreren Metallen der achten Gruppe des periodischen. Systems, z. B. Eisen, unter Verwendung einer Kathode aus über einen Träger strömendem Quecksilber, dadurch gekennzeichnet, daß ,als Träger oder Führung für das strömende Quecksilber ein vorher amalgamierter Metallkörper, z. B. eine amalgamierte Platte, -aus in Quecksilber wenig löslichem Metall, wie Chrom oder Mangan, oder aus Metallen der achten Gruppe des periodischen Systems bzw. aus Legierungen solcher Metalle, dient.
DEP65264D 1931-04-30 1932-04-30 Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Metallen unter Verwendung einer Quecksilberkathode Expired DE609201C (de)

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