DE606752C - Druckmittelbremsanlage fuer Flugzeuge - Google Patents

Druckmittelbremsanlage fuer Flugzeuge

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DE606752C
DE606752C DED67002D DED0067002D DE606752C DE 606752 C DE606752 C DE 606752C DE D67002 D DED67002 D DE D67002D DE D0067002 D DED0067002 D DE D0067002D DE 606752 C DE606752 C DE 606752C
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DE
Germany
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brake
valve
brake system
membrane
aircraft
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Expired
Application number
DED67002D
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Dunlop Rubber Co Ltd
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Dunlop Rubber Co Ltd
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/32Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface 
    • B64C25/42Arrangement or adaptation of brakes
    • B64C25/44Actuating mechanisms
    • B64C25/48Actuating mechanisms differentially operated for steering purposes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Druckmittelbremsanlagen für Flugzeuge nach Patent 585 112, bei denen ein in einem Vorratsbehälter gespannt gespeichertes Betriebsmittel durch Ventilsteuerung auf die von Federn in Offenstellung gehaltenen Radbremsen zur Einwirkung gebracht wird. Der Betrieb derartiger Bremsanlagen, die zur unterschiedlichen oder gleichen Betätigung der einzelnen Radbremsen mit von einem verstellbaren Bedienungshebel beherrschten Einzelsteuerventilen für jedes Laufrad versehen sind, ist abhängig von der Menge des mitgeführten Druckmittelvorrates, die nur bei ausreichender Größe einen gleichmäßigen Bremsdruck gewährleistet. Die bisher übliche Verwendung von gasförmigen gespannten Betriebsmitteln gibt zwar die Möglichkeit, einen verhältnismäßig großen Vorrat unter Druck
ao mitzuführen, hat jedoch den Nachteil eines großen Verbrauches, da beim Lösen der Bremsen die zu den Bremsbacken führenden Leitungen von dem Bremsdruck entlastet und bei jedem Anziehen der Bremsen erneut unter Druck gesetzt werden müssen.
Die Erfindung löst die Aufgabe, den Betriebsmittelverbrauch beim Bremsen sparsamer zu gestalten, so daß nunmehr der gleiche Vorrat an Betriebsmittel im Druckbehälter für eine größere Anzahl von Bremsungen ausreicht und der Druckbehälter zur Gewichtsverminderung wesentlich kleiner gehalten werden kann, was gerade für Flugzeuge von erheblicher Bedeutung ist, sofern auf eine Heraufsetzung der mit dem Betriebsvorrat möglichen Zahl der einzelnen Bremsvorgänge verzichtet wird.
Diese Verminderung des Verbrauches an Betriebsmittel für den einzelnen Bremsvorgang wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die von den Ventilgehäusen abgehenden Bremsleitungen gegen die Ventilkammern durch eine Membran abgeschlossen und mit einer in Ruhelage der Bremsanlage drucklosen Bremsflüssigkeit gefüllt sind. Zwischen die Membran und die Bremsleitungen sind Flüssigkeitskammern eingeschaltet, deren von der Membran beeinflußter Querschnitt den der Bremsleitungen um ein Vielfaches übersteigt. Die die Bremsbacken in Offenstellung haltenden Federn sind hierbei so bemessen, daß sie im Ruhezustand von dem Gewicht der auf-ihnen lastenden Flüssigkeitssäule nicht zusammengepreßt werden.
Zum Anziehen der Bremsen genügt nunmehr eine geringe Menge des gasförmigen Betriebsmittels, da dieses lediglich zum Füllen der Ventilkammer und zum Verdrängen der Flüssigkeitssäule um den Spielraum der Bremsbacken dient und nicht mehr die gesamte Bremsleitung mit Preßluft gefüllt zu werden braucht. Die in dieser ent-
haltene Flüssigkeitsmenge wird unter unwesentlicher Volumenverminderung zum Anlegen der Bremsbacken verschoben und geht bei Wegnahme des Gasdruckes von der Membran unter Entspannung der die Bremsbacken stützenden Federn in die Ausgangslage zurück. Die Verwendung der Flüssigkeitssäule zum Übermitteln des Gasdruckes und die Beschränkung des von dem gasförmigen Betriebsmittel auszufüllenden Raumes auf die verhältnismäßig kleine Ventilkammer hat neben der obengenannten Mengeinersparnis noch den weiteren Vorteil, daß die Bremsen wesentlich schneller ansprechen, da das Füllen und Unterdrucksetzen der. Bremsleitungen mit dem gasförmigen Betriebsmittel entfällt. Die neue Einrichtung kann bei allen ventilgesteuerten Druckmittelbremsanlagen angewandt werden.
Eine Ausbildung des Anschlusses der Bremsleitung an das Ventilgehäuse ist in der Zeichnung in
Fig. ι in einer teilweise geschnittenen Ansicht und
Fig. 2 in einem Schnitt nach Linie a-a der Fig. ι beispielsweise dargestellt.
Das Steuergerät besteht in bekannter Weise aus einer Grundplatte 4, auf der an aufragenden Tragarmen zwei Ventilgehäuse 25, die die Absperrorgane für das die Bremsbacken der Flugzeugräder steuernde Betriebsmittel aufnehmen, befestigt sind. Vor der ' Grundplatte 4 ist um einen Schraubbolzen 17 ein Formstück 19 drehbar gelagert. Das Formstück 19 hat eine Führungsbahn 23, in der ein Gleitstein 22' verschiebbar gelagert ist. Die Verstellung des .Gleitsteines 22' erfolgt durch ein Bogenstück 14, das um einen Bolzen 20 schwenkbar zwischen zwei von dem Formstück 19 aufragenden Lagerarmen 16 gelagert ist und mit einem Kugelzapfen 15 in eine Bohrung des Gleitsteines 22' eingreift. Das Bogenstück 14 ist durch einen Drahtzug 12 mit einem Handgriff verbunden, der an dem Steuerknüppel für das Höhensteuer des Plugzeuges angeordnet sein kann, aber unabhängig von diesem bedienbar ist. Das die Führungsbahn 23 aufweisende Formstück 19 hat einen seitlich aus dem Steuergerät-4 herausragenden Stellfinger 18, der mit dem Pedal zur Betätigung des Seitenruders des Flugzeuges gekuppelt ist.
Die Ventile zur Steuerung des Betriebsmittels sind als Relaisventile ausgebildet, die durch Leitungen 5 an einen Druckmittelbehälter angeschlossen sind. Die Steuerung des Druckmittelzuflusses erfolgt durch in den Ventilgehäusen verschiebbare Gleithülsen 28, die durch an Zapfen 29 angelenkte Laschen 21 mit dem Gleitstein 22' durch einen gemeinsamen Bolzen 22 verbunden sind.
In der Gleithülse 28 jedes Ventilkörpers ist eine weitere mit einer als Luftauslaß dienenden Bohrung versehene Hülse 30 untergebracht, die von einer zusammendrückbaren Wickelfeder 31 umgeben ist. Die Feder 31 ist zwischen dem oberen Stirnende der Gleithülse 28 und dem zu einem Federsitz verbreiterten äußeren Ende 32 der Hülse 30 eingespannt.
Das verbreiterte äußere Ende der Hülse 30 weist einen mittleren, mit Gewinde versehenen Ansatz 42 auf, auf dem eine Membran 33 durch einen Schraubring 34 eingeklemmt ist. Der über die Membran 33 vorstehende Ansatz 42 der Hülse 30 dient ata Sitzfläche für einen auf einer Spindel 36 angeordneten Ventilteller 35. Die Spindel 36 ragt zum Teil in die Bohrung der Hülse 30 hinein und ist auf diese Weise geführt.
Der Ventilteller 35 verhindert in Schließlage das Abströmen der Preßluft aus der Kammer 37.
Der Zutritt des Betriebsmittels durch die Leitung 5 wird von einem Ventilteller 38 beherrscht, der ebenfalls auf der Ventilspindel 36 zentrisch angeordnet ist und durch eine schwache Wickelfeder 39 gegen den Sitz 40 einer Hülse 41 gepreßt wird, die in das äußere Ende des Ventilgehäuses 25 eingelassen ist.
Jeder Ventilkörper 25 trägt über einem Scheibenflansch 6 einen als Druckkammer 24 dienenden Aufsatz 7, der unter Zwischenlage einer Membran 8 durch Schrauben 9 dicht angeschlossen ist. Die Membran 8 hat einen Randwulst 10, der. sich in Ausnehmungen des Flansches 6 und des Gegenflansches am Aufsatz 7 einlegt und somit für einen dichten Abschluß sorgt. Von der Ventilkammer 37 führt eine Bohrung 11 zu der Membran 8. Die Kammer 24 hat zwei Auslässe 13,27, von denen der erste an die zu den Bremsen führende Leitung 26 angeschlossen ist, während der zweite Auslaß 27 durch einen Stöpsel verschlossen ist und zum Einfüllen der Pufferflüssigkeit sowie zum Entlüften dient. Die Pufferflüssigkeit füllt den von der Kammer 24, der angeschlossenen Bremsleitung 26 und der Bremskammer an den Bremsbacken eingeschlossenen Raum völlig aus. Die Bremskammer kann beispielsweise aus einem auftreibbaren Ringschlauch bestehen, der an die Bremsleitung 26 angeschlossen ist und als Gegenlager für die durch Federn in Offenstellung gehaltenen Bremsbacken dient.
Zum Einfüllen der Flüssigkeit, etwa Öl, in die Druckkammer 24 und die an diese angeschlossene Bremsleitung wird der Verschlußstöpsel des Einlasses 27 entfernt und der Einlaß an einen Schlauch angeschlossen, der in einen offenen ölbehälter mündet. Durch eine pumpende Bewegung der Bremsbacken von
Hand wird die in dem diese tragenden Ringschlauch enthaltene Luft durch die Bremsleitung 26, die Kammer 24 und den Füllschlauch herausgepreßt und öl angesaugt. Diese Pumpbewegung wird so lange fortgesetzt, bis die Bremsleitung 26 und die Kammer 24 völlig mit öl gefüllt und die Luft restlos ausgeschieden ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Druckmittelbremsanlage für Flugzeuge mit Ventilsteuerung nach Patent 585 112, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Ventilgehäusen abgehenden Bremsleitungen gegen die Ventilkammern durch eine Membran abgeschlossen und mit einer im Ruhezustand der Bremsanlage drucklosen Bremsflüssigkeit gefüllt sind.
  2. 2. Druckmittelbremsanlage nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine zwischen die Membran und. die Bremsleitung eingeschaltete Kammer, deren von der Membran beeinflußter Querschnitt den der Bremsleitung um ein Vielfaches übertrifft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DED67002D 1933-11-25 1933-11-25 Druckmittelbremsanlage fuer Flugzeuge Expired DE606752C (de)

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