DE607331C - Anordnung zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen in Gasen und Daempfen mit Hilfe des elektrischen Hochspannungslichtbogens - Google Patents

Anordnung zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen in Gasen und Daempfen mit Hilfe des elektrischen Hochspannungslichtbogens

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DE607331C
DE607331C DEG80938D DEG0080938D DE607331C DE 607331 C DE607331 C DE 607331C DE G80938 D DEG80938 D DE G80938D DE G0080938 D DEG0080938 D DE G0080938D DE 607331 C DE607331 C DE 607331C
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/087Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy
    • B01J19/088Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges

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Description

  • Anordnung zur Durchführung chemischer Reaktionen in Gasen und Dämpfen mit Hilfe des elektrischen Hochspannungslichtbogens Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Anordnung zur Durchführung chemischer Reaktionen in einem aufwärts gerichteten Gasstrom mittels eines mit hochgespanntem Wechselstrom gespeisten, unter dcm Einfluß des Gasstromes aufwärts gerichteten Lichtbogens. Der Lichtbogen geht dabei von entsprechend nahe zusammengerückten Zündspitzen aus, die, zueinander höhengleich, unterhalb der Polachsenlinie eines den Lichtbogen etwa senkrecht durchsetzenden und ihn vcrbreiternden Magnetfeldes liegen, und deren Verbindungslinie ungefähr gleichgerichtet der Polachsenlinie verläuft. Die Ausbreitung des Lichtbogens in seitlicher Richtung erfolgt dabei auf weiter als die Zündspitzen voneinander entfernten geradlinigen oder stumpfwinklig geknickten stab-oder schienenförmigen Lichtbogenelektroden, welche, zueinander ebenfalls höhengleich, quer zur Polachsenlinie sich erstrecken und zusammen mit den ihnen eleidrisch verbundenen Zündspitzen, die jeweils etwa auf der Mitte der Elektrodenlänge, gegebenenfalls in deren Knick angeordnet sind, in einer waagerechten Ebene liegen oder jeweils in einer aus dieser Ebene beiderseits zur Zündspitzenlinie winkelgleich ansteigenden oder abfallenden Dachfläche.
  • Ein Beispiel, wie die Anordnung ausgeführt werden kann, liefert die beiliegende schematische Zeichnung. Auf ihr stellen vor: Et und E2 zwei parallel zueinander liegende, horizontal angeordnete Elektrodenschienen, z.B. aus Kupfer oder einem anderen geeigneten Metall; illit und M2 zwei Magnetpole, zwischen denen ein magnetisches Kraftfeld erzeugt wird, dessen Richtung im wesentlichen senkrecht zur Lage der Elektrodenschienen verläuft; Zt und Z2 zwei ungefähr in der Mitte der Elektrodenschienen liegende Zündspitzen, zwischen welchen der Lichtbogen eingeleitet wird. Die Pfeile unterhalb der Schienen geben die Richtung an, in wekher die Gase von unten nach oben bewegt werden. Der zwischen den beiden Zünd spitzen eingeleitete Lichtbogen kann entweder allein durch den Gasstrom selbst nach oben getrieben oder auch durch eine besondere Düse D angeblasen werden. unter der Einwirkung des magnetischen Kraftfeldes bewegen sich alsdann die Ansatzpunkte des Lichtbogens, von de'n Zündspitzen ausgehend, auf den Elektrodenschienen von innen nach außen, wobei die Lichtbogenflamme die Form eines von den Schienen E1 und E2 ausgehen den fächerähnlichen Körpers erhält, wie er beispielsweise auf der Zeichnung durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist. Bei Verwendung des für Hochspannungslichtbogen gewöhnlich benutzten Wechselstroms geht die Flamme dabei dem Polwechsel entsprechend einmal von der linken Seite von EX nach der rechten Seite von E2 und dann wieder von der linken Seite von E2 nach der rechten Seite von Er usw.
  • Die Schienen E, und E2, die im iibrigen einen beliebigen geeigneten Querschnitt haben können, brauchen nicht notwendig eine Gerade zu bilden, sie können z.B. von der Mitte ausgehend nach beiden Seiten hin eine gewisse Neigung, sei es nach oben, sei es nadel unten zu, aufweisen. Sie können natürlich auch hohl und gegebenenfalls von einem Kühlmittel durchflossen sein. Was die Zündspitzen betrifft, so können sie sowohl direkt auf den Schienen aufsitzen (z. 13. in Form von aus diesen hervorstehenden Knöpfen, Keilen u. dgl.), als auch von diesen mechanisch unabhängig sein, wobei noch Anordnungen vorgesehen sein können, die erlauben, die Entfernung der Zündspitzen voneinander zu verändern. Im übrigen wird natürlich der Abstand zwischen den Zündspitzen so bemessen, daß bei der im speziellen Fall zur Verfügung stehenden Spannung sichere Zündung des Lichtbogens erfolgt. Die Elektrodenschienen selbst sind weiter voneinander entfernt, damit der Zündungsvorgang auf die Zündspitzen beschränkt bleibt.
  • Die beschriebene Anordnung ist für alle möglichen Gasreaktionen anwendbar. Ganz besonders eignet sie sich auch zur Durchführung chemischer Reaktionen in Gasen, welche Kohlenwasserstoffe, auch in Mischung mit Wasserstoff, enthalten, für deren großtechnische Behandlung die gebräuchlichen, für die Stickstoffoxydation angewendeten Lichtbogenformen bekanntlich nicht oder nicht ohne weiteres dienen können. So können z. B. bei Verwendung der bekannten Birkeland-Evde-Flamme wegen starken Zusammenschrumpfens des Flammengebildes und der geringen Fußpunktbasis, welche dieses dabei noch auf den Elektroden findet, große Leistungen nicht mehr zur Entladung gebracht werden, ohne daß infolge Auftretens starker örtlicher Erhitzungen eine rasche Abnutzung der Elektroden eintritt. Ähnliches gilt für Flammen, bei welchen die Elektroden nach Art der Hörnerblitzableiter arbeiten.
  • Auch von ruhenden Lichtbogen nach Art der sog. Schönherr-Flamme ist bekannt, daß die bei der Stickstoffoxydation mehrere Meter lange Entladung auf einen Bruchteil dieser Länge zusamlmlenfällt und unstabil wird.
  • Bei Anordnungen wie derjenigen des PatlentS 284 34I, bei welcher der Lichtbogen ebenfalls-zugleich mechanisch und magnetisch verblasen und zum Zwecke, eine gegebene Energie auf einen möglichst kleinen Raum zu konzentrieren, in eine durch eine schraubenförmige Linie begrenzte Fläche ausgebreitet wird, werden die Fußpunkte der Entladung auf den Elektrodenenden zusammengedrängt, so daß ein Arbeiten mit großen Energien schon bei leichter als Kohlenwasserstoffe zu behandelnden Gasen unmöglich wird. Im Gegensatz zu ihr wird bei der vorliegenden Anordnung durch den Übergang der Flamme auf die querliegenden Elektrojnschienen dem Lichtbogengebilde nicht nur eine breite und zudem, wie oben angegeben, wechselnde Fußpunktbasis dargeboten, sondern auch die Möglichkeit, sich iiber eine größere Reaktionsfläche auszubreiten, dergestalt, daß diese, wenn die maximale Lichtbogenlänge beispielsweise i6 cm ist, 32 qcm beträgt gegenüber nur 20 qcm bei einer Anordnung gemäß Patent 284 3;cm; die bei der Behandlung von Kohlenwasserstoffen vorhandene Schrumpfungstendenz wird so des weiteren kompensiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Für die Durchführung chemischer Reaktionen in einem aufwärts gerichteten Gasstrom mittels eines mit hochgespanntem Wechselstrom gespeisten, unter dem Einfluß des Gasstroms aufwärts ge richteten Lichtbogens, der von Zündspitzen ausgeht, die, zueinander höhengleich, unterhalb der Polachsenlinie des den Lichtbogen etwa senkrecht durchsetzenden und ihn verbreiternden Magnetfeldes liegen, und deren Verbindungslinie ungefähr gleichgerichtet der Polachsenlinie verläuft, die Ausbildung und Anordnung der geradlinigen oder stumpfwinklig geknickten stab- oder schienenförmigen, einander ebenfalls höhengleich sich erstreckenden Lichtbogenelektroden derart, daß sie quer zur Polachsenlinie verlaufen und zusammen mit den ihnen elektrisch verbundenen Zündspitzen, die jeweils etwa auf der Mitte der Elektrodenlänge, gegebenenfalls in deren Knick angeordnet sind, in einer waagerechten Ebene liegen oder jeweils in einer aus dieser Ebene beiderseits zur Zündspitzenlinie winkelgleich ansteigenden oder abfallenden Dachfläche.
DEG80938D 1931-10-16 1931-10-20 Anordnung zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen in Gasen und Daempfen mit Hilfe des elektrischen Hochspannungslichtbogens Expired DE607331C (de)

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DEG80938D Expired DE607331C (de) 1931-10-16 1931-10-20 Anordnung zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen in Gasen und Daempfen mit Hilfe des elektrischen Hochspannungslichtbogens

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