DE60823C - Kehr-Kontrolvorrichtung für Schornsteine - Google Patents
Kehr-Kontrolvorrichtung für SchornsteineInfo
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- DE60823C DE60823C DENDAT60823D DE60823DA DE60823C DE 60823 C DE60823 C DE 60823C DE NDAT60823 D DENDAT60823 D DE NDAT60823D DE 60823D A DE60823D A DE 60823DA DE 60823 C DE60823 C DE 60823C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23J—REMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES
- F23J3/00—Removing solid residues from passages or chambers beyond the fire, e.g. from flues by soot blowers
- F23J3/02—Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys
- F23J3/026—Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys cleaning the chimneys
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Cleaning Implements For Floors, Carpets, Furniture, Walls, And The Like (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanla
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Mai 1891 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine an passender Stelle enger Rauchfänge
einzusetzende Vorrichtung, vermittelst deren die stattgefundene Reinigung mit der
Kugelbürste dadurch controlirt wird, dafs die letztere beim Vorbeigleiten an der Vorrichtung
eine im ruhenden Zustand mit der Innenwand des Schornsteines in derselben Ebene liegende
bewegliche Platte in waagrechter Richtung verschiebt, wodurch die Drehung einer Scheibe
bewerkstelligt wird, auf welche ein mit der beweglichen Platte in Verbindung stehender
Markenstift bei jedesmaligem Zurückgleiten der von der Bürste weggedrückten Platte in ihrer
Ruhestellung ein Zeichen anbringt.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine der Erfindung gemäfs construirte Kontroivorrichtung
dargestellt und zeigt
Fig. ι die Vorderseite des Apparates ohne
Deckblech,
.Fig. 2 die Rauchfangseite des Apparates, .
Fig· 3 einen Verticallängenschnitt durch die Apparatmitte und Ansicht nach vorn,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch die Apparatm.itte,
Fig. 5. einen Horizontalschnitt unter der Appara.tmitte,
Fig. 6. einen verticalen Querschnitt durch die
Apparatrnitte,
Wie ersichtlich, befindet sich die ganze Vorrichtung
in einem vorn offenen und mit einer Blechplatte verschliefsbaren Gehäuse a, dessen
mit der Innenwand des Schornsteines in eine Flucht einzusetzende Rückwand theilweise von
einer Platte d gebildet wird, welche fest auf
einem Bolzen c sitzt. Dieser Bolzen c ist mit der Platte d dadurch in waagrechter Richtung
(nach links in Fig. 6) beweglich, dafs er die Backen des auf dem Boden des Gehäuses a
befestigten Stehlagers b und den an der Vorderseite desselben befindlichen höhlen Drehzapfen
e des Zahnrades/ durchdringt, welches die Markirscheibe g trägt. Diese besteht vortheilhaft
aus einem Blatt Carton, welches behufs leichter Auswechselbarkeit auf zwei am
Zahnrad/befindliche Stifte oder Nadeln h aufgesteckt wird.
Auf' den von der beweglichen Platte d bis
durch den Drehzapfen e des Zahnrades f hinausragenden Bolzen c ist ein senkrechter
Arm i befestigt, welcher an seinem oberen Ende den der Markirscheibe g nach innen
zugekehrten Registrirstift k trägt, dessen Spitze beim Ruhestand der Vorrichtung in die
Scheibe g genügend weit eindringt, um bleibende und erkennbare Zeichen zu hinterlassen.
Mit der beweglichen Platte d ist senkrecht unter dem verschiebbar gelagerten Bolzen c
ein. winkelförmig abgebogener Arm u verbunden, dessen Ende bei ν keilförmig zugespitzt
ist. Die eine schräge Fläche dieses Keiles ν liegt im Ruhezustand an der ebenso
abgeschrägten Gleitfläche, eines Schiebers ρ an
(Fig. 3 und 5), welcher mit einem kreisbogenförmigen Schlitz η versehen ist, vermittelst
dessen er von den an der Vorderseite des Stehlagers b angebrachten Sehrauben m geführt
wird. An diesem. Radschieber ist eine zwischen . die Zähne des Zahnrades f eingreifende. Feder ο
befestigt. Eine am Boden des Gehäuses α befestigte
Feder t drückt mit ihrem freien Ende gegen die vorspringende Nase s des Radschiebers
ρ und hat das Bestreben, ihn in seiner Ruhestellung zu erhalten.
An den Seitenwangen q des Stehlagers b sind die seitlichen Federn r befestigt (Fig. 4),
welche mit ihrem freien Fnde gegen die bewegliche Platte d von innen nach aufsen drücken.
Eine Sperrklinke χ für das Zahnrad f ist an einem von der Decke des Gehäuses α herabreichenden
Schilde w vermittelst einer Achsschraube befestigt, an welcher auch eine Blechzunge
^ aufgehängt ist, die genügend tief nach abwärts reicht, um ein Abgleiten des Zahnrades
f von seinem Drehzapfen e zu verhindern.
Die beschriebene Kontroivorrichtung arbeitet vollkommen geräuschlos in folgender Weise:
Durch die an der Innenwand des Rauchfanges herab- oder herauf bewegte Kugelbürste
wird die bewegliche Platte d in das Innere des Gehäuses α hineingedrückt. Hierdurch entfernt
sich der an dem Arm i befestigte Registrirstift k von . der auf dem Zahnrad f aufgesteckten
und auswechselbaren Markirscheibe g, welche unter dem Stift k weg mit dem Zahnrad
/ dadurch gedreht wird, dafs bei der Bewegung der Platte d nach innen der an dem
Arm u vorn sitzende Keil ν in gleicher Richtung verschoben wurde und den mit gleicher
Keilflä'che versehenen Radschieber ρ seitlich weggedrückt hat, wobei durch die in die Zähne
des Rades / eingreifende Feder ο das Rad um einen Zahn vorwärts gedreht wurde. Hat die
Bürste an der Innenwand des Rauchfanges den Bereich der beweglichen Platte d verlassen, so
wird diese von den Federn r wieder in ihre ursprüngliche Lage hinausgedrückt, wobei der
Registrirstift k wieder zur Markirscheibe g zurückgelangt und auf dieser ein bleibend
sichtbares Zeichen aufserhalb der Kreistheilung anbringt. Die Feder t drückt gleichzeitig den
Schieber ρ auf seine Nase 5 mit der Feder ο in seine Anfangsstellung zurück, wobei die
Sperrklinke χ eine Rückwärtsdrehung des Zahnrades f verhindert.
Indem zu geeigneten Zeitpunkten nachgesehen wird, ob oder wie viele Eindrücke des Stiftes k
sich auf der Markirscheibe g befinden, überzeugt man sich davon, ob und in welchem
Mafs die mit der Reinigung des Rauchfanges betrauten Personen ihrer Pflicht nachgekommen
sind.
Der Apparat gestattet die Kontrole in zweierlei Art:
ι. Durch Einsetzung eines Apparates in jeden Rauchfang werden die in denselben geleisteten
Bürstenzüge registrirt und dadurch die Möglichkeit geboten, den Lohn der Leistung entsprechend
zu regeln.
2. Zur Stichkontrole dadurch, dafs in einen Rauchfang jeden Hauses ein Apparat eingesetzt
wird, von dessen Anwesenheit der Rauchfangkehrer überhaupt, jedoch nicht von der örtlichen
Lage des Apparates Kenntnifs hat. Diese Art der Kontrole kann als Vorbeugungskontrole
bezeichnet werden, da der Rauchfangkehrer gezwungen ist, alle Rauchfänge von oben bis
unten zu durchfegen.
Der Apparat wird von jeder Kugelbürste bethätigt, deren Durchmesser mindestens gleich
der Diagonale des quadratischen oder rechteckigen Rauchfangquerschnittes und dessen
Borstenkranzhöhe mindestens gleich dem halben Bürstendurchmesser ist.
Hierzu ist nöthig, dafs die Fläche der Platte d mindestens ioo qcm, das absolute Gewicht
der Platte d sammt Bolzen c, Arm u
und Arm i sammt Stift k höchstens 1,75 g pro ι qcm Plattengröfse und das absolute Gewicht
des Radschiebers ρ sammt Federn 0 höchstens 0,25 g pro ι qcm Plattengröfse erhalten; die
horizontale Verschiebung des Bolzens c mit der Platte d beträgt höchstens 5 mm.
Zur Hervorbringung bleibend sichtbarer Eindrücke auf der Cartonscheibe ist ein Druck
von 250 g auf den Stift k erforderlich, welchen Druck hervorzubringen die Federn r geeignet
sein müssen.
Der Apparat dient zugleich zur Controle über die Tauglichkeit der Kugelbürste zur
energischen Reinigung und kann jede Bürste, durch welche der Apparat nicht bethätigt wird,
als zur erfolgreichen Schornsteinfegung untauglich bezeichnet werden.
Die Reinigung des Apparates von feiner Flugasche und Rufs, welche in nur geringen
Mengen eintreten können, kann mittelst eines Handblasebalges, nach Abnahme des Apparatdeckbleches
und der Markirscheibe, in allen Theilen mit Leichtigkeit erfolgen, ohne den Apparat von seiner Stelle nehmen zu müssen.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Eine Kehr-Kontroivorrichtung für Schornsteine, welche mittelst Kugelbürsten gereinigt werden, gekennzeichnet durch eine in der Ebene der Schornsteinwand durch die Federn r r in ihrer Lage gehaltene Platte d, welche an dem einen Ende eines axial verschiebbaren Bolzens c sitzt, dessen anderes durch ein Zahnrad f mit auswechselbarer Markirscheibe g hindurchgehendes Ende einen Markirstift k trägt, wobei die Platte d beim Vorbeigehen der Kugelbürsten nach aufsen gedrückt wird und diese Bewegung dann auf den Stift k und durch einen vom Arm u bethätigten Schieber auf die Markirscheibe g überträgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60823C true DE60823C (de) |
Family
ID=334927
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60823D Expired - Lifetime DE60823C (de) | Kehr-Kontrolvorrichtung für Schornsteine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60823C (de) |
-
0
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