DE60490C - Maischdestillirkolonne für ununterbrochenen Betrieb - Google Patents

Maischdestillirkolonne für ununterbrochenen Betrieb

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Publication number
DE60490C
DE60490C DE189160490D DE60490DA DE60490C DE 60490 C DE60490 C DE 60490C DE 189160490 D DE189160490 D DE 189160490D DE 60490D A DE60490D A DE 60490DA DE 60490 C DE60490 C DE 60490C
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DE
Germany
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mash
column
steam
distillation column
uninterrupted operation
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Expired
Application number
DE189160490D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. PAALZOW in Reval, Rufsland
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Publication date
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Publication of DE60490C publication Critical patent/DE60490C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14—Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/32—Other features of fractionating columns ; Constructional details of fractionating columns not provided for in groups B01D3/16 - B01D3/30
    • B01D3/322—Reboiler specifications

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 die Vorderansicht der Maischkolonne A (mit dem vollständigen Apparat), in Fig. 2 der Grundrifs und in Fig. 3 die Seitenansicht dargestellt.
Die Einführung der Maische in die Maischdestillirkolonne geschieht mittels eines Druckbehälters oder einer Pumpe durch das Schlangenrohr i. Die Kolonne wird so weit gefüllt, bis die Maische in dem Schauglas 2 erscheint. Beim Einfüllen der Maische fliefst dieselbe zunächst über die schrägen Böden nach unten. Auf -der Unterseite der schrägen Böden sind senkrecht niedergehende Querwände angebracht, dergestalt, dafs Taschen 3 entstehen. In diesen Taschen bleibt beim Füllen der Kolonne Luft, welche immer nur so lange entweichen kann, bis die Maische bei jeder Tasche die unteren Kanten der Wände erreicht hat, wie sich aus Fig. ι ergiebt.
Sobald die Maischkolonne bis zur richtigen Höhe, also bis zur obersten Abtheilung gefüllt ist, wird durch das Rohr 4 der Dampf in die Kolonne eingelassen. Derselbe steigt zunächst in die über der Einströmungsstelle liegende Tasche empor, und sobald in dieser Tasche ein genügender Druck gebildet ist, wird die darin etwas emporgestiegene Maische so weit nach unten gedrückt, bis der Dampf über die abgerundete Taschenkante in die folgende Tasche übertreten kann. Es liegen zweckmäfsig etwa fünf Taschen unter jedem schrägen Boden, und da jede folgende Tasche niedriger als die vorhergehende ist, so wird der Dampf gezwungen^ durch die Maische hindurch in die nächste Tasche zu strömen. Infolge dessen wird die Maische nicht nur sehr wirksam aufgekocht und entalkoholisirt, sondern die mit Dampf gefüllten Taschen erhitzen auch noch gleichzeitig die über ihnen auf den schrägen Böden ruhende Maische.
Nachdem der Dampf eine Reihe der unter einem schrägen Boden hinter einander liegenden Taschen durchströmt hat, tritt derselbe durch die Queröffnungen 5 in die erste oder gröfste Tasche der nächstoberen Reihe etc., bis alle Taschen durchflossen sind, worauf der Dampf durch die Oeffnung 6 neben dem obersten schrägen Boden in den oberen Raum der Kolonne und von hier aus durch die Oeffnung 7 in die Siebkolonne gelangt. Die Wand 8 und die Kappen 9 und 10 sind nur zu dem Zweck angebracht, dafs der in. die obere Abtheilung der Kolonne tretende Dampf den Maischespiegel ruhiger halt.
Die Maische fliefst dem Dampf entgegen und gelangt durch die länglichen Oeffnungen 5 und 6 von einer Abtheilung zur anderen. In der Maische über dem obersten schrägen Boden schwimmt der Schwimmer 11, welcher durch den Hebel 12 auf das untere Ablafsventil 13 dergestalt wirkt, dafs immer ebenso viel Maische (Schlempe) abfliefst, als zufliefst. Die Kolonne arbeitet somit vollständig selbstthätig. Durch Oeffnen des Ablafsventils 13 kann man die Maische jederzeit ablassen.
Da der Dampf infolge der Anordnung der Kochtaschen auf beliebig vielen, dreifsig oder mehr Stellen (je nach der Gröfse der Kolonne), durch die Maische geht, so wird diese durchaus gründlich durchgekocht und entalkoholisirt, wobei die Arbeit schneller wie bei älteren
Apparaten vor sich geht. Dadurch, dafs immer mehrere Taschen neben einander liegen, nimmt ferner die Kolonne so wenig Raum ein, dafs ein verhältnifsmä'fsig sehr niedriges Gebäude zur Aufstellung des ganzen Apparates genügt. Betriebsstörungen sind nicht zu befürchten, da die Durchgänge für die Maische so weit gehalten sind, dafs eine Verstopfung ausgeschlossen ist.
Die einzelnen Abtheilungen sind durch entsprechend angeordnete Reinigungsluken in allen Theilen zugänglich. Bei 26 ist ein Stutzen zur Entnahme von Dampf vorgesehen, um zu prüfen, ob derselbe Spiritus enthält.
Die Maischkolonne ist selbst aus Kupfer angefertigt, billiger als alle bisher gebräuchlichen; man kann sie auch aus emaillirtem Gufseisen oder anderem Material anfertigen. Für jeden Fall ist es vortheilhaft, dafs nichts getrieben zu werden braucht, sondern alle Theile nur gebogen sind, indem dadurch alle mit Dampf in Berührung kommenden Stellen gleiche Wandstärke aufweisen.
Der aus der Maischkolonne entweichende Dampf nimmt seinen Weg durch die Siebcolonne 14, Fig. 1, welche 12 bis 20 Siebböden enthält. Die Niederschläge fliefsen von oben nach unten durch die Rohrstutzen 15 von einem Boden zum anderen; sie gelangen entalkoholisirt in die Maischkolonne zurück, während die entwässerten Dämpfe durch das Rohr 16 in den Dephlegmator 17 übertreten, aus welchem der niedergeschlagene Lutter mit den Spiritusdämpfen in den Abscheider 18 tritt. Von hier aus fliefst der Lutter durch das Sackrohr ig in die Siebkolonne zurück, um wieder aufgekocht zu werden. Die Dämpfe steigen aus dem Abscheider durch das Uebersteigrohr 20 in den Kühler 21, aus welchem der Spiritus bei 22 abläuft.
Das Kühlwasser tritt durch das Rohr 23 in den Kühler 21 und fliefst aus demselben durch das Rohr 24 in den Dephlegmator 17 und von diesem durch das Rohr 25 ab.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    . Eine Maischdestillirkolonne für ununterbrochenen Betrieb, bei welcher unter den einzelnen Böden für zickzackartigen Niederlauf der Maische Aufkochtaschen (3) in beliebiger Zahl neben einander dergestalt angeordnet sind, dafs in denselben beim Füllen der Kolonne Luft zurückgehalten wird, während beim Betrieb der Dampf von einer Tasche zur folgenden durch die Maische hindurchgetrieben wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE189160490D 1891-05-10 1891-05-10 Maischdestillirkolonne für ununterbrochenen Betrieb Expired DE60490C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE60490C true DE60490C (de) 1892-01-13

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