DE609065C - Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten - Google Patents
Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den FluegelhinterkantenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C13/00—Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers
- B64C13/24—Transmitting means
- B64C13/26—Transmitting means without power amplification or where power amplification is irrelevant
- B64C13/28—Transmitting means without power amplification or where power amplification is irrelevant mechanical
- B64C13/30—Transmitting means without power amplification or where power amplification is irrelevant mechanical using cable, chain, or rod mechanisms
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C3/00—Wings
- B64C3/38—Adjustment of complete wings or parts thereof
- B64C3/54—Varying in area
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
6. FEBRUAR 1935
6. FEBRUAR 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVI 609065 KLASSE 62 b GRUPPE 15
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1933 ab
Es sind Flugzeuge bekannt, die an den Flügelhinterkanten je eine obere und untere
Klappe aufweisen. Die unteren Klappen sind für den Landungsvorgang vorgesehen, während
die oberen Klappen für Querruderwirkungen bestimmt sind.
Erfindungsgemäß sind die beiden Klappen jedes Paares durch ein allen Klappen gemeinsames
Steuergestänge so einstellbar, daß die unteren Klappen ohne Lageänderung der oberen
Klappen in an sich bekannter Weise in die abwärts gerichtete Landungsschräglage einstellbar
sind, während sie an den zwecks Quersteuerwirkung auftretenden Verstellungen der
Oberklappen so beteiligt sind, daß sie durch Zusammenwirken mit ihnen ein positives Giermoment
erzeugen. Bei einer Ausführung gemäß der Erfindung sind die beiden Klappen jeder
Tragfläche mit den Schenkeln je eines Doppelhebeis verbunden, wobei die Doppelhebel durch
ein gemeinsames Steuerglied (Steuerknüppel) verstellbar sind. Die beiden Doppelhebel sind
mit dem Steuerknüppel um Drehpunkte verschwenkbar, die wiederum durch ein Spannschloß
verstellbar sind. Weiterhin ist zwischen den Oberklappen und dem Steuerknüppel ein
Winkelhebel als Übersetzungsmittel eingeschaltet.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt.
Abb. ι zeigt im Schnitt die Ausbildung der Flügelenden und die zu ihrer Betätigung vorgesehene
Steuerungseinrichtung.
Abb. 2 zeigt einen Steuerungsvorgang während des normalen Fluges mit einer angehobenen
Flügelklappe.
Abb. 3 zeigt, im Gegensatz zu Abb. x, die unteren Klappen in heruntergezogener, also
für den Landungsvorgang erforderlicher Stellung.
Abb. 4 veranschaulicht, in Gegenüberstellung zu Abb. 2, eine weitere Stellung der Teile.
Abb. 5 und 6 zeigen zur besseren Verständlichkeit
die ganzen Flügelschnitte mit den Klappenstellungen gemäß Abb. 2 und 4 unter Fortlassung der Steuerglieder.
In den Abbildungen beziehen sich die Bezeichnungen I und r auf den linken oder rechten
Tragflügel, welche mit den Vorderkanten gegeneinander gerichtet gezeichnet sind, um die
Steuergestänge und die gegensätzlichen Lagen der Klappen klarer hervortreten zu lassen.
ι ist das Flügelprofil, soweit, es nicht aufgeschlitzt
ist, 2 ist der obere und 3 der untere abgeschlitzte Teil. Die oberen Flügelendteile
sind verbunden mit dem linken und rechten Arm eines dreiarmigen Hebels 4, dessen mittlerer Arm seinen Antrieb durch die beiden
Haupthebel 5/ und 5,. erhält. Einer dieser
Hebels, in der Abbildung 5/, ist mit dem Steuerknüppel
6 verbunden. Die Haupthebel 5 sind als Doppelhebel an einem zentral gelegenen
Spannschloß 7 gelagert, das durch. Kette und Kettenrad S angetrieben werden kann. Die
kürzeren Arme der Doppelhebel 5 sind mit den Steuerhebeln der unteren Klappen 3; und 3r
verbunden.
Die einzelnen Vorgänge und Wirkungen bei
Betätigung der verschiedenen Steuermöglichkeiten
dieser Einrichtung sind folgende;
i. Ouerruderbetätigung bei hochgehaltener Flügelunterklappe (Abb. 2 und 5).
Schwenkt man den Steuerknüppel 6 beispielsweise nach rechts aus, so schwingen die langen
Arme der Hebel 5 nach links und nehmen den dreiarmigen Hebel 4 mit. Die seitlichen Arme
des Hebels 4 sind so angeordnet, daß der linke Arm einen stumpfen Winkel mit seiner Verbindungsstange
zur Klappe 2/ bildet und ebenfalls der rechte Arm einen stumpfen Winkel mit der Verbindungsstange zu Klappe 2,·. Durch
diese Anordnung wird erreicht, daß bei der Linksdrehung des Hebels 4 die Klappe 2.1 nur
um einen kleinen Betrag nach unten bewegt wird, während die Klappe 2r stark nach oben
ausschwingt. . .
Die Hebel 5 haben ihre Drehpunkte auf dem Spannschloß 7. Die kleinen Hebelarme der
Doppelhebel 5 sind so bemessen, daß bei Linksdrehung des Hebels 5 die untere Klappe 3/
um etwa den gleichen (aber nicht kleineren) Betrag wie die obere Klappe 2/ herunterbewegt
wird. Dabei wird die rechte untere Klappe 3,.
um einen ähnlich kleinen Betrag nach oben gesteuert.
Es ergibt sich also folgendes Bild: Links: beide Klappen 2/, 3/ annähernd gleichmäßig
um einen geringen Betrag heruntergezogen, -
rechts: die obere Klappe 2r steil, die untere
Klappe 3,- nur wenig nach oben gezogen, so daß eine große Spaltweite α (Abb. 2) entsteht.
Hierbei entsteht folgender Zustand:
. Links: eine Auftriebserhöhung und die durch sie unvermeidliche, aber als Gierwirkung schädliche
Widerstandsvermehrung,
rechts: eine Auftriebsverminderung, dietheoretisch
schädlicherweise mit einer Verminderung des induzierten Widerstands verbunden sein
müßte. Das Aufklaffen der beiden Klappen 2r, 3,. um die Spaltbreite α bedingt jedoch
eine so große Widerstandsvermehrung, daß das genannte induzierte Giermoment nicht nur
ausgeglichen wird, sondern bei entsprechend gewählten Hebelverhältnissen sich ein positives
- Giermoment ergibt, ein Fall, der außerordentlich erwünscht ist, aber mit den bekannten
Querrudersteuereinrichtungen bisher nicht erreicht werden konnte.
2. Betätigung der Landungsklappen (Abb. 3 und 6).
Dreht man mit dem Kettenrad 8 die Mutter des Spannschlosses 7 in der Weise, daß die
Spannschloßgewindeenden hereingezogen werden, dann schwenken die Hebel 5 um ihre
oberen Enden, wobei die Verbindung mit den oberen Flügelklappen 2;, 2r und dem Steuerknüppel
6 in keiner Weise beeinflußt wird. Die unteren Flügelklappen 3/ und 3,· jedoch werden
in entsprechendem Maße heruntergezogen in die Landungsstellung, so daß sich die bekannte
Wirkung der Auftriebs- und ,Widerstandserhöhung ergibt. Nach erfolgter Einstellung
gleichen sich die linken und rechten Klappenkräfte im Gestänge aus und bleiben ohne Einfluß
auf den Steuerknüppel.
3. Querruderbetätigung bei heruntergezogenen Landungsklappen (Abb. 4 und 6).
Die Betätigung geschieht in gleicher Weise, wie unter 1 beschrieben, nur mit dem Unterschied,
daß der Vorgang von den bereits herabgezogenen Landungsklappen ausgeht. Weil jedoch mit heruntergezogener Klappe ein weiterer
wesentlicher Auftriebszuwachs nicht mehr erreicht werden könnte, ist hier der Hauptwert
gelegt auf die günstige Auftriebsverminderung durch die rechte obere Klappe 2,·. Die ungleichen Größen
der Spreizöffnungen b und c lassen erkennen, daß die Voraussetzungen für eine
positive Gierung abermals weitgehend erfüllt sind.
Um den Steuereffekt für beide Fälle, hochgezogene und herabgelassene Landungsklappen,
in übersichtlicher Weise zu veranschaulichen, sind die den Abb. 2 und 4 entsprechenden Verhältnisse
nochmals dargestellt in den Abb. 5 und 6, und zwar im Zusammenhang mit dem ganzen Profilschnitt, unter Weglassung der
Steuerungsteile. . -
Maßgebend für die Größe des Auftriebs, ist
die Wölbung der Profilmittellinie und deren Anstellung gegen den Luftstrom. Für den
Widerstand sind zwei Faktoren maßgebend, einmal die Größe des Auftriebs, der einen induzierten
Widerstand erzeugt, und ferner die Spreizöffnung der Klappen, die einen Form- widerstand
verursacht.
Die hier beschriebenen und in den Abbildüngen
wiedergegebenen Verhältnisse stellen nur Beispiele dar, und es können auch andere
Steuereinrichtungen als die nach der Zeichnung Anwendung finden. Es ist auch nicht notwendig,
daß die beiden Klappenpaare von gleicher Tiefe und gleicher Länge sind. Es kann beispielsweise die obere Klappe vorteilhaft von
geringerer Tiefe als die untere sein und nur an den Flügelenden in Größe der üblichen Querruder
angebracht sein, während die untere Klappe vorteilhaft über die ganze Spannweite
ausgedehnt wird.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Flügelhinterkante:*, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klappen jedes Paares durch ein allen Klappen gemeinsames Steuergestänge so einstellbar sind, daß die unteren Klappen (3)ohne Lageänderung der oberen Klappen (2) in an sich bekannter Weise in die abwärts gerichtete Landungsschräglage einstellbar sind, während sie an den zwecks Quer-■ 5 steuerwirkung auftretenden Verstellungen der Oberklappen (2) so beteiligt sind, daß sie durch Zusammenwirken mit ihnen ein positives Giermoment erzeugen.
- 2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Klappen jeder Tragfläche mit den Schenkeln je eines Doppelhebels verbunden sind, wobei die Doppelhebel durch ein gemeinsames Steuerglied (Steuerknüppel) verstellbar sind.
- 3. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Doppelhebel durch den Steuerknüppel um durch ein Spannschloß verstellbare Drehpunkte schwenkbar sind.
- 4. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Oberklappen und dem Steuerknüppel ein Winkelhebel als Übersetzungsmittel eingeschaltet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH138254D DE609065C (de) | 1933-12-02 | 1933-12-02 | Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH138254D DE609065C (de) | 1933-12-02 | 1933-12-02 | Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609065C true DE609065C (de) | 1935-02-06 |
Family
ID=7177962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH138254D Expired DE609065C (de) | 1933-12-02 | 1933-12-02 | Flugzeug mit je einer oberen und einer unteren Klappe an den Fluegelhinterkanten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609065C (de) |
-
1933
- 1933-12-02 DE DEH138254D patent/DE609065C/de not_active Expired
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