DE609013C - Vorrichtung im Webschuetzen, um das selbsttaetige Abstellen eines Webstuhles durch Abreissen des Schussfadens vor Leerlauf der Schussspule zu veranlassen - Google Patents
Vorrichtung im Webschuetzen, um das selbsttaetige Abstellen eines Webstuhles durch Abreissen des Schussfadens vor Leerlauf der Schussspule zu veranlassenInfo
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- D03—WEAVING
- D03J—AUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
- D03J5/00—Shuttles
- D03J5/08—Supports for pirns, bobbins, or cops
- D03J5/10—Pegs or spindles
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- D03—WEAVING
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- D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
- D03D45/02—Controlling replenishment
- D03D45/04—Pirn feelers or other detectors for initiating replenishment
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abänderung der Vorrichtung im Webschützen, um das selbsttätige
Abstellen eines Webstuhles durch Abreißen des Schußfadens vor Leerlauf der Schußspule
zu veranlassen, mit an der Spulenspindel des Schützen angeordnetem Schußfühler, der durch einen Schlitz der Spulenhülse
hindurch von innen gegen die Sehußspule fühlt, für solche Webstühle, welche mit einem für sofortiges
Stillsetzen des Webstuhles vor dem nächsten Blattanschlag eingerichteten Mittelschußwächter
versehen sind, nach dem Patent 591724. Nach dem Hauptpatent ist der Schußfühler
so ausgebildet, daß er kurz vor Leerlauf der Spule infolge von wenigstens einem der
beiden auf den Schützen bei Ankunft und Abschlag im Schützenkasten ausgeübten Stöße
durch den Schlitz verschwenkt wird, so daß ein weiteres Abwickeln des Fadens verhindert und
ao beim folgenden Schuß der Faden abgerissen wird, wodurch der Mittelschußwächter zur Wirkung
gelangt.
Gemäß vorliegender zusätzlicher Erfindung ist der Schußfühler so ausgebildet, daß er kurz vor
as Leerlauf der Spule durch mindestens einen der
auf ihn infolge der Hinundherbewegung der Weblade ausgeübten Stöße verschwenkt wird,
so daß in gleicher Weise wie nach dem Patent 591 724 ein. weiteres Abwickeln des Fadens verhindert,
beim folgenden Schuß der Faden abgerissen wird und dadurch der Mittelschußwächter
zur Wirkung kommt.
Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Vorrichtung ist in der Spulenspindel ein auf
den Schußfühler einwirkendes Sperrorgan beweglich angeordnet, welches durch, die Stöße
bei Ankunft des Schützen im und/oder bei Abschlag aus dem Schützenkasten verschoben
wird. Dieses Sperrorgan dient folgenden vier Zwecken: Es soll bei auf der Abstellseite des
Webstuhles befindlichem Webschützen ein Verschwenken des Schußfühlers verhindern, dagegen
bei auf der gegenüberliegenden Seite, meist der Wechselseite, des Webstuhles befindlichem
Schützen den Schußfühler freigeben, so daß derselbe sich nur auf letzterer Seite durch
die auf die Weblade ausgeübten Stöße verschwenken kann. Da beim folgenden Schuß
durch die Wirkung des Mittelschußwächters der Webstuhl abgestellt wird, befindet sich der
Schützen bei abgestelltem Webstuhl stets auf der Abstellseite.
Das Sperrorgan verhindert das Ausschwenken des Schußfühlers bei Ankunft des Schützen im
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Schützenkasten und dadurch das Entstehen von Zerrschüssen.
Es verriegelt ferner den ausgetretenen Schußfühler
bei Abschlag des Schützen, so daß derselbe sich nicht zurückverschwenken kann.
Außerdem bewirkt das Sperrorgan, nach dem Abreißen des Fadens beim darauffolgenden
Stoß auf den Schützen das Zurückschwenken des Schußfühlers in seine Ruhestellung,
ίο Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Grundriß eines Teiles eines Webschützen mit Spindel,
Fig. 2 einen Grundriß der Spindel in größerem Maßstab,
Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt durch die Spindel,
Fig. 4 denselben Längsschnitt in einer anderen Stellung des Schiebers,
Fig. 5 einen Grundriß der Spindel mit verschwenktem und gesperrtem Schußfühler und
Fig. 6 einen puerschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 3·
In einem Schlitz 20 der Spindel 2 des Webschützen 1 ist ein Schußfühlerhebel 21 um eine
Achse 22 schwenkbar angeordnet, derart, daß er mit seinem Endteil durch einen Schlitz 7 der
Spulenhülse 6 hindurch von innen gegen die Spulenwicklung fühlen und kurz vor Leerlauf
der Spule seitlich austreten kann. Der Schußfühlerhebel 21 schlägt in seiner innersten Lage
gegen einen Anschlagstift 23 an, so daß er bei abgezogener Spulenhülse nicht nach rückwärts
aus der Spulenspindel 2 austreten kann. In der Spindel 2 ist ferner ein rechtwinklig zum
Schlitz 20 stehender Schlitz 24 gebildet, der nach außen durch einen beiderends in der- Spindel
befestigten Metallstreifen 25 abgeschlossen ist. In diesem Schlitz 24 ist ein Schieber 26 in
der Längsrichtung der Spindel 2 verschiebbar angeordnet. Der Schieber 26 weist an seinen
Enden in den Schlitz 20 hineinreichende Ansätze 27, 28 auf. Befindet sich der Schieber 26
in der in den Fig. 2 und 3 gezeigten inneren Stellung, so kann der Fühlerhebel 21 sich durch
den Schlitz 7 der Spulenhülse 6 hindurch in die in Fig. 2 in strichpunktierten Linien dargestellte
Lage verschwenken. Befindet sich dagegen der Schieber 26 in der in Fig. 4 dargestellten äußersten
Stellung, so liegt dessen Ansatz 27 in der Bahn des Fühlerhebels 21 und verhindert dadurch
ein Ausschwenken des Fühlerhebels. Wenn sich ferner bei ausgeschwenktem Fühlerhebel
21 der Schieber 26 in der in Fig. 5 dargestellten Stellung befindet, verhindert dessen
Ansatz 28 ein Zurückschwenken des Fühlerhebels 21.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Der mit einer vollen Spule versehene Schützen ι befindet sich derart im Schützenkasten
auf der Abstellseite des Webstuhles, daß die Spindelspitze gegen die Abstellseite des Webstuhles
und der Spindelkopf gegen die gegenüberliegende Seite, welche meistens die Wechselseite
des Webstuhles ist, gerichtet ist. Der Schußfühlerhebel 21 ist so ausgebildet, daß er
durch die auf den Webschützen bei dessen Ankunft und: Abschlag im Schützenkasten ausgeübten
Stoße nicht verschwenkt, dagegen durch die bei der Hinundherbewegung der Weblade
auf letztere ausgeübten Stöße verschwenkt werden kann.. Bei der Ankunft des Schützen
auf der Abstellseite wird der Schieber 26 jeweils nach außen gegen die Spindelspitze geschleudert
und verhindert bei der darauffolgenden Bewegung, der Weblade ein Verschwenken des
Schußfühlerhebels 21. Der Schußfühler kann sich somit auf der Abstellseite des Webstuhles
nicht verschwenken, sondern nur auf der Wechselseite, weil der Schieber auf dieser Seite
durch den Stoß bei der Ankunft im Schützenkasten gegen den Spindelkopf verschoben wird.
Dadurch, daß der Schieber bei der Ankunft zuerst verschoben werden muß, werden Zerr-Schüsse
bei der Ankunft des Schützen im Schützenkasten auf der Wechselseite vermieden. Wenn sich der Schußfühler 21 nach Ablaufen
der Schußspule bis auf die Reservewicklung durch die Bewegung der Weblade auf der Wechselseite
des Stuhles nach außen verschwenkt hat, gelangt der Schieber 26 beim Abschlag des
Schützen in die in Fig. 5 gezeigte Stellung, in welcher er das Rückwärtsverschwenken bei der
nachfolgenden Schußbewegung des Schützen verhindert. Durch den verschwenkten Fühlerhebel
wird ein weiteres Abwickeln des Fadens verhindert und derselbe abgerissen, wodurch
der Mittelschußwächter zur Wirkung kommt und den Webstuhl abstellt. Der Webschützen
wird somit nur noch auf die Abstellseite des Webstuhles geschleudert, wo der Schieber 26
bei der Ankunft des Webschützen nach außen geschleudert und der Fühlerhebel 21 dadurch
nach innen gedrängt wird. Die Spulenhülse 6 kann hierauf ohne weiteres, d. h. ohne daß vorher
der Fühlerhebel 21 von Hand nach innen zurückverschwenkt werden muß, von der Spindel
2 abgezogen werden. Indem somit bei dieser Vorrichtung der Schußfühlerhebel 21 sich nur no
auf der Wechselseite des Webstuhles nach außen verschwenken kann, befindet sich der Webschützen
bei abgestelltem Webstuhle immer auf der Abstellseite des Stuhles.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung im Webschützen, um das selbsttätige Abstellen eines Webstuhles durch Abreißen des Schußfadens vor Leerlauf der Schußspule zu veranlassen, mit an der Spulenspindel des Schützen angeordnetem Schußfühler, der durch einen Schlitz derSpulenhülse hindurch von innen gegen die Schußspule fühlt, für solche Webstühle, welche mit einem für sofortiges Stillsetzen des Webstuhles vor dem nächsten Blattanschlag eingerichteten Mittelschußwächter versehen sind, nach dem Patent 591 724, dadurch gekennzeichnet, daß der Schußfühler (21) so ausgebildet ist, daß er kurz vor Leerlauf der Spule durch mindestens einen der auf ihn infolge der Hinundherbewegung der Weblade ausgeübten Stöße durch den Schlitz (7) hindurch verschwenkt wird, so daß in gleicher Weise wie nach dem Patent 591 724 ein weiteres Abwickeln des Fadens verhindert, beim folgenden Schuß der Faden abgerissen wird und dadurch der Mittelschußwächter zur Wirkung kommt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Spulenspindel (2) ein auf den Schußfühler einwirkendes Sperrorgan (26) beweglich angeordnet ist, welches durch die Stöße bei Ankunft und Abschlag des Schützen verschoben wird.
- 3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan ein in einem Schlitz (24) der Spulenspindel (2) längs verschiebbarer Schieber (26) ist, der zwei Ansätze (27, 28) aufweist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST51973D DE609013C (de) | 1934-03-17 | 1934-03-17 | Vorrichtung im Webschuetzen, um das selbsttaetige Abstellen eines Webstuhles durch Abreissen des Schussfadens vor Leerlauf der Schussspule zu veranlassen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEST51973D DE609013C (de) | 1934-03-17 | 1934-03-17 | Vorrichtung im Webschuetzen, um das selbsttaetige Abstellen eines Webstuhles durch Abreissen des Schussfadens vor Leerlauf der Schussspule zu veranlassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE609013C true DE609013C (de) | 1935-02-06 |
Family
ID=7466398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST51973D Expired DE609013C (de) | 1934-03-17 | 1934-03-17 | Vorrichtung im Webschuetzen, um das selbsttaetige Abstellen eines Webstuhles durch Abreissen des Schussfadens vor Leerlauf der Schussspule zu veranlassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE609013C (de) |
-
1934
- 1934-03-17 DE DEST51973D patent/DE609013C/de not_active Expired
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