DE609065C - Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten - Google Patents

Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten

Info

Publication number
DE609065C
DE609065C DEH138254D DEH0138254D DE609065C DE 609065 C DE609065 C DE 609065C DE H138254 D DEH138254 D DE H138254D DE H0138254 D DEH0138254 D DE H0138254D DE 609065 C DE609065 C DE 609065C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flaps
wing
control
flap
adjustable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH138254D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RICHARD VOGT DR ING
Hamburger Flugzeugbau GmbH
Original Assignee
RICHARD VOGT DR ING
Hamburger Flugzeugbau GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RICHARD VOGT DR ING, Hamburger Flugzeugbau GmbH filed Critical RICHARD VOGT DR ING
Priority to DEH138254D priority Critical patent/DE609065C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE609065C publication Critical patent/DE609065C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C13/00Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers
    • B64C13/24Transmitting means
    • B64C13/26Transmitting means without power amplification or where power amplification is irrelevant
    • B64C13/28Transmitting means without power amplification or where power amplification is irrelevant mechanical
    • B64C13/30Transmitting means without power amplification or where power amplification is irrelevant mechanical using cable, chain, or rod mechanisms
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C3/00Wings
    • B64C3/38Adjustment of complete wings or parts thereof
    • B64C3/54Varying in area

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6. FEBRUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVI 609065 KLASSE 62 b GRUPPE 15
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1933 ab
Es sind Flugzeuge bekannt, die an den Flügelhinterkanten je eine obere und untere Klappe aufweisen. Die unteren Klappen sind für den Landungsvorgang vorgesehen, während die oberen Klappen für Querruderwirkungen bestimmt sind.
Erfindungsgemäß sind die beiden Klappen jedes Paares durch ein allen Klappen gemeinsames Steuergestänge so einstellbar, daß die unteren Klappen ohne Lageänderung der oberen Klappen in an sich bekannter Weise in die abwärts gerichtete Landungsschräglage einstellbar sind, während sie an den zwecks Quersteuerwirkung auftretenden Verstellungen der Oberklappen so beteiligt sind, daß sie durch Zusammenwirken mit ihnen ein positives Giermoment erzeugen. Bei einer Ausführung gemäß der Erfindung sind die beiden Klappen jeder Tragfläche mit den Schenkeln je eines Doppelhebeis verbunden, wobei die Doppelhebel durch ein gemeinsames Steuerglied (Steuerknüppel) verstellbar sind. Die beiden Doppelhebel sind mit dem Steuerknüppel um Drehpunkte verschwenkbar, die wiederum durch ein Spannschloß verstellbar sind. Weiterhin ist zwischen den Oberklappen und dem Steuerknüppel ein Winkelhebel als Übersetzungsmittel eingeschaltet.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt im Schnitt die Ausbildung der Flügelenden und die zu ihrer Betätigung vorgesehene Steuerungseinrichtung.
Abb. 2 zeigt einen Steuerungsvorgang während des normalen Fluges mit einer angehobenen Flügelklappe.
Abb. 3 zeigt, im Gegensatz zu Abb. x, die unteren Klappen in heruntergezogener, also für den Landungsvorgang erforderlicher Stellung.
Abb. 4 veranschaulicht, in Gegenüberstellung zu Abb. 2, eine weitere Stellung der Teile.
Abb. 5 und 6 zeigen zur besseren Verständlichkeit die ganzen Flügelschnitte mit den Klappenstellungen gemäß Abb. 2 und 4 unter Fortlassung der Steuerglieder.
In den Abbildungen beziehen sich die Bezeichnungen I und r auf den linken oder rechten Tragflügel, welche mit den Vorderkanten gegeneinander gerichtet gezeichnet sind, um die Steuergestänge und die gegensätzlichen Lagen der Klappen klarer hervortreten zu lassen.
ι ist das Flügelprofil, soweit, es nicht aufgeschlitzt ist, 2 ist der obere und 3 der untere abgeschlitzte Teil. Die oberen Flügelendteile sind verbunden mit dem linken und rechten Arm eines dreiarmigen Hebels 4, dessen mittlerer Arm seinen Antrieb durch die beiden Haupthebel 5/ und 5,. erhält. Einer dieser Hebels, in der Abbildung 5/, ist mit dem Steuerknüppel 6 verbunden. Die Haupthebel 5 sind als Doppelhebel an einem zentral gelegenen Spannschloß 7 gelagert, das durch. Kette und Kettenrad S angetrieben werden kann. Die kürzeren Arme der Doppelhebel 5 sind mit den Steuerhebeln der unteren Klappen 3; und 3r verbunden.
Die einzelnen Vorgänge und Wirkungen bei
Betätigung der verschiedenen Steuermöglichkeiten dieser Einrichtung sind folgende;
i. Ouerruderbetätigung bei hochgehaltener Flügelunterklappe (Abb. 2 und 5). Schwenkt man den Steuerknüppel 6 beispielsweise nach rechts aus, so schwingen die langen Arme der Hebel 5 nach links und nehmen den dreiarmigen Hebel 4 mit. Die seitlichen Arme des Hebels 4 sind so angeordnet, daß der linke Arm einen stumpfen Winkel mit seiner Verbindungsstange zur Klappe 2/ bildet und ebenfalls der rechte Arm einen stumpfen Winkel mit der Verbindungsstange zu Klappe 2,·. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß bei der Linksdrehung des Hebels 4 die Klappe 2.1 nur um einen kleinen Betrag nach unten bewegt wird, während die Klappe 2r stark nach oben ausschwingt. . .
Die Hebel 5 haben ihre Drehpunkte auf dem Spannschloß 7. Die kleinen Hebelarme der Doppelhebel 5 sind so bemessen, daß bei Linksdrehung des Hebels 5 die untere Klappe 3/ um etwa den gleichen (aber nicht kleineren) Betrag wie die obere Klappe 2/ herunterbewegt wird. Dabei wird die rechte untere Klappe 3,.
um einen ähnlich kleinen Betrag nach oben gesteuert.
Es ergibt sich also folgendes Bild: Links: beide Klappen 2/, 3/ annähernd gleichmäßig um einen geringen Betrag heruntergezogen, -
rechts: die obere Klappe 2r steil, die untere Klappe 3,- nur wenig nach oben gezogen, so daß eine große Spaltweite α (Abb. 2) entsteht. Hierbei entsteht folgender Zustand:
. Links: eine Auftriebserhöhung und die durch sie unvermeidliche, aber als Gierwirkung schädliche Widerstandsvermehrung,
rechts: eine Auftriebsverminderung, dietheoretisch schädlicherweise mit einer Verminderung des induzierten Widerstands verbunden sein müßte. Das Aufklaffen der beiden Klappen 2r, 3,. um die Spaltbreite α bedingt jedoch eine so große Widerstandsvermehrung, daß das genannte induzierte Giermoment nicht nur ausgeglichen wird, sondern bei entsprechend gewählten Hebelverhältnissen sich ein positives - Giermoment ergibt, ein Fall, der außerordentlich erwünscht ist, aber mit den bekannten Querrudersteuereinrichtungen bisher nicht erreicht werden konnte.
2. Betätigung der Landungsklappen (Abb. 3 und 6).
Dreht man mit dem Kettenrad 8 die Mutter des Spannschlosses 7 in der Weise, daß die Spannschloßgewindeenden hereingezogen werden, dann schwenken die Hebel 5 um ihre oberen Enden, wobei die Verbindung mit den oberen Flügelklappen 2;, 2r und dem Steuerknüppel 6 in keiner Weise beeinflußt wird. Die unteren Flügelklappen 3/ und 3,· jedoch werden in entsprechendem Maße heruntergezogen in die Landungsstellung, so daß sich die bekannte Wirkung der Auftriebs- und ,Widerstandserhöhung ergibt. Nach erfolgter Einstellung gleichen sich die linken und rechten Klappenkräfte im Gestänge aus und bleiben ohne Einfluß auf den Steuerknüppel.
3. Querruderbetätigung bei heruntergezogenen Landungsklappen (Abb. 4 und 6).
Die Betätigung geschieht in gleicher Weise, wie unter 1 beschrieben, nur mit dem Unterschied, daß der Vorgang von den bereits herabgezogenen Landungsklappen ausgeht. Weil jedoch mit heruntergezogener Klappe ein weiterer wesentlicher Auftriebszuwachs nicht mehr erreicht werden könnte, ist hier der Hauptwert gelegt auf die günstige Auftriebsverminderung durch die rechte obere Klappe 2,·. Die ungleichen Größen der Spreizöffnungen b und c lassen erkennen, daß die Voraussetzungen für eine positive Gierung abermals weitgehend erfüllt sind.
Um den Steuereffekt für beide Fälle, hochgezogene und herabgelassene Landungsklappen, in übersichtlicher Weise zu veranschaulichen, sind die den Abb. 2 und 4 entsprechenden Verhältnisse nochmals dargestellt in den Abb. 5 und 6, und zwar im Zusammenhang mit dem ganzen Profilschnitt, unter Weglassung der Steuerungsteile. . -
Maßgebend für die Größe des Auftriebs, ist die Wölbung der Profilmittellinie und deren Anstellung gegen den Luftstrom. Für den Widerstand sind zwei Faktoren maßgebend, einmal die Größe des Auftriebs, der einen induzierten Widerstand erzeugt, und ferner die Spreizöffnung der Klappen, die einen Form- widerstand verursacht.
Die hier beschriebenen und in den Abbildüngen wiedergegebenen Verhältnisse stellen nur Beispiele dar, und es können auch andere Steuereinrichtungen als die nach der Zeichnung Anwendung finden. Es ist auch nicht notwendig, daß die beiden Klappenpaare von gleicher Tiefe und gleicher Länge sind. Es kann beispielsweise die obere Klappe vorteilhaft von geringerer Tiefe als die untere sein und nur an den Flügelenden in Größe der üblichen Querruder angebracht sein, während die untere Klappe vorteilhaft über die ganze Spannweite ausgedehnt wird.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Flügelhinterkante:*, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klappen jedes Paares durch ein allen Klappen gemeinsames Steuergestänge so einstellbar sind, daß die unteren Klappen (3)
    ohne Lageänderung der oberen Klappen (2) in an sich bekannter Weise in die abwärts gerichtete Landungsschräglage einstellbar sind, während sie an den zwecks Quer-
    ■ 5 steuerwirkung auftretenden Verstellungen der Oberklappen (2) so beteiligt sind, daß sie durch Zusammenwirken mit ihnen ein positives Giermoment erzeugen.
  2. 2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klappen jeder Tragfläche mit den Schenkeln je eines Doppelhebels verbunden sind, wobei die Doppelhebel durch ein gemeinsames Steuerglied (Steuerknüppel) verstellbar sind.
  3. 3. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Doppelhebel durch den Steuerknüppel um durch ein Spannschloß verstellbare Drehpunkte schwenkbar sind.
  4. 4. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Oberklappen und dem Steuerknüppel ein Winkelhebel als Übersetzungsmittel eingeschaltet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEH138254D 1933-12-02 1933-12-02 Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten Expired DE609065C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH138254D DE609065C (de) 1933-12-02 1933-12-02 Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH138254D DE609065C (de) 1933-12-02 1933-12-02 Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE609065C true DE609065C (de) 1935-02-06

Family

ID=7177962

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH138254D Expired DE609065C (de) 1933-12-02 1933-12-02 Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE609065C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2828162A1 (de) Anordnung aus verjuengten vorderkantenklappen mit veraenderlicher woelbung fuer die flugzeugtragflaechen
DE2453558C3 (de) Schubgas-Umlenkschaufel
DE2125971B2 (de) Klappenanordnung fuer einen flugzeugtragfluegel
DE1917532B2 (de) Spaltklappenanordnung an Tragflügeln für Luftfahrzeuge
DE726977C (de) Flugzeugfluegel mit zwei Stellflaechen
DE609065C (de) Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten
DE1809593A1 (de) Einrichtung zur Beeinflussung der Wirbel auf der Oberseite von Tragfluegeln
DE3626432C1 (de) Seitenleitwerk fuer Flugzuge mit spreizbaren Ruderklappen
DE3534611A1 (de) Vorrichtung zum automatischen steuern einer aerodynamischen ausgleichvorrichtung, die einer aerodynamischen steuerflaeche eines luftfahrzeuges zugeordnet ist
DE692059C (de) Flugzeugtragfluegel
DE672401C (de) Fluegelklappe fuer Flugzeugtragfluegel
DE4401781A1 (de) Doppelschwenktragflügel
DE674663C (de) Leitwerk fuer Luftfahrzeuge
DE658470C (de) Tragfluegel mit senkrecht nach unten herausklappbaren Hilfsfluegeln
DE2536841B2 (de) Gleitfallschirm mit an der Kappe angeordneten Kappenfeldern
DE662729C (de) Vorrichtung zur Erhoehung des Auftriebs von Flugzeugtragfluegeln
DE673299C (de) Gleitwinkelsteuereinrichtung fuer Flugzeuge
DE721833C (de) Differential-Steuerung fuer mit Landeklappen gekuppelte Querruder
DE522123C (de) Flugzeugtragfluegel, Steuer- oder Leitwerkflaeche mit Hilfsfluegel
DE226074C (de)
DE668363C (de) Flugzeugfluegel mit einer oder mehreren Klappen am hinteren Fluegelteil
DE740217C (de) Selbsttaetige Stabilisierungsvorrichtung fuer Luft- oder Seefahrzeuge
DE276017C (de)
DE2054150C3 (de) Tragflügel für Luftfahrzeuge mit Spaltklappen
AT151677B (de) Quersteuereinrichtung für Flugzeuge.